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Aicaanos Tagebuch

Aicaanos Tagebuch
Zum Text
Autor Aicaano
Art Buch
Genre Tagebuch

Aicaanos Tagebuch ist eine persönliche Aufzeichnung eines Mer namens Aicaano über die letzten friedlichen Tage und den gewaltsamen Untergang der Siedlung Dreckhack.

Inhalt

Aicaano beginnt sein Tagebuch in dem Bewusstsein, dass Dreckhack dem Untergang geweiht sein könnte. Obwohl der Ort von vielen als unbedeutend angesehen wird, beschreibt er ihn als Heimat, in der er Akzeptanz, Freundschaft und Ruhe gefunden hat, etwas, das ihm an „zivilisierteren“ Orten verwehrt geblieben war.

Aicaano schildert zwei Jahre des friedlichen Zusammenlebens in Dreckhack, geprägt von gegenseitigem Vertrauen und Gemeinschaft. Besonders hebt er hervor, dass er als Angehöriger eines fremden Volkes keinerlei Vorurteile erfahren habe. Diese Zeit beschreibt er als eine der glücklichsten seines langen Lebens. Eine Aussage, die den späteren Ereignissen besonderes Gewicht verleiht.

Der Wendepunkt beginnt mit dem Auftauchen eines unhöflichen und bedrohlichen Fremden, der ohne Erklärung Häuser und Ställe inspiziert. Ovidius, der örtliche Präfekt, stellt ihn zur Rede, erhält jedoch keine Antwort. Der Mann verschwindet Richtung Osten. Aicaano erkennt rückblickend, dass dies ein Vorzeichen war, und verflucht die damalige Zurückhaltung der Dorfbewohner.

Kurz darauf erscheint Vanier, ein schwer bewaffneter Krieger auf einem Kriegsross, der sich selbst zum Herrscher von Dreckhack erklärt. Er verkündet, dass seine Bande, die Schwarzdolche, bereitstehe, das Dorf auszulöschen, sollte man sich ihm widersetzen. Seine Forderungen sind eindeutig: totale Unterwerfung, Enteignung und Leibeigenschaft.

Der erste offene Widerstand endet brutal. Nerva, ein Dorfbewohner, wird vor aller Augen erschlagen, nicht im Kampf, sondern als Machtdemonstration. Dieser Mord markiert das endgültige Ende aller Illusionen.

Am Abend nach Nervas Tod versammelt sich das Dorf. Während einige kämpfen wollen, erkennt die Mehrheit die Aussichtslosigkeit. Die Entscheidung fällt, Dreckhack aufzugeben, um weiteres Blutvergießen zu verhindern. Ovidius jedoch weigert sich, sein Amt und seine Heimat zu verlassen. Er zieht sich in den Turm zurück, der verriegelt wird, und bleibt allein zurück.

Auf Vorschlag der schüchternen Iirenir zerstören die Bewohner alles, was sie nicht mitnehmen können, und ketten ihre Häuser zu, ein ein Akt stiller Verweigerung gegenüber dem künftigen Besatzer.

Im Morgengrauen verlässt der Dorfzug Dreckhack Richtung Süden. Aicaano bleibt nur noch kurz zurück, um sein Tagebuch zu vollenden. Er schließt mit der Hoffnung, dass Dreckhack eines Tages zurückerobert wird und seine Aufzeichnungen dann als Mahnung und Erinnerung an diese dunklen Tage dienen.

Bedeutung

Bereits zu Beginn schwingt Melancholie mit: Aicaano schreibt nicht aus Neugier oder Gelehrsamkeit, sondern aus Angst vor dem Verlust. Aicaanos Tagebuch hebt sich daher entsprechend von heroischen Chroniken und Schlachtenberichten ab, indem es die Perspektive der Zivilbevölkerung zeigt. Es verdeutlicht, wie leicht Frieden durch Gewalt zerbrechen kann und wie Entscheidungen aus Angst oder Vorsicht im Nachhinein als tragische Fehler erscheinen.