| Bannen der Großen Schlange Zum Text | |
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| Autor | Unbekannt |
| Art | Überlieferung eines Klans |
| Genre | Religiöse Ursprungserzählung |
Bannen der Großen Schlange (engl. Sealing the Great Serpent) schildert die Überlieferung eines ungenannten Klans über die Entstehung und Bannung der Großen Schlange. Im Mittelpunkt stehen drei freiwillige Opfer, deren Andenken in den nach ihnen benannten Bannbrunnen bewahrt wird.
Inhaltsangabe
Die Seeschlange wird als Fluch beschrieben, den der Klan durch mangelnden Respekt vor dem Meer auf sich gezogen habe. Der Überlieferung zufolge entstand sie aus dem Blut eines prächtigen Schuppenfisches, dessen Bitte um Verschonung eine Ahnin des Klans missachtet hatte.
Beim ersten Angriff der Schlange leisten die Angehörigen erbitterten Widerstand, können die Kreatur jedoch trotz zahlreicher Toter nicht bezwingen. Die Kriegerin Elain fordert daraufhin, die Waffen niederzulegen. Ralos unterstützt sie und erklärt, dass nur Alte Magie, die Magie des Blutes, die Schlange überwinden könne.
Der als Prophet bekannte Valir berichtet von einem Traum: Drei mit Blut gefüllte Brunnen könnten die Schlange unter dem Meer in Ketten legen. Der Klan errichtet die Brunnen nach seiner Beschreibung. Elain, Ralos und Valir erklären sich bereit, ihr Leben für die Bannung zu opfern.
Die Brunnen erhalten ihre Namen und gelten fortan als Wächter und Beschützer der Gemeinschaft. Der Klan verteidigt sie gegen Eindringlinge, um die Rückkehr der Schlange und weitere Verwüstungen zu verhindern.
Analyse
Die Erzählung begründet sowohl die Pflicht zur Bewachung der Brunnen als auch das ehrende Gedenken an die drei Opfer. Der fortbestehende Bann verlangt dem Klan weiterhin Verantwortung ab; die Gefahr gilt als gebunden, nicht als vernichtet.
Dem vergeblichen Kampf vieler steht das freiwillige Opfer dreier gegenüber. Zugleich führt die Überlieferung die Bedrohung auf die Missachtung eines um Gnade bittenden Lebewesens zurück. Respekt vor dem Meer und die Bereitschaft, für die Gemeinschaft einzustehen, bilden damit die leitenden Werte der Schrift.