| Fabel der Krähe Zur Schrift |
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Diese Seite enthält den Text von Fabel der Krähe (engl. Fable of the Crow) aus The Elder Scrolls Online.
Inhalt
Die Krähe liebte das Reden und das Reisen und funkelnde Dinge. Nur einer im Wald antwortete auf ihren Ruf und war ihrem Verstand gewachsen. Er war der Rabe, stattlich und einsam und weise dank seiner vielen Jahre.
Es dauerte nicht lange, bis sie ein Herz und eine Seele waren und gemeinsam ein großes Nest bauten. All die Magie des Waldes gehörte ihnen.
Die Krähe sammelte Glitzerkram, Geschenke ihrer Freunde in den Wäldern. Anfangs hatte der Rabe viele Fragen.
„Ich erkenne den Wert dieser Geschenke der Macht. Aber was ist mit diesen Geschenken des |c990000Geheimnisses|r?“
„Sie belohnen meine |c990000Neugier|r“, antwortete die Krähe.
„Und diese Geschenke der |c990000Treue|r?“
„Sie wurden mir gegeben, um mich zu |c990000schützen|r. Sie stärken unsere Freundschaft“, erklärte die Krähe.
„Das ist eine Menge unerwarteter |c990000Großzügigkeit|r“, stellte der Rabe fest.
„Meine Freunde sind |c990000mitfühlend|r. Es ist schön, Dinge zu teilen. Wie unser Nest! Hier ist mehr als genug Platz für uns und andere Dinge!“
Obschon der Rabe schnell das Interesse an derlei Kuriositäten verlor, sah er, dass sie die Krähe glücklich machten, und er beschwerte sich nicht, als sie diese Gaben unter ihrem großen Nest verstaute.
Eines Tages erzählte der Rabe der Krähe, dass er überlegte, ob er ihr Nest vielleicht eintauschen sollte. Die Krähe war bestürzt. Wofür in aller Welt wollte ihr Rabe denn bitte ihr Nest weggeben? Und an wen?
Er erzählte ihr, dass ein Fremder ihm dafür einen Stern angeboten habe. Seine Augen funkelten mit einer Sehnsucht, die sie noch nie gesehen hatte. Der Rabe erzählte von den wundersamen Dingen, die er mit einem solch funkelnden Geschenk anfangen könnte.
Hatte sich etwas in ihm verändert? Oder war er schon immer so gewesen? Die Krähe war sich nicht sicher. Und sie konnte ihn auch nicht aufhalten. Sobald das Geschäft des Raben seinen Anfang genommen hatte, gab es kein Zurück mehr.
Der Rabe wusste, dass er Unrecht getan hatte. Er bot an, der Krähe so gut er konnte beim Umzug ihres Lagers unter dem Nest zu helfen. Aber die Krähe lehnte ab. Wenn die Geschenke ihrer Freunde unvollständig wären, wenn man sie sehen würde oder wenn eines davon in die Hände des Fremden fallen würde, könnte dies in einer Katastrophe enden.
Also entschloss die Krähe sich, ihre Schätze versteckt und unter geheimer Bewachung zu lassen. Sie rupfte sich so viele Federn aus, dass man daraus beinahe eine zweite Krähe hätte machen können. Und ohne wirklich mitzubekommen, wie sie es anstellte, wurde Feder-Krähe nach ihrem Ebenbild geboren, ein Wesen, das ihren Freunden des Waldes nicht unähnlich war.
Die Krähe wies die Feder-Krähe an, sich inmitten der dunklen Blätter zu verstecken und ihre Geschenke zu bewachen. Die Krähe konnte ihr nicht versprechen, dass sie zurückkehren würde. Sie würde diesen Ort verlassen. Ihre Federn würden nachwachsen. Sie würde ein neues Nest bauen.
Aus diesem Nest würden Küken kommen, gefüttert mit Erzählungen vom großen Schatz der Krähe, von den Geschenken, die ihr ihre Freunde des Waldes gemacht hatten. Wo andere dunkle Blätter sähen, würden die Küken die Federn ihrer Mutter erkennen.
Aber Feder-Krähe stammte von Krähe. Soviel sie auch darüber redeten, andere in ihr Nest zu lassen, wusste Feder-Krähe doch, dass es leer bleiben würde.
„Dann lasst die Küken von andernorts kommen“, beschloss die Krähe. „Solange sie die Kraft haben, |c990000einen Schwur zu leisten|r, die Tugenden meiner Freunde im Wald zu verkörpern, werden ihre Geschenke und ihre Magie auch mit ihnen geteilt werden.“