Skyrim:Die drohende Gefahr - Band IV

Band III Die drohende Gefahr

Diese Seite enthält den Text des Buches Die drohende Gefahr - Band IV aus The Elder Scrolls V: Skyrim.


Inhalt

Die drohende Gefahr
Band IV

von
Lathenil von Sonnenfeste



Es folgt ein Bericht von Lathenil von Sonnenfeste, einem Altmer-Flüchtling, der in den frühen Jahren der Vierten Ära von den Summerset-Inseln nach Cyrodiil geflohen war. Lathenil flüchtete dabei nicht vor den Nachwirkungen der Oblivion-Krise auf Summerset, sondern - in seinen Worten - "vor dem immer dunkler werdenden Schatten der Thalmor über meinem geliebten Heimatland."

Lathenil hatte ein, freundlich ausgedrückt, sehr intensives Auftreten und einige seiner Anschuldigungen grenzten an Wahnsinn. Vielleicht wurden daher seine inbrünstigen Warnungen sowie die Kritik an den Thalmor und dem Aldmeri-Bund nicht beachtet. Doch die Geschichte hat Lathenils Behauptungen zumindest teilweise bestätigt.


Praxis Erratuim, Kaiserlicher Historiker


ährend Morrowind und die kaiserlichen Truppen in der Schwarzmarsch nach den Katastrophen der Oblivion-Krise und der Zerstörung von Vvardenfell noch nicht wieder auf den Beinen waren, stachelten die Thalmor die Argonier zu einem großen Aufstand an. Die Schwarzmarsch und der Süden von Morrowind fielen vollständig an die Reptilien, glücklicherweise verloren jedoch auch die Thalmor ihren Einfluss auf die Argonier.


Währenddessen festigten die Thalmor ihren Stand in meiner geliebten Heimat. Es dauerte fast ein Jahrzehnt, bis ich es schaffte, mit Ocato in Kontakt zu kommen. Er schien mehr als die anderen daran interessiert zu sein, was ich über die Thalmor zu sagen hatte, vielleicht, weil er selbst ein Altmer war und die Gefahr erkannte, die sie darstellten. Doch schon bald ließen die Thalmor Ocato ermorden.


Nach dem Mord an Potentat Ocato begann das Sturmkronen-Interregnum. Der Ältestenrat zerbrach, was zu jahrelangen internen Kämpfen, Verschwörungen und Indiskretionen führte. Viele versuchten den Rubinthron zu besteigen. Die meisten waren Prätendenten, einige wenige hatten legitime Ansprüche und wiederum andere waren nichts weiter als brutale Dummköpfe, die dachten, Stärke allein wäre Berechtigung genug. Während der Zeit dieser Anarchie tobten einige Male schwere, ungewöhnliche Stürme durch die Kaiserstadt, wobei sich deren Auge immer direkt über dem Weißgoldturm befand, als wäre dies das Urteil der Neun Göttlichen gewesen.


Als das Kaiserreich im Chaos versunken war, handelten die Thalmor schnell. Sie stürzten die rechtmäßigen Könige und Königinnen der Altmer. Ich erinnere mich noch an die Gefühle von Abscheu und Schrecken, als ich erfuhr, dass dieser Irrsinn meine Heimat ergriffen hatte und ein Großteil unserer einstmals so stolzen und majestätischen Rasse ihn auch noch bereitwillig annahm!


Dann fanden die ersten Massaker auf den Summerset-Inseln statt. Sie schlachteten jeden ab, der nicht "vom Blut der Altmer" war. Eine gute Ausrede, um die Dissidenten ebenfalls zu beseitigen. Solche Gelegenheiten haben sich die Thalmor noch nie entgehen lassen.


Nach sieben langen, blutigen Jahren wurde das Sturmkronen-Interregnum beendet, nachdem der colovianische Kriegsherr Titus Mede die Macht ergriffen hatte. Ob seine Ansprüche rechtmäßig waren oder nicht, ist strittig. Aber ohne Titus Mede würde es heute kein Kaiserreich geben. Er erwies sich als kluger und fähiger Herrscher, der von Himmelsrand als Kaiser unterstützt wurde.


Als das Reich sich durch die Anstrengungen seines Kaisers Titus Mede stabilisierte, warnte ich wieder vor der Bedrohung durch die Thalmor, die mir auch diesmal einen Schritt voraus waren. Bevor meine Bemühungen Früchte tragen konnten, schlugen die Thalmor wieder zu - diesmal in Valenwald. Auf ihre Tricks und Listen war das Kaiserreich einfach nicht vorbereitet.


Manche behaupten, die vereinten Truppen der Altmer und Bosmer waren dem Kaiserreich weit überlegen, aber das stimmt nicht. Diesen kurzen und brutalen Feldzug hatten die Thalmor schon gewonnen, bevor das erste Blut floss. Sie warteten ab und beobachteten ihren Feind, dann entschieden sie über Zeit und Ort ihres Angriffs. Die Thalmor konnten trotz des kleinen Truppenkontingents aus Altmer und Bosmer die kaiserlichen Festungen mit voller Wucht angreifen.


Entgegen den Aussagen der Generäle des Kaiserreichs befehligten die Thalmor keine größeren Truppen. Sie verfügten über bessere Spione und waren mobiler, was sie perfekt einzusetzen wussten. Das ist die Bedrohung, für die die Thalmor stehen! Sie sind grausam und gnadenlos, jedoch nicht dumm! Sie sind verschlagen, raffiniert und äußerst geduldig.


Mit einem Schlag konnten sich die Thalmor eine strategische Position auf dem Festland von Tamriel sichern und damit jeden Versuch des Kaiserreichs abwehren, die Summerset-Inseln anzugreifen, um die Tyrannei der Thalmor zu beenden. Gleichzeitig bot sich ihnen die Möglichkeit, das Reich noch besser auszuspähen und weiterhin abzuwarten. Darüber hinaus ließen sie den Aldmeri-Bund im Rahmen der Allianz mit den Bosmer aus Valenwald wieder aufleben!


Über die Jahrzehnte hinweg ist es still um die Thalmor geworden - aber es ist noch nicht vorbei. Es hat gerade erst begonnen. Sie festigen ihre Macht und den Einfluss auf Herz und Verstand der Altmer. Das Kaiserreich mag vergessen wollen, wie die Thalmor seinen Stolz angekratzt haben, aber sie sind immer noch da. Sie planen. Sie beobachten. Sie warten.


Während das Kaiserreich damit beschäftigt ist, unbedeutende Ecken seiner riesigen Gebiete zu sichern, nimmt die Bedrohung durch die Thalmor stetig zu. Und seit Potentat Ocato habe ich nirgendwo im Reich Gehör gefunden. Ich flehe jeden Bürger dieses erhabenen Kaiserreichs an, meine Worte zu beachten! Die Thalmor müssen aufgehalten werden, bevor es zu spät ist.


***


Kurz nachdem Lathenil von Sonnenfeste diese Bände mit seinem eigenen Geld drucken und im gesamten Kaiserreich vertreiben ließ, fand auch er gewaltsam den Tod. Im Lichte der auf sein Ableben folgenden Ereignisse müssen wir die Möglichkeit einer Ermordung durch die Assassinen der Thalmor in Erwägung ziehen.


- Praxis Erratuim, Kaiserlicher Historiker



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