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Online:Ein Festmahl inmitten der Toten, Kapitel I

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Ein Festmahl inmitten der Toten, Kapitel I
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Diese Seite enthält den Text von Ein Festmahl inmitten der Toten, Kapitel I (engl. A Feast Among the Dead, Chapter I) aus The Elder Scrolls Online.

Inhalt

Von Severia Quasitto, renommierte Reisende

Meine Reisen durch das Heimatland der Dunmer führten mich auf einen umständlichen Weg, aber nachdem ich mir endlich einen Platz auf einem Handelsschiff nach Vos gesichert hatte, konnte ich schließlich doch nach Sadrith Mora reisen. Von dort ging es per Schlickschreiter über die Schmale See nach Ald Isra (eine Reise, die nur während der Flaute zwischen Sonnenhöhe und Herbstsaat möglich ist, da die Überfahrt sonst zu gefährlich ist), und abschließend begab ich mich als Teil einer Pilgerfahrt nach Nekrom.

Nekrom! Stadt der Toten ist paradoxerweise sowohl ein passender als auch ein voll und ganz unzutreffender Beiname. Zugegeben, zu bestimmten Stunden ähnelt die Stadt einem Mausoleum, so schweigend und voller nüchterner Einkehr. Die Atmosphäre zu diesen Stunden wiegt schwer auf der Seele und entlockt den Lungen ein trauerndes Stöhnen. Zu anderen Zeiten hingegen ist die Stadt erfüllt von hektischem Treiben. Dunkelelfen aller Häuser und Berufe sind hier gleichgestellt und ergreifen die Gelegenheit sich zu unterhalten, Handel zu treiben, sich zu erfreuen und zu schmausen. Hier legen ein Indoril und ein Redoraner die Hausbanner beiseite im Wissen, dass sie das Blut eines Ahnen teilen, der hier vor Generationen lebte. Gemeinsam ehren sie diesen Ahnen, auf dass er in Frieden ruhen möge.

Wie ich mir sehnlichst gewünscht hatte, konnte ich mir eine Einladung zu einer dieser Versammlungen an einem Grab ergattern. Mein Stockbettgefährte in der Pension (zwei pro Bett! Argh! Aber zum Glück sauber und frei von Flöhen …) war ein beleibter und lebensfroher Stoffhändler von irgendwo im Westen von Ebenherz, der in Nekrom einem entfernten und vor langer Zeit verstorbenem Verwandten huldigen wollte, ebenso wie mehrere Dutzende seiner Angehörigen. Zugegeben, meine Konzentration schwand, als er mir den Unterschied zwischen der Base dritten Grades seiner Urgroßtante und der Urgroßtante seiner Base dritten Grades erklärte.

Der Verstorbene, um den es bei dieser Familienversammlung ging, hatte einen Namen mit so vielen Hs und Ls, dass er schier unverständlich war. Er war einst ein höchst angesehener Koch gewesen, der beinahe 60 Jahre im Refektorium des Hohen Gotteshauses in Vivec gedient hatte. Vor rund 200 Jahren war er dann gestorben. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann bevorzugen es viele Ahnengeister, deutlich schneller die sterbliche Ebene zu verlassen. Allerdings war meinem Gastgeber sehr daran gelegen, mich darüber aufzuklären, dass der Verstorbene nicht bereit war, die sterbliche Ebene aufzugeben, bis er sich davon überzeugt hatte, dass einer seiner Nachkommen geeignet ist, sein kulinarisches Vermächtnis fortzuführen.

Ich war neugierig. Wer wäre das nicht? Und als die Nacht über der Stadt hereinbrach und die langen Schatten einen Schleier über die knochenweißen Steine legte, brachen wir auf zur Nekropole und zu den uralten Gewölben unter ihr.