| Tempel des Drachenkults Zum Text | |
|---|---|
| Autor | Cirantille |
| Art | Buch |
| Genre | Geschichte |
Tempel des Drachenkults (engl. Temples of the Dragon Cult) ist eine Abhandlung von Cirantille über Überreste des Drachenkults in Himmelsrand. Der Text beschreibt Totemsteine, Ruinen und den historischen Hintergrund der Drachenpriester.
Inhaltsangabe
Cirantille berichtet von zerfallenen Tempeln in den abgelegenen Regionen Himmelsrands, die durch Totemsteine mit Tierdarstellungen, darunter Bär, Drache, Fuchs, Motte, Eule, Schlange, Wal und Wolf, gekennzeichnet seien. Diese Stätten würden häufig von Draugr oder anderen Wesen bewacht und stammten aus der Zeit, als der Drachenkult über die Provinz geherrscht haben soll.
Der Text erläutert, dass die Drachenpriester als Mittler zwischen den Drachen und den Menschen fungierten und unter der Verehrung von Akatosh große Tempel errichteten. Nach der Niederlage Alduins während des mythischen Drachenkriegs habe sich der Kult unter die Erde zurückgezogen. Schließlich seien die verbliebenen Anhänger im Jahr 1Ä 140 von Großkönig Harald im Rift besiegt worden. Mit ihrem Untergang sei die Verehrung der Tiergötter von der Anbetung der Acht Göttlichen abgelöst worden.
Analyse
Die Abhandlung ist von einer distanzierten, teils herablassenden Perspektive geprägt. Cirantille bezeichnet die Überlieferungen des Drachenkults als Fabeln und charakterisiert die nordische Totemverehrung als primitiv. Diese Wortwahl deutet auf eine kulturell voreingenommene Sichtweise hin.
Historisch verbindet der Text archäologische Beobachtungen, Totemsteine und Ruinen, mit mythologischen Erzählungen über Alduin und den Drachenkrieg. Dabei wird der Drachenkult als theokratische Herrschaftsform dargestellt, in der Drachenpriester politische und religiöse Macht vereinten.
Der Übergang von Tiergott-Verehrung zu den Acht Göttlichen wird als religiöser Wandel interpretiert, der zugleich einen kulturellen Bruch markiert. Insgesamt liefert die Schrift weniger eine neutrale Analyse als eine historisierende Deutung, die den Drachenkult als überwundenes Relikt einer archaischen Epoche präsentiert.