| Logbuch von Druide Anwas Zum Text | |
|---|---|
| Autor | Anwas |
| Art | Buch |
| Genre | Tagebuch |
Logbuch von Druide Anwas (engl. Logbook of Druid Anwas) ist ein persönliches Tagebuch des Druiden Anwas über die Auswanderung seines Volkes unter König Kasorayn von Hochfels über das abekäische Meer. Die Aufzeichnungen schildern Hoffnung, religiösen Eifer und schließlich das Scheitern der Expedition nach der Entdeckung einer Dwemerruine.
Inhaltsangabe
Anwas beginnt sein Logbuch mit der Beschreibung des Aufbruchs einer druidischen Gemeinschaft, die unter der Führung von König Kasorayn ein neues Herrschaftsgebiet fern von äußeren Einflüssen gründen will. Die Moral ist zunächst hoch; tägliche Gebete zu Y’ffre begleiten die Reise. Vor der Abfahrt war der König zeitweise verschwunden und soll den Glenumbra-Wyrd besucht haben, angeblich um einen Segen zu erhalten.
Während der Überfahrt entwickelt Anwas eine enge Beziehung zu Betrys, einer Dienerin des Königs. Zugleich äußert er Misstrauen gegenüber dem Druiden Saer, der sich mit dunkleren Aspekten des Lebens und dessen Ende befasst. Nach mehreren Wochen wird das Schiff von den übrigen getrennt und strandet auf einer kleinen Insel. Dort entdecken sie einen Eingang dwemerischer Bauart. Trotz Bedenken öffnen sie die Tür und betreten ein labyrinthartiges, von arkaner Energie erfülltes Bauwerk.
Im Inneren verliert sich Saer in der Anlage und wird offenbar durch unbekannte Kräfte verwandelt, wobei er sein physisches Wesen einbüßt. Anwas und Betrys fliehen und verirren sich in den Gängen, während Saers Stimme sie verfolgt. Der letzte Eintrag bricht ab, während Anwas zwischen Angst, religiöser Deutung als Prüfung und Hoffnung auf Rettung schwankt.
Analyse
Das Logbuch ist als fortlaufender persönlicher Bericht konzipiert und zeichnet einen deutlichen Stimmungswandel nach: von Zuversicht und Loyalität gegenüber König und Glauben hin zu wachsender Unsicherheit und existenzieller Furcht. Die anfängliche Betonung von Gemeinschaft, religiöser Praxis und politischem Ziel verleiht der Expedition den Charakter einer idealistischen Auswanderung.
Mit der Begegnung der Dwemer-Ruine verschiebt sich der Ton ins Unheimliche. Die technische und arkane Fremdartigkeit der Dwemer steht im starken Kontrast zur naturverbundenen Spiritualität der Druiden. Saers Verwandlung fungiert als Kulminationspunkt dieser Konfrontation und symbolisiert die Gefahren ungebändigter Neugier oder abweichender Lehren innerhalb der Gemeinschaft.
Zugleich offenbart der Text Anwas’ subjektive Perspektive: Seine Loyalität gegenüber König Kasorayn, seine Zuneigung zu Betrys und sein Misstrauen gegenüber Saer beeinflussen die Darstellung der Ereignisse. Die religiöse Deutung des Geschehens als mögliche Prüfung durch Y’ffre verdeutlicht den Versuch, das Unbegreifliche in ein vertrautes Glaubenssystem einzuordnen. Der abrupte Abbruch des letzten Eintrags verstärkt die Tragik und lässt das Schicksal der Expedition offen, wodurch das Logbuch den Charakter eines unvollendeten Berichts über Scheitern und Verlorenheit erhält.