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Online:Eine abgekürzte Geschichte von Skingrad

Eine abgekürzte Geschichte von Skingrad
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Diese Seite enthält den Text von Eine abgekürzte Geschichte von Skingrad (engl. An Abbreviated History of Skingrad) aus The Elder Scrolls Online.

Inhalt

Von Antonious Civello, Druckerei der Universität von Gwylim

Skingrad, das Juwel des alten Colovia, ist eine der ältesten dauerhaften Siedlungen der Westauen; Hinweise auf Besiedelung gehen zurück bis zu Elfensiedlungen des Methischen Zeitalters. Die Stadt, die sich über mehrere Felsvorsprünge erstreckt, die durch Brücken miteinander verbunden sind, ist äußerst gut zu verteidigen und im Lauf ihrer Geschichte gewachsen und geschrumpft. Dennoch war die Stadt über die Jahre immer ein Zentrum der Kreativität, der Kulinarik und der Kultur. Das gemäßigte Klima und der fruchtbare Boden sind perfekt für Trauben und Tomaten geeignet und der Käse der Gegend ist auf dem gesamten Kontinent bekannt.

Skingrad war zweifelsohne ursprünglich eine ayleïdische Siedlung, obgleich dies bisher durch keine schriftlichen Aufzeichnungen belegt ist. Bei Ausgrabungsarbeiten werden häufig verschüttete Fundamente, unterirdische Gänge und Mosaikböden freigelegt, die lange das Licht nicht sahen und allesamt im Stil der Hochelfen gehalten sind. Menschen waren ebenfalls vor Ort, wie einfachere Behausungen und Schnitzereien belegen. Vermutlich handelte es sich hierbei um Nedier. Zeit verging.

Nach dem alessianischen Aufstand der Nedier und der langsam voranschreitenden Diaspora der Elfen ging Skingrad in die Hände menschlicher Herrscher über. Während dieser Zeit wurde Skingrad zu einem der vielen kleinen Königreiche, die dem Weißgoldturm die Treue schworen, jedoch unabhängig blieben. Mit den Städten Anwil, Chorrol und Kvatch formten sie den Kern der colovianischen Anwesen, der dem Einfluss des aufstrebenden alessianischen Ordens größtenteils widerstand.

Die Lage spitzte sich zu, als die Königsfamilie von Skingrad beinahe vollständig von der Seuche ausgelöscht wurde und das älteste überlebende Mitglied, Dorald Larich, ein alessianischer Priester, das Königreich an das Erste Kaiserreich abtrat. Ein weiterer überlebender Prinz, Rislav Larich von Kvatch, führte eine Streitmacht gegen die Stadt. König Dorald wurde gestürzt und getötet. Kaiser Gorius entsandte eine Armee nach Skingrad, aber diese Streitmacht wurde von Rislavs Armee aufgerieben, der die Unterstützung seines Schwiegervaters genoss, des Königs Justinius von Kvatch. Die Niederlage der so mächtigen kaiserlichen Truppen ermutigte andere Stadtstaaten zur Rebellion und Colovia sowie die anderen westlichen Teile des Kaiserreichs zersplitterten in kleinere Königreiche, die mal miteinander verbündet waren und mal im Krieg zueinander standen.

Skingrad behielt seine Rolle als unabhängiger Staat über Jahrhunderte, wurde jedoch Teil von Remans Kaiserreich, als die Menschen Tamriels sich zusammenschlossen, um die erste Invasion der Akaviri abzuwehren. Zur Zeit der Remaner rückte Skingrad enger an Cyrodiil heran. Der vierte Reman-Kaiser, Brazollus Dor, unterhielt in der Nähe einen Landsitz und verbrachte einen Großteil seiner Herrschaft mit Festen und anderen Ausschweifungen, während sein Potentat das Kaiserreich führte. Während dieser Ära wurde die Stadt ein kultureller Mittelpunkt, unterstützt von den edlen Weingütern, die um sie herum entstanden waren. Kaiser Dor verstarb angeblich auf seinem Anwesen, nachdem er an einer besonders intensiven Reihe von Ausschweifungen teilgenommen hatte.

Skingrad wurde für Herzog Varen Aquilarios bei seinem Unterfangen, den letzten Langhauskaiser Leovic zu stürzen, zum Verbündeten. Mit Varens Krönung schloss sich Skingrad dem Kaiserreich als Vasallenstaat wieder an und schwor dem Rubinthron die Treue.

Heute gehört Skingrad offiziell zum Kaiserreich, aber die Stadt ist im Krieg der Drei Banner keiner der Allianzen verpflichtet. Man beharrt aggressiv auf seiner Neutralität und unterhält zum Schutz seiner Grenzen mehrere Kohorten der kaiserlichen Legion. Diese aggressive Neutralität konnte jedoch den aktuellen Grafen Calantius nicht davon abhalten, seine Truppen in einen unüberlegten Angriff auf Schnittermark zu führen. Dennoch konnten diese Aktionen den kultivierten, unabhängigen Geist des Volkes von Skingrad nicht trüben. So bleibt es das Juwel der Westauen.