Die Liturgie der Gebrechen | ElderScrollsPortal.de

Die Liturgie der Gebrechen

Version vom 15. Februar 2026, 15:16 Uhr von Deepfighter (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „{{Buchinfo |Name_Buch = Die Liturgie der Gebrechen |Bild_Buch = |Autor = Vexis Velruan |Art = Buch |Genre = Bekenntnisschrift |Buchtext = Die Liturgie der Gebrechen }} '''Die Liturgie der Gebrechen''' (engl. ''The Liturgy of Affliction'') ist eine autobiographische Bekenntnisschrift des Magiers Vexis Velruan, niedergeschrieben von Anias Gael. In drastischen Schilderungen beschreibt der Autor seinen Weg vom Tempelheiler zum selbs…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version ansehen (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Die Liturgie der Gebrechen
Zum Text
Autor Vexis Velruan
Art Buch
Genre Bekenntnisschrift

Die Liturgie der Gebrechen (engl. The Liturgy of Affliction) ist eine autobiographische Bekenntnisschrift des Magiers Vexis Velruan, niedergeschrieben von Anias Gael. In drastischen Schilderungen beschreibt der Autor seinen Weg vom Tempelheiler zum selbstverstümmelten Adepten der Zerstörungsmagie und verklärt Schmerz als Quelle höchster Erkenntnis.

Inhaltsangabe

Vexis Velruan schildert, wie er einst als vielversprechender Heiler im Dienst eines Tempels stand und versuchte, das sogenannte Rote Fieber mithilfe unkonventioneller magischer Methoden zu bekämpfen. Da seine Experimente als unethisch galten, wurde er aus dem Tempel verstoßen. In der Folge entwickelte er eine Technik, bei der er destruktive Elementarenergien durch seinen eigenen Körper leitete, um deren Wirkung zu verstärken und Infektionen zu vernichten.

Anfangs kombinierte er die Kräfte der Zerstörung mit Wiederherstellung, um die verursachten Schäden zu begrenzen. Mit wachsender Schmerztoleranz und wachsendem Machthunger steigerte er jedoch die Intensität der Energien, wodurch sein Körper zunehmend zerstört wurde: Verbrennungen, Verkohlungen, Erblindung, zerborstene Gliedmaßen und fortschreitende Verstümmelung sind die Folge. Trotz, oder gerade wegen, dieses Leidens betrachtet Velruan seinen Zustand als Offenbarung. Am Ende ist er nur noch ein verstümmelter Torso, der seine Worte diktieren lässt, und preist Schmerz als göttliches Geschenk sowie Sheogorath als Erleuchter.

Analyse

Das Werk dokumentiert Velruans experimentelle Anwendung von Zerstörung am eigenen Körper, mit dem Ziel, Krankheiten auszurotten und magische Kräfte zu steigern. Es endet in körperlicher Verstümmelung, geistiger Radikalisierung und einer fanatischen Verehrung Sheogoraths.

Der Text ist als subjektive Rechtfertigungsschrift konzipiert und zeichnet den inneren Verfall des Autors nach. Velruan beginnt als rationaler Forscher mit dem Ziel, Krankheit zu bekämpfen, entwickelt jedoch zunehmend eine suchtartige Fixierung auf Macht und Schmerz. Die Parallele zu Skooma-Abhängigkeit unterstreicht diese Selbstdiagnose, die er jedoch nicht als Warnung, sondern als Triumph deutet.

Zentral ist die Umwertung von Leid: Schmerz wird nicht mehr als Warnsignal oder Folge von Fehlverhalten verstanden, sondern als metaphysische Erkenntnisquelle. Diese radikale Perspektivverschiebung kulminiert in der Verehrung Sheogoraths, des Fürsten des Wahnsinns, was nahelegt, dass Velruans „Erleuchtung“ zugleich Ausdruck geistiger Zerrüttung ist. Der Text fungiert damit sowohl als abschreckendes Beispiel magischer Hybris als auch als Einblick in die extremen Ausprägungen arkaner Selbstexperimente.