| Poesiekollektiv der Uhrwerk-Apostel Zur Schrift |
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Diese Seite enthält den Text von Poesiekollektiv der Uhrwerk-Apostel (engl. Clockwork Apostle Poetry Collective) aus The Elder Scrolls Online.
Inhalt
Vorwort von Lektorin Trivura
Als fortlaufendes Experiment zur Stärkung der akademischen Integrität unserer jüngeren Apostel wurde eine Initiative zum abstrakten Konzept des „kreativen Denkens“ ins Leben gerufen. Da alle berechenbaren Ergebnisse weiterhin unschlüssig sind, wurde das Projekt nach einer sechswöchigen Probephase als gescheitert betrachtet. Hier eine Auswahl der Gedichte, die im Zug dieser Initiative entstanden sind und für künftige Analysen gesammelt wurden.
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Eine Ode an ein Faktotum
Deine funkelnde Einheit ganz aus Messing
Deine mannigfaltigen Funktionen
Alles in perfekter Regulierung
Und das wirst immer du betonen.
Du reinigst unsere Straßen, verkaufst unsere Waren
Verwaltest unsere Registratur, unsere Toten
Du kochst unser Essen und führst unsere Banken
Was wird uns nicht alles von dir geboten!
Aber wo wurdest du erschaffen
Vom allwissenden Fürsten Seht?
Warum können wir nicht dorthin?
Gibt es jemanden, der das versteht?
Doch wir Apostel kennen die Wahrheit
Furchtloser Geist wird geboren durch Stille
Geheimnisse sind geschaffen, gelöst zu werden
Ich löse die deinen; dies ist mein Wille!
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Die falschen Zahlen
Ich weiß, in einer Woche
Werden die Marktpreise steigen
Ich weiß, wo es die besten Waren gibt;
Soll ich es Euch zeigen?
Mein Kopf ist voller Zahlen
Doch sind sie falsch allesamt
Es sind Preise, Leute, Transaktionen
Am falschen Ort, verdammt.
Ich sollte an die Zahlen denken
Die erzählen von Sequenz und Ordnung
Aber sie wollen nie lang bleiben
Und hinterlassen nur Verwirrung!
Ich möchte ein Apostel sein
Meine Familie soll stolz auf mich sein
Aber all diese falschen Zahlen
Sie lassen mich nie allein
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Ein klitschnasses Bett
Modrige Laken auf einem klitschnassen Bett
Sie riechen nach Schimmel und Öl
Meine Schwester hustet die ganze Nacht
Ich kann ihr nicht helfen, ich bin nutzlos
Ich war schon immer nur nutzlos.
Eines Tages sammelt sich Magie in meinen Händen
Warm und hell und voller Hoffnung
Und jeden Tag studiere ich die Maschinen
Ihre Ritzel und Zahnräder und Teile
Ich sauge ihre Geheimnisse in mich auf.
Endlich bemerkt man mich, endlich bin ich frei
Ich trete in eine Welt über mir
Ich studiere und höre zu, tue, was man mir sagt
Ein neuer Name für mein neues Leben
Ich werde diesen Weg vor mir gehen.
Ein Flüstern folgt mir, doch ich höre nicht hin
Ich bin jetzt ein Fremder in meiner alten Heimat
Ja, es ist egoistisch, nicht zurückzukehren
Doch verfolgt mich die Erinnerung an das klitschnasse Bett
An diesen endlosen Husten, den ich nicht lindern kann.
<Anmerkung: Das letzte Gedicht dieser Sammlung folgt nicht dem erforderlichen Reimschema, das Poesie aufweisen muss. Dennoch wurde beschlossen, dass es im Sinne des freien Ausdrucks und des kreativen Prozesses innerhalb der gegebenen Parameter annehmbar ist.>