| Über Voriplasmen Zur Schrift | |||
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| Fundort | Bücherregale in Trübmoor | ||
| Sammlung | Rund um Trübmoor | ||
Diese Seite enthält den Text von Über Voriplasmen (engl. On Voriplasms) aus The Elder Scrolls Online.
Inhalt
Eine Abhandlung über die Schlickwesen des Sumpfes von Concordia Mercius von Cyrodiilische Sammlungen.
Bisher habe ich noch keines dieser exotischen Schlickwesen persönlich erlebt, aber ich weiß aus verlässlicher Quelle, dass Voriplasmen, diese bewegungsfähigen Pfützen aus Schleim und Schlick, eine recht außergewöhnliche Sache sind! Nach umfangreicher Forschung und zahlreichen Gesprächen mit den Bewohnern von Trübmoor, unter ihnen sogar ein Mitglied unserer Gesellschaft, Jee-Lar, präsentiere ich hier meine Ergebnisse zum Thema Voriplasmen.
Das Wesen des Voriplasma bleibt nach wie vor ein Mysterium. Wenn man einem Voriplasma in freier Wildbahn begegnet, ob nun in einem seichten Sumpfgebiet oder auf einem grasbewachsenen Flussbett, erscheint es als gewöhnliche Pfütze zähflüssigen grünen Schleims. Bei genauerer Betrachtung erkennt man jedoch, dass der Schleim sich nicht ausbreitet und versickert wie eine Pfütze. Stattdessen hält er seine amorphe Gestalt und wabert auf höchst beunruhigende Art und Weise. Diese erstaunlichen Schlickhaufen verfügen weder über einen Sinnesapparat noch über innere Organe jeglicher Art, was sie jedoch nicht davon abhält, enorme Fähigkeiten in den Bereichen Bewegung, Jagen und Verzehren aufzuweisen. Tatsächlich behauptet Jee-Lar, ein Voriplasma gesehen zu haben, das einen Bantamguar in mehr als zwanzig Schritt Entfernung bemerkte und mit atemberaubender Geschwindigkeit auf seine arme Beute zurutschte, die es umschlang, bevor sie auch nur wusste, dass sie in Gefahr war. Innerhalb weniger Augenblicke hatte das Schlickwesen den Bantamguar verschlungen; es spie die Knochen aus, bevor es zurück in den Teich rutschte, in dem es sich vorher gesonnt hatte.
Das, was ich den wenigen wissenschaftlichen Büchern zum Thema entnehmen konnte, weist darauf hin, dass Voriplasmen offenbar über eine rudimentäre Intelligenz verfügen. Ganz bestimmt sind sie in der Lage, Beute zu erkennen, Gefahren aus dem Weg zu gehen und vor stärkeren Gegnern zu fliehen, genau wie die meisten Raubtiere. Sie bilden Gruppen und jagen oft im Rudel, hin und wieder aber auch allein. Wie sie miteinander kommunizieren, bleibt ein Rätsel, genau wie die Methoden, die sie nutzen, um mit der Welt um sich herum zu interagieren. Keiner der Versuche, die Kreatur zu sezieren, war bisher von Erfolg gekrönt, oder zumindest wurde mir das gesagt.
Ein Gelehrter auf diesem Feld, Exerius Talos von der Universität von Gwylim, ist der Ansicht, dass Voriplasmen sich vermehren, indem sie auf eine bestimmte Größe anwachsen und sich dann teilen, um neue Voriplasmen zu bilden. Das scheint mir eine effektive, wenn auch ein wenig einsame Methode der Fortpflanzung zu sein, aber für bewegungsfähige Schleimhaufen erscheint das durchaus logisch.
Eine glaubwürdigere Theorie verweist auf eine augenscheinlich verwandte Kreatur, die angeblich die Wildnis von Trübmoor durchstreift, eine Kreatur, die voriplasmische Leiche genannt wird. Anstatt die Knochen seiner Beute auszuscheiden, nachdem das Voriplasma ihr Fleisch verzehrt hat, behält das Schlickwesen das Skelett in sich, und es hält sich daran fest wie eine neue Haut. Wenn man ihnen in freier Wildbahn begegnet, sehen sie aus wie zaundürre Leichen, denen das Fleisch von den Knochen geschmolzen und durch voriplasmischen Schleim ersetzt wurde. Dass die voriplasmischen Leichen sich bewegen können, hat trotz ihres Namens nichts mit Nekromantie oder anderen übernatürlichen Dingen zu tun. Wie eine Schnecke in einer fremden Schale nutzt ein Voriplasma ein erbeutetes Skelett, um dem Schlick Gestalt und mehr Tonus zu verleihen. Zumindest ist das meine aktuelle Theorie. Ich hoffe, mein Wissen noch zu mehren und diesen Band zu aktualisieren, wenn ich endlich an einer Expedition von Cyrodiilische Sammlungen ins Herz von Trübmoor teilnehmen durfte.