Totenrede für Kaiser Varen | ElderScrollsPortal.de

Totenrede für Kaiser Varen

Version vom 18. Februar 2026, 10:14 Uhr von Ddr.Peryite (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version ansehen (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Totenrede für Kaiser Varen
Zum Text
Autor Abnur Tharn
Art Buch
Genre Rede

Totenrede für Kaiser Varen (engl. Eulogy for Emperor Varen) ist eine von Fürst Abnur Tharn, Kanzler des Ältestenrats, verfasste Grabrede auf Varen Aquilarios. Die Schrift würdigt Varens Aufstieg, seinen Kampf gegen Kaiser Leovic und sein rätselhaftes Verschwinden.

Inhaltsangabe

Abnur Tharn preist Varen Aquilarios als tugendhaften und gottesfürchtigen Herrscher, der das Kaiserreich zu altem Glanz zurückführen wollte. Als Kaiser Leovic die Verehrung der Daedrafürsten legalisierte, erhob sich Varen gegen ihn und führte die colovianischen Truppen in den Bürgerkrieg. Nach anfänglichen Rückschlägen errang er militärische Erfolge, marschierte nach Cyrodiil und erschlug Leovic im Kaiserpalast.

Varen bestieg daraufhin den Rubinthron und trug das Amulett der Könige, doch seine Herrschaft währte nur kurz. Tharn deutet an, dass Varens Streben nach göttlichem Ruhm ihn dazu brachte, verbotene Geheimnisse zu ergründen. In einer Nacht voller Stürme und Erdbeben verschwand der Kaiser spurlos. Die Rede endet mit einem pathetischen Abschied und dem Bekenntnis, seinem Beispiel folgen zu wollen.

Analyse

Die Schrift ist als pathetische Totenrede gestaltet und folgt klassischen Elementen kaiserlicher Panegyrik. Varen wird idealisiert als gerechter Reformer und legitimer Erbe der Reman-Dynastie. Der Konflikt mit Leovic wird moralisch aufgeladen, indem dessen Duldung daedrischer Verehrung als entscheidender Bruch dargestellt wird.

Abnur Tharn nutzt eine bildreiche, emotionale Sprache, um Varens Tugenden hervorzuheben und seine kurze Herrschaft zu verklären. Zugleich bleibt die Darstellung selektiv: Die Andeutung, Varen habe sich in göttliche Geheimnisse eingemischt, wird nur vorsichtig formuliert und nicht näher ausgeführt, wodurch sein Verschwinden mystifiziert wird.

Die Rede dient somit weniger einer nüchternen historischen Analyse als der politischen und symbolischen Festigung von Varens Vermächtnis. Sie konstruiert ein Bild des tragischen Helden, dessen Vision unerfüllt blieb, und stärkt durch die kollektive Trauer das Gemeinschaftsgefühl seiner Anhänger.