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Onkel Schleckermauls Lied

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Onkel Schleckermauls Lied
Autor Unbekannt
Art Buch
Genre Volkslied

Onkel Schleckermauls Lied (engl. The Song of Uncle Sweetshare) ist ein kindlich anmutendes Lied, das mit der Figur Onkel Schleckermaul in Verbindung steht. Es beschreibt scheinbar harmlos die winterliche Verteilung von „Süßigkeiten“, die sich im Kontext der Ereignisse auf Solstheim als mit Mondzucker versetzte Gaben entpuppen.

Inhaltsangabe

Das Lied beschreibt Onkel Schleckermaul als Hersteller von Süßigkeiten, die besonders im Winter Freude bereiten. In einer Werkstatt, erleuchtet von Kerzenschein und Lampen, schmilzt Zucker, während Glück „in die Herzen eindringt“.

Der wiederkehrende Refrain („He he! Ha ho! Ihr sollt schon sehen, zu der Werkstatt wird er gehen!“) unterstreicht die erwartungsvolle Stimmung. Onkel Schleckermaul wird als eifriger Verteiler von Bonbons dargestellt, der Mädchen und Jungen gleichermaßen beglückt. Das Lied endet in ausgelassenem, beinahe überdrehtem Gelächter.

Analyse

Im Kontext mit der Person Onkel Schleckermaul wird deutlich, dass es sich bei den Süßigkeiten um Mondzucker handelt, den er an die Soldaten der Eisfalter-Festung verteilte. Mehrere Vergiftungen im Jahr 3Ä 427, darunter der Kultpriester Jeleen, führten zur Untersuchung durch die Kriegsfürstin Severia Gratius, die den Nerevarine mit der Aufklärung beauftragte. Dieser fand die Werkstatt nordöstlich der Festung und stellte Onkel Schleckermaul zur Rede.

Formal handelt es sich um ein einfach strukturiertes Lied mit starkem Refrain, klaren Reimen und übertriebener Fröhlichkeit. Die Sprache wirkt bewusst kindlich und festlich, wodurch ein Kontrast zur tatsächlichen Bedeutung entsteht.

Inhaltlich entsteht durch den Kontext eine deutliche Diskrepanz zwischen der harmlosen Darstellung und der Realität: Die „Süßigkeiten“ sind Mondzucker, eine suchterzeugende Substanz. Onkel Schleckermaul erscheint als vom Konsum wahnsinnig gewordene Figur, deren wiederholtes Lachen und überschwängliche Heiterkeit eine verstörende Note erhalten. Das Lied kann daher als Beispiel für ironischen oder makabren Euphemismus gelesen werden, in dem kindliche Symbolik und Drogenmissbrauch bewusst kontrastiert werden.