| Auflagen des Buches | |
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Diese Seite enthält die Schrift Elsweyr, meine Liebe (Originaltitel: Elsweyr My Love).
Inhalt
Seite I
Rollenbesetzung:
Julius Cruilius, ein kaiserlicher Hauptmann
Tigerius Falco, ein edler kaiserlicher Soldat
Shashara, eine wunderschöne grünäugige Khajiittänzerin
Akt 1, Palast von Senchal
Julius Cruilius [gebieterisch]: „Lasst die Grünäugige zu mir kommen!“ [nippt am Wein]
Shashara [sich anmutig verbeugend, ihre seidenen Tücher flattern leicht]: „Was wünscht der glanzvolle Hauptmann der kaiserlichen Truppen von dieser demütigen Khajiittänzerin?“
Julius Cruilius: „Ihr seid schön und anmutig. Schade, dass Ihr von Katzen abstammt und nicht von Kaiserlichen.“
Shashara [die Augen weiterhin nach unten gerichtet]: „Diese dankt Euch für … das Kompliment?“
Julius Cruilius: „In der Tat. Ihr werdet mir Gesellschaft leisten. Ihr dürft sogar zu meinen Füßen sitzen“ [Shashara setzt sich anmutig, die Augen abgewandt]
Seite V
Julius Cruilius: [prahlerisch und angetrunken] „… und so habe ich, Julius Cruilius, mir meine jüngste Beförderung zum kaiserlichen Kommandanten verdient!“
Shashara: [ein Gähnen unterdrückend] „Eine äußerst aufpeitschende Schilderung des Gefechts, Kommandant. Oh, diese glaubt, sie hört den Barden seine Laute stimmen. Wir sollten uns wieder zum Rest der Gäste im großen Saal gesellen.“
Julius Cruilius: [lüstern dreinblickend, während er seinen Wein austrinkt und nach Shasharas Arm greift] „Nun ist es an der Zeit für ein anderes Gefecht.“
Shashara: [sich elegant Cruilius' zugreifender Hand entziehend] „Diese ist keine Khajiit von der Sorte, Kommandant. Ihr beleidigt sie.“
Julius Cruilius: [streitlustig] „Ich beleidige Euch? Wisst Ihr, wer ich bin?“
Seite IX
Shashara: [tapfer] „Shashara ist keine Marketenderin, die sich von Euresgleichen drangsalieren lässt. Lasst die Finger von ihr, Kommandant!“
Julius Cruilius: „Ha! Ihr Katzen! Ihr tut so abgehoben und hochnäsig, aber keine Frau, nicht einmal eine Katzenfrau, kann mir, Julius Cruilius, widerstehen!“
[Julius Cruilius versucht, Shashara zu küssen, die faucht, ihm über das Gesicht kratzt und ihn von sich stößt.]
Julius Cruilius: „Ha! Ein feuriges Temperament!“
[Shashara zerschlägt eine Flasche guten Weins auf Julius Cruilius' Schädel. Er taumelt betäubt in die volle Taverne, in der Gelächter ausbricht, während Shashara durch die Hintertür flüchtet.]
Julius Cruilius: „Wie könnt Ihr es wagen, über Julius Cruilius zu lachen?!“
[Die Menge lacht beim Abgang von Cruilius noch lauter, während sein Zorn und seine Scham beide deutlich wachsen.]
Seite XVI
Tigerius Falco: „Shashara? Ich ging vorhin bei der Taverne vorbei. Ich brachte Euch das Buch, über das wir neulich gesprochen hatten. Ich dachte mir, Ihr hättet gern Eure eigene Ausgabe.“
Shashara: „Shashara dankt Euch für Eure Güte, Tigerius. Sie kann Euer Geschenk nicht annehmen. Diese …“ [Beinahe schluchzend bricht sie den Satz ab und geht.]
Tigerius Falco: [besorgt zu sich selbst] „Was ist nur mit der liebreizenden Shashara? Sonst spricht sie gern über Bücher. Sie ist so hübsch. Und auch schlau.“
Tigerius Falco: [beim Abgang rufend] „Shashara, wartet auf mich!“
Seite XIX
Tigerius Falco: [in Heldenpose kniend] „Meine teuerste, weichpelzigste Shashara, Eure Tränen brechen mir das Herz. Und mein Herz gehört Euch.“
Shashara: [weint heftiger]
Tigerius Falco: [erhebt sich traurig] „Ich verstehe. Jemand so Liebreizendes wie Ihr sollte seine Zeit nicht mit einem einfachen kaiserlichen Soldaten vergeuden. Bitte vergebt mir, dass ich meine Liebe zu Euch einfach so hinausposaunt habe.“
Shashara: [streckt mit einer anmutigen Geste den Arm nach ihm aus, um ihn am Gehen zu hindern] „Nein, süßer Tigerius! Eure Worte bringen Shashara Trauer und Freude gleichermaßen. Bleibt bei ihr. Bitte.“
Seite XXVI
Tigerius Falco: „Shashara, Eure grünen Augen sind so grün … wie grüne Edelsteine!“
Shashara: „Süßer Tigerius, Shashara wünscht sich, wir müssten niemals auseinandergehen.“
Tigerius Falco: „Eure Anmut ist eine Gabe der Göttlichen, Shashara. Ich würde alles für Euch tun.“
Shashara: „Außer die kaiserliche Armee zu verlassen.“
Tigerius Falco: [zuckt voller Unbehagen zusammen] „Die Armee ist gut zu mir gewesen. Sie nahm mich bei sich auf, als ich ein Waisenjunges auf den Straßen der Kaiserstadt war.“
Seite XXXVI
Julius Cruilius: [ernst und kalt] „Geht nun, Tigerius. Brennt die Stadt nieder. Vor allem die Taverne.“
Tigerius Falco: „Kommandant, wenn mir die Frage gestattet ist … Die Stadt und ihre Bewohner haben uns keinen Ärger bereitet. Warum brennen wir sie nieder?“
Julius Cruilius: „Ihr steht als Soldat unter meinem Kommando. Stellt nicht meine Befehle infrage!“
Tigerius Falco: [salutiert] „Wie Ihr befehlt.“
[Tigerius geht mit einem besorgten Ausdruck, der sein hübsches Gesicht verfinstert.]
Seite XLII
Shashara: „Tigerius! Was macht Ihr hier? Warum habt Ihr da eine Fackel?“
Tigerius Falco: „Mein Kommandant hat mir befohlen, die Stadt niederzubrennen. Vor allem die Taverne. Es tut mir so leid. Ich weiß, dass Ihr dort arbeitet.“
Shashara: [mit einem dramatischen Schluchzen] „Julius Cruilius hat Euch befohlen, die unschuldigen Bewohner dieser Stadt zu verletzen? Das ist wegen Shashara. Sie hieß seine lüsternen Absichten nicht willkommen. Shashara muss ihre Freunde warten!“
[Shashara läuft davon.]
Seite XLIV
Tigerius Falco: [Monolog] „Befehle befolgen oder Befehle verweigern? Das Dilemma eines Soldaten.“
Tigerius Falco: [Fortsetzung des Monologs] „Folge ich meinem Herzen und rette Shashara und die Stadt, muss ich mich gegen die Befehle meines Kommandanten stellen. Das wird meine Hinrichtung bedeuten.“
Tigerius Falco: [Fortsetzung des Monologs] „Folge ich meinen Befehlen, wie es ein kaiserlicher Soldat wie ich nun einmal tut, wird das den Verlust von Shashara bedeuten. Shasharas Achtung und Liebe bedeuten mir alles. Doch meine Ehre als Soldat ist ebenfalls recht wichtig.“
Tigerius Falco: [Fortsetzung des Monologs] „Doch wo war die Ehre von Julius Cruilius, als er die liebreizende Shashara bedrängte? Ist es ehrbarer, die Befehle des Kommandanten zurückzuweisen, da sie dem Kaiserreich in keiner Weise nutzen?“
Tigerius Falco: [Fortsetzung des Monologs] „Mir brummt der Schädel.“
Seite LII
Julius Cruilius: „Tigerius Falco, Ihr habt meine Befehle nicht befolgt, doch diesem werdet Ihr Folge leisten. Ich befehle Eure Hinrichtung!“
Tigerius Falco: [gefesselt] „Ich habe das Richtige getan. Ihr habt das Niederbrennen der Stadt nur befohlen, weil Ihr zuvor von einer Frau abgew …“
Julius Cruilius: [ruft lauter als Tigerius] „Bogenschützen! Spannt die Sehnen … und schickt Eure Pfeile los!“
Shashara: [läuft herbei und springt vor Tigerius]: „Neeeiiiinn!“
[Pfeile spicken Shashara, und sie bricht zu Tigerius' Füßen zusammen.]
Tigerius Falco: [voller Grauen] „Shasharrrra!“
[Tigerius fällt neben Shashara auf die Knie.]
Shashara: [schmerzerfüllt] „Es war uns nicht … bestimmt … zusammen zu sein. Vielleicht zu einer anderen Zeit … oder an einem anderen Ort, Liebster.“
[Shashara stirbt.]
Tigerius Falco: „Neeeeeiiiiinnn!“
Julius Cruilius: „Schützen! Noch eine Salve!“
[Pfeile treffen Tigerius Falco, der tot zusammenbricht.]