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Schrift:Die Ritterorden der Systren

Auflagen des Buches

Diese Seite enthält die Schrift Die Ritterorden der Systren (Originaltitel: Systres Knightly Orders).

Inhalt

Die Ritterorden der Systren
von Edana Augier, Historikerin der Ritter

Band I

Seid gegrüßt, guter Leser! Ich habe den Großteil meiner Jahre als Grünschnabel unter den Ritteranwärtern des Ordens des Albatros verbracht. Nach einiger Zeit wurde mir klar, dass meine Talente besser für die Laufbahn einer Chronistin und Sammlerin von Wissen geeignet waren als für die einer Ritterin. Dennoch folgte mir in all meinen Studien mein Wunsch, alles festzuhalten und zu analysieren, was ich bezüglich der tapferen Ritterorden dieser Insel finden kann, die ich mein Zuhause nenne, und hier bin ich nun und schreibe das größte Buch über die Ritterorden, das je von sterblicher Feder verfasst wurde!

DER ORDEN DES ALBATROS

Zuerst besuchen wir den Orden des Albatros, den führenden Ritterorden, der doppelt so tapfer ist wie alle anderen. Sein erster Ritter stieg früh in der Zweiten Ära in die Lüfte auf und etablierte den Orden auf Hochinsel. Seitdem war er durchgehend aktiv.

Wenn Ihr so freundlich wärt, mir die Metapher zu verzeihen: Der Orden des Albatros ist stolz auf seine gewaltige Flügelspannweite. Seine Zahlen, sowohl bezüglich der aktiven Ritter als auch des erforschten Prozentsatzes von Nirn, übersteigen die der anderen auf dem Archipel ansässigen Ritterorden erheblich. Dies wird dadurch möglich, dass der Orden den Schwerpunkt auf Abenteuer, Entdeckung und gewagte Kraftakte legt, wodurch Anwärter vom Festland angelockt werden. Sir Melflen Le Fleury, der derzeitige Anführer des Ordens, behauptet, mehr Inseln im abekäischen Meer entdeckt zu haben, als Sterne am Himmel stehen. Da ich den größten Teil meiner Kindheit unter seinen Fittichen verbracht habe, kann ich das bestätigen. Obwohl ich bisher weder die Sterne noch seine Entdeckungen gezählt habe, sind beide Zahlen durchaus vergleichbar.

Fontenot Leila gründete den Orden, um Adelskindern, die nicht mit dem Erbe ihrer Eltern rechnen konnten, eine Möglichkeit zu geben, sich ihr eigenes Vermächtnis zu sichern. Fontenot, selbst vierter Sohn, verweigerte die Anerkennung aller seiner Taten und lebte seine Tage in Bescheidenheit. Der Legende nach bat er die anderen Ritter sogar, ihn ohne Titel anzusprechen. Fontenot Leila ist wahrlich ein Ritter, zu dem alle Anwärter des Ordens des Albatros aufschauen können.

DER ORDEN DES EISENKNOTEN

Ungeachtet der zahlreichen Geschichten über Mut und Tapferkeit, die der Orden des Albatros zu bieten hat, hat der Orden des Eisenknoten deutlich sagenumwobenere Anfänge. Seine Gründerin, Baronin Belene Chatillon, segelte mit der Flotte aller Flaggen. Sie kämpfte gegen die Krecken und verlor sogar einen Arm an die Kreckenfäule, wenn man den Berichten glauben darf. Zu Ehren ihres Opfers und ihrer Tapferkeit tragen einige Mitglieder des Ritterordens an einer Hand einen schwarzen Panzerhandschuh.

Die Herrscher von Hochinsel legen mehr Augenmerk auf die Ritter des Eisenknoten als auf jeden anderen Orden. Diese Aussage ist kein bloßes Mutmaßen, sie ist belegt durch die Aufzeichnungen und Berichte des Ordens selbst. Sie haben Sendschreiben von Hochinsel, die mehrere Generationen zurückgehen.

Wie die Ritter vom Orden des Albatros haben auch die Ritter vom Eisenknoten eine breite Palette tapferer und wagemutiger Taten auf ihrem Konto. Sie sind bekannt für ihr Kampfgeschick, das sie unterwegs und auf Turnieren vervollkommnen. Genau genommen kenne ich keinen Orden, der besser mit dem Schwert umgehen kann als die Ritter des Eisenknoten.

Mit dem Moment ihrer Aufnahme sehen sich Pagen und Knappen mit zahllosen Herausforderungen konfrontiert, die nur die stärksten Krieger übriglassen. Ein Knoten-Galant erduldet keine Beleidigung ohne Genugtuung zu fordern, und er verbringt die meiste Zeit auf Turnierplätzen (wenn er nicht gerade im Krieg ist).

Die derzeitigen Herrscher von Hochinsel wissen die Stärke des Eisenknoten sehr zu schätzen, aber sie stellen immer wieder fest, wie schwierig mit ihnen umzugehen ist. Sie halten ihre Zahl in Kastell Navire klein, indem sie einzelne Mitglieder auf lange, verschlungene Missionen ohne klares Ziel schicken, um zu verhindern, dass sie in Streitereien mit anderen lokalen Orden geraten.

Dame Orlfeth die Kühne, die derzeitige Anführerin des Eisenknoten, ist erbost ob dieser Schirmherrschaft. Sie sehnt sich danach, ihre Ritter auf die Schlachtfelder Tamriels führen zu dürfen. Sie versucht im Geheimen genug persönliche Mittel aufzutreiben, um eine Expedition zu finanzieren, aber Gräfin Elea sorgt dafür, dass der Eisenknoten gerade genug Gold hat, um sich für ihre Turniere in Schuss zu halten, aber nicht genug, um unabhängig zu werden.

Band II

Seid gegrüßt, guter Leser. Band eins meines Werkes behandelte den Orden des Albatros und den Orden des Eisenknoten. Daher lasse ich diese beiden verehrten Gruppen jetzt hinter mir beim Versuch, die verbleibenden Ritterorden des Systren-Archipels besser erklären zu können.

DER EICHENORDEN

Der Eichenorden, der jüngste der Orden, die sich auf dem Systren-Archipel niedergelassen haben, zieht Magie und magisches Verständnis den Kampfkünsten vor. Daher hat er eine enge Beziehung zu den Druiden und nennt die druidischen Lehrer oft als Fundament seines enormen magischen Verständnisses. In jüngster Geschichte haben einige Eichenritter die Zauberkünstler der Magiergilde in den Bereichen Zerstörung und Beschwörung übertroffen.

Leider haben seine Vorlieben und sein Geschick dem Eichenorden mehr als nur ein paar Feinde eingebracht. Die Ritter des Eisenknoten haben zu mancher Gelegenheit schon die Eichenritter offen verspottet, da es diesen ihrer Meinung nach an Ritterlichkeit und dem Respekt für Zweikampf mangelt und diese Punkte einen wahren Ritter ausmachten. Darüber hinaus fühlen sich die Beschwörer der Magiergilde häufig bedroht von den Fähigkeiten des Eichenordens, und sie behaupten, dass die Ritter keine wahren Fachleute der Magie sind.

Dennoch hat der Eichenorden auch mächtige Verbündete. Graf Damard gewährt seinen Mitgliedern persönliche Vorführungen und Lektionen, die gut besucht werden. Der Adel sieht eindeutig Nutzen darin, den Eichenorden zu unterstützen. Die Ritter setzen häufig ihre magischen Fähigkeiten ein, um den Adelshäusern in einer Vielzahl von Unternehmungen zur Hand zu gehen.

KLEINERE UND AUFGELÖSTE ORDEN

Ich wäre keine gute Chronistin, wenn ich nicht die anderen Orden erwähnte, die auf dem Systren-Archipel zu Hause sind. Denn obgleich der Großteil der Ritter hier den Orden angehört, die ich ausführlich vorgestellt habe, sind dies doch nicht alle Ritter, die es hier gibt und gab. Beispielsweise gab es vor einigen Jahrhunderten einen Orden, der sich die Ritter von Todesmut nannte. Es gibt keine Aufzeichnungen darüber, warum der Orden verschwand, obgleich es so manche Berichte darüber gibt, dass der Stammsitz des Ordens heute verwüstet ist. Doch zu ihrer Blütezeit waren die Ritter von Todesmut allgegenwärtig im Land, wo sie in zwiegespaltener und blutiger Zeit für Frieden sorgten.

Den Orden der Geflochtenen Ranke, dem Druiden angehören, gibt es noch heute. Ich bin mir nicht sicher, ob dieser Orden gegründet wurde, um Interesse an der Ideologie der Druiden zu schaffen oder ob sie tatsächlich eine Gelegenheit sahen, ihre Künste mit dem Lebensstil eines Ritterordens zu verflechten. Wie dem auch sei, er besteht hauptsächlich aus den Druiden des Steinlehrezirkels, die sich dem Schutz der Haine und anderen Orten auf der Insel verschrieben haben, die den Druiden heilig sind.

Abschließend gibt es da noch den geheimnisvollen Orden von Flamme und Schatten, den manche für eine bloße Legende halten. Schenkt man den verfügbaren Folianten und Geschichtsaufzeichnungen Glauben, besteht dieser Orden aus einem einzigen Ritter, der den Mantel nach umfangreicher und mysteriöser Ausbildung an einen Günstling weitergibt. Der Ritter von Flamme und Schatten wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals gesichtet, sowohl an der Seite des Adels auch beim aktiven Fördern eines Aufstands des gemeinen Volks. Leider gibt es keine weiteren Informationen hinsichtlich seiner Identität, seines Verbleibes oder seiner Motivation. In den letzten Jahren hat man nichts mehr vom Ritter von Flamme und Schatten gehört. Ich vermute, dass der letzte Träger des Titels verstarb, bevor er das Vermächtnis weitergeben konnte. Ein wahrhaft ernüchternder Gedanke.