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Online:Die Macht des Roten Berges

Die Macht des Roten Berges
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Diese Seite enthält den Text von Die Macht des Roten Berges (engl. Red Mountain's Might) aus The Elder Scrolls Online.

Inhalt

Von Anrunn Frostbucht

Der Rote Berg grummelt wie ein wütender Riese. Von seinen Hängen tropft das Rot eines Kriegers; er ist eine geifernde Bestie, die sich bereitmacht, ihr Opfer zu töten. Ich träume von seinem Ausbruch, von Aschewolken und Flammensäulen. Ich erwache immer gebadet in kalten Schweiß.

Meine dunkelelfischen Begleiter lächeln überheblich, wenn ich davon spreche. Sie reden von der Macht ihres großen Gottes Vivec, von seiner Kraft und seinem Ruhm und seiner Magie. Ich kenne Magie, und ich weiß, wo sie endet. Ich kenne ihre Grenzen. Wo liegen die Grenzen ihres Götzen? Ich habe Angst davor, es herauszufinden.

Gerüchte umwehen den Berg wie die Asche im Wind. Legenden. Mythen. Aber ich bin durch Himmelsrand gewandert, wo einst die Drachen herrschten. Mir ist die Macht von Mythen und der Wahrheit hinter ihnen nicht unbekannt. Mir ist die Macht der wahren Götter nicht unbekannt.

Wenn ich das Herz von Shor (oder Lorkhan, wie die Dunkelelfen ihn nennen) erwähne, lachen sie mich aus. Da sie ihren Gott sehen, sein Nachbar sind, fühlen sich die Bewohner von Vvardenfell überlegen. Aber was ist das für ein Glaube an etwas, das man sehen kann? Glaube gebührt nicht den Elementen der Welt, die man beweisen kann, sondern denen, die man nur in seinem Innersten spürt.

Dennoch erzählen sie mir, was sie wissen. Von gierigen Dunkelelfenherzen, die das Herz fanden, und die es zu ihren eigenen Zwecken nutzten. Ein magischer Stein, sagen manche, nichts weiter. Wozu es benutzt wurde, weiß ich nicht, oder ob es noch existiert. So ist es eben mit der Legende eines wahren Gottes, der mehr ist als bloßes sterbliches Fleisch.

Manche sagen, dass das Herz noch immer unter diesem großen Roten Turm liegt, aber meine dunkelelfischen Begleiter bleiben zu diesem Thema ungewöhnlich schweigsam. Ich höre Geschichten von Schatzjägern, die sich tief in die dunklen Gänge wagen, von den Schreien, die nie an die Oberfläche dringen.

Ich weiß in meinem Herzen, dass der große Rote Berg nie bezwungen werden wird, dass er seinen Schatz nie preisgeben wird. Nicht bevor sich eine wahre Macht des Guten zeigt und ihn für sich beansprucht. Oder vielleicht eine wahre Macht des Bösen.