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Online:Der Ärgerliche Alfiq: Eine Sammlung

Der Ärgerliche Alfiq: Eine Sammlung
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Diese Seite enthält den Text von Der Ärgerliche Alfiq: Eine Sammlung (engl. The Angry Alfiq: A Collection) aus The Elder Scrolls Online.

Inhalt

Niedergeschrieben von Tiburr, Aufzeichnungsbewahrer der Magiergilde von Krempen

[Anmerkung des Verfassers: Die Erzählungen vom Ärgerlichen Alfiq haben eine lange Tradition in den Geschichten der Khajiit. Niemand weiß genau, wie viele es insgesamt gibt, da stets neue entstehen. Abgesehen vom Protagonisten haben diese Geschichten ihre Kürze gemeinsam, das Non sequitur und das humorvolle Ende.

Sehr zum Verblüffen bestimmter Personen sollen diese Geschichten anders als viele Volkserzählungen keine Moral oder kulturellen Werte lehren. Die Abenteuer des Ärgerlichen Alfiq sind vielmehr mit ausschweifenden Witzen zu vergleichen. Gebt Euch also der khajiitischen Tradition hin, spitzt Eure Ohren und freut Euch auf den Lacher, während ich Euch einige der beliebtesten Geschichten vom Ärgerlichen Alfiq präsentiere.]

  • * *

Der Ärgerliche Alfiq und die Senche

Eines Tages traf der Ärgerliche Alfiq eine sehr hübsche Senche. Sie war schöner als jede Khajiit jedes Fellstands, die er je gesehen hatte. In diesem Augenblick wurde ihm klar, dass er alles tun würde, um ihre Zuneigung zu gewinnen.

„Ihr seid zu kleinlaut“, lachte seine Suthay-Base. „Wie wollt Ihr um sie werben?“

„Ihr seid zu schwach!“, lachte seine Cathay-Schwester. „Sie wird Euch vernichten!“

„Ihr seid zu klein“, lachte sein Pahmar-Bruder. „Wie wollt Ihr sie erreichen?“

Aber der Ärgerliche Alfiq war fest entschlossen, die Liebe der Senche zu gewinnen. Er trainierte Tag und Nacht und wurde stark. Er las zahlreiche Bücher über Romantik und Zuneigung. Er kaufte vier Stiefel, allesamt mit sehr dicken Sohlen. Als er diese Vorbereitungen abgeschlossen hatte, zog er los, das Herz seiner Angebeteten zu erobern.

Am nächsten Morgen kehrte er zurück mit gebrochenem Herzen und gebrochener Hüfte.

  • * *

Der Ärgerliche Alfiq und die Laute

Eines Tages traf der Ärgerliche Alfiq eine reisende Bardin. Sie spielte und sang schöner als jeder Barde, den er je gesehen hatte. In diesem Augenblick wurde ihm klar, dass er alles tun würde, um an ihrer Seite musizieren zu dürfen.

„Ihr könntet das Tamburin spielen“, sagte die Bardin. „Schüttelt es einfach mit Eurem Mund!“

Aber der Ärgerliche Alfiq wollte nicht das Tamburin spielen.

„Ihr könntet die Trommel schlagen“, sagte die Bardin. „Klopft einfach mit Eurer Pfote darauf!“

Aber der Ärgerliche Alfiq wollte nicht die Trommel schlagen.

„Nun, was könntet Ihr denn mit Eurem Körper noch für ein Instrument spielen?“, fragte die Bardin.

Der Ärgerliche Alfiq meinte, er würde zu gerne die Laute spielen, denn diese sei das eleganteste und wohlklingendste Instrument von allen.

Die Bardin lachte nur. Sie konnte sich nicht vorstellen, wie so kleine und tollpatschige Pfoten die Laute spielen sollten. Das war unmöglich, schier unmöglich!

Aber je mehr sie lachte, desto entschlossener wurde der Ärgerliche Alfiq. Er würde ihr das Gegenteil beweisen! Er forderte die Bardin auf, ihm ihre eigene Laute zu geben, damit er es ausprobieren könne. Mit einem amüsierten Lächeln kam sie seiner Bitte nach.

Der Ärgerliche Alfiq grinste und fuhr eine seiner scharfen Krallen aus. Mit einer schnellen Bewegung schlug er alle Saiten an, wobei er jede einzelne durchtrennte.

Und so lief der Ärgerliche Alfiq außer sich vor Lachen die Straße hinunter, die wütende Bardin ihm dicht auf den Fersen.

  • * *

Der Ärgerliche Alfiq und der Bart

Eines Tages sah der Ärgerliche Alfiq den größten, buschigsten Bart, den er je gesehen hatte. Er war dicht und schwarz und ging dem Khajiit, der ihn trug, bis hinunter zum Bauch. In diesem Augenblick wurde ihm klar, dass er alles tun würde, um einen solch prächtigen Bart zu haben.

Aber so sehr er sich auch mühte, es gelang dem Ärgerlichen Alfiq einfach nicht, mehr als den Flaum zu kultivieren, der sein Kinn bereits schmückte. Er probierte viele Wundermittel und sogar Zauber aus, aber nichts funktionierte.

„Das hier wird helfen“, sagte seine Suthay-Base. „Aber Ihr müsst Gold dafür bezahlen, auch wenn Ihr zur Familie gehört.“

Der Ärgerliche Alfiq erklärte sich einverstanden, und seine Suthay-Base machte sich an die Arbeit. Die Base rührte Teer an und klebte damit Feder um Feder an das Kinn des Ärgerlichen Alfiq. Als sie damit fertig war, zog sie einen Spiegel aus ihrem Gepäck.

Der Ärgerliche Alfiq fauchte wütend und kratzte seiner Suthay-Base mit seinen scharfen Krallen über die empfindliche Nase. Sie weinte und weinte, und er nahm zusätzlich zu seinem Gold all das ihre, bevor er ihr Haus wütend verließ.

„Das hier wird helfen“, sagte seine Cathay-Schwester. „Aber Ihr müsst trotzdem dafür bezahlen, auch wenn wir Geschwister sind.“

Erneut erklärte sich der Ärgerliche Alfiq einverstanden. Seine Schwester nutzte Honig, um ihm Baumwolle Bausch um Bausch ans Kinn zu kleben. Als sie endlich fertig war, hob sie ihn hoch, damit er in ihren Wandspiegel schauen konnte.

Der Ärgerliche Alfiq heulte zornig auf und kratzte seiner Cathay-Schwester mit seinen scharfen Krallen über die Hand. Sie weinte und weinte, und er nahm zusätzlich zu seinem Gold all das ihre, bevor er ihr Zimmer wütend verließ.

„Ich helfe Euch!“, sagte sein Pahmar-Bruder. „Aber wenn ich es schaffe, müsst Ihr mir all Euer Gold geben, das Ihr jetzt habt.“

Zögernd erklärte sich der Ärgerliche Alfiq einverstanden. Und so ging sein Pahmar-Bruder zu dem bärtigen Fremden, den er bewusstlos schlug. Nun konnte er ihm mit flinker Hand alle Haare vom Kinn schneiden. Mit breitem Grinsen präsentierte er dem Ärgerlichen Alfiq diese Haarpracht.

Der Ärgerliche Alfiq knurrte wie wild, aber dennoch gab er ihm all sein Gold, denn schließlich hatte sein Pahmar-Bruder ihm einen mächtig feinen Bart geschenkt.