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Über Voriplasmen

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Über Voriplasmen
Zum Text
Autor Concordia Mercius
Art Buch
Genre Naturkundliche Abhandlung

Über Voriplasmen (engl. On Voriplasms) ist eine naturkundliche Abhandlung von Concordia Mercius von den Cyrodiilischen Sammlungen über die sogenannten Voriplasmen in Trübmoor. Die Schrift fasst Beobachtungen, Berichte und Theorien zu Wesenheit, Verhalten und Fortpflanzung dieser Schlickkreaturen zusammen.

Inhaltsangabe

Concordia Mercius stützt ihre Untersuchung auf Gespräche mit Bewohnern Trübmoors, darunter Jee-Lar, sowie auf vorhandene Fachliteratur. Voriplasmen werden als bewegliche, amorphe Schleimpfützen beschrieben, die weder erkennbare Sinnesorgane noch innere Organe besitzen, jedoch aktiv jagen und Beute verschlingen können. Ein Bericht schildert, wie ein Voriplasma einen Bantamguar erfasst, verschlingt und dessen Knochen wieder ausstößt.

Die Autorin führt an, dass Voriplasmen offenbar über eine rudimentäre Intelligenz verfügen, in Gruppen jagen und Gefahren meiden. Ihre Kommunikationsformen bleiben unbekannt, ebenso wie ihr innerer Aufbau, da bisherige Sezierungsversuche erfolglos gewesen seien.

Hinsichtlich ihrer Fortpflanzung referiert Mercius die Theorie von Exerius Talos, wonach Voriplasmen eine bestimmte Größe erreichen und sich anschließend teilen. Eine alternative Hypothese betrifft sogenannte voriplasmische Leichen: Dabei behält das Wesen das Skelett seiner Beute im Inneren und nutzt es als strukturelles Gerüst, ähnlich einer Schnecke in einem fremden Gehäuse. Die Autorin betont, dass diese Erscheinung nichts mit Nekromantie zu tun habe, sondern eine biologische Anpassung darstelle.

Analyse

Der Text ist als spekulative naturwissenschaftliche Abhandlung konzipiert und verbindet Feldberichte mit theoretischen Überlegungen. Auffällig ist der indirekte Erkenntnisstand der Autorin, da sie selbst noch kein Voriplasma persönlich untersucht hat. Ihre Darstellung basiert daher stark auf Berichten Dritter und sekundärer Literatur.

Die Beschreibung der Kreaturen stellt einen Gegensatz zwischen fehlender anatomischer Struktur und bemerkenswerter funktionaler Leistungsfähigkeit her. Dadurch wird das Voriplasma als biologisches Rätsel inszeniert, das bestehende Vorstellungen von Organismus und Intelligenz infrage stellt.

Die Diskussion konkurrierender Fortpflanzungstheorien zeigt den offenen Charakter der Forschung. Besonders die Deutung der voriplasmischen Leichen als rein biologische Erscheinung grenzt das Phänomen bewusst von magischen Erklärungen ab. Insgesamt vermittelt die Schrift den Eindruck eines fortlaufenden wissenschaftlichen Diskurses, der sich bemüht, ein ungewöhnliches Sumpfwesen rational zu erfassen.