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Die Lebenden Götter

Die Lebenden Götter
Autor Durillis der Theologe
Art Buch
Genre Religion

Die Lebenden Götter (engl. The Living Gods) ist eine theologische Abhandlung von Durillis dem Theologen über das Tribunal der Dunmer in Morrowind. Das Werk stellt die offizielle religiöse Sicht des Tribunal-Tempels dar und erläutert Ursprung, Wesen und Aufgaben der drei Gottkönige.

Inhaltsangabe

Durillis eröffnet das Werk mit der Feststellung, dass keine andere Religion auf Nirn den Anspruch erheben könne, ihre Götter seien so unmittelbar gegenwärtig wie jene der Dunmer. Vom Tempel des Tribunals in Gramfeste aus wachen die Lebenden Götter über ihr Volk, beraten es und greifen strafend oder belohnend in das Leben der Gläubigen ein.

Anschließend erläutert der Autor die Natur der Lebenden Götter. Sie werden nicht als ursprüngliche Schöpfergötter beschrieben, sondern als außergewöhnliche Dunmer, die durch Disziplin, Tugend, Weisheit und Erkenntnis einen göttlichen Status erlangt haben. Gemeinsam bilden sie die göttliche Führung der dunmerischen Nation.

Vivec wird als göttlicher Kriegerpoet und Herrscher von Morrowind vorgestellt. Er ist der bekannteste und öffentlich präsenteste der drei, beliebt beim Volk und zugleich von widersprüchlicher Natur. Sein Antlitz vereint Schönheit und Grausamkeit, und seine Göttlichkeit umfasst sowohl künstlerische als auch gewaltsame Aspekte, einschließlich Lust und Mord.

Almalexia, die Mutter von Morrowind, erscheint als Patronin der Heiler und Lehrer. Sie verkörpert Mitgefühl, Fürsorge und Weisheit und gilt als Beschützerin der Armen und Schwachen. Laut Durillis repräsentiert sie das Ideal dunmerischer Kultur und führt das Volk durch Gnade und moralische Orientierung.

Sotha Sil wird als der verborgenste und geheimnisvollste der Tribunalgötter beschrieben. Als Gott des Weltmechanismus und Patron der Artefaktoren und Zaubermeister steht er für Wissen, Magicka und schöpferische Inspiration. Er gilt als der mächtigste und weiseste Magier Morrowinds.

Abschließend betont der Text, dass die drei Lebenden Götter gemeinsam die tragenden Säulen des Tribunals bilden und mit einer Mischung aus Mitgefühl, Disziplin und strenger Rechtsauslegung über das dunmerische Volk herrschen.

Analyse

Die Lebenden Götter beschreibt das Tribunal als einzigartiges religiöses Phänomen, da seine Götter real unter den Sterblichen leben und über sie herrschen. Der Text dient der dogmatischen Einordnung der göttlichen Autorität Vivecs, Almalexias und Sotha Sils. Das Werk stellt eine orthodoxe, idealisierte Darstellung des Tribunals dar und reflektiert die offizielle Lehre des Tribunal-Tempels. Kritische Aspekte, historische Kontroversen oder alternative Glaubensrichtungen wie jene der Aschländer werden vollständig ausgeblendet.

Im Vergleich zu subjektiven Reise- oder Beobachtungsberichten zeichnet sich der Text durch einen hohen Grad an Dogmatik und theologischer Systematisierung aus. Dadurch ist der Text wichtig für das Verständnis der religiösen Selbstlegitimation und Machtideologie des Tribunals während der Zweite Ära.