| Thulgegs Marsch Zum Text | |
|---|---|
| Autor | Kraltha der Erinnerer |
| Art | Buch |
| Genre | Sage |
Thulgegs Marsch (engl. Thulgeg's March) ist eine von Kraltha der Erinnerer überlieferte Sage über den Kriegsherrn Thulgeg und den Zug der Wüstenorks aus der Wüstensenke. Der Text schildert ihre Vereinigung, ihren strategischen Rückzug und ihren späteren Beitrag zur Gründung von Orsinium in Wrothgar.
Inhaltsangabe
Die Wüstenorks standen lange im Konflikt mit den rothwardonischen Ro'Wada, während ihre Festungen nach und nach fielen. Der junge Kriegerhäuptling Thulgeg erkannte die Gefahr innerer Zwietracht und rief die Klans zur Einigung auf. Nach einem Sieg über eine Streitmacht aus Hegathe wurde er zum Kriegsherrn ernannt.
Trotz des Erfolges sah Thulgeg die strategische Schwäche ihrer Lage: Die Wüste sei von drei Seiten offen und schwer zu verteidigen. Er entschied sich für einen Marsch nach Osten, um in bergigem Gelände mit natürlicher Deckung zu kämpfen. Auf dem Weg schlossen sich Goblinstämme an, doch der Zug durch die Schluchten von Tigonus und die Ungnadödnis brachte große Entbehrungen.
Vor den Toren von Bangkorai wurden die Orks von Truppen aus Hochfels aufgehalten, während eine rothwardonische Armee im Rücken heranrückte. Thulgeg befahl einen nächtlichen Rückzug der Klans in die Berge und blieb mit 500 Kriegern zurück, um die Feinde zu täuschen. Nach mehreren Tagen der Verzögerung entkam er mit wenigen Überlebenden. Die Feinde glaubten die Wüstenklans vernichtet, doch sie überlebten und zogen schließlich nach Wrothgar, wo sie halfen, das Fundament von Orsinium zu legen.
Analyse
Die Erzählung folgt dem Muster einer heroischen Stammessage. Thulgeg wird als weitsichtiger Anführer dargestellt, der militärische Stärke mit strategischem Denken verbindet. Sein Entschluss zum Rückzug zeigt, dass Überleben und langfristige Perspektive über kurzfristige Siege gestellt werden.
Zentral ist das Motiv der Einheit. Die Vereinigung zerstrittener Klans unter einem Banner bildet die Voraussetzung für das Überleben des Volkes. Der Marsch selbst wird als leidvoller, aber identitätsstiftender Prozess geschildert.
Die Täuschung vor Bangkorai unterstreicht Thulgegs Opferbereitschaft und taktisches Geschick. Indem der Feind den Untergang der Orks glaubt, entsteht Raum für einen Neubeginn. Die Verbindung des Marsches mit der späteren Gründung Orsiniums verleiht der Sage eine teleologische Dimension: Der Zug erscheint als notwendiger Schritt auf dem Weg zu einem neuen orkischen Zentrum.