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'''Der Axtkämpfer''' (engl. ''The Axe Man'') ist eine dramatische Kurzgeschichte über die Herkunft des [[Morag Tong|Morag-Tong-Attentäters]] [[Minas Torik]]. Der Text erzählt, wie aus einem unterdrückten Hausdiener durch jahrelange Zwangsarbeit, Gewalt und emotionale Verrohung ein gefühlloser, effizienter Mörder wird. | |||
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== Analyse == | |||
Der Text ist eine psychologisch fundierte Charakterstudie, die durch das Prinzip der erzählerischen Zurückhaltung funktioniert: Weder das Opfer noch der Täter werden moralisch bewertet. Vielmehr entsteht durch den Kontrast zwischen den banalen Kindheitsaufgaben und der Tätigkeit als Auftragsmörder eine bedrückende Normalisierung von Gewalt. Die Wiederholung alltäglicher Bewegungen wie Schrubben, Wedeln oder Glockenläuten in Form von Axtschlägen verleiht der Geschichte eine unheimliche Symbolik. Gleichzeitig verweist sie auf die Formbarkeit des Menschen durch Umwelt, Machtgefälle und Gewalt. Als Teil der tamrielischen Literatur rund um die [[Morag Tong]] liefert der Text einen Beitrag zur Frage, wie Meuchler entstehen können, ohne jemals explizit politische oder ethische Fragen aufzuwerfen. | |||
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Aktuelle Version vom 10. Januar 2026, 21:58 Uhr
| Der Axtkämpfer | |
|---|---|
| Autor | Verfasser unbekannt |
| Art | Buch |
| Genre | Kurzgeschichte |
Der Axtkämpfer (engl. The Axe Man) ist eine dramatische Kurzgeschichte über die Herkunft des Morag-Tong-Attentäters Minas Torik. Der Text erzählt, wie aus einem unterdrückten Hausdiener durch jahrelange Zwangsarbeit, Gewalt und emotionale Verrohung ein gefühlloser, effizienter Mörder wird.
Inhalt
Der Erzahler führt ein Interview mit einem Assassinen der Morag Tong namens Minas Torik und schreibt aus den Erkenntnissen dieses Gespräches über die Vergangenheit des Mannes und den Axtkampf im speziellen.
Im Gespräch erzählt der Assassine nach einigem Zögern von seiner Vergangenheit und dem Grund, weshalb er eine Axt benutzt. Minas Torik arbeit lange Jahre bei seinem Onkel, einem Plantagenbesitzer, in der Region Sheogorad. Anstatt jedoch ihn wie versprochen in seiner Arbeit als Plantagenbesitzer zu unterrichten und auszubilden lässt er den Neffen nur einfache Arbeiten wie putzen und Botendienste machen. Auch nach vielen Jahren ändert sich die Einstellung des Onkels nicht, er geht vielmehr soweit, seinen Neffen zu bestrafen, wenn dieser eine Aufgabe nicht zur vollen Zufriedenheit des Oheim erledigt hat.
Schließlich will der Onkel die Plantage auflösen und ist dabei, sämtliche Habseligkeiten zusammen zupacken im Keller des Anwesens. Als Minas Torik davon erfährt, entdeckt er bei den Habseligkeiten des Onkels eine dwemerische Axt. Im Affekt aber ohne starke Gefühlsregungen erschlägt er seinen Onkel. Mit dem Geld der Plantage baut er sich nun eine neue Existenz als Assassine der Morag Tong auf. Im Interview beschreibt Minas Torik, dass er durch die jahrelangen monotonen Bewegungen des Putzens und anderer Arbeiten ohne Probleme ein Meister im Axtkampf geworden sei.
Analyse
Der Text ist eine psychologisch fundierte Charakterstudie, die durch das Prinzip der erzählerischen Zurückhaltung funktioniert: Weder das Opfer noch der Täter werden moralisch bewertet. Vielmehr entsteht durch den Kontrast zwischen den banalen Kindheitsaufgaben und der Tätigkeit als Auftragsmörder eine bedrückende Normalisierung von Gewalt. Die Wiederholung alltäglicher Bewegungen wie Schrubben, Wedeln oder Glockenläuten in Form von Axtschlägen verleiht der Geschichte eine unheimliche Symbolik. Gleichzeitig verweist sie auf die Formbarkeit des Menschen durch Umwelt, Machtgefälle und Gewalt. Als Teil der tamrielischen Literatur rund um die Morag Tong liefert der Text einen Beitrag zur Frage, wie Meuchler entstehen können, ohne jemals explizit politische oder ethische Fragen aufzuwerfen.