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Xul-Thuxis (Buch)

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'''Xul-Thuxis''' (engl. ''Xul-Thuxis'') ist eine kurze, fragmentarische Schrift unbekannter vollständiger Urheberschaft, unterzeichnet lediglich mit dem Initial „M“. Der Text schildert die zunehmende Verzweiflung eines Beteiligten an Grabplünderungen in der Nähe von [[Lilmoth]] und deutet auf übernatürliche Vorgänge in einer argonischen Ruinenstätte hin.
'''Xul-Thuxis''' (engl. ''Xul-Thuxis'') ist eine kurze, fragmentarische Schrift unbekannter vollständiger Urheberschaft, unterzeichnet lediglich mit dem Initial „M“. Der Text schildert die zunehmende Verzweiflung eines Beteiligten an Grabplünderungen in der Nähe von [[Lilmoth]] und deutet auf übernatürliche Vorgänge in [[Xul-Thuxis|einer argonischen Ruinenstätte]] hin.


== Inhaltsangabe ==
== Inhaltsangabe ==
Der Verfasser berichtet von dem dringenden Wunsch, den Ort zu verlassen und notfalls heimlich ein Schiff aus Lilmoth zu besteigen. Anlass ist eine jüngste Tat ihres Anführers Peitschenschwanz, der sie zwang, eine Wand einzureißen. Dahinter befand sich ein Raum voller Leichen von Argoniern, deren Grabbeigaben geplündert werden mussten. Im Gegensatz zu früheren Grabräuberei empfand der Erzähler diesen Ort als zutiefst bedrohlich und war überzeugt, dort sterben zu müssen, falls er bliebe.
Der Verfasser berichtet von dem dringenden Wunsch, den Ort zu verlassen und notfalls heimlich ein Schiff aus Lilmoth zu besteigen. Anlass ist eine jüngste Tat ihres Anführers [[Peitschenschwanz]], der sie zwang, eine Wand einzureißen. Dahinter befand sich ein Raum voller Leichen von [[Argonier]]n, deren Grabbeigaben geplündert werden mussten. Im Gegensatz zu früheren Grabräuberei empfand der Erzähler diesen Ort als zutiefst bedrohlich und war überzeugt, dort sterben zu müssen, falls er bliebe.


Kurz darauf beginnen Visionen und Wahrnehmungen, die zuvor nur einer angesprochenen Vertrauensperson zugeschrieben wurden. Der Verfasser sieht argonische Gestalten durch die Hallen wandeln und rituelle Opferhandlungen vollziehen. Die Opfer erscheinen dabei freiwillig und ohne Angst, und die Szenen verlaufen lautlos. Der Erzähler erkennt diese Erscheinungen als nicht körperlich, sondern als Echos oder Nachhall vergangener Ereignisse.
Kurz darauf beginnen Visionen und Wahrnehmungen, die zuvor nur einer angesprochenen Vertrauensperson zugeschrieben wurden. Der Verfasser sieht argonische Gestalten durch die Hallen wandeln und rituelle Opferhandlungen vollziehen. Die Opfer erscheinen dabei freiwillig und ohne Angst, und die Szenen verlaufen lautlos. Der Erzähler erkennt diese Erscheinungen als nicht körperlich, sondern als Echos oder Nachhall vergangener Ereignisse.


Peitschenschwanz wird als zunehmend fanatisch beschrieben. Er glaubt, an diesem Ort seien uralte, von Sithis gesegnete Waffen verborgen, und treibt die Gruppe zu weiteren Entweihungen an. Der Verfasser hält den gesamten Komplex für verflucht und plant gemeinsam mit dem Adressaten die Flucht. Als Treffpunkt wird ein Raum genannt, der für eine Person namens Kassandra eingerichtet wurde. Abschließend warnt der Verfasser eindringlich davor, dass Peitschenschwanz von der Schrift erfährt, da dieser sie töten würde, und fordert zur Vernichtung des Dokuments auf.
Peitschenschwanz wird als zunehmend fanatisch beschrieben. Er glaubt, an diesem Ort seien uralte, von [[Sithis]] gesegnete Waffen verborgen, und treibt die Gruppe zu weiteren Entweihungen an. Der Verfasser hält den gesamten Komplex für verflucht und plant gemeinsam mit dem Adressaten die Flucht. Als Treffpunkt wird ein Raum genannt, der für eine Person namens [[Kassandra]] eingerichtet wurde. Abschließend warnt der Verfasser eindringlich davor, dass Peitschenschwanz von der Schrift erfährt, da dieser sie töten würde, und fordert zur Vernichtung des Dokuments auf.


== Analyse ==
== Analyse ==

Version vom 18. Januar 2026, 09:35 Uhr

Xul-Thuxis
Zum Text
Autor M
Art Buch
Genre Tagebuchfragment

Xul-Thuxis (engl. Xul-Thuxis) ist eine kurze, fragmentarische Schrift unbekannter vollständiger Urheberschaft, unterzeichnet lediglich mit dem Initial „M“. Der Text schildert die zunehmende Verzweiflung eines Beteiligten an Grabplünderungen in der Nähe von Lilmoth und deutet auf übernatürliche Vorgänge in einer argonischen Ruinenstätte hin.

Inhaltsangabe

Der Verfasser berichtet von dem dringenden Wunsch, den Ort zu verlassen und notfalls heimlich ein Schiff aus Lilmoth zu besteigen. Anlass ist eine jüngste Tat ihres Anführers Peitschenschwanz, der sie zwang, eine Wand einzureißen. Dahinter befand sich ein Raum voller Leichen von Argoniern, deren Grabbeigaben geplündert werden mussten. Im Gegensatz zu früheren Grabräuberei empfand der Erzähler diesen Ort als zutiefst bedrohlich und war überzeugt, dort sterben zu müssen, falls er bliebe.

Kurz darauf beginnen Visionen und Wahrnehmungen, die zuvor nur einer angesprochenen Vertrauensperson zugeschrieben wurden. Der Verfasser sieht argonische Gestalten durch die Hallen wandeln und rituelle Opferhandlungen vollziehen. Die Opfer erscheinen dabei freiwillig und ohne Angst, und die Szenen verlaufen lautlos. Der Erzähler erkennt diese Erscheinungen als nicht körperlich, sondern als Echos oder Nachhall vergangener Ereignisse.

Peitschenschwanz wird als zunehmend fanatisch beschrieben. Er glaubt, an diesem Ort seien uralte, von Sithis gesegnete Waffen verborgen, und treibt die Gruppe zu weiteren Entweihungen an. Der Verfasser hält den gesamten Komplex für verflucht und plant gemeinsam mit dem Adressaten die Flucht. Als Treffpunkt wird ein Raum genannt, der für eine Person namens Kassandra eingerichtet wurde. Abschließend warnt der Verfasser eindringlich davor, dass Peitschenschwanz von der Schrift erfährt, da dieser sie töten würde, und fordert zur Vernichtung des Dokuments auf.

Analyse

Der Text ist geprägt von Angst, Schuld und zunehmender geistiger Zerrüttung. Die Grenze zwischen realen Beobachtungen und übernatürlicher Wahrnehmung bleibt bewusst unscharf. Ob es sich bei den Visionen um echte spirituelle Manifestationen oder um die psychische Reaktion auf Frevel und Schuld handelt, bleibt offen.

Auffällig ist die Darstellung argonischer Rituale nicht als grausam oder chaotisch, sondern als still, geordnet und freiwillig. Dies steht im Kontrast zur Perspektive des Eindringlings und verstärkt den Eindruck, dass der eigentliche Frevel nicht im Ritual selbst, sondern in dessen Störung liegt. Der Ort Xul-Thuxis erscheint weniger als Quelle aktiver Bosheit denn als Speicher von Erinnerung und Bedeutung.

Die Figur Peitschenschwanz verkörpert die Hybris der Schatzsucher, die heilige Stätten auf ihren materiellen Nutzen reduzieren. Die wiederholte Warnung vor Sithis-gesegneten Waffen legt nahe, dass religiöse Begriffe instrumentalisiert werden, ohne ihr tatsächliches Gewicht zu verstehen.

Insgesamt wirkt die Schrift wie ein letzter Versuch, sich von einem Ort zu lösen, der nicht nur körperlich, sondern auch geistig bindet. Der Appell, den Text nach dem Lesen zu verbrennen, unterstreicht seinen Charakter als gefährliches Wissen und verstärkt die Authentizität des Berichts. Der Kontext von Xul-Thuxis wird häufig als warnendes Beispiel für die Entweihung argonischer Stätten gelesen. Die Schrift dient Gelehrten ebenfalls als seltene Quelle zur Wirkung von Hist-Echoorten und zur spirituellen Dimension argonischer Begräbnisrituale aus der Perspektive eines Außenstehenden.