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1. "Fressen oder gefressen werden" ist mehr als Metapher anzusehen und lässt sich auf die gesamte "Stärker oder schwächer"-Situation beziehen.Es steht dem Menschen völlig frei ob er Fleisch isst, dem Löwen nicht. Und da wir Vernunft haben und über unsere Handlungen reflektieren können, gilt "Fressen oder Gefressen werden" für uns so nicht.
Zum einen hat niemand etwas vom "Stärkeren" gesagt, zum anderen wird das auch nicht als "Recht" angesehen, da z.B. ein Reh, das durch Zufall von einem Stein verletzt wird und somit leichte Beute ist, nicht unberechtigterweise das nächste Abendessen für die Wölfe ist.Zumal sich diejenigen, die vormals die Evolutionstheorie bemühten um Sozialdarwinismus zu begründen, widersprechen wenn sie sagen es gäbe kein "Recht". In ihrer Welt anscheinend ja doch: das des "Stärkeren" (übrigens eine völlig falsche Lesart von Darwins Theorie, der mit "the fittest" den "Bestangepassten" meinte).
Dagegen spricht auch keiner. Ich habe nur ein Problem damit, dass jemand etwas als "universelles" Recht sieht. Wenn der Staat seinen Bürgern das "Recht" gibt, als braver Bürger unbehelligt durch die Straßen zu laufen, dann soll ers tun, denn er ist in der Lage dazu. Das ist ein Vertrag zwischen Bürger und Staat, wenn der Bürger diesen Vertrag bricht, dann kann der Staat seinen Vertrag auch brechen und den Bürger einbuchten.Juristisches Recht ist vom Menschen geschaffen.
1. "Fressen oder gefressen werden" ist mehr als Metapher anzusehen und lässt sich auf die gesamte "Stärker oder schwächer"-Situation beziehen.
2. Vernunft ist wie Moral, also kein Grundsatz für eine Diskussion. Für die einen ists vernünftig, sich die Zähne zu putzen, für die anderen, jeden Sonntag in die Kirche zu gehen, um ja nicht in die Hölle zu kommen und für die dritten ist es vernünftig, ne Hexe zu verbrennen.
Es gibt kein physikalisches Gesetz für "Vernunft". Also auch keins, das sagt "Vernunft ist, dem Tiger seinen Penis in Ruhe zu lassen."
Die einzige Grunddefinition, die man für "Vernunft" nehmen könnte, wäre "Meinungen und Taten nicht ohne richtigen Grund zu tun/haben". Allerdings ist der bloße Spaß am Tigerjagen bereits ein solcher...
Zum einen hat niemand etwas vom "Stärkeren" gesagt, zum anderen wird das auch nicht als "Recht" angesehen, da z.B. ein Reh, das durch Zufall von einem Stein verletzt wird und somit leichte Beute ist, nicht unberechtigterweise das nächste Abendessen für die Wölfe ist.
Dagegen spricht auch keiner. Ich habe nur ein Problem damit, dass jemand etwas als "universelles" Recht sieht. Wenn der Staat seinen Bürgern das "Recht" gibt, als braver Bürger unbehelligt durch die Straßen zu laufen, dann soll ers tun, denn er ist in der Lage dazu. Das ist ein Vertrag zwischen Bürger und Staat, wenn der Bürger diesen Vertrag bricht, dann kann der Staat seinen Vertrag auch brechen und den Bürger einbuchten.
Ich habe ihn gelesen und auch einige seiner Essays und Interviews zu dem Thema. Dawkins ersetzt (in meinen Augen) einfach den (in seinen Augen) fundamentalistischen Theismus mit einem fundamentalistischen Atheismus. Fundamentalistisch muss nicht heißen, dass man soweit geht seinen "Gegner" zu töten. Fundamentalistisch heißt für mich absolut in der Ideologie "gefangen" zu sein und anders Gedachtes rundweg abzulehnen, im schlimmsten Falle eben "dagegen vorzugehen". Man kann es Verblendung nennen, allerdings enthält das Wort nicht alles. Dawkins Statement, er möchte eine "Bewusstseinserweiterung" herbeiführen als solches kann schon als alles andere als objektiv interpretiert werden. Man könnte sagen er ist verblendet, da er, ohne einen endgültigen objektiven Beweis vorbringen zu können, impliziert, er kenne "die Objektivität". Es gibt aber keinen endgültigen objektiven Beweis für oder wider eine Entität "Gott". Das ist auch das fundamentale Problem des Disputs. Sein Buch "Der Gotteswahn" kann man auf ganz verschiedene Arten lesen. Aber für mich persönlich ist es ein Pamphlet, nicht mehr. Ähnlich geschrieben wie manch fundamentalreligiöse Schrift. Beide "Lager" kämpfen da mit denselben Mitteln. Es ist aber recht amüsant danach "Der Atheismuswahn" von Alister McGrath u.a. zu lesen. Was das Thema Religion angeht bin ich ein schwacher Agnostiker.
McGrath zu lesen, hatte ich mir für die Zeit nach dem Abi und vor dem Bund vorgenommen, allein schon wegen dieses "Spaßfaktors". Ich stimme dir wohl aber nun nach einigem Nachdenken zu, dass Dawkins in mancher Hinsicht wirklich nicht ganz sauber ist. Aber kann man wirklich erwarten, dass jemand sauber darüber spricht, wo gegensätzliche "Ideologien" aufeinanderprallen? Andererseits sehe ich Dawkins' "Fundamentalismus" längst nicht die Gefahr, die von strenggläubigen christlichen und muslimischen Fanatikern ausgeht.
Wegen der Moral:
Moral ist nunmal sehr subjektiv. Nur mal ein Beispiel: Thema Killerspiele
Deu: So viel Gewalt, Grausamkeiten und Blut kann man moralisch nicht vertreten!
USA: Was gibt es denn für Probleme mit Gewalt in Spielen? Da sehen die Spieler wenisgtens wie die Welt ist und bekommen ein bisschen Allgemeinbildung was Waffen angeht.
Dafür ist bei denen dann halt "Desperate Housewifes" ab 16, weil man da Eva Longoria im Minni-Rock sieht.
Außerdem wird einem die Moral nunmal aufgedrängt! Ohne das man sich wirklich Gedanken über diese Moral macht, kommt man sowieso gar nicht davon weg! Man wurde eben so erzogen.
Und gewisse ethische Vorstellungen hat ja jeder Mensch, weswegen meiner Meinung nach höchstens ethische Grundsätze was in einer Diskussion zu suchen haben.
mfg. Anton
Ein strenggläubiger Christ oder Muslim tut per se nicht schlechtes. Man bedenke immer, dass sowohl in der Bibel als auch im Koran zu Toleranz Andersgläubiger und zum gewaltfreien Leben aufgerufen wird (Jaja, es stehen auch andere Dinge drin, DAS will ich garnicht bestreiten). Die Glaubenswerke sind in sich voller Widersprüche und auch die Deutungen Geistlicher gehen weit auseinander. Ich persönlich mache einen großen Unterschied zwischen Religion und der Institutionalisierung davon (Kirche). Oftmals (und momentan insbesondere im Islam) legen die Institutionen vor allem die negativen Aspekte der Religion stringent für sich aus. Das macht die Religion an sich aber nicht zum Bösen schlechthin.
Mein ganzes Leben, wo ich unter Bibel- und Koranwissen "zu leiden" hatte, habe ich mich gefragt, an welcher Stelle der Bibel oder in welcher Koransure das so explizit steht. Mein Problem ist, dass vor allem viele Extremgläubige "gut" aus "ihren" Büchern zitieren können, die Liberalen dem jedoch manchmal entgegen stehen. Aber ist vielleicht nicht umgekehrt gerade das wieder das Wichtigste, nämlich den Glauben nicht allein mit dem Buch zu begründen?
Dies sagte er einige Monate nach Veröffentlichung seines Buches. Scheint, er hätte die 100% Sicherheit erreicht
Er sagt aus, dass er nicht dran glaubt. Du würdest dich ja auch als Atheist in Bezug auf das fliegende Nudelmonster bezeichnen obwohl du die 100% sicherheit eigentlich nicht haben kannst!
In diesem Punkt hat er doch Recht. Oder hast du jemals einen Gedanken daran verschwendet dass es das fliegende Spaghettimonster wirklich geben könnte? Ich nehme jetzt einfach nein an. Es ist genau dasselbe.
Außerdem was bedeutet Atheismus denn?
Dass jemand nicht an ein höheres Wesen glaubt. Was ja schon zeigt, dass jemand sich nicht 100% sicher ist. Dawkins hat soweit ich weiß nie gesagt: "Es gibt keinen Gott", höchstens "Ich glaube nicht an Gott und bin mir da auch sehr sicher". Während unter Christen Aussagen wie: "Es gibt nur einen Gott" o.ä. doch weitverbreitet sind!
Natürlich gibt es auch viele Atheisten die sagen, dass es keinen Gott gibt. Aber Dawkins zählt nicht zu denen!
Warum trifft das, nach Deinem Beispiel, nicht auch auf die Logik zu?
Fanatischer Tierrechtler: Wir bringen alle Menschen um, dann kann den Tieren keiner mehr was. Außerdem gibts keine Umweltverschmutzung mehr und es herrscht das Paradies auf Erden.
Logik und Moral schließen sich doch nicht aus, sind beide per se wertneutral und beide vorrangig subjektiv (zudem ist doch jede Moral logisch geschlussfolgert).
Was ist bitte logisch daran, dass ein unverheiratetes Paar nicht zusammenleben darf? (50er Jahre)
Es galt schließlich ein Land aufzubauen. Ich weiß es nicht genau, aber ich denke, dass auch die vorherrschende Meinung in den Sozialwissenschaften dahin gingen, dass es einfach das beste System sei, wenn die Frau den Haushalt macht und sich um die Kinder kümmert und der Mann arbeiten geht und das Geld nach hause bringt. So hatte ja praktisch "jeder seinen Platz". Pragmatisch gesehen also durchaus logisch.
Es gibt doch auch aktuell einen großen Streit ob man Kitaplätze ausbauen soll oder ob das die Hölle auf Erden ist. Hier haben die Kitagegner Argumente, wie: "Wenn man sie (die Kinder) zu früh von der Familie trennt, riskiert man, dass sie Aliens werden, die nicht wissen, wo ihr Platz ist. Dort (in den Kitas) herrscht das Gesetz des Dschungels. Die schwächeren Kinder haben keine Chance." - Anna Wahlgren
Klingt in meinen Ohren absolut absurd, doch die meinen das ernst und können es Dir ganz "logisch" erklären, weil sie von ganz anderen Prämissen ausgehen als die Gegenseite.
Imho ist es sozialwissenschaftlich tatsächlich so. Wenngleich man nicht zwischen Männlein und Weiblein unterscheidet. Nach derzeitigem Erkenntnisstand kann diese Rolle genauso gut vom Mann als "Hausmann" ausgefüllt werden. Elterliche Aufmerksamkeit ist extrem wichtig für die Kinder, vor allem, damit sie nicht beispielsweise dauerhaft vorm Fernseher hängen und verblöden (was auch hier mal wieder nicht polemisch gemeint ist, sondern, in übertriebener Form, durchaus zutrifft).
Das Problem ist ganz einfach die Gesellschaft. Zunehmende Verwirtschaftlichung und steigende Preise machen es für das Überleben einer Familie fast schon zwingend erforderlich, dass beide Elternteile arbeiten, um einigermaßen ausreichend Geld heranzuschaffen (was wiederum zu Teilen ein Trugschluss ist, da viele dieses Geld für zum Teil völlig nutzlosen Luxus ausgegeben wird). So müssen die Kinder irgendwo anders untergebracht werden. Entweder werden sie (ganz dem Klischee entsprechend) vor den elektronischen Babysitter Fernseher gesetzt, oder sie werden richtiggehend in KiTa-Stätten abgeschoben, wo sie zwar Sozialkontakte zu anderen Kindern haben dürften, aber halt kaum eine vernünftige Beziehung zu ihren eigenen Eltern, welche in der Sozialpsychologie und in der Kindererziehung nach wie vor für eine einigermaßen vernünftige Charakterbildung nötig ist. Sehr viele Problemkinder stammen aus Familien, in denen die Eltern entweder zu wenig Zeit haben, sich um ihre Kinder zu kümmern; ihre Kinder einfach "abschieben"; es zu viele Kinder sind und die Eltern (oder noch "schlimmer", der allein erziehende Elternteil) überfordert sind; oder die Eltern schlicht und ergreifend kein Interesse an ihren Kindern zeigen.
Richtig. Aber dieses Rollenbild existiert immer noch. Wenn auch nicht so stark. Und es stimmt auch, dass heute und "morgen" die Kinder durch Medienberieselung "ausgesetzt" sind bzw. sein werden. Also durch elektronische Medien wie Fernsehen oder Computer.
Also ich finde auch, dass man ein Kita ein Kind fördern sollte. Vor allem in Sachen "Selbstbewusstsein" und "Sozialkompetenz". Denn "Betüdeln" soll man ein Kind, wie du es schon sagst, Bomret, nicht. Das Kind soll lernen auf "eigenen Beinen" zu stehen. Das gilt besonders im späteren Berufsleben.
Ja gut. In manchen Fällen ist eine KITA schon sinnvoll. Aber nur dann, wenn die Kinder allerhöchstens (von 2-4) für 1/3 der gesamten Zeit drin sind.
Cherubion
*zudem ein Amerikaner. Das ist keine Pauschalverurteilung, aber gerade aus den USA kommen doch sehr stringente Positionen in vielen Bereichen.