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Diese Seite enthält die Schrift Die Epen von Mehrunes Dagon (Originaltitel: Epics of Mehrunes Dagon).
Inhalt
Band I
Der erhabene und höchst mächtige Fürst heißt die Geschichten in diesem Buch nicht gut. Es ist vulgär, dass sie hier niedergeschrieben werden müssen, da jeder, der vom Fürsten des Ehrgeizes gehört hat, wissen sollte, dass er der rechtmäßige Herrscher über alle Reiche ist. Kein anderer Fürst kann seiner enormen Macht das Wasser reichen. Kein anderer daedrischer Fürst hat die mentale Kraft, die Ebenen so überlegt zu lenken und zu reinigen wie der Herr der Klingen. Kein anderer Daedrafürst kann es mit dem Ruhm von Mehrunes Dagon aufnehmen. Für das Verbrechen, diese Taten Seines Ruhms zu Papier zu bringen, werde ich mich den Flammen seines Zorns hingeben – nachdem ich die Arbeit abgeschlossen habe.
Um Mehrunes Dagons Hingabe an Abmachungen und Seine Kraftakte zu zeigen, werde ich zuerst die Geschichte des Fürsten von Flut und Feuer und der Verzauberin Arebath erzählen. Arebath beschwor den Flammentyrannen, damit Er Seine Macht über die Veränderung der Enthüllung ihres größten Rituals widmete. Sie sammelte die nötigen Komponenten, Opfergaben der Natur wie auch Werke Sterblicher, während Dagon dafür sorgen sollte, dass die Schutzzauber Seiner Macht gewachsen waren. Außerdem musste Er das Entstehen der Magie beobachten.
Als Arebath Dagon die Abmachung vorlegte, sprach sie die Worte: „Ihr seid in dieser Angelegenheit für meine Sicherheit zuständig“. Er stimmte zu. Als alles geregelt war, zeichnete Arebath ihr Ritual in den Sand vor dem Meer, und sie rief die Macht der Wellen an, dabei zu helfen, tote und verdorrte Bäume wieder zum Leben zu erwecken.
Das Wasser zog sich zurück, als ihr Ritual ihm mehr Macht entzog, als Arebath erwartet hätte. Sie konnte nur entsetzt zusehen, als turmhohe Wellen aus den Tiefen des Meeres auf sie zustürmten.
Dagon erinnerte sich an die Abmachung und entfesselte schnell selbst einen Zauber, der es mit der Macht des Meeres aufnehmen konnte. Flammen schlugen empor, höher als die nahende Welle, und verwandelten das brausende Wasser in Dampf. Arebath stand unverletzt am Strand inmitten verbrannter Bäume und dampfender Gezeitenbecken. In der darauffolgenden Jahreszeit wuchsen aus sämtlichen verdorrten Bäumen wieder gesunde Äste, und die Pflanzen gediehen.
So groß sind der Ruhm von Mehrunes Dagons Macht und Seine Hingabe zu den Abmachungen, die Er trifft. Der Fürst der Veränderung ist dafür bekannt, dass Er Seinen Preis in Blut und Schmerz fordert. Wer mit Ihm paktiert, weiß, dass in dieser Welt Schmerz und Leid Konstanten sind. Er hat den Schock sterblicher Ängste überwunden. Aber Mehrunes Dagon hält Seine Abmachungen auch ein. Seid schlau und kreativ, wenn Ihr Geschäfte mit dem Fürsten macht, dann wird Er Euch ebenso behandeln.
Band II
Da der letzte Band dieses Buches nicht zu meinem unmittelbaren Tod führte (obwohl mein Leben ob der Arroganz, die Werke unseres mächtigen Herrn niederzuschreiben, verwirkt hätte sein sollen), entschied ich mich, weitere Geschichten über Mehrunes Dagon festzuhalten. Sollten diese Zeilen nicht inspirieren oder den Umtrieben des Fürsten der Zerstörung nicht genehm sein, werde ich mein Leben abermals willig den Flammen Seines Zorns übergeben, wenn dies von mir verlangt wird. Möge Fürst Dagon in meiner etwaigen Bestrafung keine Gnade zeigen.
Widmen wir uns nun Mehrunes Dagons unglaublichem Kampfgeschick. Es gibt eine Vielzahl von Erzählungen, die enorme Verehrung für die Fähigkeiten des Fürsten von Flut und Feuer hervorrufen. Die Bevölkerung von Gramfeste erinnert sich noch an die Zerstörung, die es erlitt, nachdem es den Zorn Dagons auf sich gezogen hatte. Anstatt einmal mehr über berühmte Siege der Vergangenheit zu schreiben oder die wohlbekannten Kriegslisten unseres Fürsten zu lobpreisen, werde ich eine neue Geschichte erzählen. Eine über Schlachtgetümmel, Blut und Sieg. Eine Geschichte, in der Dagon sich in einen grauenhaften Kampf stürzte, um Seine getreuen Untertanen aus der Versklavung Molag Bals zu befreien.
In den Tiefen von Kalthafen schuftete eine Gruppe wahrer Gläubiger unter dem wachsamen Auge ihrer daedrischen Aufseher. Jeder ihrer wachen Momente war erfüllt von Schmerz und Leid, und dennoch wussten sie, dass Mehrunes Dagon ihnen zur Seite stand. Sie wärmten sich an Seinem Feuer und brannten mit dem Verlangen, ihren Kerkermeistern zerstörerische Veränderung zukommen zu lassen. Keiner aus dieser Gruppe frommer und weitsehender Sterblicher rechnete damit, Kalthafen je wieder zu verlassen, aber sie wussten, dass sie unglaubliche Akte der Sabotage und des Gemetzels vollbringen könnten, wenn sich ihnen nur die Gelegenheit böte. Also saßen sie ihre Zeit ab; sie schmiedeten Pläne, beteten zum Fürsten von Blut und Zerstörung und warteten den richtigen Augenblick ab.
Einige aus der Gruppe fielen vom Glauben ab, und ihre Willenskraft bröckelte weg wie hohle Muscheln. Andere hingegen, die Rechtschaffensten der Gruppe, blieben weiter ihrem Weg treu. Für ihre Entschlossenheit und Hingabe wurden sie belohnt mit einer unglaublichen Explosion, einer magischen Meisterleistung, die den Boden erbeben ließ und ihren Aufsehern die Werkzeuge des Schmerzes aus den Händen schlug. Die Gruppe sprang wie auf ein Kommando nach vorn. Flammen schlugen im Kielwasser ihres Angriffs empor, und andere Gefangene, die sahen, was eine ergebene Gruppe gegen die Schmerzensbringer ausrichten konnte, schlossen sich ihnen an.
Über den Sterblichen, weit über den Köpfen der Daedra und den Bergen von Kalthafen, stand der Vater des Kataklysmus. Dagon schwang Seine Klingen, und Seine Arme waren nur noch verschwommene Schemen ob der Geschwindigkeit und Finesse jedes Schlages. Malog Bals bestialischer Schwanz peitschte über den Boden und fegte Sterbliche und Schergen hinfort, die seiner Frustration nicht entkamen. Die Fürsten trafen aufeinander, und jeder Schlag schickte ohrenbetäubende Donnerschläge durch das Reich.
Schließlich schien es, als ob Molag Bal siegreich sein würde. Der Ernter der Seelen hob seinen Ziegenschädel und stieß ein wildes Kreischen aus. Einen Augenblick lang war alles still. Die Gefechte auf dem Boden endeten damit, dass die Versklavten zwischen ihren daedrischen Aufsehern lagen, die Hände auf ihre blutenden Ohren gepresst. Einige unglückliche Kreaturen, die in der Nähe der Fürsten gewesen waren, lagen mit von der schieren Wucht des Kreischens zerschmetterten Leibern unter den Trümmern.
Aber Dagons wahre Gläubige waren nicht unter den Gefallenen. Diese öffneten stattdessen ihre Augen der sengenden Hitze der Totenländer. Nicht nur hatte der Exaltierteste sie aus den Klauen von Molag Bal gerettet, Er hatte dies auch noch erreicht, während Er gegen einen Daedrafürsten gekämpft hatte, und das mit lediglich einer Projektion Seiner selbst. Und aus diesem Grund folgen wir dem Fürsten der Zerstörung.