Auf der Suche nach dem Horn von Ja'darri | ElderScrollsPortal.de

Auf der Suche nach dem Horn von Ja'darri

Auf der Suche nach dem Horn von Ja'darri
Autor Hauptmann Oholin von der Drachengarde
Art Buch
Genre Militärbericht

Auf der Suche nach dem Horn von Ja'darri (engl. Searching for the Horn of Ja'darri) ist eine dreiteilige Schrift, die von Oholin verfasst wurde, einem Hauptmann der Drachengarde. Die Berichte dokumentieren den Versuch, durch die Wiedererlangung eines legendären Artefakts den untergegangenen Orden zu retten und seine Ehre wiederherzustellen.

Historischer Hintergrund

Nach dem politischen Zusammenbruch des zweiten Kaiserreichs und dem Versagen der Drachengarde, Kaiser Ream III zu schützen, wurde der Orden aufgelöst und in Ungnade gestürzt. Die verbliebenen Mitglieder zerstreuten sich, viele aus Scham oder Resignation. Hauptmann Oholin betrachtet das sagenumwobene Horn von Ja'darri als letzte Möglichkeit, den Orden zu einen und seine Legitimität wiederherzustellen.

Inhaltsangabe

Die Schrift besteht aus drei fortlaufenden Berichten, die sowohl eine geografische Suche nach einem verschollenen Drachenartefakt als auch den ideellen Zustand eines entehrten Ordens schildern. Sie verbindet Selbstanklage, Hoffnung auf Erlösung und den unbeugsamen Ehrenkodex der Drachengarde zu einem persönlichen wie historischen Zeugnis ihres Niedergangs.

Teil I

Oholin beschreibt den moralischen und strukturellen Verfall der Drachengarde und übernimmt ausdrücklich die Schuld am Scheitern des Ordens. Die Hoffnung keimt neu, als er von einem einzigartigen Artefakt erfährt: dem Horn von Ja'darri, einem Drachenhorn mit angeblich selbst erneuernder Magie. Dieses Relikt soll mächtig genug sein, um den Orden erneut hinter einer gemeinsamen Sache zu vereinen.

Zunächst vermutet Oholin das Artefakt im Windfegetempel, findet dort jedoch keine Spur. Daraufhin setzt er die Suche im Sturmkrallentempel fort.

Teil II

Durch das Studium alter Folianten erfährt Oholin, dass sich das Horn einst im Dunkelwassertempel südlich von Windhelm in Ostmarsch befand. Weitere Berichte schreiben dem Artefakt vollständige Unzerstörbarkeit zu – eine Eigenschaft, die unter Drachenhörnern einzigartig ist.

Oholin beginnt, die Herkunft des Horns zu hinterfragen. Weder Material noch Name lassen sich eindeutig einem bekannten Drachen zuordnen, was Zweifel an der bekannten Überlieferung aufwirft.

Teil III

Im Dunkelwassertempel angekommen, stellt Oholin fest, dass das Horn bereits vor langer Zeit gestohlen wurde. Die verbliebenen Hinweise deuten darauf hin, dass der Diebstahl von einem Drachen selbst begangen wurde.

Weitere Nachforschungen führen zur Identität des Täters: dem Drachen Vahlokzin, der in einem schlafenden Vulkan im südlichen Elsweyr hausen soll. Oholin beschließt, die Bestie zu jagen und das Horn zurückzuholen – nicht nur aus Pflicht, sondern als letzten Akt zur Wiederherstellung der Ehre der Drachengarde.

Der Text endet mit einem Schwur: Entweder wird der Orden durch die Drachenjagd erneuert, oder er wird im Versuch endgültig untergehen.

Quellenkritik und Einordnung

Die Schrift gewährt einen seltenen Einblick in die Selbstwahrnehmung der Drachengarde nach ihrem politischen Sturz. Sie zeigt, wie eng Ehre, Existenzberechtigung und Identität des Ordens mit dem Kampf gegen Drachen verbunden sind. Das Horn von Ja'darri fungiert dabei weniger als bloßes Artefakt, sondern als Symbol für Hoffnung, Zusammenhalt und verlorenen Ruhm.

Sie ist ist vollständig aus der Perspektive von Hauptmann Oholin verfasst und stellt somit eine stark subjektive Quelle dar. Seine Darstellung ist geprägt von Schuldgefühlen, Loyalität gegenüber der Drachengarde und dem festen Glauben an deren historische Bedeutung, was die Objektivität seiner Schlussfolgerungen einschränkt.

Insbesondere die Zuschreibung außergewöhnlicher Eigenschaften an das Horn von Ja'darri, etwa seine angebliche Unzerstörbarkeit oder selbstregenerierende Magie, beruht ausschließlich auf sekundären Berichten und Tempelaufzeichnungen, die Oholin selbst nicht verifizieren konnte. Konkrete Belege oder unabhängige Bestätigungen fehlen.

Auch die Identifikation des Drachen Vahlokzin als Dieb des Artefakts stützt sich auf Indizien und Schlussfolgerungen, nicht auf direkte Zeugenaussagen. Es bleibt unklar, ob das Horn tatsächlich von einem Drachen entwendet wurde oder ob alternative Erklärungen, etwa menschliche oder kultische Einflüsse, ausgeschlossen werden können.

Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass Oholin das Artefakt weniger als historisches Objekt denn als Symbol für die Wiedergeburt des Ordens betrachtet. Diese ideologische Aufladung könnte seine Interpretation der Quellen und seine Entschlossenheit zur Drachenjagd maßgeblich beeinflusst haben. Es zeigt letztlich das Selbstverständnis und die innere Krise der Drachengarde in der Spätphase ihrer Existenz.