Tales of Edelgurt

Dieses Thema im Forum "Literaturforum" wurde erstellt von mz002, 18. Februar 2018.

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  1. Super..! Mehr davon

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  2. Geht so..

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  3. Langweilig

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  1. mz002

    mz002 Neuankömmling

    Ich möchte hier die Geschichte meines Ingame-Charakters "Edelgurt" mit euch teilen. Bevor es losgeht, ein paar Infos zu meinen Mods und Spielstil:

    Relevante Mods:
    • Frostfall
    • Imp's more complex needs (Essen, Trinken, Schlafen)
    • Wet & Cold
    • Hunterborn
    • No GPS
    • Dead is Dead (Neu laden eines Spielstandes ist nicht möglich, wenn der Charakter stirbt)
    • Sky Realism - Capacity and Carry Weight (man kann nur noch ca. 30kg tragen ohne Rucksack, keine 150-200kg mehr)
    • iHud (keine Hud Anzeigen)
    • Living Takes Time (alle Aktionen kosten Ingame-Zeit.. bspw.: 5 Stunden um eine Rüstung zu schmieden oder eine halbe Stunde zum kochen)
    Combat-Mods:
    • Ultimate Combat
    • Combat Evolved
    • Duel - Combat Realism
    Außerdem diverse Sneak-Tools.

    Meine Absicht war es, mich in eine Rolle zu versetzen und in die Welt von Himmelsrand geworfen zu werden, in der man richtig ums Überleben kämpfen muss - auch als virtuelle Spielfigur.

    Die interessanteste Mod ist "Dead is Dead". Die Spielfigur bekommt eine ID und wenn der Charakter stirbt dann wars das. Aus, Ende, vorbei - ihr könnt euch nicht vorstellen, was es für ein Gefühl ist unerwartet von Banditen überfallen zu werden oder sich generell in einen Kampf zu begeben. Jede Entscheidung hat wirkliche Konsequenzen, weil es nicht mehr möglich ist, einen vorherigen Spielstand zu laden, wenn man stirbt. Tot ist eben tot.

    Zum Aufbau meiner RPG-Geschichte:

    Um mich in die Lage meines Charakters versetzen zu können und ingame auch entsprechende Entscheidungen zu treffen, die glaubwürdig sind, habe ich meinem Charakter eine Persönlichkeit definiert.

    Edelgurt ist ein erfahrener Nord-Jäger und kennt sich in der Gegend zwischen Flusswald und Falkenring bestens aus. Das ist auch der Grund weshalb er bspw. Orte wie das Hügelsturzgrab meidet - er geht Risiken ein, die durchdacht und kalkulierbar sind, vermeidet aber Konfrontationen wenn möglich. Er jagt um seinen Lebensunterhalt zu verdienen und nimmt aus der Natur nur was er braucht.

    Beispielsweise würde Edelgurt niemals drei Elche auf einmal töten, nur weil sie grade in der Nähe sind.. (würde man im echten Leben als Jäger ja auch nicht).

    Zufallsentscheidungen für mehr Dynamik:

    Um manchen Situationen mehr Eigendynamik zu verleihen, nutze ich wie beim Pen & Paper das Würfeln sowie Münzwerfen (Kopf oder Zahl). Dazu aber an entsprechender Stelle mehr.

    Wie gehts jetzt weiter?

    Ich habe Edelgurt bereits etwa 30 Spielstunden gespielt. Momentan ist er auf Level 8 und auf dem Weg nach Cyrodiil (hierzu nutze ich die Mod: Beyond Skyrim - Bruma). Ich werde in den nächsten Tagen immer portionsweise ein paar Texte der bisherigen Story hier als Beitrag posten - ich hoffe, ihr habt Spaß beim Lesen und Mitfiebern ;-)

    Anregungen, Kritik oder interessante Ideen um das RPG noch aufregender für euch zu gestalten, bitte gerne per PN an mich. Ich möchte euch darum bitten, den Thread selbst clean zu halten.

    Vielen Dank :)
    Michael
     
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  3. mz002

    mz002 Neuankömmling

    28. Letzte Saat

    [​IMG] Wieder zurück in Flusswald. Was für ein Glück, dass heute wieder besseres Wetter war. Die warmen Sonnenstrahlen legen sich wohltuend auf meine Haut, während ich die letzten Meter durch unser stilles Dörfchen schlendere. Ich erinnere mich, als mir noch wenige Stunden zuvor der eisige Wind vor der Taverne in Weißlauf ins Gesicht peitschte. Unter diesen Umständen war eine Heimkehr zu Fuß unmöglich - zumal ich in der Aussicht, das Wetter würde sich halten meine Felle zuhause ließ... ein Fehler.

    Wie dem auch sei. Die Tochter der Bardame hat mir zum Abschied noch etwas Proviant für den Weg zurück nach Flusswald mitgegeben. Gold wollte sie dafür nicht haben... ob sie ein Auge auf mich geworfen hat? Zugegebenermaßen, ich war bereits einige Male in der beflaggten Mähre, doch sie habe ich bisher noch nicht gesehen.

    Insgesamt war es kein erfolgreicher Aufenthalt dieses Mal - die Preise für Hirschfelle gehen in den Keller. Und das obwohl der Winter naht. Während des Heimweges denke ich zum ersten Mal darüber nach, Flusswald zu verlassen. Ich mein.. das Leben ist gut dort aber auch sehr hart und entbehrungsreich. Manchmal gibt es nicht mal genug Salz zu kaufen, wenn mal eine Handelskarawane ausbleibt.

    In Weißlauf hingegen kann man für Geld alles kaufen, was zum Leben wichtig ist. Eine florierende Landwirtschaft mit üppigen Ernten sichern den Lebensstandard und aufgrund der robusten Stadtmauern ist man vor Überfällen weitgehend geschützt.

    Nunja.. das nötige Kleingeld, um sich ein nobles Haus in der Innenstadt zu leisten vorausgesetzt.

    Ich habe gerade genug Gold, um hier in Flusswald ein bescheidenes Leben zu führen. An ein Eigenheim in Weißlauf nicht zu denken. Faendal und ich müssen immer weiter nach Westen, um auf Wild zu stoßen. Der Sommer neigt sich dem Ende zu und ich frage mich, ob unsere Vorräte reichen werden, um den Winter halbwegs zu überstehen.

    Wie dem auch sei - ich werde den Abend in der Taverne bei einem oder zwei Krügen Met ausklingen lassen und nochmal mit Faendal sprechen. Wie es aussieht möchte er mich nicht nach Helgen begleiten.. "Unkalkulierbares Risiko" meinte er. Pah.. was will man von einem Mann, der gerade frisch verliebt ist auch anderes erwarten.

    Seitdem Helgen Schauplatz einer Schlacht zwischen der kaiserlichen Armee und dem Sturmmänteln war, ist der Bürgerkrieg auch zu uns gekommen. Alvor hat jede Menge zu tun - alle hier rüsten sich jetzt mit Schwertern, Streitäxten und Kriegshämmern aus. Selbst ich arbeite seit einiger Zeit an einem Brustharnisch - obwohl ich mich lieber in leichten Fellen oder Lederharnischen kleide.

    OOC: In meinem Szenario weiche ich von der Lore ab und ignoriere den Drachenangriff auf Helgen. Stattdessen wurde Helgen, eine Provinz der kaiserlichen Armee von Soldaten der Sturmmäntel angegriffen.

    Wie auch immer - Helgen ist seit dem Angriff der Rebellen eine verlassene Ruine. Vielleicht finde ich dort Überbleibsel des Kaiserreichs, die ich gewinnbringend verscherbeln kann.
     
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  4. mz002

    mz002 Neuankömmling

    Ich lege meine Ausrüstung zuhause in meiner bescheidenen Jägershütte am Ortsrand ab. Meinen Bogen reinige ich mit einem Tuch vom Schmutz, überprüfe Beschädigungen der Sehne. Ich hänge meinen Kocher mit den darin befindlichen Pfeilen an einen Wandhaken und ziehe mir etwas über - es ist kühl draußen. Die Sonne verschwindet am Horizont, als ich aus der Tür trete und mich in die Taverne "zum schlafenden Riesen" begebe.

    "Schön dich wiederzusehen" grüßt Faendal mich, als ich um die Ecke komme. Er steht draußen auf der Veranda, die Tür ist leicht angelehnt. Vom Innern der Taverne sind Gesang und Musik auf einer Laute zu hören - es riecht nach geschmortem Hirsch.

    "Sei gegrüßt, Freund" nicke ich Faendal zu.

    "Wie war die Reise nach Weißlauf?" möchte er wissen. "Ganz passabel" antworte ich. "Aufgrund der Witterung hat sich meine Rückkehr verzögert.."
    Faendal nickt. "In der Tat.. das war ein ziemlich heftiger Sturm gestern.." sagt er und deutet mit dem Kopf in Richtung Sägewerk.

    Seinem Blick folgend erkenne ich das Ausmaß der Verwüstung - es scheint, als hätte unser kleiner Bach durch den Regen zuviel Wasser gewonnen und einen Teil des Sägewerks überschwemmt. Den Kopf vor Enttäuschung und Verwunderung zugleich schüttelnd lasse ich das Bild einige Momente auf mich wirken, ehe ich mich wieder Faendal zuwende.

    "Faendal, ich weiß wir haben bereits darüber gesprochen..."

    Faendal winkt ab: "Deinen Entschluss hast du also nicht geändert?" fällt er mir ins Wort und setzt fort: "Vergiss es Edelgurt. Ich begleite dich nicht mit nach Helgen. Das Risiko steht in keinem Verhältnis. Ich lasse Camilla nicht wegen ein paar verdorbenen Vorräten und abgebrannten Hütten hier zurück."

    "Hör zu..." sage ich. "Was hältst du davon: Wir warten bis zum Einbruch der Dämmerung und nähern uns im Schutz der Dunkelheit an." Faendal lauscht meinen Ausführungen, die ich begeistert ergänze: "Damit gelangen wir unbemerkt ins Innere der Festung. Sollten tatsächlich Plünderer vor Ort sein, werden sie um diese Zeit vermutlich schlafen."

    Faendal verschränkt die Arme und wendet den Blick nachdenklich nach rechts.

    "Ich mein, stell dir vor wir finden dort unten zurückgelassene Reichtümer der kaiserlichen Armee? Gold.. Schmuck.. Artefakte..!" füge ich hinzu. Fast scheint es, als hätte ich ihn überzeugt, als er antwortet:

    "Der Plan ist durchdacht, das gebe ich zu..." sagt er. "Und dennoch: das Risiko bleibt."

    "Ich weiß, Faendal..." starte ich meinen letzten Versuch, ihn als Begleitung für die Reise nach Helgen zu gewinnen. "Mein Vater sagte mir einst: Am sichersten ist ein Schiff im Hafen. Doch dafür werden Schiffe nicht gebaut."

    Er hebt eine Braue. "Mag sein.. Viel Glück Edelgurt." sagt er und wendet sich ab.

    Überrascht von seiner abrupten Beendigung unseres Gespräches rufe ich hinterher: "Dann bleib doch hier..! Ich brauche deine Hilfe nicht."

    Ohne darauf zu reagieren verschwindet er in der Finsternis der hereinbrechenden Nacht. Enttäuscht betrete ich die Taverne.
     
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