| Die Leidensklinge Zum Text | |
|---|---|
| Autor | Grüne-Giftzunge |
| Art | Buch |
| Genre | Persönliche Aufzeichnungen |
Die Leidensklinge (engl. The Blade of Woe) enthält persönliche Beobachtungen Grüne-Giftzunges über die Leidensklinge, ihre Herbeirufung und ihre Bedeutung für die Ausführung von Mordaufträgen. Die Aufzeichnungen verbinden die Begeisterung für die Waffe mit Fragen nach ihrer Natur und ihrer Beziehung zu Sithis.
Inhaltsangabe
Grüne-Giftzunge beschreibt die Erlaubnis eines Sprechers, die Leidensklinge zu führen, als einen der glücklichsten Augenblicke des eigenen Lebens. Zugleich bleibt unklar, wo sich die Waffe befindet, wenn sie nicht gebraucht wird. Die unter anderen Mitgliedern verbreitete Annahme, alle teilten eine einzige Klinge, wird angesichts ihrer stets zuverlässigen Herbeirufung hinterfragt.
Ein Versuch Taneks, die Klinge im selben Augenblick zu rufen und damit ihre Verfügbarkeit zu prüfen, scheitert. Die Begegnung endet dennoch mit einem gemeinsamen Doppelmord. Eine Sprecherin erklärt außerdem die Scheide der Waffe für heilig und verwehrt Grüne-Giftzunge deren Besitz.
Nach Auffassung des Verfassers gelangen die von der Klinge getöteten Seelen in die Leere. Dieselbe Wirkung schreibt Grüne-Giftzunge jedoch auch anderen Tötungsmitteln zu. Die Vorliebe für die Leidensklinge bleibt deshalb eine persönliche Entscheidung.
Abschließend wird Kor erwähnt, der seine Ziele offenbar lieber in längere Kämpfe verwickelt. Grüne-Giftzunge betrachtet diese abweichende Vorliebe nicht als Beleg mangelnder Befähigung.
Analyse
Die Aufzeichnungen geben vor allem die persönliche Verehrung der Waffe wieder. Ihre Herkunft und Funktionsweise werden nicht erklärt; die jederzeitige Verfügbarkeit und die mögliche gemeinsame Nutzung erscheinen als religiöse Mysterien.
Bemerkenswert ist die Unterscheidung zwischen persönlicher Vorliebe und notwendiger Vorgehensweise. Trotz der Begeisterung für die Leidensklinge erkennt Grüne-Giftzunge andere Mittel und Kors abweichenden Stil an. Die behauptete Wirkung auf die Seelen wird als Glaubensgewissheit vorgetragen, ohne innerhalb des Textes näher begründet zu werden.