Zwielichtkantoren: Azurahs Exorzisten | ElderScrollsPortal.de

Zwielichtkantoren: Azurahs Exorzisten

Version vom 24. Februar 2026, 11:39 Uhr von Deepfighter (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „{{Buchinfo |Name_Buch = Zwielichtkantoren: Azurahs Exorzisten |Autor = Theyo Prevette |Art = Buch |Genre = Religiöse Abhandlung }} '''Zwielichtkantoren: Azurahs Exorzisten''' (engl. ''Twilight Cantors: The Exorcists of Azurah'') ist eine Abhandlung des Geisterjägers Theyo Prevette über die Besessenheit der Khajiit durch die sogenannten dro-m'Athra und über den Orden der Zwielichtkantoren, die diese Verderbnis bekämpfen.…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version ansehen (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zwielichtkantoren: Azurahs Exorzisten
Zum Text
Autor Theyo Prevette
Art Buch
Genre Religiöse Abhandlung

Zwielichtkantoren: Azurahs Exorzisten (engl. Twilight Cantors: The Exorcists of Azurah) ist eine Abhandlung des Geisterjägers Theyo Prevette über die Besessenheit der Khajiit durch die sogenannten dro-m'Athra und über den Orden der Zwielichtkantoren, die diese Verderbnis bekämpfen.

Inhalt

Prevette beschreibt eine besondere Form der Besessenheit unter den Khajiit, die mit scheinbar harmlosen Symptomen wie Zuckungen oder einer innerlich gehörten Melodie beginnt. Laut khajiitischem Glauben sind dies erste Anzeichen dafür, dass der Betroffene zu einer „Verlorenen Katze“ wird.

Ohne Eingreifen verfällt der Erkrankte dem sogenannten „Krummen Tanz“ und durchläuft eine körperliche und geistige Verwandlung: Sein Fell färbt sich schwarz, dunkle Energien werden sichtbar, und er wird zu einem dro-m'Athra. Anders als bei gewöhnlicher Besessenheit wird die Seele nicht verdrängt, sondern gemeinsam mit dem Körper verdorben.

Zur Bekämpfung dieser Verderbnis existiert ein Orden wandernder Priester, die Zwielichtkantoren. Sie nutzen Loblieder der Abendröte, die sie als Gabe ihrer Göttin Azurah betrachten, um die unheilvolle Weise zu übertönen und den Einfluss der Dunkelheit zu bannen. Prevette schildert, wie eine Kantorin drei Tage lang sang, um einen Betroffenen vom Krummen Tanz zu erlösen.

Die Zwielichtkantoren führen ein entbehrungsreiches Leben ohne festen Besitz, ziehen rastlos umher und leben von freiwilligen Gaben. Unter den Khajiit genießen sie zugleich Verehrung und Furcht, da ihr Erscheinen oft als Vorzeichen drohenden Unheils gilt.

Analyse

Der Text verbindet Beobachtungsbericht, ethnographische Beschreibung und persönliche Einschätzung. Prevette nähert sich dem Thema zunächst skeptisch, insbesondere gegenüber der Rolle Azurahs als daedrischer Fürstin. Seine Haltung ist geprägt von einem allgemeinen Misstrauen gegenüber den Daedra.

Gleichzeitig gesteht er ein, dass die Rituale der Zwielichtkantoren tatsächlich wirksam erscheinen. Dieser Spannungsbogen zwischen rationalem Zweifel und erlebter Evidenz verleiht der Abhandlung eine ambivalente Perspektive.

Thematisch stehen Verderbnis und Erlösung im Mittelpunkt. Die dro-m'Athra verkörpern eine innere wie äußere Pervertierung der Identität, bei der Körper und Seele gleichermaßen betroffen sind. Die Zwielichtkantoren hingegen repräsentieren Selbstaufopferung und spirituelle Wachsamkeit. Ihr Gesang fungiert als Gegenmelodie zur zerstörerischen Weise der Besessenheit.

Darüber hinaus zeigt der Text die religiöse Eigenständigkeit der Khajiit und ihre spezifische Beziehung zu Azurah. Für Außenstehende mag sie eine Daedra sein, für die Khajiit jedoch eine schützende Gottheit. Die Abhandlung illustriert somit kulturelle Unterschiede im Umgang mit übernatürlichen Phänomenen und religiöser Praxis.