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Online:Tagebuch eines gestrandeten Magiers

Tagebuch eines gestrandeten Magiers
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Diese Seite enthält den Text von Tagebuch eines gestrandeten Magiers (engl. Journal of a Stranded Mage) aus The Elder Scrolls Online.

Inhalt

Von Orinol, Magier von Corberg

Wisst Ihr, was ich am meisten vermisse? Nein, es ist nicht Essen, obwohl der geschmacklose Brei, den man hier draußen bekommt, bestenfalls eine Folter ist. Und nein, es ist nicht der Geruch des Grün, obwohl ich hier das Gefühl habe, bis in die Haarspitzen vom Gestank von Metall durchdrungen zu sein. Und nein, es ist nicht Sicherheit, denn wenn ich in Grahtwald eines gelernt habe, dann stets mit Gefahren zu rechnen.

Wisst Ihr, was ich am meisten vermisse? Meinen Hund.

Jona ist ein so liebenswertes Wesen. Zotteliges graues Fell, hellrosafarbene Zunge. Ihre Augen sind wie zwei Sterne, golden und glänzend. Ich vermisse ihren wedelnden Schwanz, der mich immer begrüßt hat, wenn ich nach Hause gekommen bin. Wie sehr sie es liebte, Stöckchen in den Auen zu holen. Bei Y'ffres Namen, verflucht nochmal, ich vermisse sogar ihr Bellen mitten in der Nacht. Es tut mir so leid, dass ich sie dafür jemals ausgeschimpft habe, weil ich jetzt weiß, dass sie nur ihr Bestes gegeben hat, ein braver Hund zu sein.

Vielleicht ist es armselig, dass ich das zugebe, aber ich soll verdammt sein, wenn es nicht die Wahrheit ist. Aber so sehr ich Jona auch vermisse, ich würde ihr dieses Leben hier nicht wünschen. Ich bin mir sogar sicher, dass sie mittlerweile gefressen worden wäre, wenn sie mich hierher begleitet hätte. Entweder das, oder eines der monströsen Konstrukte hier hätte sie erschlagen.

Schuld an all dem war nur eine benebelte Nacht mit zu viel Abenddämmerungs-Ale. Mutter hat mir immer gesagt, dass ich zu töricht für Magie wäre, und ich soll verdammt sein, sie hatte recht. Ich habe diesen Portalzauber sicher schon an die hundert Mal gewirkt, und dann vernuschle ich das Ehlnofex ein wenig, und vielleicht habe ich ein oder zwei Silben vertauscht. Und hier stehe ich nun, einsam und verbittert, und vergeude meine Zeit damit, über meinen verdammten Hund zu schreiben.

Ich hoffe nur, dass sich jemand um sie kümmert. Meine Cousine Brelenel hat sich immer um sie gekümmert, wenn ich auf Reisen war, aber Jona braucht ein anständiges Zuhause und eine fürsorgliche Hand. Kaum zu glauben, dass ich mir mehr Sorgen mache um sie als um mich selbst! Na ja, ich kann meinen eigenen Hintern schon retten. Aber wer kümmert sich um ihren?