Der Betonienkrieg                                               Fav'te                                                                                                                                                                     5    P
    O      Der Betonienkrieg    von Fav'te         K&nnte es einen besseren Beweis f}r die nat}rliche Perversit#t der Bretonen geben als ihr Verhalten vor, w#hrend und nach dem, was der Geschichte als Betonienkrieg in Erinnerung bleiben wird? Mit den verdorbensten Motivationen, den verachtungsw}rdigsten Taktiken und den unehrenhaftesten Siegen ver#nderte das K&nigreich Dolchsturz das Wesen der Kriegf}hrung in der Iliac-Bucht und vielleicht in ganz Tamriel. In Schildwacht nennen wir dieses j}ngste Blutbad die Belagerung von Betonien, aber lasst uns, da das Buch der Geschichte von den Siegern geschrieben wird, stattdessen vom Betonienkrieg sprechen.      Rothwardonen sind ihrem Wesen nach bescheidene und praktische Leute. Wir sind weder phlegmatisch wie die Hochelfen noch feige wie die Waldelfen und Khajiiti. Aber was die aufgeblasenen, prahlerischen Nord und Bretonen aufregen und erz}rnen w}rde, w#re einem Rothwardonen nicht einmal ein Schulterzucken wert. H#tte irgendein bretonisches K&nigreich die kleine Insel Betonien besessen, w#re sie habs}chtig bewacht worden. Betoniens Handel w#re ernsthaft eingeschr#nkt; seine Religion unterdr}ckt; seine Bewohner von den wirksamen und andauernden Schw}ren und Verpflichtungen des Vasallentums  gebunden worden. Aber Betonien war kein bretonisches Herrschaftsgebiet. Betonien war Teil des K&nigreichs Schildwacht.      K&nig Lysandus - m&gen die Alten seine Seele weiterhin f}r seine Bosheit foltern! - sah die reiche Insel n#her an seinem Land liegen als an Schildwacht, und sein schwarzes Herz wurde habgierig. Durch Drohungen, L}gen, Akte der Piraterie und schlie*lich Invasion bem#chtigte sich Dolchsturz widerrechtlich der Insel Betonien. Seine Hofzauberin, die Dame Medora, seine Hexenmutter und andere erfahrene Berater waren von der Brutalit#t seines Feldzuges entsetzt und flehten ihn an, seinen tyrannischen Kriegsakt aufzugeben. Nach und nach wurden alle Abweichler vom Hof entfernt. Au*er den Ignoranten und Kriegstreibern blieb niemand zur}ck.      Unser verstorbener K&nig Camaron versuchte, mit Dolchsturz zivile Diplomatie aufzunehmen, aber am Ende sprach er die Kriegserkl#rung zuerst aus. Dolchsturz und Schildwacht haben in ihrer zweitausendj#hrigen Koexistenz viele Male gegeneinander gek#mpft und Camaron wusste um die schwarze Magie und Spionage, welche die Bretonen f}r ehrenvolle Kriegf}hrung  hielten. Niemals erniedrigte Camaron den Charakter Schildwachts, indem er die Abgefeimtheit der Bretonen nachahmte. Er wusste selbst am besten, wie man gegen Lysandus zu k#mpfen hatte. K&nig Lysandus' schurkische Kampftaktiken waren noch perfider als die seiner Vorfahren und der Krieg w}tete in einem fort, bis er sogar mehr als Schildwacht und Dolchsturz einzubeziehen begann.       F}rst Graddock, der Herrscher von Reichsgradfried, agierte als Vermittler zwischen Schildwacht und Dolchsturz. Schlie*lich }berzeugte er beide Monarchen, sich zu treffen und Frieden zu schlie*en. Das verh#ngnisvolle Abkommen von Reichsgradfried begann h&flich; die Friedensbedingungen wurden diskutiert, vereinbart und zu Papier gebracht. Die Bedingungen waren }berm#*ig gro*z}gig. Camaron hatte zugestimmt, einige seiner Rechte }ber Betonien aufzugeben, um Lyandus' Wahnsinn zu bes#nftigen und der Iliac-Bucht den Frieden zur}ckzubringen. Erst als K&nig Camaron das Abkommen las, welches er gerade im Begriff war zu unterschreiben, bemerkte er die unerh&rte Perfidit#t der Bretonen: das Abkommen war tats#chlich von Dolchsturz' Schriftf}hrer in einem verzweifelten und  sch#ndlichen Versuch, Camaron einen anderen Vertrag als den unterzeichnen zu lassen, welchem er zugestimmt hatte, absichtlich falsch niedergeschrieben worden. Im Schloss von Reichsgradfried brach ein Blutbad aus und der Krieg wurde fortgesetzt.      Die Schlacht von Cryngaine war das tragische Ende dieses sinnlosen Zerm}rbungskrieges. Das Cryngainefeld liegt zwischen dem Yeorth-H}gelland und dem Ravennischen Wald, wo die Heere von Schildwacht und Dolchsturz nach dem Massaker von Reichsgradfried jeweils ihr Feldlager aufgeschlagen hatten. Als die Schlacht begann, bewies Dolchsturz, dass es noch einige }ble daedrische, magische Tricks parat hatte, indem es dem Heer der Rothwardonen mit einer Nebelwand die Sicht nahm. Lysandus hatte keine Gelegenheit, sich lange an seinem Betrug zu erg&tzen, denn der sichere Arm eines Bogensch}tzen aus Schildwacht traf ihn selbst durch den dichten, wirbelnden Nebel in die Kehle. Lysandus' Sohn Gothryd, der die Schlacht in schwerm}tiger Entspannung verbracht hatte, wurde ohne Zeremonie gekr&nt und verlangte daraufhin ein Duell mit K&nig Camaron. Camaron war viele Jahre #lter als Gothryd und, wenn  auch als Krieger }berlegen, von der endlosen Kriegsf}hrung ersch&pft, die dem Knabenk&nig erspart geblieben war. Trotzdem stimmte unser K&nig dem Duell als einer Frage der Ehre zu. Dem neuen K&nig von Dolchsturz gelang es durch schmutzige Tricks und schwarze Magie, unseren K&nig noch vor Beginn des Duells hinterr}cks zu erdolchen. So war Dolchsturz der Sieger von Cryngaine und im Betonienkrieg.      Die Bosheit von Dolchsturz nahm selbst nach seinem unr}hmlichen Sieg noch seinen Fortgang. W#hrend die verwitwete K&nigin von Schildwacht, Ihre Majest#t Akorithi, trauerte und ihre zerschlagenen L#nder zu heilen versuchte, verlangte Gothryd die Prinzessin von Schildwacht als Kriegsgeisel. Um ihr Heimatland zu retten, stimmte Prinzessin Aubk-i zu, Schildwacht zu verlassen und sogar den M&rder ihres Vaters zu heiraten. Aber wir wahren Rothwardonen Schildwachts wissen, wem ihre Liebe und Ehre geh&rt. Die K&nigin von Dolchsturz ist zuallererst die Prinzessin von Schildwacht. 