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Online:Über Valkynaz Nokvroz

Über Valkynaz Nokvroz
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Diese Seite enthält den Text von Über Valkynaz Nokvroz (engl. On Valkynaz Nokvroz) aus The Elder Scrolls Online.

Inhalt

An Galeria Hexos, Oberste Consigliere des Handelskonsortiums des Hauses Hexos

Von Fortis Scaeva, Einsatzleiter des Hauses Hexos

Nun, werte Schwester, das hätte besser laufen können.

Ich komme gerade von einer recht furchterregenden Unterhaltung mit einem sturen Dremora namens Valkynaz Nokvroz, dem obersten Befehlshaber von Hoffensbrand. Verzeiht; ich weiß, wie verwirrend Ihr die Dremora und ihre befremdlichen Gepflogenheiten nach wie vor findet. Nokvroz ist sein Name, Valkynaz sein Titel. Stellt Euch eine Mischung aus Fürst und General vor, das trifft es in etwa. Jedenfalls untersteht Nokvroz die mächtigste Festung in den Totenländern. Er ist einer von Mehrunes Dagons wichtigsten Dienern, und das weiß er.

Wie dem auch sei. Ihr erinnert Euch vielleicht daran, dass wir vor Kurzem Nachwuchshändler Falvior Stolin mit ein paar Leuten und einem Wagen nach Elendsspitze geschickt haben, damit er dort bösartige Zackenfaulwurzeln abholt, die die Einheimischen für uns sammeln. (Ihr wisst ja, welche horrenden Summen diese Pflanze bei den Telvanni-Magiern erzielt!) Falviors Trupp kehrte nicht zurück, also machte ich mich auf nach Elendsspitze, um nach dem Rechten zu sehen. Dort erfuhr ich, dass unsere Angestellten von einer Dremorastreife verhaftet wurden, kurz nachdem sie mit ihrer Ladung aufgebrochen waren. Man brachte sie nach Hoffensbrand. Nach ein paar Vereinbarungen mit unseren üblichen Partnern hatte ich einen Erlass für sicheres Geleit, mit dessen Hilfe ich über Falviors Freilassung verhandeln wollte.

Ich traf mich mit Nokvroz in der Audienzhalle der Zitadelle, von der sich ehrlich gesagt so mancher Thronsaal in Tamriel ein paar Scheiben abschneiden könnte. Der Valkynaz ist einen Kopf größer als jeder Dremora, den ich bis dato gesehen hatte, und er hat breite Schultern und rote Augen, die förmlich Funken sprühen vor Verachtung allem Niederen gegenüber. Viele der Kyn sind streng, ja sogar grausam, aber eine solche Bosheit habe ich erst selten gespürt. Trotz meines Erlasses für sicheres Geleit fragte ich mich, ob ich die Kammer wohl jemals lebend verlassen würde.

„Nun?“, meinte Nokvroz als Begrüßung. „Meine Untergebenen berichten mir, dass Ihr eine Art Kaufmann seid, der mit mir Geschäfte zu machen sucht. Mir fehlt die Geduld für Sterbliche und Kaufleute, also sprecht geschwind.“

Ich entschloss mich, auf die Höflichkeiten zu verzichten. „Ja, Valkynaz. Ich vertrete das Haus Hexos von Ferngrab. Eure Krieger haben einige unserer Mitarbeiter bei Elendsspitze festgenommen. Falvior Stolin und drei weitere. Ich bin hier, um ihre Freilassung zu erwirken.“

„Nein.“ Nokvroz strich sich über die schwarzen Hörner, die aus seinem Kinn wuchsen, aber er schien in keinster Weise amüsiert. „Sie sind, wo sie hingehören. Ich habe ihr Leben nur verschont, damit sie für Fürst Dagon schuften können.“

Aha, dachte ich mir. Ich hatte gehört, dass der Valkynaz neu in seinem Amt war (zumindest für Dremora-Verhältnisse); er hatte den Befehl über Hoffensbrand erhalten, nachdem sein Vorgänger auf mysteriöse Weise verschwunden war. Ich nahm an, er wollte ein paar neue Richtlinien für Bestechungen und Gebühren festlegen, die wir bezahlen müssen, um in seinem Gebiet tätig sein zu dürfen. „Sicherlich können wir für ihre Rückkehr etwas anbieten, was höheren Wert hat als vier gemeine Arbeiter“, meinte ich. „Für gewöhnlich“, fing ich an, aber Nokvroz unterbrach mich.

„Ich will nichts von Eurem sogenannten Haus.“

Das verblüffte mich dann doch. „Warum habt Ihr sie dann verhaftet?“

Nokvroz schaute mich böse an. „Es verletzte mein Empfinden, von Sterblichen zu hören, die straflos durch dieses Land zogen. So etwas werde ich nicht zulassen.“

„Das war bisher noch nie ein Problem gewesen!“, protestierte ich.

„Was bisher war, interessiert mich nicht“, erwiderte er. „Wenn Euch die Sterblichen wichtig sind, die Ihr beschäftigt, dann haltet sie von den Totenländern fern.“

„Was ist mit dem Orden der Erwachenden Flamme?“, fragte ich. „Eure Legionen gestatten ihnen Kommen und Gehen von und zu ihren verschiedenen Besitztürmern in den Totenländern.“

„Kommt mir nicht mit der Erwachenden Flamme!“, knurrte Nokvroz mich an, während er aufsprang; ich ging instinktiv drei Schritte zurück. „Es gefällt Fürst Dagon, für diese winselnden Sterblichen ein paar Krümel von seinem Tisch fallen zu lassen. Ich selbst habe keinerlei Verwendung für sie. Sobald mein Fürst es satthat, mit sterblichen Kulten zu spielen, werde ich sie nur zu gern aus den Totenländern tilgen. Genau wie ich Eure törichten Kaufleute getilgt habe. Oder empfindet Ihr meine Entscheidungen etwa als ungerecht?“

Mich beschlich das Gefühl, dass ich, sicheres Geleit hin oder her, sehr nahe daran war, dem armen Falvior in welch misslicher Lage er auch immer sein mochte Gesellschaft zu leisten. Ich sage mir gern, dass wir alles in unserer Macht Stehende tun, um Mitarbeitern zu helfen, die in eine solche Situation geraten, aber so lange auf den Valknyaz einzureden, bis er mich zu seinem neuesten Knecht macht, hätte niemandem genutzt. Mir am allerwenigsten.

„Natürlich nicht, Valkynaz“, antwortete ich vorsichtig. „Danke, dass Ihr Eure Einstellung zu dieser Sache deutlich macht. Ich werde dafür sorgen, dass Euch hier keiner unserer Leute mehr belästigt. Ihr gestattet?“

Nokvroz machte ein leises, angewidertes Geräusch und winkte mich wortlos weg.

Das ist also der Stand der Dinge. Angesichts der unkooperativen Einstellung des Valkynaz müssen wir unsere Tätigkeiten in den Totenländern wohl anpassen. Bis wir herausfinden, welche lokalen Befehlshaber man zum Wegschauen bewegen kann, sollten wir besser Zwischenhändler und unabhängige Agenten nutzen. Und leider werden wir wohl die üblichen Zahlungen an die Angehörigen von Falvior Stolin und seiner Leute entrichten müssen.

Ich glaube nicht, dass wir sie wiedersehen werden.