Meiner Meinung nach ist die Liebe, und ich meine jede Art von liebe - sei es Brüderliche, Freundschaftliche, Zwischenmenschliche oder _die_ Liebe, das einzige, dass uns nach jedem Absturz wieder auf die Beine verhilft, sie ist imho das einzige dass uns immer wieder aufstehen lässt.
Klingt wahrscheinlich kitschig und abgedroschen, aber imho ist die Liebe das einzige Grundnahrungsmittel der Seele.
Hass kann den gleichen Effekt bewirken und dem selben Zweck dienen.
So ein materialistisches Denken ist fast ausgestorben aber im Prinzip ist es so. Jeder könnte ohne ernste Probleme zu kriegen einsam bleiben bis zu seinem Lebensende, dafür gibts schließlich Masturbation oder?
Imho Unsinn, weil das nicht stimmt.
Erstens existiert ein derartig materialistisches Denken heute so oft wie selten zuvor. Zweitens haben genug sozialpsychologische Exoerimente der letzten JahrHUNDERTE bewiesen, dass dem nicht so ist. Viele Menschen sind auf Dauer unglücklich damit, in keiner Beziehung zu leben. Das du so eine Auffassung hast, zeigt vielleicht lediglich, dass du vielleicht eine der seltenen Ausnahmen bist, die keine Beziehung braucht, aber es ist anmaßend, dass auf alle anderen übertragen zu wollen. Oder du verstehst nicht, dass andere Menschen andere Gefühle und Bedürfnisse haben als du. Solipsismus.
Der Mensch ist nicht absolut willensgesteuert und kann daher nur unter teilweise seelischer Belastung auf Sex und Liebe verzichten. Und alles in allem ist richtiger Sex wesentlich befriedigender als Masturbation. Ich würde nicht unbedingt auf Sex verzichten wollen.
Außerdem widersprichst du deiner eigenen Äußerung im Homosexualitätsthread, wo du die Heterosexualität als die einzig natürliche und richtige Form von Sexualität auffasst. Nun tendierst du in die Richtung eines Asexuellen bzw. Egosexuellen (wobei letzteres kein festgeschriebener Begriff ist, sondern als Sonderform der Asexualität in der Umgangssprache aufgefasst werden kann). Was stimmt denn nun?
Die Fragestellung des Threaderstellers ist irreführend. Was ist der "Geist"? Das Bedürfnis nach Sexualität und Liebe sind emotional, körperlich und triebhaft gesteuert. Wenn man den Geist als die Ratio auffasst, stellt sich eine solche Frage nicht. Die Ratio ist nicht der Mensch, die Ratio ist bloß das Werkzeug.
Allerdings ist Sex eine der schönsten Drogen der Welt und ich will nicht darauf verzichten. Ich sags mal Frei raus: Sex ist mein liebstes Hobby und zählt für mich zu den schönsten Beschäftigungen - und, natürlich, ist sie auch gutes Futter für Zwischenmenschliche Liebe
Dieser Erklärung kann ich mich grundsätzlich anschließen: Sex = Droge = Endorphinausstoß = Glückseligkeitsgefühl, wenngleich Sex bei mir (aufgrund mangelnden Gegenparts) kein Hobby ist.