| Auf der Spur der vergessenen Mähne | |
|---|---|
| Autor | Vianis Oriana |
| Art | Buch |
| Genre | Ermittlungsbericht, Reisebericht |
Auf der Spur der vergessenen Mähne (engl. On the Trail of the Forgotten Mane) ist ein Ermittlungs- und Reisebericht, der die erste Phase einer Nachforschung nach der sogenannten Vergessenen Mähne dokumentiert. Das Werk verbindet persönliche Beobachtungen mit historischen Spekulationen und schildert die zunehmende psychologische Verstrickung der Autorin in ihren Auftrag.
Inhaltsangabe
Der Text ist als Ermittlungsprotokoll (Auftrag 37, Phase 1) verfasst und folgt der Ermittlerin Vianis Oriana bei ihrer Suche nach dem Grab der Vergessenen Mähne.
Zu Beginn schildert Oriana ihre Entscheidung, die Nekropole von Krempen aufzusuchen, obwohl sie dort nur geringe Erfolgsaussichten sieht. Sie begründet dies mit einer methodischen Vorgehensweise: Zunächst müssen die naheliegenden Möglichkeiten ausgeschlossen werden. In Krempen erfährt sie von einer älteren Bretonin, dass der Standort der Nekropole auf einem inzwischen vergessenen Aberglauben beruht. Demnach nutzten frühere Baumeister Golddraht-Ruten, deren Schwingungen Hinweise auf geeignete Grabstätten geben sollten.
Die eigentliche Erkundung der Nekropole verläuft chaotisch. Aufgrund politischer Ereignisse rund um die sogenannte Usurpatorkönigin Euraxia Tharn sind die Priester und Pfleger abwesend. Stattdessen stößt Oriana auf Kämpfe zwischen wiedererweckten Truppen von Darloc Brae und daedrischen Kräften, darunter Dremora im Dienst von Mehrunes Dagon. Trotz dieser Gefahren erreicht sie das Grabmal der Mähnen.
Dort verliert der Bericht an Klarheit: Oriana erinnert sich an ein Gespräch, dessen Inhalt ihr vollständig entfallen ist. Sie erwacht später desorientiert mit einer blutähnlichen Nachricht, die ihr befiehlt, ihren Auftrag nicht in der Nekropole fortzusetzen. Obwohl sie den Ort ohne Ergebnis verlässt, bleibt bei ihr ein starkes inneres Bedürfnis zurück, die Vergessene Mähne weiter zu suchen.
Analyse
Der Bericht beschreibt den Beginn einer offiziellen Untersuchung zum Begräbnisort einer kaum belegten historischen Gestalt, der „Vergessenen Mähne“. Der Text schildert, wie sich eine sachliche Recherche in der Nekropole von Krempen zu einer verstörenden und unvollständigen Erfahrung entwickelt.
Der Text zeichnet sich durch seine zunehmende narrative Unsicherheit aus. Während der Bericht zunächst nüchtern und methodisch beginnt, wird er im Verlauf von Erinnerungslücken, äußeren Chaoszuständen und innerem Zwang geprägt. Die Nekropole fungiert dabei weniger als konkreter Forschungsort, sondern als symbolischer Raum, in dem politische, daedrische und persönliche Kräfte aufeinandertreffen.
Besonders auffällig ist das Motiv der Beeinflussung: Die Autorin handelt am Ende nicht mehr aus beruflicher Pflicht, sondern aus einem kaum erklärbaren inneren Drang. Ob dieser durch daedrische Einwirkung, magische Manipulation oder unterdrückte Erinnerung ausgelöst wird, bleibt offen. Damit positioniert sich das Werk zwischen Ermittlungsprotokoll und psychologischem Erfahrungsbericht und deutet an, dass die Vergessene Mähne möglicherweise mehr als nur eine historische Randfigur ist.