| In dem Artikel Zusammengetragene Forschungsunterlagen geht es um die spielbezogenen Inhalte. Die Hintergrundgeschichte findet ihr auf der Seite |
| Zusammengetragene Forschungsunterlagen Zur Schrift | |||
|---|---|---|---|
| Fundort | Gorne | ||
| Sammlung | Telvanni-Folianten | ||
Diese Seite enthält den Text von Zusammengetragene Forschungsunterlagen (engl. Compiled Research) aus The Elder Scrolls Online.
Inhalt
Eintrag 001
Ich habe eine Unterkunft auf einem Anwesen des Hauses Indoril auf der Insel Gorne gefunden. Und obschon es auf der Insel bereits eine Anstalt für Zauberer gibt, die den Verstand verloren haben, versicherten mir die Meister der Insel absolute Privatsphäre bei meinen Forschungen. Ich bin mir der Ironie durchaus bewusst, aber ich hoffe, dass mir dieser Tapetenwechsel gut tun wird.
So ungern ich es auch zugeben, aber ich tue mich schwer, an die Entdeckungen meiner Jugend anzuknüpfen. Als junger Portalmeister habe ich mir einen Namen gemacht als Vorreiter der magischen Forschung, aber jetzt …
Dennoch habe ich das Gefühl, dass sich ein Durchbruch anbahnt. Ich habe bereits die Rotunde des Herrenhauses in einen magischen Fokus umgebaut. Durch Platzieren magischer Fokusse im Raum konnte ich einen Leiter im Zentrum der Insel erschaffen. Nun sollte ich tiefer in meine Forschung der Portalmagie eindringen können als je zuvor. Und mit etwas Glück kann ich endlich den jungen Dreynis übertreffen, in dessen Schatten ich noch immer stehe.
Eintrag 004
Wochen sind vergangen, und ich habe nichts vorzuweisen. Verdammt. Es hilft auch nichts, dass ich immer wieder zu den Veröffentlichungen meiner Jugend zurückkehre und ganze Abende an betrunkene Streitgespräche mit dem selbstbewussten Dreynis verliere, den ich auf diesen Seiten finde. Ich wünschte mir, dass ich dieses Selbstvertrauen noch hätte.
Ich habe mittlerweile die Rotunde aufgewertet, um jenseits unserer Ebene erkunden zu können. Ebenenenübertretende Portalmagie steckt noch in den Kinderschuhen. Wenn ich auf diesem Feld Fortschritte erzielen kann, würde mir das sicher den Weg für ein Jahrhundert akademischen Müßiggangs bereiten.
Eintrag 005
Offenbar hat jemand meine magischen Vorstöße bemerkt. Als ich heute Morgen erwachte, fand ich eine Nachricht in der Rotunde. Darauf stand einfach nur „Lust auf Tee?“.
Eintrag 006
Heute besuchte mich der Fürst des Wahnsinns persönlich. Ich höre noch immer sein Lachen. Wie er meine verkrampften Forschungsbemühungen verspottete. Ich wollte ihn schon zurück durch sein eigenes Portal stoßen, als er mir etwas anbot. Ein Geschenk. Ein Prisma.
Eintrag 007
Ich weigere mich, seinen Namen zu Papier zu bringen. Ganz egal, wie groß sein Geschenk sein mag, seinen Namen in meine Forschung aufzunehmen, würde sie in ihrer Gesamtheit zum Gefasel eines Irren degradieren. Dennoch.
Das Prisma ist so verwirrend wie wunderschön. Mein Wohltäter nennt es das Prisma der moribunden Weisheit. In meiner persönlichen Bibliothek fand ich keine Erwähnung dieses Gegenstands, und auch die bisherigen Anfragen an die Bibliotheken von Nekrom blieben erfolglos. Obwohl ich es nicht wage, das Thema zu stark zu forcieren.
Beim Versuch, seine Struktur zu bestimmen, hob ich das Prisma zum Licht der Sonne. Da erkannte ich erst seine wahre Schönheit. Das Prisma agiert als Filter. Es ist eine Linse, durch die ich das Weltliche und Erkennbare entfernen und das Unbekannte preisgeben kann. Die Eingeweide und Sehnen der Magie, die unsere Ebene zusammenhält.
Und ich glaube, dass dies nur ein Bruchteil dessen ist, was das Prisma zu bieten hat. Aber zuerst einmal Tee. Ich könnte jetzt eine schöne Tasse Honigbeerentee vertragen, oder, ooh! Kräuselminze!
Eintrag 010
Schon jetzt stellt das Prisma die Entdeckungen meiner Jugend in den Schatten. Mein Verständnis der Ebenen, ihrer Beziehung zueinander und wie sie sich dem Fluss der Magie beugen.
Das alles widert mich an. Zu wissen, dass ich dieses Verständnis nie ohne die Hilfe eines Wahnsinnigen erreicht hätte? Ich fühle mich wie ein Betrüger. Ich habe dieses Wissen nicht verdient, und doch möchte ich um jeden Preis weitermachen. Sogar während ich diese Zeilen hier schreibe, zuckt meine andere Hand bereits in Richtung des Prismas. Welch hübsches kleines Ding.
Eintrag 016
Ich höre noch immer sein Lachen. Wie ein Lied, das mir nicht mehr aus dem Kopf geht. Ich summe es, während ich einschlafe.
Eintrag 021
Heute wanderte ich an den Ufern von Gorne. Nun, wandern ist nicht das richtige Wort. Ich bereiste sie mithilfe von Portalen. Eigentlich wollte ich den Sonnenuntergang genießen, aber irgendwie waren seine Farben stumpfer als in meiner Erinnerung. Ein trauriger Anblick, schmutziges Orange und tristes Braun, aber ich stand da und sah es mir an. Ich sah zu, wie die Farben mit dem Licht vergingen.
Eintrag 024
Offenbar benebelt das Prisma meinen Blick. Ich hatte nicht bedacht, wie es das Licht beeinflussen könnte, das es verzerrt. Kaum zu glauben, dass ich mir seine Strahlen so lange direkt in die Augen geleitet habe. Vielleicht hat die Welt ja eine andere Schönheit, die es mir zeigen möchte. Nur noch ein Blick.
Eintrag 028
Mein werter Wohltäter hielt es für ratsam, Gorne mit einem Kader Daedra aufzumischen, und ich möchte sagen, dass das eine gute Entscheidung war. Mir war gar nicht bewusst, wie langweilig es gewesen war, all die Zeit über staubigen alten Büchern zu hocken. Portalrefraktion hier, dynamisches Ebenenschreiten da. Öde!
Ich weiß nicht, was Haus Indoril tun würde, wenn es das Gebäude in seinem jetzigen Zustand sehen würde, aber das ist nicht mein Problem! Dafür genieße ich die Gespräche mit meinem guten Freund Prismie zu sehr. Prisma? Prisim? Ich muss das liebe Ding unbedingt nach seinem Namen fragen.
Es kommt mir vor wie gestern, dass wir unsere erste Kanne Tee geteilt haben, und seitdem, nun, ich möchte ja nicht angeben, aber ich würde sagen, dass es meine Fähigkeiten verzehnfacht hat. Es kostet mich nur eine Handbewegung, per Portal an jeden Ort der Insel zu reisen.
Mit jedem bezwungenen Gipfel finde ich mich am Fuß des nächsten Durchbruchs wieder. Ich mag hierhergekommen sein in der Hoffnung, ein Werk zu veröffentlichen, aber nun kann ich mir nicht mehr vorstellen, mein liebstes Prisma diesen muffeligen Magiern preiszugeben. All seine Geheimnisse werden mir gehören.