Vampire der Iliac-Bucht, I. Kapitel                             Anonymus                                                                                                                                                                    5    
  \       Vampire der Iliac-Bucht  Kapitel I           Es gibt }ber hundert klar voneinander unterscheidbare Arten von Vampiren in Tamriel. Allein die Iliac-Bucht kennt neun Variationen mit jeweils einzigartigen Kr#ften und F#higkeiten. Ich verf}ge nicht nur }ber dieses Wissen, weil ich diese Gei*el der Welt die letzten zehn Jahre meines Lebens }ber erforscht habe, sondern auch wegen der sieben Jahre davor, in denen ich selbst eine dieser Kreaturen war.      Vampirismus ist eine Krankheit wie Hirnf#ule oder Cholera, allerdings wesentlich heimt}ckischer. Man kann durch bestimmte magische Gegenst#nde oder den Fluch eines m#chtigen Zauberers zum Vampir werden, aber f}r gew&hnlich ist ein von einem Vampir zugef}gter Biss oder Kratzer die Ursache. Es gibt keine Symptome f}r Vampirismus au*er einem - wenn das Opfer nach der Attacke, aber noch bevor es zum Vampir wird einschl#ft, dann wird es von Alptr#umen heimgesucht.      W#hrend dieses drei- bis viert#gigen Zeitabschnitts, in dem die Krankheit schon }bertragen wurde, das Opfer aber noch sterblich ist, kann so gut wie jeder Tempelheiler den Fluch des Vampirismus entfernen. Weitere Warnzeichen gibt es nicht.      Ich kann mich nicht ans Sterben erinnern. Ich diente als Kundschafter eines Ritterordens, der hier ungenannt bleiben soll. Die Tochter eines lokalen Adligen war von einer mysteri&sen Person entf}hrt worden und mein Hauptmann hatte ihr Versteck ausfindig gemacht. Ich suchte so lange tief in den dunklen, unterirdischen Kammern, bis ich das M#dchen gefunden hatte. Oder das, was von ihr }brig war: Ein K&rper, wei* wie Schnee, der letzte Tropfen Blut entzogen. Nun wusste ich, was der mysteri&se Mann gewesen war, aber er sp}rte mich auf, bevor ich den Ausgang finden konnte. Er riss mir ein gro*es St}ck Fleisch aus dem Schwertarm, bevor ich ihm davonlaufen konnte. Ich war gl}cklich, noch am Leben zu sein. Was man so Gl}ck nennt.      Mein Weg zur}ck zum Ritterorden bestand aus einer f}nft#gigen Reise. Ich entschied mich f}r eine fr}he Rast, um meinen Arm in eine bessere Form zu bringen, bevor ich in weitere Schwierigkeiten geriet. Ich kann mich nicht mehr an die Tr#ume jener Nacht erinnern, nur noch, dass ich etwas Schreckliches tat und mich selbst nicht daran hindern konnte. Ich wachte schreiend auf. Die n#chste Nacht, in einem Gasthof  etwas n#her an meinem Reiseziel, war mein Schlaf tief und traumlos. In der dritten Nacht starb ich.      Nat}rlich wusste ich nicht, dass ich gestorben war. Ich hatte mich in einem netten, warmen Federbett schlafen gelegt und erwachte auf einer kalten, feuchten, steinernen Grabplatte. Benommen &ffnete ich die, wie ich glaubte, ins Schloss gefallene T}r des Mausoleums, in dem ich eingesperrt war und stand auf einem Friedhof nicht weit von einer Stadt, die ich kannte. Also ging ich dorthin. Es war sp#t in der Nacht und so waren herzlich wenig Seelen auf den Stra*en unterwegs. Ich hielt an, um eine &ffentliche Mitteilung zu lesen und bemerkte das Datum. Es war zwei Wochen sp#ter, als es meiner Meinung nach h#tte sein d}rfen.      Als ich dar}ber r#tselte, sah ich ein M#dchen, eine Hure aus meiner Lieblingstaverne in der Stadt, auf mich zukommen. Ich gr}*te, aber sie ignorierte mich. Ich rief sie beim Namen und sie wandte sich mir l#chelnd zu, allerdings mit einem Gesichtsausdruck, der mir verriet, dass sie mich nicht erkannte. Ich hatte ihre Taverne auf dem Weg zum Versteck  des mysteri&sen Mannes besucht, aber sie kannte mich nicht mehr!      Ich nannte ihr meinen Namen. Sie erwiderte daraufhin ungehalten, dass dies ein armseliger Scherz w#re, ich nicht die geringste @hnlichkeit mit dem tapferen Ritter h#tte, der die Stadt zu besuchen pflegte und ob ich nicht w}sste, dass er tot war. Ich war mehr als durcheinander. Aber ich konnte sehen wie sie keine Witze dar}ber machte, dass ich }berhaupt nicht wie ich selbst aussah. Ich war von ihrer Trauer }ber meinen Tod ber}hrt und entsetzt, als mir die Vorstellung d#mmerte, zu was ich geworden war. Pl&tzlich }berw#ltigte ein }berm#chtiger Instinkt all meine Gedanken - Begierde. Ohne auch nur im Geringsten dar}ber nachzudenken, was ich tat, griff ich zu und riss ihr die Kehle auf. Ich trank, bis sie aussah wie die Leiche in den Katakomben des mysteri&sen Mannes.      Der weitere Verlauf meiner Geschichte wird in "Vampire der Iliac-Bucht, Kapitel II" erz#hlt.  