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Das Fulcrum des Priors

Das Fulcrum des Priors
Zum Text
Autor Abt Ilvel
Art Buch
Genre Religion

Das Fulcrum des Priors (engl. The Prior's Fulcrum) ist eine religiös-historische Schrift über Prior Durdryn, den Gründer der Nekropole von Nekrom und Hüter der Toten. Der Text behandelt Leben, Wirken und Untergang des Priors sowie die Entstehung und das Schicksal des Artefakts Fulcrum Obscura.

Inhaltsangabe

Der Text schildert Prior Durdryn als hochgelehrten und frommen Mönch, der umfassende Kenntnisse über die Flora Morrowinds, die Geologie des Landes und die Namen zahlreicher Daedra besaß. Trotz der allgemeinen Gefahr im Umgang mit Daedra galt Durdryn als rechtschaffen und geistig gefestigt genug, um mit ihnen zu verkehren, ohne ihren Versuchungen zu erliegen.

Durdryn verehrte das Tribunal als lebende Götter und stand insbesondere Vivec nahe. Dieser übergab ihm den Stoßzahn einer legendären Bestie und beauftragte ihn, mithilfe seiner daedrischen Kontakte ein mächtiges Relikt zu erschaffen. Das Ergebnis war das Fulcrum Obscura, ein Artefakt, das verlorene Erinnerungen, Namen und verborgene Wahrheiten ans Licht bringen konnte, selbst solche der Verstorbenen.

Zur Erschaffung des Relikts beschwor Durdryn nach langer Einkehr Hermaeus Mora, den Fürsten des verbotenen Wissens. Über die genaue Abmachung existieren keine Aufzeichnungen. Vivec erhielt das fertige Fulcrum Obscura, nutzte es jedoch offenbar nicht dauerhaft und gab es später an Durdryn zurück.

Mit dem Relikt klärte der Prior ungelöste Morde auf, ordnete Erbschaften und brachte die Angelegenheiten der Toten in Einklang. Mit der Zeit jedoch wuchs seine Besessenheit von den offenbarten Geheimnissen. In seinen letzten Lebensjahren zog er sich vollständig zurück und widmete sich ausschließlich dem Studium des Fulcrum Obscura. Der Überlieferung nach verhungerte er schließlich, unfähig, sich vom Relikt zu trennen. Nach seinem Tod wurde das Artefakt aus Angst vor seiner Macht in Durdryns Grabmal versiegelt.

Analyse

Der Text stellt ein klassisches Motiv der tamrielischen Literatur dar: den Konflikt zwischen Glauben, Wissen und Maßlosigkeit. Prior Durdryn wird zunächst als Idealfigur beschrieben, deren Frömmigkeit den Umgang mit verbotenen Mächten erlaubt, doch letztlich unterliegt auch er der zerstörerischen Anziehung grenzenlosen Wissens.

Das Fulcrum Obscura fungiert dabei als Symbol für Erinnerung und Wahrheit, aber auch für geistige Abhängigkeit. Die Schrift bleibt bewusst ambivalent, ob Durdryn das Relikt zum Wohl der Gemeinschaft nutzte oder zunehmend eigennützig handelte. Insgesamt warnt der Text vor der Überschreitung menschlicher Grenzen selbst bei aufrichtigem Glauben und betont die Gefährlichkeit daedrischer Artefakte in sterblichen Händen.