| Die Geschichte des Hauses Mornard Zur Schrift |
|---|
Diese Seite enthält den Text von Die Geschichte des Hauses Mornard (engl. History of House Mornard) aus The Elder Scrolls Online.
Inhalt
Eine vollständige und wahrheitsgetreue Zusammenfassung der Geschichte des Hauses Mornard, recherchiert von Dorothea Errard für das Haus Dufort und die Bibliotheken von Errard.
Fragt man ein Mitglied des Hauses Mornard nach seiner Familie und der Geschichte des Systren-Archipels, wird es einen freudig von der Reise seiner Familie über das Meer erzählen, vom grandiosen Aufstieg der Kaufmannsfamilie und ihrem Geschick bei der Verwaltung von Amenos, der gefährlichsten aller Inseln. Nicht erwähnt werden wird, dass ihr Haus einst über den Archipel herrschte, oder wie ihre Familie in Ungnade gefallen ist. Dies ist die vollständige Geschichte des Hauses Mornard.
Vor ihrer Ankunft auf den Systren kontrollierten die Mornards einen wertvollen Landstrich zwischen Wegesruh und Immerfort, der bekannt ist für seine reichhaltigen Vorkommen hochwertiger Metalle und Edelsteine. Schürfer der Mornards überquerten häufig den Bjoulsea, um auch die Erzvorkommen der Drachenschwanzberge zu fördern; eine niederträchtige Praxis, mit der sie sich in Hammerfall keine Freunde machten. Dennoch profitierten die Herrscher von Wegesruh von der Abmachung, und sie gingen kaum dagegen vor.
Als der akavirische Potentat 1Ä 2920 die Macht ergriff, verloren die Mornards keine Zeit, engere Beziehungen mit Cyrodiil zu knüpfen. Die Münzbarone der Mornard beglichen die Rechnungen von Reman in Hochfels, die sich auf Tausende Goldstücke an kaiserlichen Steuern beliefen. Obgleich viele Adelshäuser dies verachteten, sahen sie auch, welchen Nutzen engere Bande mit dem Kaiserreich brachten. Insbesondere Wegesruh duldete die Ränkespiele der Mornards und nutzte die Verbindungen der Familie mit Versidue-Shaies Regime, um sich wertvolle Handelsgeschäfte im gesamten westlichen Tamriel zu sichern. Als der akavirische Potentat anfing, abtrünnige Staaten und Territorien in Hochfels und darüber hinaus an sich zu reißen, stand die Familie Mornard bereit, um zu unterstützen und zu profitieren.
2Ä 110 verließ der größte Teil der Handelsfamilie Mornard das Festland, um Geschäfte auf dem Systren-Archipel ins Laufen zu bringen. Ein Patriarch der Familie wurde kurz darauf sogar berufen, als kaiserlicher Gouverneur zu dienen; diesen Posten erhielt er für den Ruf und die Gunst, die das Haus sich in Wegesruh und Cyrodiil erschlichen hatte. Fünfzehn Jahre später, als die Familie Dufort auf den Archipel kam, um Schiffe zu bauen, arbeiteten die beiden Handelsimperien gemeinsam am Aufbau der Inseln, die daraufhin erblühten. Im Laufe der Zeit erhielten beide Häuser Adelstitel; Haus Mornard bekam das Herzogtum, Haus Dufort eine Baronie.
Kaum dass Haus Mornard die Aufsicht über den Archipel anvertraut worden war, mehrten sie ihren eigenen Reichtum und ihre Macht um ein Tausendfaches. Der Herzog, der bereits Minen auf Amenos verwaltete, verlieh seinem Haus exklusive Bergbaurechte an der Insel und übernahm zudem die Kontrolle über die Gefängniseinrichtungen dort. Die Partnerschaft zwischen Mornard und Dufort wurde zu einer Rivalität, als Macht und Einfluss von Mornard wuchsen.
Die beiden wichtigen Häuser des Archipels kämpften Jahrhunderte um die Vorherrschaft, wobei Haus Mornard stets die Oberhand behielt aufgrund seiner engen Kontakte zum Festland und seiner wesentlichen Rolle in der Versorgungskette von Hochfels. Erst als Herzog Avrippe Mornard die Reaktion des Archipels auf die Knahaten-Grippe im Jahr 2Ä 562 verpfuschte, zeigte sich eine Schwachstelle in der Rüstung des Hauses. Er machte diesen Fehler wieder wett, indem er sich während des Machtkampfes zwischen Schornhelm und Wegesruh 2Ä 566 mit Ranser verbündete. Als Folge nahm Großkönig Emeric Avrippe und seinem Haus ihr Herzogtum, und er degradierte ihn zum Grafen. So bleiben der Familie nur noch ihre Bergbaugeschäfte, ihre Handelsrouten und ihre Verwaltung der Gefängnisinsel Amenos.
Heute leitet Graf Leonard Mornard die Hausangelegenheiten vom Anwesen in Vastyr auf der Insel Galen aus. Die Familie ist weiterhin reich und nach wie vor recht einflussreich, aber ihnen missfällt es, vom Haus Dufort regiert zu werden. Es ist gut möglich, dass die Mornards niemals ihre ehemalige Stellung auf den Systren zurückgewinnen, da Gräfin Elea gerecht und gut von Gonfalon aus regiert. Unter dem aufmerksamen Auge des Hauses Dufort haben alle Bewohner der Systren guten Grund, eine bessere Zukunft zu erwarten!