| Über die Dwemer | |
|---|---|
| Autor | Thelwe Ghelein |
| Art | Buch |
| Genre | Abhandlung |
Über die Dwemer (engl. Dwemer Inquiries), mit dem Untertitel Ihre Architektur und ihre Zivilisation, ist eine dreibändige Abhandlung über die Baukunst und Gesellschaft der Dwemer. Der Gelehrte Thelwe Ghelein legt darin die Ergebnisse seiner achtzigjährigen Forschungen vor und entwickelt anhand von Ruinen und Schriftfragmenten Vermutungen über ihre Siedlungen, ihre Lebensweise und ihr Verschwinden.
Inhalt
Band I
Ghelein untersucht die regionalen Unterschiede dwemerischer Baukunst. Ausgehend vom Auszug des Rourken-Klans nach Hammerfall widerspricht er der Auffassung, die Dwemer Vvardenfells seien allein aufgrund ihrer zahlreich sichtbaren Ruinen besonders produktiv gewesen. Während dort bedeutende Räume nahe der Oberfläche liegen, befinden sich vergleichbare Anlagen auf dem Festland häufig wesentlich tiefer.
Als mögliche Ursachen nennt er unterschiedliche Bautraditionen und geologische Bedingungen. Darüber hinaus vermutet er, dass mehrere Klans nach 1Ä 420 eigene Siedlungen gründeten und ihre Städte zunehmend verbargen. Daraus leitet er die Möglichkeit bislang unentdeckter Anlagen und eines Fortbestehens einzelner Klans über das Verschwinden im Krieg am Roten Berg im Jahr 1Ä 700 hinaus ab.
Band II
Der zweite Band behandelt die gesellschaftliche Bedeutung von Wissenschaft und Architektur. Ghelein vermutet, dass angesehene Gelehrte bei den Dwemern eine Stellung einnahmen, die derjenigen von Priestern anderer Kulturen vergleichbar war. Ein Schriftfragment aus Irkngthand deutet er als Hinweis auf die Beförderung eines Dwemers namens Cuolec in ein öffentliches Amt, möglicherweise das eines Klangarchitekten. Die Bedeutung des Ausdrucks „Hoagen Kultorra“ bleibt ungeklärt; Ghelein hält die Bezeichnung eines Baustils für möglich.
Anschließend beschreibt er verschiedene Anlagen. Als Tiefe Versammlungsorte bezeichnet er große unterirdische Höhlen mit eingebauten oder freistehenden Strukturen, darunter die weitläufigen Anlagen von Bthardamz. Die kleineren Arcanex deutet er trotz ihrer magischen Fundstücke als Studierräume, möglicherweise zur Erforschung anderer Völker. Animokulotorien beschreibt er als Werkstätten zur Herstellung von Automaten. Deren noch tätige Wächter erschweren ihm jedoch die Untersuchung der Fertigungsmethoden.
Band III
Ghelein führt den Begriff Geogrenze für jene Tiefenschwelle ein, unterhalb der seiner Auffassung nach die eigentliche Dwemerstadt beginnt. Oberhalb davon verortet er vor allem Vorratsräume, mögliche Handelslager und Kasernen. Den unregelmäßigen Verlauf mancher Zugangstunnel erklärt er versuchsweise mit der Suche nach geeigneten Gesteinsschichten und Bauplätzen.
Besondere Aufmerksamkeit widmet er dem Ausdruck Fal’Zhardum Din, den er auf Tafelbruchstücken und verzierten Metallrahmen in den tiefsten Bereichen von Alftand, Irkngthand und Mzinchaleft gefunden hat. Seine vorläufige Übersetzung lautet „Gebiete des schwärzesten Königreichs“. Die Bedeutung und den Zusammenhang dieser Hinweise kann er nicht erklären. Die Abhandlung endet mit seinem Zweifel, ob er ein unmittelbar vor ihm liegendes Geheimnis der Dwemer noch erkennen werde.
Analyse
Gheleins wesentlicher Ansatz besteht darin, sichtbare Ruinen nicht mit dem tatsächlichen Umfang einer Siedlung gleichzusetzen. Die unterschiedliche Tiefe wichtiger Anlagen stellt für ihn verbreitete Urteile über die Größe und Bedeutung dwemerischer Niederlassungen infrage. Seine Einteilung der Räume und die von ihm vorgeschlagene Geogrenze sollen deren Aufbau verständlicher machen.
Dabei unterscheidet der Text vielfach zwischen Beobachtung und Vermutung. Die regionalen Bauunterschiede und wiederkehrenden Inschriften bilden die Grundlage seiner Untersuchung; die gezielte Verbergung ganzer Städte und das mögliche Fortleben einzelner Klans bleiben weiterführende Schlussfolgerungen. Auch seine Deutung der Arcanex und des Schriftfragments über Cuolec ist nicht abschließend gesichert.
Der Schluss verdeutlicht die Grenzen seiner Forschung. Trotz jahrzehntelanger Arbeit bleiben entscheidende Begriffe unverständlich, während beschädigte Überlieferungen, geplünderte Fundstätten und gefährliche Wächter den Erkenntnisgewinn erschweren. Ghelein präsentiert seine Abhandlung damit als Beitrag zu einer weiterhin offenen Untersuchung.