| Druidische Fabeln: Der Faunenfürst Zur Schrift |
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Diese Seite enthält den Text von Druidische Fabeln: Der Faunenfürst (engl. Druid Fables: The Faun Lord) aus The Elder Scrolls Online.
Inhalt
Nach den Erzählungen von Erzdruide Ilyes.
Es war einmal ein großer Faunfürst, der über einen gewaltigen Wald herrschte. Er war der größte und stärkste der Faune, und niemand wagte es, ihn herauszufordern. Er prahlte jedem gegenüber, der es hören wollte, wie unglaublich mächtig er doch ist. Die Hasen fürchteten ihn. Die Füchse versteckten sich im Schatten, wenn er durch ihre Haine stapfte. Sogar die Vögel verließen ihre Bäume, sobald sie ihn kommen sahen.
Eines Tages versammelte Faunfürst alle Tiere bei der Klippe unter dem hohen und nebelverhangenen Berg. Seine Stimme donnerte über die Menge.
„Ich bin das stärkste Geschöpf dieses Waldes“, tat Faunfürst laut kund. „Es gibt niemanden, der es mit mir aufnehmen kann.“
Alle Tiere nickten zustimmend.
„Ich werde auf ewig über diesen Wald herrschen“, fuhr Faunfürst fort.
Eine andere Stimme unterbrach ihn. „Ich bin ebenfalls mächtig!“
Faunfürst drehte sich um und sah eine kleine Schmetterlingsdame heranfliegen. Schmetterling schlug hartnäckig mit den Flügeln.
Faunfürst schnaubte verächtlich und winkte ab.
„Ihr seid das am wenigsten mächtige Ding in diesem Wald. Verschwindet“, sagte er.
„Das ist nicht wahr!“, beharrte Schmetterling, „Ich könnte Euch hier und jetzt bezwingen!“
Einige der Tiere lachten. Andere waren schockiert ob dieser Anmaßung. Faunfürst fletschte die Zähne. Er scharrte mit den Hufen und wandte sich Schmetterling zu.
„Los, versucht es ruhig! Ich werde Euch zerquetschen!“, brüllte er.
Die anderen schauten mit Grauen zu, als Schmetterling sich Faunfürst näherte. Faunfürst wollte sie packen, aber Schmetterling war zu schnell. Sie schlug mit den Flügeln und näherte sich immer mehr dem Rand der Klippe. Faunfürst verfolgte sie, links und rechts schnellten seine Hände nach vorn, als er versuchte, sie aus der Luft zu greifen.
Jedes Mal entkam Schmetterling seinen Klauen nur knapp. Sie flitzte grazil durch die Brise und wirbelte Faunfürst wild herum. Er knurrte frustriert.
„Ihr bezwingt mich nicht“, sagte er, „Ihr raubt mir nur den Nerv! Ewig haltet Ihr das nicht durch! Stellt Euch mir, Insekt!“
Also flog Schmetterling noch näher an ihn heran und landete auf seiner Nase.
Faunfürst blinzelte überrascht. Diese Wende der Ereignisse verblüffte ihn so sehr, dass er keine Zeit hatte zu reagieren. Er atmete tief ein und ließ einen mächtigen Nieser los, der so stark war, dass er ihn direkt über den Rand der Klippe schleuderte!
Schmetterling flatterte unversehrt von dannen, während Faunfürst die Klippe hinunter verschwand. Die Tiere jubelten.
Die Natur ist niemals vorhersehbar. Selbst das kleinste Lebewesen kann einen Riesen zu Fall bringen. Winzige Funken können ein Lauffeuer entfachen. Nichts in Y'ffres Domäne sollte je unterschätzt werden, und wer stark ist, darf nie überheblich sein.