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Palla

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Die Seite wurde neu angelegt: „{{Buchinfo |Name_Buch = Palla |Bild_Buch = |Autor = Vojne Mierstyyd |Art = Buch |Genre = Erzählung |Buchtext = Palla }} '''Palla''' ist eine zweiteilige Ich-Erzählung eines Magiergilden-Schülers, der nach der Begegnung mit einer Statue in eine zerstörerische Liebesobsession gerät. Die Geschichte verbindet den Alltag in der Magiergilde mit dem Missbrauch eines Artefakts der Totenbeschwörung und endet in einer bitteren Enthüllung…“
 
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== Inhaltsangabe ==
== Inhaltsangabe ==
Vojne Mierstyyd glaubt, sich in die rothwardonische Heldin „Palla“ verliebt zu haben, nachdem er eine Statue ihrer letzten Schlacht sieht. Als er versucht, sie mit nekromantischer Magie zurückzuholen, stellt sich heraus, dass er einem Irrtum erlegen ist: „Palla“ war nicht die Heldin, sondern das Monster.
Vojne Mierstyyd glaubt, sich in die [[rothwardon]]ische Heldin „Palla“ verliebt zu haben, nachdem er eine Statue ihrer letzten Schlacht sieht. Als er versucht, sie mit nekromantischer Magie zurückzuholen, stellt sich heraus, dass er einem Irrtum erlegen ist: „Palla“ war nicht die Heldin, sondern das Monster.


=== Band I ===
=== Band I ===
Der Magiergilden-Novize [[Vojne Mierstyyd]] beschreibt sein eintöniges Leben in der Magiergilde von Mir Corrup und seine Faszination für die Schule der [[Illusion]]. Während er das Arbeitszimmer des verstorbenen Magisters Tendixus ausräumt, findet er eine kleine schwarze Scheibe mit Runen und orange-roten Edelsteinen. Magister Ilther reagiert ungewöhnlich heftig und befiehlt Vojne, das Objekt zu vernichten und zu behaupten, er habe es nie abgegeben. Vojne wird misstrauisch und vermutet, es handle sich um ein echtes Artefakt der [[Totenbeschwörung]].
Der Magiergilden-Novize [[Vojne Mierstyyd]] beschreibt sein eintöniges Leben in der Magiergilde von [[Mir Corrup]] und seine Faszination für die Schule der [[Illusion]]. Während er das Arbeitszimmer des verstorbenen Magisters Tendixus ausräumt, findet er eine kleine schwarze Scheibe mit Runen und orange-roten Edelsteinen. Magister Ilther reagiert ungewöhnlich heftig und befiehlt Vojne, das Objekt zu vernichten und zu behaupten, er habe es nie abgegeben. Vojne wird misstrauisch und vermutet, es handle sich um ein echtes Artefakt der [[Totenbeschwörung]].


Kurz darauf werden die Novizen zu einem adeligen „Geschichten-bei-Kerzenschein“-Ball eingeladen, der auf dem Anwesen der jungen rothwardonischen Erbin [[Betaniqi]] stattfindet. Während die Novizen im gesellschaftlichen Trubel ignoriert werden, kommt Vojne auf der Terrasse mit Betaniqi ins Gespräch. Sie zeigt ihm die Statuen ihrer Vorfahren; auf Vojnes Drängen enthüllt sie die Statue ihrer Mutter: eine eindrucksvolle Darstellung einer Kriegerin im tödlichen Kampf mit einer schwarzen, missgebildeten Kreatur. Vojne ist überwältigt und verliebt sich obsessiv in die dargestellte Frau. Ein Mitschüler nennt die Szene „Palla“, und Betaniqi bestätigt, dass ihre Mutter in diesem Kampf starb, ebenso die Kreatur. Vojnes Gedanken kreisen fortan ausschließlich um diese Figur.
Kurz darauf werden die Novizen zu einem adeligen „Geschichten-bei-Kerzenschein“-Ball eingeladen, der auf dem Anwesen der jungen rothwardonischen Erbin [[Betaniqi]] stattfindet. Während die Novizen im gesellschaftlichen Trubel ignoriert werden, kommt Vojne auf der Terrasse mit Betaniqi ins Gespräch. Sie zeigt ihm die Statuen ihrer Vorfahren; auf Vojnes Drängen enthüllt sie die Statue ihrer Mutter: eine eindrucksvolle Darstellung einer Kriegerin im tödlichen Kampf mit einer schwarzen, missgebildeten Kreatur. Vojne ist überwältigt und verliebt sich obsessiv in die dargestellte Frau. Ein Mitschüler nennt die Szene „Palla“, und Betaniqi bestätigt, dass ihre Mutter in diesem Kampf starb, ebenso die Kreatur. Vojnes Gedanken kreisen fortan ausschließlich um diese Figur.

Aktuelle Version vom 16. Februar 2026, 11:04 Uhr

Palla
Autor Vojne Mierstyyd
Art Buch
Genre Erzählung

Palla ist eine zweiteilige Ich-Erzählung eines Magiergilden-Schülers, der nach der Begegnung mit einer Statue in eine zerstörerische Liebesobsession gerät. Die Geschichte verbindet den Alltag in der Magiergilde mit dem Missbrauch eines Artefakts der Totenbeschwörung und endet in einer bitteren Enthüllung über den wahren Namen des dargestellten Wesens.

Inhaltsangabe

Vojne Mierstyyd glaubt, sich in die rothwardonische Heldin „Palla“ verliebt zu haben, nachdem er eine Statue ihrer letzten Schlacht sieht. Als er versucht, sie mit nekromantischer Magie zurückzuholen, stellt sich heraus, dass er einem Irrtum erlegen ist: „Palla“ war nicht die Heldin, sondern das Monster.

Band I

Der Magiergilden-Novize Vojne Mierstyyd beschreibt sein eintöniges Leben in der Magiergilde von Mir Corrup und seine Faszination für die Schule der Illusion. Während er das Arbeitszimmer des verstorbenen Magisters Tendixus ausräumt, findet er eine kleine schwarze Scheibe mit Runen und orange-roten Edelsteinen. Magister Ilther reagiert ungewöhnlich heftig und befiehlt Vojne, das Objekt zu vernichten und zu behaupten, er habe es nie abgegeben. Vojne wird misstrauisch und vermutet, es handle sich um ein echtes Artefakt der Totenbeschwörung.

Kurz darauf werden die Novizen zu einem adeligen „Geschichten-bei-Kerzenschein“-Ball eingeladen, der auf dem Anwesen der jungen rothwardonischen Erbin Betaniqi stattfindet. Während die Novizen im gesellschaftlichen Trubel ignoriert werden, kommt Vojne auf der Terrasse mit Betaniqi ins Gespräch. Sie zeigt ihm die Statuen ihrer Vorfahren; auf Vojnes Drängen enthüllt sie die Statue ihrer Mutter: eine eindrucksvolle Darstellung einer Kriegerin im tödlichen Kampf mit einer schwarzen, missgebildeten Kreatur. Vojne ist überwältigt und verliebt sich obsessiv in die dargestellte Frau. Ein Mitschüler nennt die Szene „Palla“, und Betaniqi bestätigt, dass ihre Mutter in diesem Kampf starb, ebenso die Kreatur. Vojnes Gedanken kreisen fortan ausschließlich um diese Figur.

Band II

Vojnes Besessenheit vertieft sich: Er besucht Betaniqi häufig, verbringt lange Zeit bei der Statue und lässt sich von ihr mehr über die Mutter erzählen. Betaniqi schildert ihre Mutter als außergewöhnliche, charismatische und zugleich furchterregende Kämpferin, die im Kampf gegen eine monströse Kreatur fiel. Vojne fühlt sich dadurch noch stärker in seiner Obsession bestätigt, obwohl er selbst erkennt, dass sein Verhalten krankhaft ist und Betaniqi damit verletzt.

In seiner Kammer stößt er erneut auf die schwarze Scheibe aus Tendixus’ Besitz, die er inzwischen an sich genommen hat. Als er „Palla“ flüstert und das Artefakt auf sein Herz legt, spürt er eine unnatürliche Kälte und folgert, dass die Scheibe tatsächlich Macht besitzt. Er beschließt, Palla durch Magie zurückzuholen, will aber keinen Magister um Hilfe bitten, da er fürchtet, das Artefakt würde dann zerstört und er aus der Gilde ausgeschlossen.

Nach einem Vortrag über Verzauberung wendet Vojne sich von der Illusion ab und beginnt fanatisch Verzaubern zu studieren, um die in der Scheibe gebundene Macht freizusetzen. Nachts arbeitet er heimlich weiter, flüstert den Namen, ertastet Runen und Edelsteine und glaubt, zeitweise einer Berührung nahe zu sein; zugleich treten unheilvolle Begleiterscheinungen auf, darunter ein fauliger Gestank, über den andere Novizen klagen. Trotz zunehmender Fähigkeiten bleibt sein Ziel unerreichbar. Schließlich zerspringt die Scheibe während eines Gewitters, was Vojne in Fieber, Verzweiflung und geistigen Zusammenbruch stürzt.

Nach der Genesung gesteht er Betaniqi seine Obsession und seinen Versuch, ihre Mutter wiederzubeleben. Betaniqi reagiert entsetzt und weist ihn hinaus. Im letzten Moment offenbart sie den entscheidenden Irrtum: Ihre Mutter hieß nicht Palla, sondern Xarlys; „Palla“ war der Name des Ungeheuers. Vojne erkennt, dass seine Liebe und sein magisches Streben auf einer falschen Benennung beruhten.

Auf dem Rückweg zur Gilde wird Vojne von einem großen Schatten abgefangen, der sich ihm als „Palla“ zu erkennen gibt und ihn mit den Worten „Küsst mich“ bedrängt. Vojne endet mit der Feststellung, dass er nun am „jetzigen Zeitpunkt“ seiner Geschichte angelangt sei.

Analyse

Die zweiteilige Erzählung ist konsequent aus der Perspektive eines unzuverlässigen Ich-Erzählers geschrieben, der Wahrnehmung, Wunsch und Realität zunehmend verwechselt. Band I etabliert die Ausgangslage (soziale Unsichtbarkeit, Sehnsucht nach Bedeutung, ästhetische Überwältigung durch Kunst) und setzt mit der nekromantischen Scheibe ein Motiv des Verbotenen, das Band II in eine Eskalationsspirale überführt: aus Neugier wird Besitz, aus Besitz wird Praxis, aus Praxis wird Sucht.

Die thematische Klammer bildet die Spannung zwischen Illusion und Wahrheit: Vojnes „Liebe“ richtet sich nicht auf eine lebendige Person, sondern auf eine Interpretation eines Bildwerks und auf einen Namen, der zum Mantra wird („Palla. Pal La.“). Gerade weil er die Schule der Illusion ursprünglich als seine geistige Heimat beschreibt, wirkt sein späterer Wechsel zur Verzauberung wie ein Versuch, die eigene Projektion materiell zu erzwingen, nicht mehr nur ein Trugbild zu bewundern, sondern es real zu machen.

Der zentrale Bruch am Ende (Palla ist das Monster, nicht die Mutter) ist keine nachträgliche Pointe, sondern die logische Zuspitzung eines Textes über Projektion und Benennung: Ein einziges falsch zugeordnetes Wort kippt das gesamte Begehren in Horror. Zugleich bleibt die moralische Dimension betont nüchtern: Der Text schildert keine heroische Nekromantie, sondern eine Grenzüberschreitung, die Betaniqi verletzt, den Erzähler isoliert und ihn schließlich dem Objekt seiner Obsession ausliefert.