Euer unheimlichstes Erlebnis

Dieses Thema im Forum "Off Topic" wurde erstellt von Killfetzer, 29. Oktober 2019.

  1. Killfetzer

    Killfetzer Super-Moderator Mitarbeiter

    Passend zu Halloween starte ich mal dieses Thema:

    Was war euer unheimlichstes oder mysteriösestes Erlebnis?

    Nach ein wenig Überlegen habe ich mich für folgende Geschichte entschieden:

    Wir hatten eine Personensuche mit der Feuerwehr. So weit erstmal nichts Ungewöhnliches. Mysteriös sind die Begleitumstände. Abends war eine Laufgruppe unterwegs. Kurz vor Ende der Runde lief eines der Mitglieder ein wenig vor, kam aber anscheinend niemals am nur wenige hundert Meter entfernten Parkplatz an (laut Zeugenaussagen). Sein Auto stand unberührt da und trotz mehrtägiger Suche wurde keine Spur mehr von ihm entdeckt.
    Die heute verbreitete Theorie ist, dass er, warum auch immer, untergetaucht ist und vollständig mit seinem bisherigen Leben gebrochen hat. Aber merkwürdig ist die Geschichte allemal: untertauchen mit nichts dabei als geschwitzen Laufklamotten, aus einer Laufgruppe heraus. Da hätte es doch sicherlich andere Wege gegeben...
     
    Spiritogre gefällt das.
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  3. troubega

    troubega Abenteurer

    Ich bin mal mit meiner Herzensdame durch die Innenstadt von Köln gelaufen. Wir waren shoppen, bummeln und so weiter. Nach ein, zwei Stunden bemerkte meine Frau, damals Freundin, dass mein dunkles Hemd an der Seite feucht war. Als ich dann das Hemd hochgezogen hatte, sah sie sich meine Hüfte an. Und mein Gott, ihren Gesichtsausdruck werde ich nie vergessen. Erst die gerunzelte Stirn, dann das weiten der Augen. Sie legte ihre Hand an meine Hüfte und sprang auf. Sofort nahm sie mich an die Hand und setzte mich auf eine Bank. Da bemerkte ich, wie sehr meine Hüfte wehtat, wie so ein wirklich starker Seitenstich. Meine Freundin nahm ihren Schal heraus und drückte ihn gegen die Hüfte und sagte, dass sie mich liebt und ich ganz ruhig bleiben soll. Sie sagte, ich hätte eine Wunde an der Hüfte und sie muss jetzt einen Krankenwagen rufen. Ich ging mit dem Finger an die Hüfte und fühlte das Blut und einen riss in der Haut. Dann kam der Krankenwagen. Es war tatsächlich eine Schnittwunde. Um die 6 Zentimeter lang. Etwas unter 2 Zentimeter breit. Wir wissen bis heute nicht, wie das passiert ist. Ich war am Morgen mit der Freundin duschen und da haben wir nichts bemerkt. Laut Arzt sei das eine schnittwunde, wie von einem Messer gewesen. Vielleicht ist es passiert, als wir uns in der Innenstadt durch die Menge "gekämpft" haben.
     
  4. EvilMind

    EvilMind Ehrbarer Bürger

    Hm, eigentlich gab es da mehrere zum Teil einschneidende Erlebnisse. Zwei aber aus meiner Zeit bei der Bundeswehr sind mir im Gedächtnis geblieben.
    Zum ersten Fall als unheimlich zu nennen:
    In Düsseldorf befand sich zu der Zeit als der Vorfall geschah (1977) eine Schule an der auch Brandschutz- Retten und Bergen von Verschütteten und andere Dinge unterrichtet wurden (THW)
    Von der Einheit in der ich damals diente (1.Luftlandedivision) dorthin abkommandiert hatte ich dann auch das zweifelhafte Vergnügen als "Spielverwundeter" in einem Komplex der eingestürzte Häuser darstellte von einem Spürhund wieder aufgefunden zu werden. Dazu wurden mir Bandagen angelegt die verletzte Körperteile nachbildeten und krass aussahen aber auch die Bewegung stark einschränkten. Also mit anderen Worten: Ohne Hilfe kam man aus der Betonröhre nicht mehr heraus.
    Anfangs ging es noch aber dann wurde es später und später. Die mitgegebene Taschenlampe verlor mehr und mehr an Leuchtkraft und ein Blick auf die Uhr belehrte mich das eigentlich schon seit 2 Stunden die Übung vorbei war.
    Kurz und knapp: Seit dem Tage weiß ich was Panik ist denn alles Rufen und Klopfen blieb erfolglos, die Bandagen bekam ich nicht ab weil der Platz dazu nicht ausreichte. Nach drei Stunden holte man mich dann dort heraus und entschuldigte sich das man mich wohl dort vergessen hatte.
    Nun, ich hatte derlei Erlebnisse danach nie wieder aber mein Arzt fragt sich immer noch warum ich Computertomographie strikt ablehne.

    Zum zweiten Fall (mysteriös)
    Wie erwähnt war ich ja Fallschirmjäger. Da war es dann natürlich unabdingbar das man auch seine Pflichtsprünge machte um die Springerzulage zu behalten aber auch um das Abzeichen weiter tragen zu können.
    Gesprungen wurde dann normal aus dem Hubschrauber Bell UH-1D. Diese Sprünge wurden von uns als Hollywoodsprünge bezeichnet weil das filmreif aussah aber im Grunde ruhig und gemessen abgewickelt wurde da zwischen den einzelnen Springern Abstände eingehalten wurden.
    Aber
    es gab auch den Sprung aus der Transall. Meistens wurden auch hier die Sprünge "normal " durchgeführt, es ging aber etwas hektischer zu denn im ERnstall sollte ja die Einheit nicht über mehrere Kilometer am Boden verteilt aufkommen. Also schön schnell hintereinander raus. Bei normalem Sprung aber nicht weiter tragisch. Anders aber waren die RW (Reihen-Waffen) Sprünge. Hier führte der Springer wie gesagt auch seine Waffe mit sich wobei G3 und UZI problemlos am Körper mitgeführt werden konnten (nur sehr selten durchgeführt) anders aber sah es bei MG und Panzerfaustschützen aus Jeder Springer kennt das noch wenn die aus der Tür gingen und der Absetzer zum Absetzleiter rief: Last weg----Mann weg denn diese Springer führten ihre Waffen grundsätzlich in einem gesonderten Sprungbehälter mit sich. Aber auch wir anderen sprangen schon mal mit dem Gepäck das dann in einem Behälter vor den Oberschenkeln, aufgehängt mit Schellauslösehaken am Gurtzeug und gesichert mit einem Beingurt gegen hochschlagen mitgeführt wurde.
    Die Schnellauslösehaken hatten ca 10 cm lange Seilchen am Haken damit man sie schneller greifen und aufziehen konnte.
    So, das zum Verständnis des folgenden:
    Ich auch mit Gepäck und G3 , ich glaube als vierter Mann in der Sprungreihe gehe aus der Maschine, kurz vorher hat der Absetzer noch zusätzlich geprüft ob alles okay ist.
    Nach Verlassen der Maschine die allgemeinen drillmässig gelernten Überprüfungen: Schirm auf? Ja Leinen verheddert? Nein Fangleinen versehentlich über die Kappe gezogen, der Schirm sieht aus wie ein Brötchen und daher hat der Zustand auch seinen Namen? Nein alles okay.
    Dann also Beingurt des Gepäckes lösen, Gepäck zwischen den Knien kurz fixieren um die Auslösehaken aufzuziehen und dann das Gepäck greifen und abwerfen, es hängt ja an einer Leine am Gurtzeug und kann nicht durchfallen.
    Das ist Sollzustand. Aber ich konnte an den Haken ziehen und zerren wie ich wollte, die Dinger gingen nicht auf. Das Gepäck ließ sich nicht abwerfen. Leider aber war damit kein Landefall möglich und das endete in den meisten Fällen wenn auch nicht mit dem Tod aber doch mindestens mit gebrochenen Knochen, schlimmstenfalls mit einer Verletzung der Wirbelsäule.
    Dann kam das was bis heute für alle Beteiligten und auch für mich nicht erklärbar ist: Kurz über dem Boden löste sich das Gepäck und ich bin voll drauf gesprungen, konnte noch eine bizarre Unterart eines Landefalles zelebrieren bevor ich merkte das es mich wohl doch böse erwischt hat denn ich konnte das linke Bein nicht mehr strecken.
    Der kurz darauf eintreffende Arzt erkannte schnell das wohl eine Schädigung des Knies vorliegt. War aber im Endeffekt harmlos, mir fehlt nur seitdem der Meniskus im linken Knie. Aber wer braucht den schon?
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. Oktober 2019
  5. Veterano

    Veterano Mr. Oblivion 2017

    Ich war vor Jahren mal auf einer Messe auf dem Hamburger Messegelände. Nach dem meine Frau und ich uns einiges angeschaut hatten, musste ich mal auf Toilette. Als ich fertig war und wieder die Messehalle betrat, war mein Schreck gross. Die Halle war total leer, keine Menschen und keine Stände, nicht mal meine Frau! Nachdem ich das erstmal verdaut hatte, ging ich wieder zur Toilette und fand des Rätsels Lösung. Ich war beim Verlassen der Toilette in die falsche Richtung gegangen und somit in der falschen Halle gelandet. Als ich wieder bei meiner Frau war, fragte sie, " wo warst du so lange und warum lachst du jetzt?"
     
  6. dilldappel

    dilldappel Reisender

    In der kirchenlichen Jugendgruppe mit 9 bis 11 jährigen Heranwachsenden haben wir mal ein Freizeit in einem Schloss Jugendherberge in Ortenberg Baden gemacht. Mädchen und Jungen waren in verschiedenen Bereichen untergebracht. Wir Jungs haben uns nach der Bettruhe heimlich in den Schlafsaal der Mädchen geschlichen. Die haben sich natürlich erschrocken und darauf hin kam die Idee, das jemand Horrorgeschichten erzählt. Ich habe zu der Zeit viel Horrorbücher gelesen von Edgar Alen Poe, Hitchcock etc. gelesen und deshalb habe ich mich angeboten. Meine Geschichte war anscheinend so gut erzählt, das ein großer Teil der Jungen und Mädchen in der Nacht unter Angst und Panik litten. Als Beispiel ging ein paar Mädchen zwischen durch auf die Toilette und die haben sich dabei so gegrusselt, das sie laut schreiend die Betreuer geweckt haben, die dann umgehend zur Hilfe geeilt waren. Um nicht aufzufliegen sind wir Jungs möglichst Heimlich zum Schlafsaal zurück geschlichen. Dabei waren einige so in Panik, das sie auch angefangen haben zu heulen und zu wimmern und so wurden sie auch entdeckt. Ich war mit einer anderen Gruppe entwischt und habe mich möglichst schnell unter der Bettdecke versteckt. Ich habe mir fast in die Hose gemacht, weil ich Angst hatte, das mir die Schuld für die Misere in die Schuhe geschoben wurde. Betreuer kamen in den Schlafsaal und ich hörte sie ratlos diskutieren, ob eventuell sogar eine Krankheit die Fieber auslöst dahinter stecken könnte. Es wurde angeordnet, das wir alle schlafen sollten, das konnte ich natürlich nicht. Ich kam morgens total gerädert zum Frühstück und die Betreuer haben gleich klar gemacht, das danach ein Gespräch mit allen stattfindet. Die ganze Gruppe wirkte sehr unglücklich und ich fühlte mich schuldig. Zum Glück hat mich keiner verpfiffen, es wurde nur gesagt, das einige Horrorgeschichten erzählt haben und die Betreuer beliesen es bei einer mündlichen Abmahnung und der Androhung, das die Eltern informiert wurden. Zum Glück hat sich die Aufregung schnell gelegt und war hatten ein paar Tage Spaß. Nur die Nachtwanderung wurde abgesagt.
     
  7. FROSTY10101

    FROSTY10101 Bürger

    Ist schon einige Jahre her, als wir in Nord-Italien in den Bergen am klettern waren.
    Auf einer abschüssigen Felsenplatte kam ich ins Rutschen, und kam direkt an der Kante zum Abgrund zum Halten.
    Ganz langsam drehte ich mich um, und bewegte mich auf allen Vieren wieder nach oben in Sicherheit.
    Alleine der Gedanke an diesen Moment, bereitet mir selbst heute, nach so vielen Jahren, noch Gänsehaut.

    Unheimlich war auch ein anderes Erlebnis, als ich ein Jahr in Asien unterwegs war.
    Wegen wenigen Geldreserven, die mir verblieben, flog ich von Indien mit Bulgarian-Airlines, Richtung Frankfurt, zurück nachhause.
    Die Maschine war in einem Zustand, dass man sich wunderte, dass sie es überhaupt schaffte, vom Boden abzuheben.

    Ich saß dann direkt neben einem Notausstieg.
    Auf dem ganzen Flug klapperte dieser Notausstieg lautstark und wild vor sich hin, und bewegte sich hin und her und auf und ab, und ich wartete nur darauf, dass sich dieser löse, und ich aus der Maschine gesaugt werde.
    Zum Glück hatte dies keinen Einfluss auf den Druckausgleich, sonst hätten wir echt ein Problem gehabt.
    Auch waren die Fenster daneben während des Fluges in großer Höhe vereist.
    Bin aber dann doch gut angekommen.

    Der Hit war noch dazu, dass der Hinflug nach Asien, mit Singapur-Airlines, der reine Luxus war, also mit Erfrischungstüchern, Getränke jeder Art, und gutem Essen, und die Maschine war großräumig und klimatisiert.
    Mehrere hübsche junge Stewardessen waren ständig um einen herum und hilfsbereit um einen besorgt.
    Auf dem Rückflug mit der Bulgarian-Airlines (nicht mehr Sitzreihen als es ein Bus hat) gab es einen grünen, unreifen Apfel als einziges Essen auf dem gesamten Flug, und wegen der Kälte in der Maschine, eine Wolldecke, und das war es.
    Eine einzige ältere, dicke, Stewardess, mit der schlechten Laune und einem Verhalten einer Domina, der man besser nicht Widerspricht, hat man auf dem ganzen Flug nur einmal zu Gesicht bekommen, als sie einem den Apfel brachte, der ungenießbar war.
     
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