| Mauern und Schätze Zum Text | |
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| Autor | Unbekannt |
| Art | Buch |
| Genre | Geschichte |
Mauern und Schätze (engl. Castles and Coffers) ist eine mehrbändige Reihe historischer Abhandlungen über bedeutende Festungen und legendäre Bauwerke Tamriels.
Bisher ist nur Band III: Zitadelle von Hel Ra bekannt, der sich den Ursprung, Zweck und den bis heute ungelösten Geheimnissen dieser sagenumwobenen Anlage.
Inhaltsangabe
Kaiserliche Historiker, insbesondere Dubicius aus dem colovianischen Hochland vermuten, dass die Zitadelle von Hel Ra während der zweiten yokudanischen „Kriegerwelle“ errichtet wurde, als sich die Yokudaner über die Alik'r-Wüste ausbreiteten.
Weitgehend herrscht die Meinung vor, dass die Zitadelle dem Schutz einer nahegelegenen yokudanischen Stadt diente, deren Name inzwischen in Vergessenheit geraten ist. Allerdings stammt die heutige Bezeichnung „Hel Ra“ nicht aus yokudanischer Zeit, sondern wurde erst im späteren Tamriel geprägt.
Mehrere Theorien über die ursprüngliche Funktion der Anlage stehen im Raum:
- Ein Brückenkopf für eine der Invasionswellen,
- eine befestigte Übungsstätte,
- oder eine von vielen verlorenen Festungen jener Epoche.
- Eine weitere Hypothese besagt, dass an gleicher Stelle einst eine nedische Feste stand, die von den Yokudanern erobert und überbaut wurde.
Der Legende nach war die Ausbildung in der sogenannten „Schwertmagie“ an diesem Ort besonders rigoros, was auf eine militärische Eliteschule oder Trainingsstätte hindeuten könnte.
Fest steht laut kaiserlichen Aufzeichnungen nur eines: Seit dem Rückzug der Yokudaner ist die Zitadelle verschlossen. Weder kaiserliche noch rothwardonische Expeditionen konnten in das Bauwerk eindringen. Weder Magie noch Belagerungsmaschinen vermochten die Mauern zu überwinden.
Auf die Frage, ob sich die Tore jemals öffnen würden, wird der kaiserliche Magistrat Albus mit den Worten zitiert:
„Niemals.“
Analyse
Der Text ist im Stil einer spekulativen historischen Abhandlung verfasst und lebt von Unsicherheit, Legenden und widersprüchlichen Theorien.
Zentrale Themen sind:
- Historische Mehrdeutigkeit: Mehrere konkurrierende Ursprungsdeutungen verdeutlichen, wie lückenhaft die Überlieferung yokudanischer Geschichte ist.
- Unbezwingbare Architektur: Die Zitadelle symbolisiert ein Bauwerk, das sowohl militärisch als auch mystisch unangreifbar erscheint.
- Mythische Überhöhung: Die Kombination aus Schwertmagie, versiegelten Toren und gescheiterten Expeditionen verleiht der Zitadelle eine nahezu übernatürliche Aura.
- Imperiale Perspektive: Der abschließende, kategorische Ausspruch des Magistraten unterstreicht den nüchternen, beinahe resignativen Blick der Kaiserlichen auf ein Bauwerk, das sich ihrer Kontrolle entzieht.
Die Schrift illustriert exemplarisch, wie historische Monumente zu Projektionsflächen für Spekulationen werden und wie Unzugänglichkeit selbst zur Legende wird.