| Alles über Auridon | |
|---|---|
| Autor | Fenlil der Reisende |
| Art | Buch |
| Genre | Reiselbericht |
Alles über Auridon (engl. Auridon Explored) ist eine fragmentarisch erhaltene Reise- und Beobachtungsschrift des altmerischen Autors Fenlil der Reisende. In mehreren Kapiteln schildert das Werk persönliche Eindrücke, historische Betrachtungen und aktuelle Gefahren der Insel Auridon im Sommersend-Archipel.
Inhaltsangabe
In Kapitel I begrüßt Fenlil den Leser und stellt Auridon als landschaftlich reizvolle, kulturell bedeutende Insel und Tor nach Tamriel vor. Er kündigt ein persönliches Beobachtungstagebuch an, das verborgene Orte und besondere Schauplätze der Insel beschreiben soll, bricht jedoch abrupt ab, da die restlichen Seiten fehlen.
Kapitel II wechselt deutlich im Tonfall und enthält fragmentierte, teils wirre Eindrücke. Der Autor schildert Angst und Abscheu gegenüber affenartigen Kreaturen und beschreibt anschließend die Geschichte der Insel Errinorne, ihre frühere Funktion als aldmerischer und später militärischer Stützpunkt sowie ihren Niedergang durch Krankheit, Krieg und Aufgabe.
In Kapitel IV beschreibt Fenlil eine weitere Insel Auridons, die einst ein bedeutendes Zentrum der Aldmer gewesen sein soll. Er berichtet von Hinweisen auf Aktivitäten wiedererstarkender daedrischer Kulte und Wurmkultisten, die dort offenbar Vorbereitungen zur Errichtung eines Dolmens treffen.
Kapitel V ist persönlicher Natur und widmet sich der Insel der Einkehr, die Fenlil als Ort stiller Schönheit, emotionaler Begegnungen und innerer Einkehr beschreibt. Der Text bleibt bewusst vage und poetisch.
In Kapitel VII schildert der Autor die Geschichte von Burg Flutwasser, einer ehemaligen Verteidigungsanlage bei Himmelswacht. Er beschreibt ihren entscheidenden Beitrag zur Verteidigung gegen die Krecken sowie ihren Untergang durch ein extremes Opfer eines kreckenischen Kriegsmagiers, das zur Zerstörung der Klippen und zum Einsturz der Festung führte.
Kapitel XII behandelt die frühe Besiedlung des Sommersend-Archipels. Fenlil identifiziert Neunbuglandung als wahrscheinlichen ersten Landepunkt der Ahnen während der frühen Merethischen Periode und beschreibt die anschließende Ausbreitung der Mer über die Küsten Tamriels.
Analyse
Alles über Auridon ist als Reisetagebuch angelegt und verbindet subjektive Eindrücke mit historischen und archäologischen Notizen über die Insel Auridon. Das Werk ist nur unvollständig überliefert, da zahlreiche Kapitel fehlen oder beschädigt sind. Es vereint mehrere Textsorten: Reiseliteratur, persönliche Reflexion, historische Abhandlung und zeitgenössische Warnschrift. Der subjektive Tonfall – insbesondere in den fragmentierten Kapiteln – lässt auf einen bewusst „unbearbeiteten“ Charakter schließen, den Fenlil selbst hervorhebt. Dies erhöht den Quellenwert für Stimmungs- und Zeitzeugnisse, mindert jedoch die wissenschaftliche Stringenz.
Auffällig ist der Kontrast zwischen idealisierender Darstellung Auridons als paradiesischer Heimat der Altmer und den wiederkehrenden Motiven von Verfall, Bedrohung und kulturellem Niedergang. Die Hinweise auf daedrische Kulte und militärische Katastrophen verorten das Werk fest im konfliktreichen Kontext der Zweiten Ära. Die Lücken im Text verstärken den Eindruck eines unvollständigen Reiseberichts und lassen Raum für Spekulationen über verlorene oder bewusst entfernte Inhalte.