Neues Foren-RPG: Kalter Wind

Es freut uns, euch ein neues Foren-Rollenspiel mit dem Namen "Kalter Wind" vorzustellen. Es ist im Bereich Science Fiction/Endzeit angesiedelt.

500 Jahre nach unserer Zeit liegt die Welt unter einer dicken Schneedecke begraben, der Schneedecke einer neuen Eiszeit. Ein Großteil der Tiere ist ausgestorben, nur im Bereich um den Äquator ist das Leben überirdisch überhaupt noch möglich. Sowohl ober als auch unterirdisch gibt es Städte, die sich einzig und allein deswegen nicht offen bekriegen, da sie in ihrer Stärke ausgeglichen waren.
In dieser Zeit entwickelte die Scientist Community einen Androiden mit künstlicher Intelligenz, den Machine Gun Messiah. Die Forscher unterschätzten seine Intelligenz. Denn kaum war er fertiggestellt entkam er und floh. Lange Zeit blieb es still um ihn…in letzter Zeit verschwinden jedoch immer wieder Spähtrupps der SC und seltsame aggressive Androidentruppen wurden gesichtet. Eine Belohnung wurde auf den Machine Gun Messiah ausgesetzt…

Das RPG wird von Timobile mit der Unterstützung von Ragnar geleitet.

 
Das RPG "Kalter Wind"

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Über den Autor

Ich bin der Administrator und Besitzer von ElderScrollsPortal.de, ehemals Scharesoft.de. Hier kümmere ich mich um alles mögliche was so ansteht, dazu gehören Newsmeldungen, Einstellen neuer Downloads und die Entwicklung neuer Features für das Portal.

Zusammen mit Deepfighter habe ich an der offiziellen deutschen Übersetzung von Skyrim sowie Elder Scrolls Online mitgewirkt. Für Skyrim bin ich unter anderem auch für das inoffizielle Director's Cut verantwortlich.


Letzte Kommentare

  1. >Nairobi…<,wie immer hinterließ dieser Name einen bitteren Geschmack in seinen Gedanken.

    >Vielleicht besuchte ich mal Mutti. Falls sie noch lebt. Vermutlich ist sie längst an einer Überdosis gestorben. Oder eher an einer Unterdosis, weil sie kein Geld mehr hatte…vielleicht will ich sie gar nicht besuchen? Mal drüber nachdenken…< Er hasste es, an seine Familie denken zu müssen.

    Lieber war er in einem Gefecht, in dem ihm die Kugeln um die Ohren pfiffen, als an seine Mutter zu denken. Doch glücklicherweise hatte er einen guten Grund, seine Mutter nicht zu besuchen. >Ich bin zwar schon vor 'ner ganzen Weile aus Nairobi abgehauen, aber ich sollte trotzdem vorsichtig sein…falls die mich wegen dieser Sprengung immer noch suchen. Tja, Mum, ich kann dich wohl nicht besuchen.<, mit diesen Gedanken ging es ihm gleich besser. "Tja, dann also Nairobi", murmelte er und stapfte missmutig hinter Amy her. >Sieh es positiv, dort hast du Freunde, kannst billigen Sprengstoff kaufen und bist bei den freundlichen Frauen in den speziellen Vierteln recht beliebt.<, gab das Stimmchen ins einem Kopf gleich mal seinen Senf dazu, was Djangos Stimmung auch nicht hob.

    "Der Ausflug ist ne Pleite, wir haben nicht einmal jemanden erschossen…geschweige denn was gesprengt.", brummelte er leise. Niemand schien die Worte gehört zu haben, was ihm auch recht war. Dann fiel ihm ein, was Mark gesagt hatte. >Pff…ich hätte schon nicht die ganze Bude gesprengt. Hey, ich habe Erfahrung! Ich weiß, wieviel Sprengstoff man braucht, um eine Tür zu öffnen, und wieviel, um ein Haus abzureißen. Aber vielleicht werd' ich ihm mal zeigen, wie das funktioniert…<, und seine Gedanken ergänzten von selbst: >Und wie willst du das machen? Ihm eine Stange Dynamit unter das Kopfkissen schieben?<

    "Verdammt gute Idee!", grinste Django, und nun sahen ihn wohl doch einige Leute in der Gruppe schief an, zumindest hatte er das Gefühl, Blicke im Rücken zu spüren. Aber als sie dann Schritte hörten, wurde ihm klar, dass es wohl jemand anderes war, der die Gruppe beobachtete. "Vielleicht wird dieser Ausflug ja doch keine vollkommene Pleite…", sprach's und entsicherte die Pistole. Falls sie beobachtet wurden, hätte eine hektische Reaktion, zum Beispiel das Ziehen der MP7, wohl einen sofortigen Angriff zur Folge.

  2. "Skull?!" Amy traute ihren Ohren nicht. Sie beugte sich über die Einritzung im Betonboden. Tatsächlich, ein kleiner, comichaft anmutender Totenschädel, und daneben stand in chaotischer Schrift das Wort SKULL.

    "Skull? Was soll das sein?", fragte Django.

    "Skull war eine Söldnerin, eine verdammt gute dazu. Eigentlich sogar eine der besten, aber sie hat sich zur Ruhe gesetzt, vor etwa fünf Jahren. Das hier ist ihr Markenzeichen, manche Söldner hinterlassen eine Signatur am Ort ihres Schaffens. Da wird Eitelkeit wohl auch eine kleine Rolle gespielt haben… Sie ist stolz auf ihre Arbeit."

    "Und inwiefern hilft uns das weiter?"

    "Nun ja… Jetzt haben wir eine handfeste Spur. Ich meine, dass sie ausgerechnet hier in diesem… Verhörraum ihr Zeichen hinterlassen hat, kann doch wohl nur schlecht ein Zufall sein."

    "…Wieso?", fragte Kjell, noch immer von den Handschellen fasziniert.

    Amy verdrehte die Augen.

    "Vielleicht hat SIE ihn verhört! Sie hat ihn an diesen Generator da angeschlossen und gefesselt. Jedenfalls ist sie der einzige Anhaltspunkt, den wir derzeit haben."

    "Wo finden wir sie denn?", fragte Django.

    "Nairobi."

    Sie machten sich auf den Rückweg zum Helikopter. Mark ging voran und lugte um jede Ecke, was Amy für ein wenig übertrieben hielt.

    Doch tatsächlich hörten sie bald Schritte im Staub…

  3. Aber er hatte Amy kaum angesprochen, als seine Aufmerksamkeit von den beide Stühlen und den Handschellen von ihr weggezogen wurden. Begeistert fing Kjell an zu grinsen und stapfte einfach auf die Stühle zu. „Wie geil!“ rief er und setze sich auf den Stuhl über dem die Handschellen hangen.

    „Hier hat einer Fesselspiele gemacht!“

    Wie ein Kind das ein neues, aufregendes Spielzeug geschenkt bekommen hatte, wippte Kjell auf seinem Platz hin und her, hob die Arme hoch und probierte aus, wie bequem eine solche Haltung war. Obewohl – bequem war wohl der falsche Ausdruck. Für die meisten Menschen war das wohl höchst unangenehm, vor allem, wenn die Sitzung etwas länger dauerte. „Wenn wir hier noch Bondageseile finden…woah, kranke Scheîße! Vor allem friert man sich hier ja den Schwanz ab!“ Obwohl Kjell selbst eigentlich nicht fror, wobei er ja nur seine rote Jacke trug.

    Plötzlich aber – Seine Arme hatte Kjell noch gehoben – wurde sein Gesichtausdruck fassungslos, gar entsetzt. Als wäre ihm etwas aufgefallen, etwas wirklich schreckliches aufgefallen, sah er zu Django, Mark und Amy rüber.

    „Amy…“ brabbelte er und sah sie an. „Diese…diese Dinger…“

    Spannung stand im Raum. Jeder erwartete eine unheilvolle Nachricht. Während Kjell Amy fixiert hatte, schien die Luft vor Anspannung zu knistern. Was war los? Was war Kjell aufgefallen?!?

    „…diese Dinger haben genau die richtig Länge für deine Arme!“

    Und schon erfüllte genervtes Stöhnen mehrerer Personen den Raum. Nicht von allen Personen. Amy für ihren Teil, lief lediglich leicht rot vor Scham an.

    Dass sich alle verteilten und den Raum gründlich durchsuchten, bekam Kjell nur am Rande mit. Viel zu sehr war er damit beschäftigt zwischen den Stühlen zu wechseln. Während er an den Stuhlbeinen herunter sah, bemerkte er aber plötzlich eine kleine Kritzelei auf dem Boden. So wie das aussah, hatte das jemand mit einem Messer da hinein geritzt.

    „Woah….“ erfüllte Kjells Stimme den Raum. „Das wäre ein klasse Motiv für ein Tatoo!“

    Interessiert trat Amy an ihn heran und beugte sich zu Kjell herunter. „Was meinst du?“

    „Na dieser Totenkopf mit den Dingern da dran….“ Und er wischte die leichte Staubschicht von der Kritzelei herunter.

    „Totenkopf… Crâne…Teschio…Todekopp…“ brabbelte Kjell herunter.

    „…Calavera… Oder eben…. Skull.“

  4. Amy betrat nach Mark und Django den nun offenen Raum. Das Dröhnen des altertümlichen Benzingenerators, den Mark gefunden hatte, wurde etwas leiser, als sie an kahlen, grauen Betonwänden vorbeigingen und um eine Ecke bogen. Dahinter war…

    Nichts.

    Der Gang endete in einer Sackgasse. Einer kahlen Wand, die ihren kleinen Ausflug in diesen Keller beendete.

    Irgendetwas stimmte hier nicht. Niemand verschloss eine Tür und hielt sich die Möglichkeit offen, sie wieder zu öffnen, wenn dahinter ein leerer Raum lag. Es musste einen Grund dafür geben, dass die Tür verschlossen worden war, doch Amy kam einfach nicht darauf. Und das machte sie wütend, wo sie doch sowieso schon gereizt war wegen ihres Kjell-Mark-Dilemmas.

    "Das kann doch einfach nicht sein!", schrie sie und ließ den Schaft ihrer Railgun gegen die Betonwand krachen, die ihnen einfach so einen Strich durch die Rechnung machte.

    Der Schlag des robusten Metalls reichte aus, um ein Stück des Betons aus der Wand zu brechen und Amy kam ein wenig zur Ruhe. Sie kniete vor dem Loch nieder und nahm es näher in Augenschein. "Leute?"

    "Mhm?", machten Django und Mark, die sich bei Amys Ausbruch ein wenig kleinlaut in eine Ecke verzogen hatten.

    "Bin ich bescheuert oder ist das hier Holz hinter dem Beton?"

    "Was?!"

    Die beiden knieten ebenfalls vor dem Loch nieder und nahmen das Material in Augenschein, aus der die Wand hinter der dünnen Betonschicht zu bestehen schien. Auch sie kamen zu dem Schluss, dass es Holz war, eigentlich ein Luxusgut, das nur in den Gewächshäusern der Großstädte für viel Geld zu bekommen war.

    Die drei traten ein paar Schritte zurück. Amy, die ganz rechts stand, blickte die beiden anderen fragend an; Sie nickten ihr zu. Dann begannen sie, wie wild auf die Wand einzudreschen.

    Zuerst bekam der Beton Risse, dann blätterte er in großen Stücken ab und gab schließlich eine Wand frei, die komplett aus Holz bestand. Auch diese rissen sie nieder, wobei es Amy fast leidtat, ein solch kostbares Material zu zerstören; Dieses Holz hätte sich in ihrer Wohnung in Nairobi mit Sicherheit gut gemacht.

    Schließlich war der Raum, der einfach eine Verlängerung des Flurs zu sein schien, freigelegt. Da standen nun zwei einfache Klappstühle aus Aluminium, gegenüber voneinander aufgestellt, und an einem hingen vier Paar Handschellen. In der Ecke stand ein weiteres Exemplar dieser vorzeitlichen Benzingeneratoren.

    Der Machine Gun Messiah war hier gewesen. Er war verhört worden. Ein Seitenblick zu Django und Mark bestätigte diese Annahme.

    Aber von wem?

    "Es muss irgendein Zeichen geben. Irgendeinen Hinweis, wer hier war…" In diesem Moment trat Kjell von hinten an sie heran. "Soll ich was helfen oder so?"

  5. Mark ging vorsichtig die Treppe hinunter. Er hatte keine Lust sich hier vor versammelter Mannschaft ein Bein pder einen Arm zu brechen.

    Als die alle unten waren schaute er sich um. Die Wände waren bröchelig und kahl, der Boden war alles andere als sauber und in den Ecken konnte er Müll entdecken.

    * Erinnert mich an meine vorletzte Mission… nur das sich in diesen Keller Banditen verschanzt hatten.*

    Er schüttelte leicht denn Kopf und schaute dann rüber zu Amy, die Anweisungen gab.

    "Okay, Leute. Ich würde sagen, wir sehen uns alle mal um und wenn jemand etwas findet, dann ruft er."

    Mark beschränkte sich auf ein kurzes Nicken, dann ging er in einen der Räume. Auch dieser war leer, und es wunderte Mark auch gar nicht.

    Er ging in einen weiteren Raum, der aber auch leer war.

    * Hmmm… nichts! dann war hier wohl lange niemand mehr…. auch egal.*

    Mark verließ Schulter zuckend den Raum und ging wieder zu den anderen.

    " Nichts… alles leer hier… wie n jedem Haus bestimmt…"

    Durch den Helm klang seine Stimme immer noch wie eben, und da es hier auch sehr dunkel war, war auch seine Wärmebildkamera aktiv. Diese zeigte sich durch das rote leuchten der Augen des Helmes. Plötzlich rief ein Söldner der Gruppe durch den Keller.

    "Ich habe da hinten eine Tür gefunden, aber die funktioniert elektronisch! Oder der Schalter ist hin… soll ich sprengen?"

    Mark fasste sich mit seiner freien, linken Hand auf die Stirnplatte seines Helms.

    * Der sprengt bestimmt alles was nicht bei drei auf den Bäumen sitzt!*

    Mark lief zu ihm rüber und nahm seinen Helm ab. Zum Vorschein kam sein Gesicht, dass nicht freundlich aussah.

    " Das… ist eine ganz schlechte Idee! Schau dich doch mal um. Wenn du hier etwas in die Luft sprengst kannst du haben dass das ganze Haus auf uns stürtz, un dann ist Ende im Gelände…" er drückte ihm seinen Helm in die Hand, " Hier, halt mal."

    mark stand jetzt vor der Tür und schaute sie ernst an. Er nahm anlauf und warf sich mit seinem ganzen Körper gegen die Tür, doch sie hielt stand. *Okay… wo wird das nichts….*

    Mark schaute sich die Tür genauer an und entdeckte den Knopf.

    " Aha!"

    mark drückte ihn, aber nichts passierte. Er nahm seine Taschenlampe, die sich an seinem Gürtel befand, und leuchtete alles um die Tür herum ab. Wie er gehofft hatte stand in einer Ecke eine Maschine. Er ging auf sie zu. Als er vor hr stand schaute er sie sich genauer an.

    " Ein Generator! Perfekt! Wenn wir Glück haben, dann ist der für die Tür."

    Er suchte den Anschalter, und nach ein paar Minuten hatte er ihn auch gefunden. Der Generator brummte und wackelte ganz schön ordentlich als Mark ihn eingeschaltet hatte. Eer ging wieder zur Tür und drückte auf den Knopf. Die Tür ging zwar auf, doch ziemlich langsam. Mark nahms einen Helm wieder aus den Armen von Django und klemmte ihn sich unter den Arm.

  6. "Okay, Leute. Ich würde sagen, wir sehen uns alle mal um und wenn jemand etwas findet, dann ruft er."

    >Na gut, dann mal los…<, dachte sich Django und sah sich um. Er hatte nur eine Stablampe dabei, was das Tragen der MP7 ziemlich kompliziert machte, da er die Lampe nicht an der Waffe befestigen konnte. Also hängte er sich die MP7 über die Schulter und zog die HK45 aus dem Holster. Er zog den Schlitten der Pistole kurz nach hinten, um zu kontrollieren, ob das Magazin gefüllt war, was auch der Fall war. Er hatte ganz vergessen, zusätzliche Magazine zu füllen, aber was soll's. Mit der Lampe in der linken und der HK45 in der rechten Hand stapfte er durch das Dunkel. >Ob es jemanden interessiert, dass ich jede Menge Staub gefunden habe?< Django blieb vor einer metallenen Kiste stehen und öffnete sie. Staub, Scherben und eine Flasche lagen darin. Django nahm die Flasche kurzerhand und öffnete sie. >Leer…<

    Er ging weiter durch den feuchten Keller bis er die Wand erreichte. Ein Durchgang, der allerdings keine erkennbaren Öffnungsmechanismen hatte, bis auf den kleinen Knopf neben der Tür. "Was das wohl bringt?", murmelte der Söldner zu sich selbst und drückte einfach mal auf den Knopf. Nichts passierte. >Das braucht Strom, du Depp!<, spottete die Stimme in seinem Kopf.

    "Danke, das kann ich mir denken!", knurrte Django und arbeitete sich wieder durch den Dreck zurück zum Ausgangspunkt der Erkundung. Die anderen stöberte ebenfalls eifrig herum, wie er hören konnte. "Ich habe da hinten eine Tür gefunden, aber die funktioniert elektronisch! Oder der Schalter ist hin…", rief er laut, damit ihn alle hören konnten. "Soll ich sprengen?", fügte er dann noch leise hinzu, fast schon wie im Selbstgespräch. >Lass krachen!<, hallte es in seinem Kopf und er schüttelte diesen heftig. Langsam ging ihm das auf den Geist. Zugegeben, er lebte jetzt schon einige Jahre mit dieser Stimme, aber in letzter Zeit hatte diese Einbildung seltsame Stimmungsschwankungen. "Du bist eine Einbildung, du kannst gar keine eigenen Stimmungen haben, verdammt nochmal!", murmelte Django sauer und ging dann in eine andere Richtung als vorher, vielleicht fand er ja doch noch was interessantes.

  7. "Da drüben durch den Flur, in der Nische links."

    Immer noch mit den Waffen im Anschlag näherten sie sich der von Kjell beschriebenen Stelle. Ihre Stiefel hinterließen Abdrücke im Staub.

    Die Falltür, die vorher unter Schutt und Gerümpel gelegen haben musste, den Kjell wohl beseitigt hatte, stand offen und ließ eine Betontreppe erkennen, die steil in einen extrem schmutzigen Keller führte.

    "Schaltet eure Lampen an", raunte Amy den anderen zu und drückte selbst einen Knopf an ihrer Railgun, sodass eine kleine Taschenlampe, die unten am Lauf integriert war, aufflammte. "Und passt auf, die Stufen sind vereist", warnte sie noch die Gruppe, dann stieg sie als erste langsam und vorsichtig die Treppe hinab.

    Hier unten war es sehr schmutzig. Spinnweben gab es aufgrund der Kälte zwar nicht, aber anscheinend hatte hier seit Entstehung des Hauses niemand sauber gemacht. Die Wände waren verrußt und ölbeschmiert, überall stand Gerümpel und Metall herum. Amy ließ den Lichtstrahl einmal komplett durch den Raum kreisen, bis sie schließlich die Railgun sinken ließ und "Alles sauber… Also, nein, eigentlich nicht" nach hinten flüsterte.

    "Gibt es hier irgendwo einen Lichtschalter?", hörte sie Chris fragen, und wie zur Bestätigung seiner Worte zerriss ein lautes Scheppern die Luft. Alle hielten den Atem an und zielten auf die Stelle, woher das Geräusch gekommen war, doch es war nur Kjell, der mit dem Fuß gegen einen Metallbehälter gestoßen war. "Der wird uns noch alle umbringen", murmelte Vassili und Amy gab ihm in Gedanken recht, wenn auch mit einem Schmunzeln.

    "Okay, Leute. Ich würde sagen, wir sehen uns alle mal um und wenn jemand etwas findet, dann ruft er."

  8. Vassili hieb den Kammerstängel seiner Waffe nach oben, zog ihn ruckartig zurück und schob ihn wieder nach vorne und nach unten.

    „Kjell?“ Das war Amy, sie klang besorgt. „Bist du das?“

    „Man, lass den Scheîß! Wir haben genug von deinen Faxen!“

    Das Geräusch hatte nicht gerade freundlich geklungen und Vassili wollte einem potentiellen Angreifer gleich eine Kugel entgegensenden. Dann hörte er einen langgezogenen Schrei, der sich verdammt nach Kjell anhörte, gefolgt von einem Aufprall. Stille. Vassili war in die Hocke gegangen und lugte aus den Augenwinkeln zu dem Rest der Gruppe, die nahezu alle ihre Waffen gezogen hatten und in verschiedene Richtungen zielten. Die Bauweise des Gebäudes, in dem sie sich befanden, machte es schwer, den Ursprung des Geräusches zu lokalisieren. Dann waren ganz leise Schritte zu hören. Schritte, die sich näherten. Chris ruckte zu der Stelle der Dunkelheit, in dem seine Sensoren die Schritte erfassten. Vassili zielte mit ihm dorthin. Er vertraute ihm nicht genug, und dem Rest der Gruppe auch noch nicht besonders. Also lieber auf Nummer sicher gehen und ihnen nicht die Arbeit überlassen. Die Schritte kamen näher. Mittelmäßige Geschwindigkeit. Nicht metallisch. MG2-01 war aus Metall. Aber wenn er Stiefel trug? Vassili zielte noch intensiver. Gleich würde sich der Verursacher der Schritte zeigen. Gleich war es soweit. Vassilis Finger krümmte sich um den Abzug. Und wenn es Kjell war? Dann gab es zivile Opfer. Das hatte er oft genug erlebt. Es ließ sich nicht vermeiden. Er wusste nicht, wie gut diese Leute um ihn herum waren. Es konnten Dilettanten sein, die sofort feuerten, wenn sie etwas sahen. Dann kam … Kjell in Sicht. Es war ja auch irgendwie klar. Und der verdutzte Gesichtsausdruck selbigens sagte Vassili, dass auch er überrascht war, in Chris' Waffenlauf zu sehen.

    "Gibt's ein Problem? Hab ich was kaputt gemacht?"

    Vassili atmete auf und senkte das Gewehr, zog den Kammerstängel zurück und nahm die Patrone aus dem Lauf. Er entfernte das Magazin und steckte die Kugel zurück, schob den Kammerstängel wieder in die Ausgangsposition und brachte das Magazin seiner Waffe wieder an seinen Platz. <Nur Kjell … und wenn jemand geschossen hätte?>

    Vassili bekam nicht mit, was um ihn herum geschah, lediglich dass Amy auf Kjell zusprang, fiel ihm auf. Sie wechselten ein paar Worte. Belangloses. Dann ein Ekelruf von Amy. Kjell hatte offenbar eine Ratte mitgebracht. Vassili musste lächeln. Der Kerl würde noch eine Menge Freude bereiten, der ganzen Gruppe, da war er sich sicher.

  9. Der Sturm über den Ruinen zog sich immer mehr zusammen und im inneren der Wolkendecke konnte man es ab und zu aufblitzen sehen. Kiril wurde mit jedem Blick den er nach oben warf nervöser. "Gibts schon ein Zeichen von den anderen Söldnern?" fragte er Lara. "Ich hab eine Gruppe vor kurzem noch eine weitere Gruppe gesehen die in die Ruinen rein sind. Ich glaube jetzt sind so gut wie alle da." Kiril nickte bloß stumm und zog einen weiteren Kreis über den Ruinen, während er zur Seite aus dem Cockpit sah. Die schwarzen ausgebrannten Gemäuer hatten sogar aus der Luft betrachtet etwas ziemlich unheimliches. Lara gab auf einmal ein verwundertes "hä?" von sich, "Sag mal Kiril, ist nur mein GPS-Monitor defekt oder Spinnt deiner auch?"  Verwundert sah Kiril auf den kleinen Bildschirm auf dem Armaturenbrett. Das Bild darauf wurde in kurzen Intervallen immerwieder von einem Rauschen überdeckt und verschwamm. "Ja is bei mir auch so." Er seufzte, "Anja, GPS-systemprüfung starten." "GPS-System wird überprüft." Atnwortete die Stimme der KI, "GPS-Systemprüfung abgeschlossen." meldete sie nach einigen Minuten. "Keine Störungen im GPS-System entdeckt." Kiril seufzte abermals, "War ja wiedermal klar…" Er warf einen Blick in Richtung Boden, "Okay das heißt wir müssen mal kurz landen und die Antenne checken, vielleicht hat die ja doch was abgekriegt als wir in die Turbulenzen geraten sind. Er Steuerte die Landezone an , auf der er die anderen abgesetzt hatte.

    Ein sanftes Surren das sich zum Knattern der Rotoren mischte signalisierte dass sich das Fahrwerk ausklappte und kurz darauf gab es einen sanften Ruck als die Stoßdämpfer das gewicht des Helikopters abfederten. "Bleib du mal drinnen Lara ich seh mir das mal an, achja und sei so gut und schalt die heizung ein." Er schnallte sich ab und kletterte in den Passagierraum. Seine Pistole zog er im Gehen aus dem Halfter und lud das erste Magazin nach. <Sicher ist sicher…> dachte er sich und öffnete die Heckklappe. Vor seinen Augen erstreckte sich eine Landschaft aus Schnee und Eis und aus der weißen Einöde stachen die schwarzen Mauern der Ruinen. Er ging um den Helikopter herum vor zum Cockpit und begutachtete die Aussenhülle, keine Kratzer waren zu erkennen. Die Abdeckung des GPS-Moduls an der Schnauze war ebenfalls unversehrt geblieben. Kirils Blick wanderte wieder zum Himmel hinauf. <Wird warscheinlich der Sturm dran Schuld sein…> Er machte sich nun eilig wieder auf den Weg ins Innere der Maschine und sah zu dass er wieder in die Luft kam. "Hast du was gefunden?" fragte Lara sobald kiril wieder im Cockpit saß. "Nein, nichts… Entweder stört der Sturm die Sattelitenverbindung oder ein paar von den anderen Söldnern finden es lustig uns mit nem GPS-Störer zu blockieren." Lara zuckte mit den schultern, solange sie uns nicht abschießen haben wir ja noch Glück… Das Radar funktioniert wenigstens noch." -"Wenigstens etwas…" meinte Kiril als er wieder zu einem Überflug der Ruinen ansetzte.

  10. Mark hatte kaum ausgesprochen, als ein elend klingendes, lang anhaltendes Geräusch die kahlen Mauern dieser Ruine durchzog. Eine Mischung aus Quitschen und Knarren, gefolgt von einem lauten Scheppern versetze die Gruppe in Alarmbereitschaft. Doch nichts passierte.

    „Kjell?“ rief Amy und sah sich nach ihrem Freund um. „Bist du das?“

    „Man, lass den Scheîß! Wir haben genug von deinen Faxen!“ Nach Kjells Schneeballattacke, hatten die anderen wohl einfach keinen Nerv mehr für solche Kindereien. Jeder sah sich um, ob hinter irgendeiner Wand oder Schrotthaufen Kjell hervor sprang und mit Grinsenden Gesicht das Ergebnis seines Streichs zu begutachten. Aber auch nachdem man ihn nochmals dazu aufforderte, endlich raus zukommen, war nur eine unheimliche Stille zu vernehmen.

    Aber auf einmal: Kjells tiefer Schrei drang durch das Gemäuer und verstummte erst mit einem tiefen Aufschlag. Was war hier los? War hier noch jemand? Und was hatte er mit Kjell angestellt?

    Die Waffen wurden angelegt. Jetzt gallt es vorsichtig zu sein. Es gab hier wohl noch andere Reisende, mit Interesse an dieser Ruine – Und nur sie selbst wussten wozu sie bereit waren um an das Geheimnis dieser zu kommen.

    Schweißtreibende Minuten der Vorsicht und der Aufmerksamkeit. Jeder der Anwesenden musste damit rechnen, dass auf einmal ein Feind um die Ecke kam und das Feuer eröffnete. Die Anspannung lag in der Luft, gepaart mit beklemmenden Schweigen, dass nur durch leises Atmen gestört wurde. Aber der Nervenkitzel ging erst los, als Chris' Sensoren etwas orteten – Schritte die immer näher kamen. Er wirbelte herum und hielt den Lauf deiner Waffe auf den ausgebeulten Durchgang, durch den jeden Augenblick der Verursacher der Schritte kommen musste. Sie wurden immer lauter, bis endlich ein Schatten zu sehen war. Eine winzige Bewegung und der Abzug der Waffe würde gedrückt und das Feuer eröffnet werden. Am schlimmsten war aber nicht die Furcht vor dem Ungewissen, sondern die Nervosität. Jeden Augenblick würde jemand um die Ecke kommen. In wenigen Sekunden, genau in diesen Moment.

    „Gibt's ein Problem?“ Etwas verwundert war Kjell ja schon, als er plötzlich vor Chris' Waffe stand. „Hab ich was kaputt gemacht?“

    Augenblicklich löste sich die Anspannung und kaum einer konnte sich ein genervtes Stöhnen unterdrücken. Lediglich Amy war froh, Kjell unversehrt wiederzusehen.

    „Kjell, was ist passiert?“ fragte sie und sprang auf ihn zu.

    „Mh…Nix, ich bin nur wo runter gefallen.“

    Amy war gerade im Begriff ihre Sorge zu äußern, ob es Kjell gut ginge oder ob er sich was getan hatte. Aber anstatt dessen nahm sie nur mit Entsetzen eine Bewegung in Kjells Jackentasche wahr und sah kurzerhand in die kleinen braunen Augen einer Ratte.

    „Ih was ist das denn??“ fragte sie erschrocken. Aber Kjell nahm das kleine, dunkelgraue Geschöpf in die Hand und streichelte es.

    „Das? Das ist Mickey. Mein neues Haustier. Ich hab ihn nach seinem berühmten Artenvetter genannt.“

    „Der Mickey den du meinst, war aber eine Maus…“ Kjell trat an Mark heran und hielt Mickey etwas weg. Gerade so, als ob die Ratte es nicht hören sollte.

    „Ich weiß, aber ich will seine Gefühle nicht verletzen.“

    „Wo hast du das Vieh eigentlich her?“

    Kjell strich seiner Ratte über den Kopf und nickte in die Richtung aus der er kam. „Aus dem Labor.“

    „Labor?“

    „Jap, das unter dieser Falltür. Glitschige Stufen, bin erstmal runter gesegelt. Wer auch immer da arbeitet sollte sich mal um die Stufen kümmern.“

    Mark und Amy sahen sich an, als wüssten sie, was der andere denkt. „Kjell, wo ist diese Falltür?“

  11. Als der Heli landete stand Mark auf und nickte Kiril und Lara zu.

    " Okay… dann geh ich mal. Wir sehen uns… hoffe ich! Hehe"

    Er öffnete die Tür zum Aufendteilsraum und ging quer durch ihn durch ins Freie. Während er das tat schaute er keinen der anderen an und ihm vorbeigehen nahm er seinen Helm und seine Waffe von seinen Platz. Als er draußen angekommen war setzte er sofort seinen Helm auf.

    * Verdammt ist das Kalt! Warum mach ich das nur! Obwohl, wenn man erfriert dann hat man keine Schmerzen! Es ist zwar kalt aber man schläft in aller Seelenruhe ein…*

    Kurz darauf schüttelte Mark seinen Kopf und stapfte den anderen hinterher. Als sie die Häuser erreicht hatten betraten sie auch schnell ein einigermaßen stabiles um Schutz vor dem Sturm zu suchen. Mark lehnte sich gegen eine Wand und verhielt sich ruhig. Denn er hatte eigentlich nichts mit den anderen zutun. Er war hier um seinen Mentor und die anderen vermissten Tarran Wolves zu finden und zurück zu bringen, egal ob sie noch leben würden oder ab sie tot wären. Chris schaute fragend in die Runde.

    "Hat jemand eine Ahnung, worauf wir achten sollen?" "Auf Schneebälle!"

    Kurz nach diesem Ausruf landete ein Schneeball in Chris Nacken. Komischerweise überraschte es Mark nicht das Kjell es war der ihn geworfen hatte. Der TW fragte sich immer noch warum Kjell eigentlich mitgekommen ist, immer hin hatte er keinerlei Kampfausbildung und einen persönlichen Grund hatte er auch nicht wirklich. Aber dann fuhr es ihm wieder ins Gedächtnis. Kjell war ja kein normaler Mensch, folglich fasste er auch keine "normalen" Endscheidungen, zumindest dachte Mark es sich so. Dann verschwand Kjell auf einmal, weil er sich umsehen wollte. Zuerst wollte Mark, edel wie er ist, ihn aufhalten. Aber dann vergaß er für einen Moment lang seine Moral. Dann brachte Amy einen klugen Einfall hervor.

    "Das hier war mal eine Siedlung oder Forschungsstation oder sowas. Die Häuser hier müssten theoretisch auch Keller haben… Es ist wahrscheinlich, dass er sich vor acht Jahren da verkrochen hat."

    Sie schaute sich um, weil sie hoffte das jemand ihre Idee toll fand, und wenn Mark nicht seinen Helm auf gehabt hätte, wäre das auch der Fall gewesen. Er stieß sich von der Wand ab, und stand nun aufrecht im Raum. Das Rote leuchten seine Kameraaugen verlieh ihm einen gruseligen Eindruck, was die mechanisch verzerrte Stimme nicht wett machte, aber ihm war es egal.

    " Das heißt, dass die Söldner und die anderen Tarran Wolves sich vermutlich auch in einen der Keller verschanzt haben, falls sie nicht alle von Tonnen aus Schnee begraben worden sind."

  12. Erst als Amy aus dem Helikopter sprang, wurde ihr bewusst, dass sie sich ungeschützt auf einer weiten Eisebene befand. Bilder und Gefühle drängten sich mit der Gewalt eines Gaussgewehrs in ihr Bewusstsein.

    Sie war siebzehn. Ihre Schulter schmerzte, als würde man sie mit einem glühenden Schürhaken bearbeiten. Sie schleppte sich durch eine breite Straße, weg von den Polizisten, die ihr auf den Fersen waren, doch sie fand einfach keine schmale Gasse, in der sie hätte verschwinden können. Panik kam in ihr hoch. Jeder Quadratzentimeter ihrer Haut fühlte sich an wie schockgefrostet, obwohl sie eine dicke Jacke trug.

    "Sofort stehenbleiben!", gellte eine Stimme hinter ihr durch ein Megafon, doch sie murmelte nur "Leckt mich" und schleppte sich weiter, nur weg, weit weg von den Polizisten…

    Hinter jeder Schneewehe lauerte eine Spezialeinheit der Polizei. Und nirgendwo war sie sicher…

    Wie von der Tarantel gestochen rannte Amy in Richtung der Ruinen, die halb im Schneesturm versanken und nickte im Vorbeilaufen Chris zu, obwohl sie ihn nicht verstanden hatte.

    Langsam beruhigte sie sich; Sie wartete auf die anderen, die sich mit den Waffen im Anschlag durch den Schnee kämpften.

    Wenig später standen sie im Erdgeschoss eines noch einigermaßen erhaltenen Hauses und berieten sich. "Hat jemand eine Ahnung, worauf wir achten sollen?", fragte Chris.

    „Auf Schneebälle!“, rief Kjell und versenkte mit erstaunlicher Präzision einen solchen in Chris' Nacken. Amy konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, als Chris mit ziemlich griesgrämigem Blick "Das musste sein, ja?" sagte. Kjell nickte nur, dann sagte er schlicht: "Ich geh mich umsehen…" und verschwand.

    "Das hier war mal eine Siedlung oder Forschungsstation oder sowas. Die Häuser hier müssten theoretisch auch Keller haben… Es ist wahrscheinlich, dass er sich vor acht Jahren da verkrochen hat." Sie blickte in die Runde, nach zustimmungsvollen Gesichtern suchend.

  13. Als es darum ging möglichst vorsichtig auf dieses Gebäude zu zugehen, schoss Kjell immer wieder die Frage durch den Kopf, wer ausgerechnet hier so einen Betonklotz hinstellte. Er hatte während des Fluges nicht viel von der Außenwelt mitbekommen, doch so wie es hier aussah,war sogar der Ârsch der Welt näher an den Städten dran. Wozu war dieses Ding nochmal gut? Irgendwie musste Kjel geschlafen haben, als Amy das erklärt hatte. Ach egal. Hauptsache er müsste nicht wieder zwischen Ärzten und Forschern hocken und sich betatschen lassen.

    Die anderen nahmen ihre Gewehre in Anschlag und waren sehr wachsam. Kjell selbst hatte keine Waffe und trottete deshalb nur so hinter dem Trupp her. Die Hände in den Taschen begutachtete er eher gelangweilt die Umgebung. Eis, Schnee, Wind – war ja mal wirklich was Neues… Bis die Wände dieses Betonklotzes sich in sein Blickfeld schoben. Naja, viel besser war das auch nicht.

    "Hat jemand eine Ahnung, worauf wir achten sollen?"  fragte Chris letztendlich. Doch bevor einer der anderen etwas sagen konnte, hallte Kjells Stimme durch das Gebäude und wurde durch die kalten Wände in ein weitgehendes Echo verwandelt.

    „Auf Schneebälle!“ und Zack landete in Chris' Nacken das eiskalte Wurfgeschoss. Seinem Blick nach, hatte er im Moment keinen Nerv für solche Spielereien.

    „Das musste sein, ja?“ fragte er genervt und schüttelte sich den Schnee ab.

    Kjell für seinen Teil nickte kurz, wendete sich danach aber von der Gruppe nach. „Ich geh mich umsehen…“ brabbelte er und marschierte mit den Händen in der Jackentasche los.

  14. Chris hatte die K39 im Anschlag und sondierte die Umgebung als er den Helikopter verließ. Der Schnee knirschte unter seinen schweren Stiefeln, während er den Blick kurz über die Schneewehen schweifen ließ und sich dann den Ruinen zuwendete, die etwa fünfzig Meter entfernt lagen. Schwarze Fensterhöhlen blickten ihn an und riefen ein mehr als nur ungutes Gefühl; unschöne Erinnerungen an Stockholm wurden in ihm wach und die Narbe auf seiner Brust ziepte leicht.

    Neben ihm reihte sich der Rest ihrer kleinen Truppe auf und ihre Mienen drückten sowohl Anspannung als auch Erwartung aus, aber von mindestens zwei Gesichtern konnte er ebensolches Misstrauen ablesen, wie es sich auch in ihm ausgebreitet hatte.

    Über ihnen flog der Helikopter mit lautem Knattern der Rotoren im Tiefflug über die die kleine Ansammlung von Häusern. Verständlich, wenn er nicht in den Sturm geraten wollte, der sich da oben zusammenbraute. Noch ein Grund zur Besorgnis.

    "Ich würde vorschlagen, wir suchen uns erstmal ein Gebäude mit halbwegs intaktem Erdgeschoss, sonst werden wir jämmerlich erfrieren, falls der Sturm da oben tatsächlich losbrechen sollte."

    Er wartete kurz auf Amys Nicken und bewegte sich dann auf die Gebäude zu, wobei er die dunklen Fensteröffnungen nicht aus dem Blick ließ. Über ihnen zog der Helikopter eine weitere Runde.

    Die Ruinen waren schnell erreicht und die Vorsicht schien überflüssig gewesen zu sein, trotzdem ließ er seine Wachsamkeit nicht schweifen. Die locker am Abzug sitzenden Finger der anderen Bewaffneten verkündeten eine ähnliche Einstellung.

    Sie hatten sich schnell auf eines der Gebäude geeinigt -ein zweistöckiges Haus, dessen Erdgeschoss kaum Fensteröffnungen aufwies- und betraten es ebenso rasch. Drinnen empfing sie altes Gerümpel, welches wohl nicht mal für Schrotthändler gelohnt hatte.

    "Also…", er richtete sich nicht an jemand bestimmen, während sie sich alle im größten der paar Räume versammelten. "Hat jemand eine Ahnung, worauf wir achten sollen?"

  15. Kiril saß wieder in seinem Sitz und schnallte sich wieder fest und warf einen Blick auf den Kamerabildschrim. <Da hat wohl wer das Rauchverbotsschildchen nicht gesehen…> Er schaltete kurz auf die Bordsprechanlage um, "Im Inneren des Helikopters ist striktes Rauchverbot." gab er kurz und bündig durch. Er entspannte sich ein wenig und schloss die Augen.

    Ab und zu drang leises Gelächter durch die Luke ins Cockpit, anscheinend schienen sich die anderen einigermaßen gut zu amüsieren. Die Zeit verging nur sehr langsam und Kiril wäre fast eingenickt, als plötzlich ein Funkspruch reinkam. "Kiril, hier Wadim, ich bin bei der Helistaffel die zu den Ruinen fliegt, wolltest du nicht auch mit raus?" Kiril schmunzelte, "Ja, aber ich bin gute zehn minuten vor euch."  "Was? Du bist schon vor uns bei den Ruinen? Du musst sofort umdrehen!" Kiril hob die Augenbrauen, "Nein werd ich nicht, wieso überhaupt?" "Im Bereich über den Ruinen gibts heftige Stürme. Wir landen ein paar kilometer abseids der Ruinen." Kiril seufzte bloß als er dies hörte, "Du bist nicht mein Vorgesetzter Wadim, mach was du willst, ich Fliege meine Leute wie versprochen zur Landezone direkt bei den Ruinen." "Du kranker Bastard…!-" Die Funkverbindung riss plötzlich ab als Kiril einen Schalter umlegte. "Ach halt doch die Schnauze…" murmelte er und legte wieder die Hand an den Steuerhebel. "Manuelle steuerung aktivieren!" befahl er. "Übergebe das Steuer zurück an den Piloten." antwortete die stimme der KI und Kiril spürte wie der heli sich wieder unter seiner Kontrolle befand. "Lara, wach auf da vorne!" rief Kiril seiner Co-Pilotin zu, welche sich kurz darauf auf ihren Sitz streckte, soweit es ihr möglich war. "Ach sind wir etwa schon da?" fragte sie und warf einen Blick auf die Instrumente. "Ähm… Kiril, du weißt dass die Windstärke immer weiter zunimmt?"  Kiril nickte bloß, "Ich weiß, behalt die Anzeigen und vor allem das Radar im Auge." Lara schüttelte bloß den Kopf, "Wenn du uns alle umbringst… Dann fahr zur Hölle!" Kiril zuckte mit den Schultern, "Dort war ich schon." Ein heftiger Ruck fuhr durch den Helikopter und kündigte die Turbulenzen an die sie erwarteten. "Achtung da hinten, schnallt euch fest an! Wir haben hier ein paar kleine Turbulenzen über der Landezone." Je mehr sich die maschine den verfallenen Mauern näherte umso heftiger wurden die Windstöße. Plötzlich erfasste eine heftige Böe den Orjol und kippte ihn auf die Seite. Kiril drehte den Heli rasch sodass er kurz senkrecht mit der Schnauze zum Boden in der Luft stand und zog hoch. schnell schaltete er die nebentriebwerke auf vollem Schub ein um gegen den Wind anzukommen. "Wir gehen runter, hier oben ist der Wind zu stark!" Er zog den Schubregler ein gutes Stück zurück und ließ den Helikopter absinken bis er nurmehr Knappe Fünfzig meter über dem Boden flog. "Kiril, bleib im Tiefflug, Der wind ist unten nicht so stark!" riet ihm Lara, die ihre Augen weiterhin auf die Instrumente vor ihr heftete. Kiril holte noch einmal alles aus dem Helikopter heraus und gab vollen Schub nach vorne. "Achtung, Die Landezone ist direkt vor uns. Ich setz euch auf der Geplanten Landezone etwa 50 meter vor den Ruinen ab! Falls ihr GPS Sender oder sowas bei auch habt könnt ihr euch an mein Bordsystem hängen, dann kann ich euch leichter Luftunterstützung geben falls ihr welche braucht." rief er per lautsprecher in den Passagierraum. Der Orjol sank nun langsam und sanft die Letzten Meter in richtung Boden herunter. Das Fahrwerk klappte sich aus und mit einem leichten Ruck setzte Kiril mit dem Heli auf dem Vereiseten Boden auf. "Viel Glück da draußen, sieht so aus als wärt ihr die Ersten hier!" meinte er mit einem Grinsen und wartete noch bis die Gruppe ausgestiegen war. Die Heckklappe schloss sich und Kiril begann mit dem Orjol über der Ruinenstadt zu kreisen. <Oh Mann, ich muss aufpassen dass ich nicht wieder in die Sturmzone weiter oben gerate…>

  16. Django gähnte und hörte den anderen zu.

    Jason kannte er schon von der Goliath, Vassili von der Fabrik-Quest und den Rest hatte er vielleicht auch schon mal gesehen…"Hi, Doc.", grüßte er Jason, dann wandte er sich an den Rest."Ich bin Django, falls euch der Nachname interessiert, der lautet Wadorov. Und warum ich hier bin?…Hm, gar nicht so leicht zu beantworten. Ich will Spaß haben, und das bedeutet, etwas in die Luft jagen, erschießen oder sonstwie zerstören. Ok, ich geb's zu, ich will das Geld auch…" Dann fiel ihm ein, dass er in einigen Gebieten nicht sonderlich beliebt war, weil er Leute und Gebäude in die Luft gesprengt hatte. Aber ews sah nicht so aus, als ob ihn wegen eines Kopfgeldes suchen würde. Achselzuckend lehnte er sich zurück, kontrollierte den Sitz der Waffen und wühlte in den Taschen seiner Jacke, bis er das gesuchte fand. Eine zerknautschte Packung voller Rauchbarem. Ein Feuerzeug fand sich auch. Ein kurzer Blick auf die Packung: >Meine Lieblingsmarke…<

    Doch dann zögerte er. Es war besser, jetzt noch keinen Streit vom Zaun zu brechen, daher sah er alle fragend an. "Hat jemand was dagegen, wenn ich rauche? Oder will jemand ne Zigarette?"

    >Seit wann interessiert es dich, was die anderen wollen?<, platzte die Stimme in seinem Kopf dazwischen. "Halt's Maul", murmelte Django in seinen Bart, damit ihn die anderen nicht verstanden.

  17. Als Kjell seine Beweggruende schilderte und bei der Tatsache mit den Orgasmen ankam, zuckte Amy heftig zusammen. Mark fing an, zu husten, stand auf und verzog sich ins Cockpit, die anderen sahen entweder peinlich beruehrt oder belustigt aus. <Mark… Ohh NEIN! Irgendwann begeht er noch Selbstmord…>

    Nachdem Jason sich vorgestellt hatte und eine Weile Schweigen herrschte, ergriff Amy das Wort: "Ich bin Amy Rose, und wie ihr wohl zweifellos wisst, und meinetwegen sitzt ihr jetzt hier. Ich denke, meine Beweggruende duerften schon im AIL recht klar geworden sein, trotzdem moechte ich es nochmal gesondert klarstellen: Ich fuer meinen Teil bin daran interessiert, weiterzuleben, und obwohl ich nicht ueber finanzielle Engpaesse klagen kann, kann ich nicht abstreiten, dass ein kleiner Zuwachs meiner Ersparnisse nicht das schlechteste waere…"

    Sie kam sich ein wenig albern vor, als waere dies eine Therapiegruppe, doch insgeheim wusste sie, dass es besser war, sich ein wenig kennenzulernen, denn das konnte noch lebensnotwendig sein.

  18. Völlig entspannt saß Jason im Heli. Endlich konnte er in Ruhe sein neuestes Buch lesen.

    Da er Amys Nachricht beinahe übersehen hätte, musste er sich ziemlich abhetzen, um rechtzeitig zum Helikopter zu gelangen. Aber so war das nun mal; als Arzt hatte man die Pflicht, sich um seine Patienten zu kümmern und ihnen höchste Priorität einzuräumen. Und vor allem nach so einer verlustreichen Schlacht herrschte Hochbetrieb in den medizinischen Abteilungen.

    Doch das hatte momentan keine Relevanz. Er hatte sich die Freiheit genommen, unangemeldet zu verschwinden. Die medizinischen Abteilungen hatten ohnehin genug Personal, sie konnten auf ihn verzichten. Jedoch war er hier nicht zum Spaß, er wollte seine Theorien überprüfen.

    "Sag mal Jason…", fing sein Gegenüber zögerlich an. Jason erkannte ihn sofort wieder. Es war Chris Anderson, ein Söldner, soviel er wusste. Jason erkannte nicht nur seine Identität, auch Chris Unbehagen meinte er zu erkennen. <Wahrscheinlich kein gesprächiger Mensch, versucht vielleicht nur das Eis zu Brechen. Ein guter Mann.> "Was hat dich dazu bewogen, Arzt zu werden? Ich glaube mich jedenfalls daran erinnern zu können, dich auch am Point 21 gesehen zu haben, oder? Und vor allem: was führt dich gerade in diese Gemeinschaft?", erfragte Chris und wandte sich zu den anderen in der Runde. "Und ihr? Was hat euch alle dazu bewogen, mitzukommen? Nur das Geld?"

    Als erstes meldete sich Vassilli zu Wort. Ja, auch an seinen Namen konnte Jason sich erinnern. Namen und die passenden Gesichter merkte sich Jason allgemein sehr schnell. Vassilli nährte mit seiner Antwort die wachsende Annahme, dass Söldner genau so sind, wie das in seinem Kopf vorhandene Klischee besagt. Dann meldete sich Kjell zu Wort, der Klon. Seine Antwort empfand Jason als sehr erfrischend, er musste sogar ein wenig schmunzeln, so unverblümt und geradeheraus wie sie war. <Der Haufen hier ist ja bunt wie ein Regenbogen. Obwohl, hat ein Regenbogen nicht nur sieben Farben? Schlechter Vergleich dann…>

    Erneut stellte sich ein  Gesicht vor, dass Jason bekannt war. Diesmal war es Mark, doch er wirkte etwas bedrückt. Er seufzte ziemlich oft. <Solch lächerliche Details fallen mir immer ins Auge.>

    Jason klappte das Buch zusammen und räusperte sich. "Nun, um auf die Frage zurückzukommen, die an mich gerichtet war: Ich bin Arzt geworden, weil ich dazu gezwungen wurde. Und was mich hierhin führt? Allem voran meine Interessen, die Möglichkeit, meine Reputation zu verbessern, falls unser Vorliegen erfolgreich ist." <Drauf geschissen, wenn ich Infos über die Patzer der SC habe, werde ich ihre Kabale endlich beenden. Ich werde den Dreck aufwirbeln und dafür Sorgen, dass ihre privaten Investoren sich zurückziehen. Untergehen sollen sie.> Doch den letzten Gedanken konnte Jason unmöglich laut äußern, man hätte ihn wahrscheinlich für einen verrückten Wissenschaftler gehalten. Vielleicht hätte sogar einer von ihnen Jason an die SC ausgeliefert? Obwohl ihm natürlich ohne die nötige Beweislage nichts passieren könnte, verrückte Worte blieben eben nur verrückte Worte.

  19. Schnee… Schnee… Nichts als Schnee, Der Orjol flog mitten durch die wirbelnden Flocken, die Sichtverhältnisse waren alles andere als gut. "Oh Mann, ich hoffe unsere Leute da hinten sind warm angezogen, bei den Ruinen muss es um die -80 Grad haben, wenn nicht schlimmer…" seufzte Kiril während er seine Hand vom Steuerhebel löste. "Anja, aktiviere Auto Pilot, Kurs nehmen auf Landezone 01." Befahl er der IFC-KI, "Kurs auf Landezone 01 Gesetzt." Kam die Antwort durch sein Helmfunkgerät. Mit einem erleichterten seufzen schnallte Kiril den Gurt, der ihn fest am Pilotensitz hielt, ab. <Bis zu den Ruinen ist es noch ein gutes Stück, da kann ich mich noch ein wenig entspannen.> Lara schmunzelte, "Na endlich, ich dachte schon du fliegst die ganze Strecke manuell durch." Kiril zuckte mit den Schultern, "Hatte ich vor… Ich hab immer noch kein gutes Gefühl dabei diesen Robofreaks nachzuspüren…" -"Ach was, du brauchst nur mal Urlaub, falls du die Bedeutung von dem Wort kennst. Wie wärs wenn wir mal wohin fliegen wo es über Null grad hat?" Während die beiden auf russisch umher diskutierten ob sie mal Urlaub machen sollten oder nicht ging plötzlich die Tür zum cockpit auf.

    "Warum will mich das Leben im Moment eigentlich so kaputt machen?“

    seufzte er und lehnte sich an die wieder verschlossene Tür. Kiril stand kurzerhand von seinem Sitz auf und setzte sich Mark gegenüber hin, wobei er sich an die Rückseite seines Sitzes lehnte. "Frag mich bitte etwas leichteres." lachte Kiril, "Ist es wegen dem Typ da hinten der mir die Fußspuren an die Wand gemacht hat?" fragte er in etwas ernsterem Ton. Mark nickte, "Woher weißt du das?" Kiril deutete mit dem Daumen hinter sich auf das Armaturenbrett, "Hab ne Kamera die mir den Passagierraum zeigt, weil manche Leute Probleme haben sich in meinem Heli an meine Regeln zu halten." Er machte eine kurze Pause, "Also, ich hab gesehen wie der Typ den Mund aufgemacht hat und du kurz darauf hier vorne reingeschneit bist. Gibts da nen Zusammenhang?"

  20. Mark saß still auf seinen Platz und hörte den Leuten zu warum sie hier im Hubschrauber saßen.

    Wie er sich gedacht hatte ging es den meisten entweder nur ums Geld oder sie wollten den Helden spielen und diese KI suchen.

    * Typisch, Söldner… denken nur an die große Kohle… Hoffentlich geht es den Jungs dort soweit gut!*

    Mark nahm seine SAR 21 auf den Schoss und überprüfte sie. Eigentlich gehörte die Waffe gar nicht ihm, aber Mark dachte sich das er sich ein Andenken für die alte Zeit mitnehmen sollte. Es wunderte Mark irgendwie gar nicht das dieser Kjell, Mark fing langsam an ihn als ein "etwas" zusehen, mitgekommen war.

    * Was will er,sie,es denn noch in meinen Leben kaputt machen?! Ist doch schon alles im Ar***! Moment mal…*

    Mark schaute überrascht auf seine Waffe, dann musste er schlucken. Er legte sie wieder auf seine Tasche und lehnte sich zurück, schloss die Augen und fing an zu träumen. Nach kurzer Zeit aber wurde Mark aus seinen Gedanken gerissen, als Kjell genau erzählte warum er mitgekommen ist.

    "Die S.C. Hat mich und meine Klone auf die Welt losgelassen…Was bietet sich also mehr an, als die Frau zu begleiten die mich eh darum gebeten hat… und der ich die letzten paar Orgasmen in dieser Woche verdanke…"

    Als Mark das hörte sprangen seine Augen blitzschnell auf und er verschluckte sich. Er brauchte einen Moment um wieder zu Atem zu kommen, dann lehnte er sich wieder zurück. Mittlerweile schauten ihn einige der anderen an.

    * Ohh Mann… Und heute singt für uns das Niveau! jetzt darf ich mich wohl vorstellen…*

    Mark setzte sich wieder aufrecht hin und seufzte schwer.

    " Tja… kann wohl sein das einige mich mal flüchtig im A.I.L. oder auf der Goliath gesehen haben. Ich bin Mark Dietrich, und wie man unschwer erkennen kann gehöre ich zu den Tarran Wolves. Das ist auch der Grund warum hier bin, denn ein paar unsere Jungs werden vermisst. Und die SC macht nichts…"

    Mark stand auf und ging zum Cockpit des Helis und öffnete die Tür.

    *… Und wenn die SC euch Klone auf die Welt los lässt, ist sowieso alles verloren!*

    Natürlich behielt Mark seine Gedanken für sich, obgleich es ihm verdammt schwer fiel, und ging ins Cockpit zu Kiril und Lara und schloss die Tür. Er lehnte sich an die Tür und seufzte wieder.

    " Warum will mich das Leben im Moment eigentlich so kaputt machen?“

  21. Von der illustren Vorstellung der Insassen dieses Hubschraubers bekam Kjell anfangs gar nichts mit. Er saß auf seinem Platz, stemmte die Beine gegen die nächst beste Wand und beschallte seine Ohren mit der Musik die aus seinem Mp3player kam. Sie war laut, sehr laut. Die Dauerbeschallung richtete sich nicht nur auf Kjell selbst, sondern tötete wohl auch den letzten Nerv der anderen hier.

    Letztendlich beugte sich Christ vor und zog Kjell die Stecker aus den Ohren.

    „Hö? Was ist los, sind wir schon da?“ war Kjells verwirrte Reaktion. Immerhin waren sie vor einem  Eluveitie-Album erst gestartet.

    „Nein, sind wir nicht…“ warf Chris ihm zu. „Aber ich glaube nicht, dass diese laute Musik deinen Ohren gut tut.“

    Unmittelbar fasste Kjell seine Ohren an und sah fragend in die Runde. „Du könntest dich ja mal an einem Gespräch beteiligen.“

    Kjell stopfte den Player in seine Jackentasche und nahm die Füße von der Wand. Was hatte er diesen Leuten zu sagen?

    „Worum geht’s bei eurer Selbsthilfegruppe denn?“

    „Warum du an dieser Mission teilnimmst.“

    Aus der Innentasche seiner Jacke holte Kjell seine Pillen hervor und nahm eine von ihnen, während er wirklich über diese Frage nach dachte. Warum saß er in diesem Hubschrauber? Hauptsächlich doch nur wegen Amy, oder?

    „Mh…“ begann er seine Antwort also. „Die S.C. Hat mich und meine Klone auf die Welt losgelassen…Was bietet sich also mehr an, als die Frau zu begleiten die mich eh darum gebeten hat…“ Dann sah er kurzerhand aus den Augenwinkeln zu Amy und setzte seinen Satz fort: „…und der ich die letzten paar Orgasmen in dieser Woche verdanke…“

    Damit war er wohl fertig. Nun waren die anderen dran, nicht dass Kjell wirklich ihre Beweggründe interessieren würden. Aber wie heißt es doch gleich? Ein gespaltenes Haus steht nicht lange und wer weiß? Vielleicht war Kjell irgendwann mal von ihnen Abhängig. Es schadete also nichts, wenn er sich mit ihnen gut stellte.

  22. Vassili blickte den Mann an, der gerade nach dem Grund für ihr Mitkommen gefragt hatte. Nachdenklich blickte er ihn an: "Ich für meinen Teil denke, dass es uns alle den ***** retten könnte, wenn wir MG2-01 zur Strecke bringen. Außerdem gibts einen Satten Batzen Geld dafür." Er grinste. "Und da gibts noch einen Grund: Ich liebe einfach das Abenteuer. Und das hier hört sich nach einem verdammt gefährlichen an." Der Russe blickte nach diesem Satz in die Runde und bemerkte, dass viele von ihnen ihm bekannt vorkamen. Es erschien ihm so, als hätte er auf der Goliath etwas mit ihnen zu tun gehabt … seltsam, aber sicherlich nur ein Zufall. <Und wenn nicht? Wenn das alles kein Zufall ist?> Das wäre zumindest mal ein gutes Zeichen …

    "Mein Name ist Vassili Kruschtschow und ich bin Scharfschütze. Ins A.I.L. bin ich gekommen, weil die Goliath ST-22 Kampfstation, mit der ich mitreiste, von Androiden angegriffen und zerstört wurde. Ich würde es gut finden, wenn wir uns alle vorstellen würden. Wer will als nächstes?" Vassili war neugierig, wer sich als nächstes melden würde. Es war wichtig, dass sie sich kennen und vertrauen lernten, denn auf der Mission war dies von großem Vorteil.

  23. Chris hatte die Tasche mit seinen Habseligkeiten und seinen zusätzlichen Ersatzmagazinen fest zwischen seine Beine geklemmt, während er konzentriert das Visier seines Helmes überprüfte. Schon ein kleiner Riss konnte sich als tödlich erweisen. Ihm gegenüber saß ein Mann, der sich als Jason vorgestellt hatte und der noch in den Helikopter gehüpft war, kurz bevor sich die Heckluke geschlossen hatte. Chris konnte schwören, ihn schon einmal auf der Goliath getroffen zu haben, kurz bevor sie die Kampfstation verlassen hatten.

    Von draußen drang das Knattern des Doppelrotors herein, gerade leise genug, um nur als beständiges Wummern im Ohr zu bleiben. Aber auch das verdeutlichte die drückende Stille, die auf ihrer kleinen Gemeinschaft lastete. Seufzend tickte er seinem gegenüber ans Bein, der ihn daraufhin mit einem fragenden Blick bedachte. "Sag mal Jason…", sprach er ihn etwas zögernd an. Er hasste es eigentlich, ihm unbekannte Leute anzusprechen, aber nur so konnte man sich in einem Kampf vertrauen. "Was hat dich dazu bewogen, Arzt zu werden? Ich glaube mich jedenfalls daran erinnern zu können, dich auch am Point 21 gesehen zu haben, oder? Und vor allem: was führt dich gerade in diese Gemeinschaft?"

    Er wartete die Antwort nicht wirklich ab sondern warf noch einen weiteren Blick in die Runde. "Und ihr? Was hat euch alle dazu bewogen, mitzukommen? Nur das Geld?"

  24. "Starterlaubnis erteilt. Sie haben grünes Licht für einen Vertikalstart. Flugkontrolle, Ende"

    Zufrieden nickte Kiril als er den Funkspruch erhielt und wandte sich nochmal an die Passagiere bevor er die Triebwerke auf volle Leistung schaltete. "Willkommen an Bord, ich bin kiril Barisowitsch, euer Pilot heute." Der Helikopter hob sacht vom Boden des Hangars ab und stieg durch die Öffnung im Dach des hangars hinaus. "Wenn wir nicht in besonders große Turbolenzen geraten fliegen wir gut eineinhalb Stunden bis zum Ziel. Ich wünsche einen angenehmen Flug." Die Schnauze des Orjol neigte sich ein kleines Stück nach unten und der Helikopter beschleunigte nun horizontal. Kiril drehte eine Schleife über dem Hangarkomplex und setzte Kurs auf die Ruinen. Obwohl der Wind nicht so stark war schneite es heftig, sodass Kiril sich lieber auf die Anzeige seiner Instrumente verließ. Sie waren nun etwa in 200 Metern Höhe, wenn er die Geschwindigkeit halten konnte sollten sie unter den Ersten sein die bei den Ruinen ankommen würden.

  25. Nach einigen quälend langen Minuten erschienen letztendlich die anderen. Auch der Pilot und seine Copilotin erschienen. Im Schlepptau…

    "Mark!" Amy rannte auf ihn zu und umarmte ihn kurz. "Hey, schön, dass wir uns doch noch sehen!" Sie lächelte. Und sie meinte es wirklich ernst. Er hatte ihr zwei Mal das Leben gerettet…

    "Okay, Leute. Alle einsteigen. Ich hoffe, ihr habt euren Krempel dabei."

    Einer nach dem anderen stieg in den Helikopter, einen Orjol. Schließlich kam Amy als letzte nach und die Klappe schloss sich hinter ihr mit einem dumpfen Geräusch.

    Da saßen sie nun alle, jeder hielt seine Waffe umklammert, die Treibwerke des Orjol fuhren mit einem lauten Sirren hoch.

    <Da bin ich mal gespannt, wohin die Reise führt…>

  26. "Aber beeil dich"

    Alexander war verwundert. Noch nie hatte ihm jemand angeboten, ihn einfach mal so zu begleiten.

    Sicher, sie waren auf derselben Mission, aber taktisch brachte das Vassili gar nichts.

    An seiner alten Arbeitsstelle ist so etwas auch ab und zu vorgekommen, aber das stand immer in enger Verbindung mit einer Gegenleistung.

    Diesmal aber hatte Alex das Gefühl, dass keine direkte Gegenleistung damit zusammenhing.

    <Du solltest dich doch beeilen…>

    Richtig. Über diese Dinge lamentieren konnte er später. Jetzt wartete Vassili auf ihn.

    Schnell steckte Alex seine Bastelausrüstung in die im Koffer dafür vorgesehenen Ausbuchtungen, und schmiss die restlichen Materialien obendrüber.

    Den Laptop schob er noch während er herunterführ in den Rucksack, und die restlichen Geräte waren auch schnell in ihren Taschen. Zumindest im Vergleich zu sonst.

    Als er und Vassili durch die Gänge liefen, schwiegen sie eine Zeit lang.

    Alex bemerkte, dass heute irgendetwas an Vassili anders wirkte; er hatte eine andere Ausstrahlung als der Söldner der noch vor wenigen Tagen so selbstsicher in das Lager der Kriminellen eingedrungen war.

    Er musste irgendetwas passiert sein, aber er traute sich einfach nicht zu fragen.

    Da fiel sein Blick auf einmal auf die Waffe die Vassili bei sich trug: Eine Remington 700. Hatte er bis jetzt nicht eine Vintorez?

    "Was ist denn mit deiner Waffe passiert?"

    In den nächsten Momenten erfuhr Alex, dass er Vassilis wunden Punkt getroffen hatte; er schwieg einen Moment, und meinte dann nur "Rost"

    Alexaner wollte schon weitere Fragen stellen, aber er lies es dann doch besser bleiben. Die Art und Weise wie Vassili reagiert hat liess nur darauf schliessen dass ihm seine alte Waffe ziemlich wichtig gewesen ist.

    Besser er wechselte jetzt das Thema.

    "Wieso kommst du eigentlich mit?"

    Doch da waren sie schon am Hangar angelangt.

  27. Vassili hasste die Welt. Für die Ungerechtigkeit die ihm zuteil wurde. Dass er sich eine neue Waffe gekauft hatte, hing nur mit der Reise zusammen, aus der er nicht entfliehen konnte. Den Ernst der Lage hatte er – und hoffentlich auch alle anderen – begriffen. Es ging um mehr. Aber der Schmerz über den Verlust saß zu tief. Zu tief. Viele Jahre hatte er mit seiner Waffe gejagt, gelebt und auch gelitten. Viele Jahre lang. Das sollte jetzt vorbei sein?

    Seine neue Waffe trug er in den Händen. Einen Gurt würde er noch befestigen müssen. Er hoffte, dass sie wenigstens ein guter Ersatz für seine alte Waffe sein würde. Als er daran dachte, dass der Nahkampf nun für ihn fast völlig ausfiel, biss er die Zähne zusammen. Mit seiner Vintorez war er für nahezu jeden Einsatz der richtige Mann gewesen. Nun konnte er nur noch auf Entfernung gefahrlos kämpfen. Während er auf sein Zimmer ging, betrachtete er die Waffe. Es würde einfacher sein, sie mitzunehmen, weil sie zwar dieselbe Länge wie seine Vintorez hatte, allerdings weit weniger wog. Dass er im Magazin nur vier Kugeln aufbewahren konnte, war ein großer Minuspunkt. Allerdings konnte man ja auch direkt in den Lauf nachladen, was wiederrum ein Vorteil war. Den halbautomatischen oder gar den vollautomatischen Feuermodus würde er schmerzlich missen müssen. Doch hatte der Händler nicht versprochen, dass die Waffe auf über eintausend Meter sehr stark sein würde? Er musste es ausprobieren. Vielleicht würde es am Schießplatz klappen? Nachdem er in seinem Zimmer war, könnte er sich dahin aufmachen.

    In seinen Gemächern hatte Vassili die Waffe auseinander genommen. Sie war in tadellosem Zustand, alles funktionierte reibungslos. Der Händler hatte ihm auch einen Schalldämpfer für die Waffe mitgegeben. Praktisch als Ersatz für die Lautlosigkeit der Vintorez. Er setzte die Waffe wieder zusammen und begutachtete sie von außen. Die Waffe mit weißen Überzug zu tarnen würde einfacher denn je werden, denn das Magazin verschwand fast in der Waffe und stand nicht heraus. Vassili ertappte sich dabei, wie er fast schon etwas wie Zuneigung zu der Waffe aufbaute. <Vielleicht ist es gut so …> Den Gurt für die Schulter konnte er problemlos befestigen, ebenso gleich auch das Magazin. Er hatte außerdem noch etwa sechzig Schuss gekauft. Der Lohn für die Mission war zwar nun fast aufgebraucht, aber er brauchte sowieso meist kein Geld. Mit diesen Worten machte er sich auf zum Schießplatz.

    Vassili zog den Kammerstängel zurück, legte eine Patrone in den Lauf und schob ihn wieder nach vorne. Er legte die Waffe an die Schulter, blickte durch das Zielfernrohr und justierte mithilfe des Mini-Computers im Zielfernrohr das Gewehr auf die Entfernung von fünfhundert Metern. Das war die größte Entfernung, die der Schießplatz zu bieten hatte. Weil heute unter Söldner sowieso meist Railguns vorherrschten. <So ein Blödsinn …>

    Dann drückte er ab. Vassili hatte keine Ahnung, was er erwartet hatte, aber das Gewehr war auch ohne Schalldämpfer nicht besonders laut. Höchstens so, als ob man eine Tür mit Wucht zuschlagen würde. Er lächelte.

    Nachdem er sich von der Waffe überzeugt hatte, ging er zum Hangar A2. Er kam an Alexanders Zimmer vorbei und hielt an. Dann klopfte er. Nach einer Weile öffnete Alexander die Tür. "Vassili! Was kann ich für dich tun?" "Ich wollte grade zum Hangar und wollte dich fragen, ob du mitkommen willst."

    Alexander schaute etwas perplex, ob des unerwartetem Angebots.

    "Ähm … ja. Klar. Gerne. Ich hol nur noch …" Er verschwand wieder im Zimmer und rief "meine Sachen." Vassili lächelte. Er mochte den jungen Mann. "Aber beeil dich" rief er ihm nach.

  28. " Booaaahh!!! Das hätt ich lieber nicht machen sollen! Nun gut, ich bin dabei Kiril! Ich muss da sowieso jemanden suchen gehen."

    Ein zufriedenes Grinsen zeichnete sich auf Kirils Zügen ab als er Marks Reaktion sah. "Ausgezeichnet." dann wandte er sich zum Barkeeper auf der anderen Seite der Theke, "Zahlen bitte!"

    Als sie die bar verlassen hatten blieb Mark noch kurz stehen. "Kiril, ich brauch noch meine Ausrüstung!" Kiril zuckte mit den schultern, "kein Problem, hol deine Sachen schnell und komm in den Hangar A2, meine Maschine steht auf Stellplatz 85." Mark nickte, "Stellplatz 85, geht klar. Bis Nacher!" Kiril sah ihm noch kurz nach, dann machten Lara und er sich auf den Weg zum Hangar.

    Beim Helikopter angekommen prüfte Kiril die die zwei Magazine für seine Pistole,"Hast du noch genug Munition?" fragte er Lara die neben ihm im Passagierraum saß und ihre MP 5 nachlud. "Ja hab ich… und ich hab endlich das Rotpunktvisier bekommen das ich bestelt hab." Kiril schmunzelte, "Ausgezeichnet, dann kanns ja losgehen. fehlen nur noch unsere Fluggäste."

  29. Als Mark realisierte worauf Kiril hinaus wollte legte er seinen Kopf auf den Tresen und schloss die Augen. Natürlich würde er sich freuen Amy noch einmal zu sehen, aber nach dem Brief war er sich da nicht so sicher. Plötzlich fiel es ihm wie ein Blitz wieder ein. Da Lara Ruinen erwähnt hatte, konnte sich Mark denken wohin genau es gehen würde.

    * Wenn ich mich nicht irre werden dort ein paar Söldner verschwunden… und bei diesen Söldnern waren, glaube ich auch 3 von unseren Jungs…*

    Mark nahm seinen Kopf wieder hoch und nahm sein PDA zur Hand und schaute sich die an -und Abwesenheitsliste der Tarran Wolves Söldner hier im A.I.L. an.

    Als er den Namen fand den er gesucht hatte, weiteten sich seine Augen. Sergeant Will Montan, der Mann der Mark zu dem gemacht hat was er heute war, gehörte zu den Söldnern die in den Ruinen verschwunden waren.

    * Verdammt! hätt' ich das Früher erfahren wäre ich schon längst mit einigen Jungs da nach dem rechten gesehen gegangen!*

    Mark steckte sein PDA weg, trank den Rest seines Glases mit einem Schluck und schüttelte heftig den Kopf.

    " Booaaahh!!! Das hätt ich lieber nicht machen sollen! Nun gut, ich bin dabei Kiril! Ich muss da sowieso jemanden suchen gehen."

  30. Vassili saß fassungslos vor seiner Waffe, die er in viele Einzelteile zerlegt hatte. Rost! ROST! Die Waffe war im Inneren vollkommen verrostet und verkrustet. Im Fabrikinneren musste Blut in die Innereien der Waffe gekommen sein und dadurch, dass er sie nicht sofort gereinigt hatte, hatte es sich festgesetzt und irgendwie den Großteil der Waffe zerstört. Aber das war unmöglich. Es waren nur etwa dreizehn Stunden gewesen, in denen er die Waffe nicht gereinigt hatte. Oder … Vassili dachte zurück. Wann hatte er die Waffe überhaupt das letzte Mal auseinander genommen?

    Er sah die Schäden, nichtmal der Abzug ließ sich noch betätigen. Mit einem bleiernen Gefühl blickte er durch das Zielfernrohr. Nichts. Von innen beschlagen, warscheinlich durch den plötzlichen Wechsel der Eiseskälte und dem wärmeren Inneren des Fabrikkomplexes und des A.I.L. Was das bedeutete, ließ nur einen Schluss zu.

    Eine einzelne Träne rann über Vassilis Wange und versickerte in seinem Bart. Dann gesellte sich eine zweite dazu.

    "Ich fürchte, ich muss ihre Diagnose bestätigen. Hier" der Waffenhändler zeigte auf die Vorrichtung, die die Hülse aus dem Lauf warf und eine neue einführte "ist alles durchgerostet. Das zu reparieren ist praktisch unmöglich, wenn sie keine komplett neue Waffe kaufen möchten. Und bei dieser antiken Waffe fällt das auch aus. Der Schlagbolzen ist verbogen und gebrochen, das Zielfernrohr durch Nässe von innen zerstört und ansonsten ist auch noch eine ganze Menge hin. Ich kann Ihnen vielleicht ein Ersatz besorgen, allerdings wird das nicht modifiziert sein und eine ganze Stange wird's auch noch kosten. Was ich Ihnen allerdings anbieten kann, ist eine ganz neue Waffe. Mögen Sie Railguns?"

    Vassili verzog den Mund zu einer verächtlichen Grimasse.

    "Also nicht. Dann wohl eher konventionelle Waffen? Ich hab nur wenig hier, aber die hier dürfte ihnen gefallen." Der Mann reichte Vassili ein schwarzes Scharfschützengewehr.

    "Einzelschuss, Geradezugverschluss, effektive Reichweite von 1200 Metern aufwärts, vier Kugeln im Magazin plus eine im Lauf, 34-fache Vergrößerung des Zielfernrohrs plus elektronische Verstellmöglichkeiten. Sie zielen nicht mit einem Kreuz sondern mit einem kleinen Lichtpunkt, der in die Unendlichkeit projiziert wird. Im Grunde haben Sie damit einen guten Ersatz für Ihr Gewehr, bis auf die eine Sache, dass Sie nun im Nahkampf nicht mehr oder nur eingeschränkt zu gebrauchen sind. Ich geb Ihnen dieses Gewehr für viertausend IAD und dem, was von ihrer VSS übrig geblieben ist."

    Unschlüssig hielt Vassili das Gewehr in den Händen. Dann nickte er nur.

  31. "Dann treffen wir uns in zehn Minuten im Hangar A2."

    >Gut, meinetwegen….ich muss mich halt beeilen.<, dachte sich Django und suchte sich schon wieder einen Weg durch die Gänge. In seinem Zimmer war er recht schnell fertig, er hatte so gut wie nichts ausgepackt, sein Rucksack war noch von dem Auftrag mit dem Fabrikkomplex ordentlich beladen, die Sprengstofftasche mit dem MG74 hatte er sowieso nicht angerührt, außer, dass er die Rüstung hineingestopft hatte. Vorsichtshalber schaute er trotzdem sogar noch unter dem Bett nach, vielleicht waren ja einige Patronen darunter gerollt, als er die Magazine beladen hatte. Aber da war nichts. "Gut, gut. Das wärs dann wohl.", murmelte der Söldner, dann schnallte er sich den Rucksack auf den Rücken, nahm die Tasche und verließ das Zimmer.

    Einige Minuten später stand er dann schon im Hangar A2. >Noch recht kahl hier…bin wohl der erste…und das, obwohl ich doch vorher beim Waffenhändler vorbeigeschaut habe. Der Kerl betreibt das doch sicher illegal.<, so schlängelten sich seine Gedanken. Er hatte auch gleich seine Munitionsvorräte etwas aufgestockt, was ihn doch beruhigte. Wie hieß es doch unter Söldnern doch gleich: Ich wünsche dir immer ne Patrone im Lauf und Blut in den Adern. >Du solltest die Knarre gleich überprüfen, wenn du erst im Heli sitzt, kannst du dem Händler den Hals nicht mehr umdrehen, falls etwas nicht stimmt.<, laberte die Stimme in seinem Kopf fröhlich drauflos.

    "Ja, danke…aber das wird nicht nötig sein.", knurrte Django. Er kratzte sich am Arm, betrachtete kurz seine Tätowierungen und sah den herumwuselnden Technikern zu. Er konnte scih ein Grinsen nicht verkneifen, das allerdings zu einer gRimasse wurde, weil die Muskeln auf seiner linken Gesichtshälfte nicht mitmachten. Das passierte ihm hin und wieder, seit er sich an der Wange verwundet hatte. Django massierte die vernarbete Gesichtsseite etwas, versuchte dann wieder zu grinsen. Diesmal klappe es. "Besser spät als nie…", seufzte er.

  32. Mit seiner geschichte beantwortete Mark, ohne es zu wissen, die Frage die Kiril ihm wegen des Gerüchts stellen wollte. Gerade als er sein Bierglas hob donnerte Marks Faust auf den Tisch. "… Tschuldigung… das musste einfach mal raus…" Kiril setzte das Glas wieder ab, "Kein Problem. An deiner Stelle wär ich genauso angepisst" meinte er.  "Und bei euch? Was verschlägt euch eigentlich ins Allerheiligste der SC? Ich mein, ohne Grund seit ihr ja bestimmt nicht hier, oder?"

    Kiril schmunzelte und leerte sein Glas mit einem Schluck bevor er anfing zu erzählen. "Wir wurden vor zwei wochen von Kap Hoor hier runter geschickt, weil die oben uns nicht mehr gebraucht haben, außerdem zahlen die Leute hier etwas besser. Bis vor kurzem fand ichs ja auch ganz nett hier, aber dann war die Sache mit Point 21… Ich glaub das war nur ein kleiner Vorgeschmack und wir kriegens demnächst noch schlimmer mit diesen Killerrobotern zu tun…" Kiril warf einen kurzen Blick auf die Uhr. "Ich flieg heute eh noch raus zu den Ruinen und bring eine Truppe von Söldnern hin die dort nach Spuren suchen wollen." Mark nickte, "Musst du schon los?" Kiril zuckte mit den Schultern, "Keine ahnung wann die fliegen wollen. Nebenbei, wie heißt eigentlich deine Flamme der du mehrmals das Leben gerettet hast?" Mark seufzte bloß, "Sie heißt Amy…" Kiril hob die Augenbrauen, irgendwo hatte er doch den Namen erst vor kurzem gelesen. Lara meldete sich nun zu Wort als sie Kirils Blick sah, "Auf der Liste der Söldner die heute zu den Ruinen fliegen wollen steht auch eine Amy drauf." Mark sah nun etwas verwundert zwischen den beiden hin und her, "Und was soll das bedeuten?" Kiril zuckte mit den Schultern, "Du bist herzlich eingeladen noch einen Letzten Flug in meiner Maschine zu erleben, bevor du deine Reise antrittst. Was hältst du davon?"

  33. Mark saß immer noch auf seiner Kiste und wartete darauf dass er endlich von hier verschwinden konnte.

    Marius kam zu ihm und setzte sich auf den Boden.

    " Hey, ich hab grad mal ein bisschen mit den Jungs von unserer Fliegerstaffel geredet die auch bei der Schlacht geflogen sind. Die haben mir erzählt dass die SC den Androiden den wir eingesammelt haben, zerlegt haben! Der ganze Datenspeicher soll im Flammen aufgegangen sein!" Mark grinste. " Tja, haben die selber Schuld! Wenn sie uns was klauen muss schon aus Prinzip etwas Schlimmes passieren! Obwohl, es wär verdammt lustig gewesen wenn JC in Flammen auf gegangen wär oder?!"

    Beide fingen an zu lachen.

    " Was ist eigentlich mit Doc Red?" Marius schüttelte grinsend den Kopf. " Ach er… er sitzt im Heli in einer Ecke und brabbelt irgendetwas vor sich her."

    Mark nickte stumm.

    Plötzlich piepte etwas in Marks Tasche. Er stand wieder auf und ging zu seiner Tasche und kramte in ihr herum, bis sein PDA zum Vorschein kam. Er hatte eine Mail bekommen.

    * Wer kann das nur sein?*

    Mark öffnete die Mail und lass sie.

    Absender der Nachricht: Kiril Barisowitsch

    Empfänger: Mark Dietrich


    Hey Mark, wie gehts dir so?

    Wollt mal fragen ob du kurz zeit hast, hab da ein paar Fragen.

    Wenn ja, treffen wir uns in 15 min im "Fly's"?


    Mfg Kiril

    Mark lächelte als er lass wer ihm die E-Mail geschickt hatte.

    * Nein! Denn Teufelskerl gibt es ja auch noch! Ob ich da hingehe? So wie es aussieht brauchen die Mechaniker sowieso noch ein bisschen, also dann…*

    Mark steckte sein PDA weg und schaute Marius kurz an.

    " Ich geh noch kurz ins Fly's, falls die Jungs hier mit den Heli früher fertig werden schreib mir okay?"

    Marius nickte und Mark machte sich auf den Weg ins Fly's.

    Als Mark im Fly's ankam setzte er sich gleich an den Tresen und rief den Barkeeper heran.

    " Hi, ‘nen Scotch bitte."

    Der Barkeeper verschwand auf die andere Seite des Tresens und kurz darauf kam er mit einen Glas wieder. Mark drückte ihm ein wenig Geld in die Hand und trank sein Glas schnell aus.

    nach ein paar Minuten kamen dann auch schließlich Kiril und Lara. Mark drehte sich auf seinen Hocker um und begrüßte die beiden.

    " Hey Kiril, Lara!" Mark hielt Kiril die Hand hin und dieser schlug ein. Die beiden setzten sich neben ihn an den Tresen. " Mey Mark, wie geht’s dir?" Mark seufzte und lächelte bitter. " Ach… naja, mir geht’s den Umständen entsprechend…" Kiril schaute ihn verwirrt an. " Was ist den passiert was dir die Stimmung so runter drückt?" Mark sah auf die Fläche des Tresens. " Tja… Pech mit den Frauen, Ärger mit der SC… man kennt das ja…" Mark schüttelte verbissen den Kopf. " Wisst ihr, bis vor einer Woche lief alles ganz toll, aber dann habe ich mich in eine Söldnerin verliebt die ich auf der Goliath-ST22 kennen gelernt habe. Ich hab ihr auch schon, na… min. 2-mal das Leben gerettet. Aber sie ist seitdem das Speederschlittenrennen gelaufen war, mit so einen komischen Typen zusammen, der scheinbar ziemlich wichtig für die SC ist… verdammt wichtig…",

    Mark machte eine Pause und nahm einen Schluck von seinem 2. Scotch, " … Diesen Typen haben dann JC, ähm ich weiß nicht ob ihr denn noch kennt, Also, unser Mechaniker hier und ich haben ihn dann in die Klink unserer Kaserne gebracht, weil er fast abgekratzt ist… Dann kam auf einmal so ein hohes Tier von der SC… Abteilung Gentechnik oder so… naja, auf jedenfalls ist der Typ dann völlig ausgetickt! Ich bin mit ‘nem Elecktroschocker dazwischen gegangen, weil er schon Jungs von uns verletzt hatte, und als er dann bewusstlos auf dem Boden lag hat ihn dieser Professor mitgenommen… deswegen werde ich jetzt zwangsversetzt! Was ist das den für ne Gerechtigkeit?!"

    Mark schlug mit der Faust auf den Tresen, um sich ein wenig abzureagieren. Es war das erste Mal das er alles jemanden erzählte. Er atmete tief durch.

    "… Tschuldigung… das musste einfach mal raus…" Mark setzte sich wieder aufrecht hin und schaute die Beiden charmant wie immer an. " Und bei euch? Was verschlägt euch eigentlich ins Allerheiligste der SC? Ich mein, ohne Grund seit ihr ja bestimmt nicht hier, oder?"

  34. "Kjell… Das… Ach, komm her…" Amy wusste nich so recht, ob sie lachen oder weinen sollte. Schließlich entschied sie sich für eine gesunde Mischung aus beidem, als sie Kjell umarmte.

    Nach und nach willigten alle ein, mitzukommen, und so rief Amy nur noch eins durch die Halle: "Dann treffen wir uns in zehn Minuten im Hangar A2."

    Dann wandte sie sich wieder Kjell zu. "Kjell, hör zu… Du könntest mir nachher ziemlich helfen. Wenn wir in dieser Ruine nach Anzeichen von MG2-01 suchen, dann halt die Augen offen. Es gibt immer Dinge, die von anderen übersehen werden, vielleicht sogar ganz banale Dinge, die aber gerade deswegen verdammt gute Anhaltspunkte liefern können. Würdest du das tun?"

    Kjell zuckte nur mit den Schultern, was sie als "ja" deutete. "Danke", zwitscherte sie und gab ihm einen Kuss.

    "Wartungsarbeiten?!" Amy traute ihren Ohren kaum. "Ja, aber wir sind eh fast fertig", beschwichtigte der Monteur sie, wobei er ihren ungläubigen Gesichtsausdruck grundlegend als empört missdeutete – In Wirklichkeit war sie heilfroh. Das bedeutete, dass sie Mark nun doch nicht verpassen würden.

    <Mark…> Eigentlich hatte sie ihm folgen wollen, um Trost wegen der Sache mit Kjell zu suchen. Da er jetzt doch mitkam, wusste sie nicht so recht, was jetzt mit Mark war, denn er konnte Kjell offenbar nicht sonderlich gut leiden. <Wird schon irgendwie… Hoffe ich…> Dann dachte sie daran, wie Mark sich wohl freuen würde, sie doch noch zu sehen, und damit war die Sache vorerst erledigt, sodass sie sich über andere Dinge Gedanken machen konnte. Da fiel ihr etwas ein.

    "Wo sind eigentlich die anderen Passagiere und der Pilot?"

    "Ähh, die sind, glaube ich, was trinken gegangen", ächzte der Moteur, während er sich, flach auf dem Rücken liegend, mit einer verzogenen Schraube abmühte.

    <Das heißt dann wohl warten…>

    Sie blickte in der Runde umher, während die Minuten dahinkrochen.

  35. <Mann, das wird ja noch dauern bis wir losfliegen können…> Kiril wandte den Blick von seiner Uhr ab und zog sein PDA heraus. Schnell tippte er eine Nachricht, er hatte da ein paar Gerüchte von den Wölfen gehört und vielleicht könnte er die Zeit die er noch bis zum Abflug hatte nutzen um der Sache auf den Grund zu gehen.

    Absender der nachricht: Kiril Barisowitsch

    Empfänger: Mark Dietrich

    Hey Mark, wie gehts dir so?

    Wollt mal fragen ob du kurz zeit hast, hab da ein paar Fragen.

    Wenn ja, treffen wir uns in 15 min im "Fly's"?

    Mfg Kiril

    Dann stieg er in den Passagierraum und rief auf russisch nach vorne zum Cockpit, "Lara, komm wir gehn noch ins Fly's bevor wir abfliegen." Verwundert kam Lara aus dem Cockpit zu ihm. "Was, wieso jetzt noch? Wir fliegen doch bald." antwortete sie ihm. "Wir bleiben nicht lange, außerdem… Mark kommt auch mit." Lara seufzte, "Hmm… naja von mir aus."

    Sie machten sich auf zum Lift und standen kurz später im Erdgeschoß des A.I.L. vor einer kleinen Bar.

    Als sie eintraten fand Kirils Blick gleich ein bekanntes Gesicht an der Theke sitzen. Als sich die beiden ihm näherten drehte Mark sich um, "Hey Kiril, Lara!" begrüßte erdie beiden, hielt Kiril die Hand hin und Kiril schlug ein. "Hey Mark, wie gehts dir?" sie setzten sich neben ihm an die Bar. "Ach… Naja, Mir gehts den umständen entsprechend…" antwortete Mark auf die Frage, und seufzte. "Was ist denn passiert dass dir so die Stimmung runter drückt?" fragte Kiril gerade heraus, vielleicht sollte er Mark nicht sofort mit seinen Fragen löchern.

  36. Chris musste nicht lange über Amys Angebot nachdenken, schließlich entsprach es sogar in etwa seinem Auftrag. Nein, das stimmte wohl nicht mehr ganz, denn inzwischen war die Suche nach der Söldnergruppe auch nur noch ein Vorwand um mögliche Spuren des MG2-01 zu entdecken. Ein kurzer Blick in die Runde bestätigte ihm, dass seine eigenen Überlebenschancen wohl auch ansteigen würden, wenn er sich mit dieser Truppe auf den Weg machte. Neben Amy hatten noch weitere Söldner bei ihnen Platz genommen und einige Gesichter erkannte er sogar wieder.

    Langsam hob er seine Hand und seine braunen Augen schweiften noch einmal kurz in die Runde. "Auf mich kannst du zählen.", sagte er dann und lehnte sich wieder gegen die weiche Rückenlehne. Seine Sachen waren gepackt, die Tasche konnte er eben aus seinem Zimmer holen, schließlich gab es eine direkte Verbindung von den Söldnerquartieren zu den Hangars.

    Schweigend erwartete er die Reaktionen derjenigen, die sich noch nicht geäußert hatten. Kurz streifte sein Blick auch Kjell, der sich ebenfalls beteiligen wollte. Ob die Forscher der SC wohl damit einverstanden waren? Nicht, dass er am Ende genau so viel Chaos anrichtete, wie zum Beispiel an Bord der Goliath. Er lächelte leicht, als er sich daran erinnerte und wartete darauf, dass es losgehen konnte.

  37. Im Hangar herrschte wie immer geschäftiges Treiben, die Techniker kurvten mit ihren Wartungsfahrzeugen zwischen den Helikoptern hin und her und einige Piloten eilten zu ihren Maschinen. Kiril saß auf der halb herunter gelassenen Einstiegsrampe seines Orjol und ließ seine Füße baumeln. Die Reparaturen an seinem helikopter waren bereits abgeschlossen, die Panzerung ausgebessert und das beschädigte Triebwerk durch ein neues etwas Leistungsstärkeres ersetzt. Er zog die seine Zigarettenpackung aus der Brusttsche seines Anzuges und rauchte sich eine an. sein blick schweifte durch den Hangar während er eine Wolke aus weißem qualm ausbließ. Er warf einen Blick auf seinen Helm der links neben ihm lag, heute würde er wieder losfliegen. <An diesem ganzen Getue um diesen MG2-01 muss echt verdammt viel dran sein…> Wenn er nun im Nachhinein an die Schlacht von Point 21 dachte lief ihm ein kalter Schauer über den Rücken. <Das ist doch nicht normal…> Plötzlich schreckte er aus seinen Gedanken auf als sich jemand neben ihn setzte. "Na träumst du schon wieder?" Der leichte Schrecken wich jedoch schnell einem Gefühl von Erleichterung als er erkannte wer neben ihm saß. "Ach du bists." seufzte er. "Na was hast du gedacht wer ich bin? Ein Killerroboter?" Lara lachte und rutschte ein Stück näher zu Kiril. "Hast du auch eine für mich?" sie deutete auf die zigarette in seiner Hand. "Klar, hier."

    Er reichte ihr die Packung und das Feuerzeug. "Wo geht unser nächster flug hin?" fragte sie als sie ihm beides wieder zurück gab. "Raus, zu den Ruinen, wir sollen ein paar Leute dort absetzen." erklärte er in einem möglichst neutralen Tonfall. Lara nickte bloß und musterte ihn kurz, "Was bedrückt dich so?" fragte sie. Kiril seufzte, er konnte ihr nichts verheimlichen, dafür kannte sie ihn schon zu gut. "Naja, du weißt ja was alle dort finden wollen oder?" Lara nickte, unterbrach ihn aber nicht. "Ich hab nur ein ungutes Gefühl, nach dem was bei Point 21 passiert ist." Lara schüttelte bloß den Kopf, "Wir haben es ihnen am Point 21 gezeigt falls bei den ruinen wirklich etwas sein sollte dann werden wir das schon schaffen." Sie nahm den lezten Zug von ihrer Zigarette, schnippte den Stummel weg und glitt von der Kante der Rampe auf den Boden. "Also mach dir nicht gleich ins Hemd, wir fliegen hin, kreisen ein bisschen über dem gebiet und fliegen wieder zurück." Kiril tat es ihr gleich und warf noch einen blick auf die gepanzerte Seite seines Helikopters. <Die Jungs haben ganze Arbeit geleistet, man sieht nichts mehr von den Einschüssen und den Krazern im Lack.> Mit einem zufriedenem Lächeln wandte er sich wieder zu Lara, "Du hast Recht, ich flieg uns hin und auch irgendwie wieder raus. Weißt du schon wann unsere passagiere auftauchen?" -"So gefällt mir mein Fliegerass! Ich hab keine Ahnung, aber die werden schon rechtzeitig kommen." Lara stieg bereits in den Helikopter als Kiril noch einmal das Äußere der Maschine musterte, wenn es um den Zustand des Orjol ging war er sehr kleinlich. Er lehnte sich mit dem Rücken an die Seite des Helikopters und rauchte sich noch eine Zigarette an um die Wartezeit zu verkürzen.

  38. >Das bedeutet dann wohl, jeder packt seine Sachen, man trifft sich im Hangar oder wo auch immer, und dann gehts los…in den Ruinen ein Basiscamp einrichten, die Gegend sichern…..oder jeder geht seiner Wege.<, dachte sich Django.

    >Das ist aber ne heiße Schnitte, sag da bloß nicht nein!<, machte sich die Stimme in seinem Kopf bemerkbar.

    Ja, gut, diese Amy sah wirklich ganz…anregend aus, aber das Geld interessierte ihn im Moment mehr. Vassili meldete sich, dann tauchte dieser …Kain auf.

    Sollte sich Django auch melden? Schnell rechnete er im Kopf seine Munitionsvorräte durch, dann die Menge des verfügbaren Sprengstoffes. Es würde für eine Weile reichen…aber wenn es viele Kämpfe gegen Androiden gab, konnte es am Ende kritisch werden. >Und vielleicht kannst du am Ende deinen Anteil erhöhen…auf die eine oder andere Weise.< Die Stimme in seinen Gedanken kannte ihn wohl recht gut…

    "Vielleicht wirds ja ganz lustig…", murmelte Django leise, dann hob auch er die Hand.

  39. „Hier ich! Ich! Ich auch! Ich auch!“ rief Kain quer durch die Halle und schlitterte auf die Gruppe zu. „Auf mich kannst du zählen, ich bin dabei.“ Es schepperte laut auf, als Kjell die Tasche mit seinen ganzen Klamotten einfach auf den Boden fallen ließ. „Und ich bin sogar schon fertig mit packen!“ Er grinste entschlossen in die Runde, warf im Anschluss Amy einen liebevollen Blick zu. „Also wegen mir kann es sofort losgehen! Auch wenn ich nicht weiß worüber ihr eigentlich gerade gesprochen habt.“

    Bisher schien sich neben Kain erst ein einziger für diese Reise gemeldet zu haben. Kein Wunder, wenn Kain einfach dazwischen platzt. Aber vielleicht brauchten sie auch nur Zeit zum Nachdenken. Nicht jeder fällte Entscheidung nicht einfach au dem Bauch heraus. Für Kain kaum vorstellbar, doch viele Menschen hatten etwas, für das es sich lohnte sein Leben zu schonen. Freunde, Familie, Arbeit, Hab und Gut. Schon komisch, denn Kain hatte in dem Moment das Gefühl, dass Amy sein Grund war, achtsam mit seinem Leben umzugehen. Er warf ihr ein verführerisches Lächeln zu und freute sich schon auf ihr nächstes, privates Aufeinandertreffen.

    „Achja…“ Kain fiel in dem Moment ein, dass er sich noch gar nicht vorgestellt hatte. Jedenfalls kannte er einige dieser Leute noch nicht.

    „Ich heiße GE-15/Kain …Aber kurz reicht auch Kain. Wenn ihr wollt könnte ihr mich aber auch Kjell nennen, das ist mein Zivildeckname. Macht wie ihr wollt, ich reagiere auf beide Namen.“ Dann schob er seine Tasche mit dem Fuß zur Seite und packte sich auf die nächste Sitzgelegenheit.

  40. Vassili hatte genau zugehört. Der Machine Gun Messiah war ihm bekannt, er hatte die Gerüchte gehört und die Geschichten, die kursierten. Und jetzt wollte diese Söldnerin, Amy, dass sie ihn jagten? Der Plan klang … nun ja, verrückt. Und genau deshalb würde er seine Hand heben. Als er sich umblickte, sah er, dass alle in nachdenkliches Schweigen versunken waren. Eine Jagd nach dem gefährlichsten Androiden, der jemals gebaut wurde. Und eine Million IAD Preisgeld … ein gefährliches Unternehmen, wenn man bedachte, dass der MG2-01 warscheinlich verantwortlich für die Angriffe der Androiden war. Und daran, wie schwer es die Verteidiger des A.I.L. hatten. Wenn es nur um seinen ***** gehen würde, würde er sofort mitmachen. Aber die Tatsache, dass sie die gefährlichste künstliche Intelligenz jagen würden, die bisher erschaffen wurde, hinderte ihn daran. Warum nicht ausruhen auf dem Triumph, den er mit seinem letzten Auftrag errungen hatte? Warum sein Leben aufs Spiel setzen?

    Konnte man den Gerüchten trauen, würde es weit mehr kosten, als Projektilwaffen, um den MG2-01 auszuschalten. Und das konnte bedeuten, dass er unter Umständen zu einer Railgun greifen musste. Niemals! Doch, was wenn die Truppe scheiterte, oder den Machine Gun Messiah nichtmal fand? Sonderlich helle sahen sie alle nicht aus … und Alexander hatte zuviel Angst um da wirklich mitzumischen. Andererseits konnte genau er bei dieser Mission von entscheidendem Vorteil sein, weil er die Schwachstellen des MG2-01 herausfinden könnte …

    Er hatte seine Entscheidung gefällt und damit wendete er den Kopf nach rechts, grinste Django zu und hob seine Hand.

  41. Es dauerte nicht lange, bis Amy all ihre Sachen gepackt hatte – Ihren Koffer mit der Railgun, den Feldrucksack, das war es auch schon. Gerade wollte sie sich von ihrem Bett abwenden, wo sie eilig alles in die dafür vorgesehene Tasche gestopft hatte, als sie einen Brief auf dem Kopfkissen bemerkte.

    Argwöhnisch trat sie näher und bemerkte das Siegel der Tarran Wolves auf dem umschlag. Ohne viel Federlesen riss sie ihn auf und entfaltete das Papier.

    Liebe Amy,

    Wenn du das hier ließt habe ich das A.I.L. bestimmt schon lange veralssen.

    Nach der Schlacht habe ich dich gesucht, aber leider nicht gefunden.

    Ich wollte dir nur auf Wiedersehen sagen, denn ich werde nach Nariobi versetzt. Leider konnte ich dich wie gesagt nicht finden deswegen schreibe ich dir.

    Da wir uns wahrscheinlich nicht wieder sehen kann ich dir auch den Grund dieser plözlichen Versetzung erzählen.

    Weißt du noch die Nacht in der wir Kjell in die Kasere der Tarran Wolves gebracht haben? In dieser Nacht ist er völlig ausgetickt und hat die ganze Klinik verwüstet, auch einer unserer Jungs war wurde schwer verletzt.

    Ich weiß nicht genau warum, aber Kjell scheint ziemlich wichtig zu sein. Ich habe ihn mit einen Elektroschocker außer Gefecht gesetzt damit es keine weiteren Verletzte gibt, aber zum Dank werd ich nun zusammen mit ein paar anderen Jungs abgeschoben.

    Naja, die SC wird schon wissen was sie tut.

    Ich werd auf jedenfall Dort versuchen genau so wie hier weiter zu machen, das Versprech ich dir!

    Falls du die genaueren Umstände wissen willst komm zur Kaserne der Tarran Wolves, man wird dich reinlassen.


    PS: Ich hab noch einen Code für alle Kommunikationsgeräte angehängt, falls du vielleicht mit mir in Kontakt bleiben möchtest.


    Viele Grüße

    Mark Dietrich

    <Oh… VERDAMMTE ******E! Das ist alles meine Schuld… Ich wusste doch, dass das irgendwelche Konsequenzen haben musste… Jetzt wird er also zwangsversetzt! Aber Moment… Hier kommen nicht sonderlich oft Helikopter vorbei, eventuell… Wenn… Ja…>

    Fahrig faltete sie den Brief wieder zusammen, steckte ihn in die Manteltasche und verließ eilig das Zimmer.

    In der Eingangshalle hatten sich sämtliche Personen versammelt, um die sie gebeten hatte – Alles entweder mehr oder weniger freiwillige Gefährten nach dem Zwischenfall auf Goliath-ST22 oder Leute, deren Namen sie kannte und die einen guten Ruf zu haben schienen.

    Sie räusperte sich, sichtlich nervös. Solche Ansprachen waren noch nie ihre Sache gewesen.

    "Hmm, also, hört mal bitte alle zu!" Das Gemurmel, das den Raum gefüllt hatte, verstummte weitestgehend, aller Augen ruhten jetzt auf ihr.

    Noch nervöser fuhr sie fort: "Also, ähm, ich habe euch hierher gebeten, weil ich euch für fähig und würdig genug halte, mir bei einer großen, sehr wichtigen Angelegenheit beizustehen, und es ist auch in eurem Interesse.

    Jüngst wurden zwei Angriffe auf Einrichtungen der SC verübt und man kann die Identität der Angreifer nicht genau benennen. Fakt ist, dass es sich offenbar um Androiden handelt. Wirklich intelligente Androiden, die menschliche Emotionen verstehen und deshalb sehr effektiv vorgehen können.

    Viele, vielleicht sogar alle von euch werden Gerüchte gehört haben, dass ein gewisser Machine Gun Messiah dafür verantwortlich ist. Worum genau es sich dabei handelt, weiß niemand so recht, Fakt ist, dass er vor acht Jahren aus dem AIL entkommen ist und seitdem nicht mehr gesehen wurde.

    Auf eben diesen Machine Gun Messiah wurde von der SC nun ein Kopfgeld von einer Million interatmosphärischen Dollar ausgesetzt. Ich denke, das unterstreicht noch, mit was für einer wichtigen Angelegenheit wir es hier zu tun haben.

    Zuletzt wurde er in einer Ruinenstadt einige hundert Meilen nördlich des AIL gesehen. Ich bitte nun jeden in diesem Raum, mit mir die Suche nach MG2-01 – Denn so heißt er eigentlich – aufzunehmen.

    Ihr fragt euch sicher, warum ihr das tun solltet. Hier mal ein kleiner Denkanstoß: Angenommen, der Vorfall vor acht Jahren hat etwas mit den jüngst stattgefundenen und zugegebenermaßen verheerenden Angriffen zu tun. Dann ist hier bald niemand mehr sicher. Mit dieser Mission würdet ihr also einfach euren eigenen ***** retten, und das tut ihr ja mehr oder weniger die ganze Zeit.

    An der Menschheit liegt mir rein gar nichts, aber ich will noch etwas von meinem Geld haben, und dazu muss ich leben. Denkt mal darüber nach."

    In der Halle war es stumm. Amy wartete, ob jemand die Hand heben würde. Als es niemand tat, fuhr sie fort: "Wir würden mit einigen Helikoptern, die derzeit noch im Hangar stehen, zu dem Ort aufbrechen, wo die Suche beginnen sollte. Das heißt, wenn wir uns beeilen, denn die werden nicht ewig warten -" In diesem Moment schlitterte jemand in die Eingangshalle. Kjell.

    Amy traute ihren Augen kaum, einen Moment verlor sie die Fassung und starrte ihn nur an, fing sich aber wieder und fragte nun geradeheraus: "Wer seinen ***** retten will, hebt die Hand."

  42. "Hier, bittesehr"

    Der Verkäufer schob Alex seine Karte zurück. Nicht ohne ein wenig Stolz ging dieser davon.

    Endlich hatte er eine neue Waffe, genauer gesagt eine USP 45. Leicht abzufeuern und trotzdem nicht ohne.

    Da piepte auf einmal etwas in seiner Tasche. Schnell zog er seinen kleinen Monitor heraus. Eine Memo war angekommen.

    <Ein Treffen, gleich heute Abend? Was ist denn da los? Oberste Priorität? Kenne ich die überhaupt?>

    Trotzdem entschied sich Alex der Einladung nachzukommen

    In der Eingangshalle waren auch tatsächlich alle versammelt. Unter der Masse suchte er nach dieser Amy, und da er nur eine weibliche Söldnerin erblicken konnte, wandte er sich gleich an sie.

    Neben ihr tauchten auf einmal 2 Söldner auf, daher entschied Alex sich zu warten, und gesellte sich einfach zu ihnen.

  43. Mark saß in seinen Zimmer am Schreibtisch und dachte nach.

    In den letzten Wochen schien einfach alles den Bach runter zu gehen: Sein posten hier im A.I.L., seine Jungs von der TW und da war auch noch die Sache mit Amy und Kjell.

    " Ach Verdammt nochmal! "

    Mark schleuderte ein leeres Pistolenmagazin gegen die Wand und schaute auf die Tischplatte.

    * Was ist nur los?! Warum läuft alles im Moment so Sch**** für mich? Aber… aber sehen wir's doch mal positiv, es kann nur noch Bergauf gehen! Aber Amy sollte ich wohl noch auf wiedersehen sagen… nein… ein Brief wird es wohl auch tun!  *

    Er setzte sich wieder auf, kramte Schreibsachen heraus und begann zu schreiben.

    Liebe Amy,

    Wenn du das hier ließt habe ich das A.I.L. bestimmt schon lange veralssen.

    Nach der Schlacht habe ich dich gesucht, aber leider nicht gefunden.

    Ich wollte dir nur auf Wiedersehen sagen, denn ich werde nach Nariobi versetzt. Leider konnte ich dich wie gesagt nicht finden deswegen schreibe ich dir.

    Da wir uns wahrscheinlich nicht wieder sehen kann ich dir auch den Grund dieser plözlichen Versetzung erzählen.

    Weißt du noch die Nacht in der wir Kjell in die Kasere der Tarran Wolves gebracht haben? In dieser Nacht ist er völlig ausgetickt und hat die ganze Klinik verwüstet, auch einer unserer Jungs war wurde schwer verletzt.

    Ich weiß nicht genau warum, aber Kjell scheint ziemlich wichtig zu sein. Ich habe ihn mit einen Elektroschocker außer Gefecht gesetzt damit es keine weiteren Verletzte gibt, aber zum Dank werd ich nun zusammen mit ein paar anderen Jungs abgeschoben.

    Naja, die SC wird schon wissen was sie tut.

    Ich werd auf jedenfall Dort versuchen genau so wie hier weiter zu machen, das Versprech ich dir!

    Falls du die genaueren Umstände wissen willst komm zur Kaserne der Tarran Wolves, man wird dich reinlassen.


    PS: Ich hab noch einen Code für alle Kommunikationsgeräte angehängt, falls du vielleicht mit mir in Kontakt bleiben möchtest.


    Viele Grüße

    Mark Dietrich

    Mark kickte den Brief einmal und steckte ihn in einen Umschlag mit den Zeichen der Tarran Wolves und fing an seine Sachen zu packen.

    Am nächsten Morgen war Mark schon früh wach und stand in voller Kampfmontur in seinen nun leeren Zimmer.

    * Das wars dann wohl… *

    Er schulterte seine Tasche und ging zu den Hangar wo ihr Heli sie abholen sollte.

    Captain Flash, Dalan, Marius, JC, Bull und Doc Red waren bereits dort, ebenso der Heli.

    " Da ist er ja! Woraum hast du so lange gebraucht? " " Sorry, Ich hab den Jungs allen nochmal Tchüss gesagt. " Captain Flash nickte. " Ehrt dich Mark! Also Männer, es war mir eine Ehre mit euch zu dienen! Wenn eure Pflichtzeit dort abgelaufen ist werde ich mich dafür einsetzen das ihr wieder herkommen könnt, aber jetzt müsst ihr los! Auf wiedersehen Männer! "

    Dalan und Marius salutierten und stiegen in den Heli. Doc Red morrte und schien Selbstgespärche zu führen als der auch in den Heli stieg.

    Mark ging auf BUll und JC zu und überreichte ihnen seinen Brief an Amy.

    " Leute, bringt Den bitte zu Amy. Es ist wichtig für mich. " " Was'n das? ein Liebesbrief oder was? " Mark lächelte. " Nein, aber etwas ähnliches. Tut es einfach, okay? " " Okay, Alter. Wir gehen gleich zu ihr und geben ihn ihr! Mann es ist voll Sch**** das du gehst ey! " " Ich weiß, lässt sic haber nicht ändern! Also Jungs, bleibt am Leben! "

    Mark nickte den beiden nocheinmal zu, dann plötzlich kam Dalan aus dem Heli. " Dalan? Was ist los?" " Alter! Der Heli hat irgend einen Deffekt! Wir müssen noch mit dem abreisen warten!"

    Mark ließ den KOpf hängen und setzte sich auf eine herumstehende Kiste.

    * Ich hätt mir heute Morgen doch die Kugel geben sollen!*

    " Bist du sicher das ihr Zimmer hier ist? " " Mann JC! Klar bin ich sicher! sonst wären wir nicht hier. Siehst du, da ist es doch schon! "

    Die beiden standen vor Amys Tür, Bull schaute noch einmal auf Marks Brief, dann klopfte er heftig gegen die Tür.

    " Alter! Bist du Gaga?! um die Zeit schlafen doch normale Leute noch! " " Echt? Hmm… jetzt jedenfalls nicht mehr. Aber Moment… da macht kein Schwein auf! "

    Er fing wieder an gegen die Tür zu klopfen, aber wieder öffnete keiner.

    " Ach Verdammt! Was machen wir jetzt JC? " "  Keine Ahnung, ach schieb ihn einfach unter der Tür durch, dann findet sie ihn sicher! "

    Bull nickte und schob den Brief unter de TÜr durch, dann gingen die beiden wieder zurück zur Kaserne.

  44. Ein Klopfen an der Tür weckte Django. Die aufgenommenen Sprengungen hatten ihn sanft in den Schlaf getragen. Er suchte kurz nach einer Uhr, fand aber keine. "Auch gut.", brummte er und stand auf, ging zur Tür. Die Frau, die draußen stand, sah als erstes in den Lauf der Desert Eagle, was sie doch etwas nervös machte. "Ein Memo für Sie…", sagte sie unruhig, und kaum dass Django den zettel in der Hand hatte, düste die Frau regelrecht den Gang hinab. >Die war heiß…<, flüsterte es spöttisch in seinem Kopf. "War sicher nur der Angstschweiß.", wiegelte Django ab. Er schloss die Tür und las den Zettel. >Amy…Amy….kenn ich die?<, überlegte er. Der Name kam ihm bekannt vor, aber vielleicht bildete er sich das nur ein. "Also wieder los…und die elend langen Gänge des A.I.L. gehen mir auch schon auf den Geist."

    >Du kannst dir ja einen kürzeren Weg freisprengen…<

    "Ein andermal, Stimmchen, ein andermal…", brummte Django, suchte sich das nötigste zusammen, was er brauchen könnte. Die Eagle auf jeden Fall. Die MP7 eher nicht. Oder schon, aber das Teil zu ner Besprechung mitzuschleppen, war ihm dann doch zu blöde. Auch wenn seine Paranoia einen stimmlosen Schrei ausstieß, weil sie doch fürchtete, dass etwas schief gehen könnte. Django steckte noch das Kampfmesser ein, zwei zusätzliche Magazine für die Eagle fanden auch in den Taschen seiner tarnfarbenen Hose Platz. Auf die Rüstung verzichtete er, das ärmellose Hemd stank noch nicht derart, dass es nicht mehr tragbar wäre. Und, nun doch seiner Paranoia gehorchend, packte er eine kleine Menge Sprengstoff ein. Flach wie ein Briefumschlag, nicht geeignet um Gebäude zu sprengen, aber stark genug um jemanden zu rösten. Django ging zur Tür und verließ das Zimmer.

    "Und wieder unterwegs in den unendlichen Weiten des A.I.L.!", grinste Django. Dann fiel ihm noch etwas ein: Er wollte doch eine andere Pistole kaufen, denn die Eagle war zwar enorm durchschlagend, aber nicht gerade gelenksschonend. >Eine M-45 Firestar…..die kann den Job auch übernehmen….und jetzt habe ich genug Kohle, um das Ding zu kaufen. Oh, und vielleicht noch etwas Sprengstoff….und wegen der Zünder frage ich vielleicht diesen Alex…<, mit diesem Gedanken hastete Django durch die Gänge. "Aber erstmal das Treffen mit dieser Amy, danach kann ich immer noch Waffen kaufen gehen.", murmelte Django halblaut in seinen Bart.

    Bevor er in die Halle kam, verlangsamte er seine Schritte, Amy sollte nicht denken, dass er es ihretwegen eilig hätte. In der Halle sah er kein Gesicht, das ihm besonders bekannt wäre. Oder doch, da hinten war Vassili. >Mit dem kann man wenigstens Spaß haben< Gemütlich spazierte Django zu dem anderen Russen, vielleicht wusste ja dieser, was denn der Sinn des Treffens war…..

  45. Müde öffnete Kjell seine Augen. Alles drehte sich und war völlig schwammig. Was war los? Wo war er?

    Unter ihm spürte er den kalten Edelstahl des Labortisches, während auf seiner Brust und an seinen Schläfen Kathoden klebten, die jede Veränderung seines Körpers wahrnahmen und aufzeichneten. Langsam dämmerte Kjell es. Heute war es ja wieder einmal Zeit für die Untersuchungen. Man hatte ihn unter Narkose gestellt, da einige der Test doch recht schmerzhaft enden konnten. Jetzt war er wieder wach, doch wo waren die Ärzte und der Professor? Kjell war völlig allein hier. Seltsam, denn immerhin wurde er sonst streng bewacht, wenn er narkotisiert war.

    Benommen richtete er sich auf und hielt sich den Kopf. Die Computer, an die er angeschlossen waren arbeiteten nicht mehr, also zog Kjell sich die Kathoden ab und versuchte wieder klar im Kopf zu werden.

    Aus dem Nebenzimmer hörte Kjell Stimmen, unter anderem die des Professors und des stationären Chefarztes. Zusammen mit einigen anderen schienen sie sich über irgend etwas zu beraten. Kjells Ohren waren noch etwas taub, deshalb verstand er kein Wort. Aber wahrscheinlich ging es nur wieder um Dinge, die ihn nicht interessierten, geschweige denn, bei denen er Mitspracherecht hatte.

    Auf den Arbeitsflächen war sein Shirt und seine anderen Sachen abgelegt. Kjell taumelte darauf zu und zog alles kurzerhand an. Sein graues Shirt, die Jacke, die er so oder so immer anzog, sowie die Handschuhe. Kaum war er fertig, öffnete sich die Tür zum Nebenraum und das gesamte Arztteam samt Eik trat ein.

    „Ah, Kain sie sind schon wach.“ sagte der Chefarzt, mehr oder weniger überrascht. „Eigentlich hatten wir das Ende der Betäubung erst auf viel später kalkuliert. Doch gut, dann können wir ja glich anfangen.“

    Anfangen? Kjell war verwirrt. War die Untersuchung noch nicht abgeschlossen? Wieso war er dann schon wach?

    „Sind die Tests nicht schon vorbei?“ fragte er verwirrt und suchte fragend die Blicke des Professors und Eiks. Musste er wieder auf das Ausdauerfahrrad?

    „Doch, doch. Vorerst ist alles abgeschlossen. Es geht aber um etwas anderes…“

    „Nämlich um den Fortgang des Projekt Edens. Nach nun 25 Jahren können wir uns endlich glücklich schätzen, die Beobachtungsphase endlich abschließen, und eine nächste beginnen zu können!“

    So ganz verstand Kjel nicht, was das bedeutete. Keine Tests mehr? Keine Untersuchungen? Würde der S.C. gar nicht ähnlich sehen. Irgendwo war da doch ein Haken.

    „Ab jetzt unterstehen sie, Kain, sowie ihre Klone Lilith und Abel nicht länger der stetigen Bewachung der S.C. Von nun an wird das Verhalten und die Überlebensfähigkeit der GE-Reihe unter völlig normalen Umständen getestet.“

    Verwirrt sah Kjell Eik an. „Was bedeutet das genau?“

    „Das heißt, dass du, ich und Lilith in die Welt ziehen und auf uns allein gestellt sind.“

    Eik hatte seinen Satz kaum beendet, als Kjells Augen schon vor Begeisterung strahlten. Er konnte sein Glück kaum fassen! Das heißt, dass er Amy doch begleiten konnte!

    Kaum hatte dieser Gedanke Fuß gefasst, war Kjell so abwesend, dass er die Belehrungen des Teams gar nicht mehr mitbekam und sofort los stürmte um seine Sachen zu packen. Von Freya verabschiedete er sich per Handy. Dann eilte er samt seinen ganzen Klamotten (und einem enormen Vorrat an Medikamenten) in die Eingangshalle.

  46. Interessiert betrachtete Chris im Spiegel die dunkle Verfärbung an seiner Schulter, wo vor rund fünf Tagen ein Querschläger sein Ende gefunden hatte. Die Aufklärung hatte in den letzten Tagen keine Spuren der Cyborgs entdeckt und es war auch zu keinen weiteren Kampfhandlungen gekommen. Trotzdem gehörten für viele Söldner neuerdings Wachdienst an verschiedenen Außenposten zum regulären Dienstplan. Da er keine schweren Verletzungen davongetragen hatte, musste auch er drei Tage länger am Point 21 ausharren, bis er schließlich mit einem Truppentransporter zum AIL zurückkehren durfte.

    Mit einem letzten blick in den Spiegel warf er sich seufzend das Handtuch über und verließ den Waschraum um zu seinem Quartier zurückzukehren.

    Auf dem Gang traf er weniger Söldner als es normalerweise der Fall gewesen wäre, aber sie alle waren ausnahmslos bewaffnet, ebenfalls eine Folge des heftigen Angriffs auf Point 21. Chris hielt es ebenso wie diese Männer und legte neuerdings selbst innerhalb der Basis seine schwere Körperpanzerung an, von seinem K39-Sturmgewehr ganz zu schweigen. Niemand wusste, woher diese Cyborgs kamen oder was ihre Absichten waren, selbst der militärische Nachrichtendienst war anscheinend ratlos, sofern er das beurteilen konnte.

    Er hatte sich gerade den Ausrüstungsgürtel umgeschnallt, als sein Blick auf einen Zettel fiel, den man ihm aufs Kopfkissen gelegt hatte. Kurz überflog er die Nachricht von Amy und warf einen Blick auf die Uhr, deren Zeiger gerade auf halb sieben sprang. <Was sie wohl will?> fragte er sich, während er das Magazin seiner Pistole überprüfte und diese anschließend an seinem Gurt befestigte.

    Der Weg zur Eingangshalle war schnell zurückgelegt und in einer der Sitzecken konnte er Amy entdecken, die es sich dort bereits bequem gemacht hatte. Er erreichte sie gleichzeitig mit einem anderen Söldner, dessen Gesicht er irgendwo schon mal gesehen hatte, irgendwann in der jüngeren Vergangenheit; glaubte er zumindest. Er warf dem Kerl noch einen nachdenklichen Blick zu und setzte sich dann ebenfalls in einen der Sessel, seinen Helm legte er auf den kleinen Tisch. Fragend blickte er sie an. "Was kann ich für dich tun?"

  47. Vassili hatte sich auf sein Bett geworfen, ohne vorher duschen zu gehen oder wenigstens das Blut abzuwaschen. Die Belohnung hatte er kassiert und sofort mit Django und Alexander geteilt. Er wusste nicht, ob er sie wiedersehen würde. Ein Treffen würde ihn zwar freuen – einerseits mit Django, weil er in mancher Hinsicht ebenso pervers wie er selbst war und andererseits mit Alexander, der ein dermaßen heller Kopf in Sachen Technik war, dass er an seiner Waffe sicherlich einiges verbessern konnte. Vielleicht war es Zeit für einen kleinen Umbau an der Waffe. Der Gedanke einer neuen Waffe schoss ihm durch den Kopf, wurde aber durch einen aufflammenden Widerstand erstickt, der sich bildete, als er an seine Waffe dachte, mit der er nun schon so lange kämpfte, die ihm immer treu gedient hatte. Sie lehnte gegen die Wand neben dem Bett. Vassili blickte sie liebevoll an und streichelte über den Schaft. "Nie werd ich dich hergeben …"

    Dann schlief er ein, eine Hand neben seiner Waffe liegend, am ganzen Körper blutbedeckt und stinkend, aber glückselig lächelnd.

    Als er aufwachte, ging ihm ein Gedanke durch den Kopf. <Ich stinke …> Rasch stand er auf und ging ins Bad, wo er sich seiner Kleidung entledigte. Bis er dann unter der Dusche stand, das heiße Wasser seinen Körper herablaufen und ihn vom Schmutz befrieen ließ, vergingen ein paar Minuten. Der dicke Schutz- und Tarnanzug, den er für die Mission getragen hatte, war verschwitzt, stank und war stellenweise getränkt vom Blut der Gegner, die er erschossen hatte. Die Reinigung würde das alles wieder rausbekommen, Geld um es zu bezahlen hatte er ja jetzt. 

    Gerade als er aus der Dusche stieg und sich ein Handtuch um die Hüften gebunden hatte, klopfte es an der Tür. Misstrauisch lugte er durch den Türspion, wo er die Rezeptionsdame erblickte. Der Russe öffnete die Tür. "Ja, was gibt es?"

    "Eine Söldnerin hat das für sie aufgegeben." sagte sie und reichte ihm ein Memo. Darin stand, dass er sich in der Eingangshalle mit einer gewissen Amy treffen sollte. Amy … der Name sagte ihm nichts. Warscheinlich hatte sie ihn vor seiner Mission gesehen und wollte den starken Helden nun in spe sehen. Vassili grinste.

    "Danke dafür. Auf Wiedersehen."

    "Auf Wiedersehen."

    Als er die Tür geschlossen hatte, ging er ins Bad und holte einen kleinen Tiegel aus dem Arzneischränkchen über der Spüle hervor. Er schraubte den Deckel auf und steckte den Finger in das Fett. Es gab viele verschiedene Bartpflegeprodukte, allerdings waren diese so teuer, dass Vassili lieber auf ein altbewährtes Mittel zurückgriff. Fett. Billig, gut riechend und nicht allzu modern. Er verteilte das Fett gut im Bart und zog sich dann an. Sein Mädchen ließ er im Zimmer, die Pistole und sein Messer nahm er mit.

    Vassili betrat die Eingangshalle und sah sich um. Söldner, Söldner und nochmal Söldner. Und nur eine einzige Söldnerin. Das musste sie sein.

  48. Vier Tage war es nun her, seit Kjell sich von ihr verabschiedet hatte und seither hatte sie  ihn nicht mehr gesehen. Um sich abzulenken, hatte sie versucht, sich an ihre neue Railgun zu gewöhnen, die von einer etwas anderen Bauart war als die herkömmlichen – Doch sie schoss fürchterlich schlecht. Und sie wusste, dass es nicht an der Waffe lag.

    Sie hatte versucht, es sich von der Seele zu schreiben, doch auch das funktionierte nicht. Kjells T-Shirt lag auf ihrem Bett, als wäre er nur kurz weg, und es wollte ihr einfach nicht

    in den Kopf, dass dem nicht so war.

    Das einzige, was sie tun konnte, war weggehen – Weit weg, und versuchen, ihn zu vergessen.

    Ohne sich wirklich dafür zu interessieren, schritt sie in der Eingangshalle vor den Bildschirmen auf und ab und überflog die Anzeigen.

    Tief in einem geheimen Hochsicherheitskomplex des AIL wurde ein beschädigter Androide auf einem Stahltisch festgezurrt. "Sind alle Überwachungsbildschirme deaktiviert, Winston?", hakte Professor Mathews nach. "Äh, ja, Pro- Professor." Er fragte immer lieber zwei Mal, da er von Winstons geistiger Kapazität nicht gerade das Beste gewohnt war.

    Mochte sein, dass Professor Mathews ein Rassist war, damit konnte er außerordentlich gut leben. Wie mit so vielem. Im Kollegium war er verhasst, er trug inoffiziell den Titel des jüngsten Professors, der sich in der kürzesten Zeit am unbeliebtesten gemacht hatte.

    Wenn dieses Experiment ein Erfolg wurde, war das seine Fahrkarte raus aus dieser Einöde, und er würde dafür über Leichen gehen – Da konnte man es noch als höflich ansehen, wenn er mit seinen Mitarbeitern nur unfreundlich umging.

    Tatsächlich hatte Winston doch einen Fehler gemacht. Einen gravierenden, der einigen Menschen wohl das Leben retten, Professor Mathews allerdings seinen Rang kosten würde.

    „Machen Sie schon.“ Winston, ein Schwarzer mit marokkanischen Wurzeln, trat nervös an den Androiden heran, nahm den Diamantbohrer zur Hand und setzte an.

    Er mochte tollpatschig sein, er mochte Angst vor seinem Chef haben, aber hier leistete er saubere Arbeit. Innerhalb weniger Sekunden hatte er die Schädeldecke des Androiden geöffnet und sie fachmännisch entfernt.

    Folglich trug er keine Schuld an dem Umstand, dass die Festplatte im Kopf des Androiden ohne Vorwarnung buchstäblich in Flammen aufging. Doch selbst wenn Professor Mathews das gewusst hätte, wäre es ihm egal gewesen – Seine Beförderung schmolz gerade vor seinen Augen zu einem wertlosen Klumpen dahin.

    So also schrie er Winston an, überschlug sich in wüsten rassistischen Beschimpfungen, und bemerkte nicht, dass er alles nur noch schlimmer machte.

    Am Pult, das die Überwachungskameras steuerte, blinkte das Licht für Bildschirm 9 in der Eingangshalle.

    Amy hatte genug gesehen. Sie wusste nun, was sie zu tun hatte, und auf einmal war es noch viel dringender als zuvor. Sie wandte sich von den Bildschirmen ab.

    „Senden Sie bitte Memos an folgende Gäste: Mark Dietrich, Christopher Anderson, Django Wadorov, Vassili Kruschtschow, Alexander Nicols, Jason Yasar Shirahama. Der Inhalt lautet: ‚Erbitte Treffen in der Eingangshalle heute Abend. Oberste Priorität.’“ <Besser, ich lade mal ein paar Leute mehr ein, auch wenn ich sie nur flüchtig kenne…>

    Den eisigen Blick, den die Sekretärin ihr ob ihres Befehlstons zuwarf, bemerkte sie schon gar nicht mehr. Sie war bereits auf dem Weg in ihr Zimmer, um zu packen.

  49. Mit einem Rumms ließ Django seinen Rucksack auf den Bodne fallen und schüttelte die Schultern aus. Er spielte kurz mit dem Gedanken, sich den ganzen Gewinn in der Bar auf den Kopf zu hauen, aber das wäre sinnlos.

    Um ehrlich zu sein: Er hatte den Auftrag genossen. Vor allem, weil die Stimme in seinem Kopf sich still verhalten hatte, was er sehr zu schätzen wusste. "Wenn du das während des Auftrages geschafft hast, dann kannst du auch immer die Klappe halten.", brummte Django und grinste schwach. Wider erwarten erhielt er keine Antwort. >Toll, endlich mal Stille in der Birne<, dachte sich der Söldner zufrieden. Nachdenklich schaute er aufs Bett, aber er verspürte keine Müdigkeit, wie immer, wenn er einer Explosion beigewohnt hatte.

    Am liebsten hätte er noch was in die Luft gejagt, aber das wäre nicht so klug. Nicht weil es dann viele Tote gäbe und ihn alle jagen würden, sondern schlicht und einfach aus dem Grund, dass er dann ohne Dach über den Kopf in der Wildnis stehen würde. >Aber dafür hättest du dann richtig viel Spaß..<, wisperte es in seinem Kopf. "Mist! Warum kannst du nicht einfach mal die Klappe halten, wenn ich die Stille genieße und Selbstgespräche führe?", rief Django säuerlich. >Dann kannst du ja gleich mit mir reden.<, war die einzige Antwort der Stimme.

    Toll, jetzt wurde die Einbildung auch noch frech. Djangos Stimmung war wieder tief im Keller, auch wenn er sich insgeheim fragte, wie lange er es ohne die Stimme ausgehalten hätte. Vermutlich nicht allzu lange, er hatte sich an diese Einbildung einfach gewöhnt. Seufzend legte er sich nun doch aufs Bett, angezogen, man wusste ja nie, ob nicht plötzlich ein Irrer durch die Tür stürmen und anfangen würde, herumzuballern. >Ein Irrer, der einen Irren umbringen will…<, war der einzige Gedanke, der Django durch den Kopf fuhr, vielleicht war es auch die Stimme, er wusste es nicht. Manchmal verschwamm die Stimme mit seinen Gedanken zu einem einzigen Ding. Achselzuckend nahm er seinen MP3-Player, runzelte die Stirn, als er sah, dass der Akku nicht mehr allzuviel hergeben würde, und schaltete das Gerät ein. Als die ersten Geräusche des Soundfile in seinen Ohren dröhnten, grinste er. "Das war das 'Seven Sin' in Nairobi, eine meiner größten Sprengungen. War aber ein gutes Bordell, nette Ladies.", murmelte Django, als er die Explosion hörte, die bald darauf in allen Nachrichten gewesen war. Ach, wie lange war das schon her…