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Ein ungewöhnlicher Hase

Ein ungewöhnlicher Hase
Zum Text
Autor Maveld Bärenzahn
Art Buch
Genre Jagdbericht

Ein ungewöhnlicher Hase (engl. An Unusual Hare) ist ein Bericht Maveld Bärenzahns über die Verfolgung eines von Hircine als Beute auserwählten Indrik während einer Großen Jagd. Die ungewöhnlichen Fähigkeiten des Tieres lassen Maveld zunehmend daran zweifeln, ob die Jagenden ihre Beute tatsächlich in die Enge treiben oder selbst verfolgt werden.

Inhalt

Maveld beschreibt den Indrik als klug, schnell und kaum aufzuspüren, räumt jedoch ein, keinerlei Erfahrung mit der Jagd auf diese Tiere zu haben. Eine Reise in ihre Heimat Sommersend kommt für Maveld nicht infrage, da die Altmer der als Segen empfundenen Lykanthropie vermutlich ablehnend gegenüberstehen.

Die Verfolgung gestaltet sich schwierig: Spuren enden an Klippen oder in Sackgassen, und die Witterung verschwindet unvermittelt. Zugleich entsteht bei Maveld der Eindruck, von der Beute beobachtet zu werden. Verbrannte Pflanzen und gefrorenes Wasser entlang der Fährte werden als Hinweise auf elementare Kräfte des Indrik gedeutet.

Obwohl die Jagdgesellschaft dem Tier schließlich näherzukommen scheint, bleibt offen, ob es tatsächlich ermüdet. Maveld beendet den Bericht mit der Frage, wer von ihnen eigentlich gejagt werde.

Analyse

Der „Hase“ des Titels bezeichnet die auserwählte Jagdbeute, die im Bericht ausdrücklich als Indrik beschrieben wird. Die vermeintlich klare Rollenverteilung zwischen Jagenden und Gejagtem gerät durch dessen Verhalten zunehmend ins Wanken.

Mavelds langjährige Jagderfahrung steht dabei der eingestandenen Unkenntnis über Indrik gegenüber. Die geschilderten Spuren begründen die Vorsicht, beweisen jedoch weder eine bewusste Täuschung durch das Tier noch eine Verfolgung der Jagdgesellschaft. Der offene Schluss bewahrt diese Unsicherheit.