| Verderbnis des Bluts Zum Text | |
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| Autor | Unbekannt |
| Art | Buch |
| Genre | Pamphlet |
Verderbnis des Bluts (engl. Corruption of the Blood) ist ein polemisches Pamphlet eines anonymen Autors, der sich als „wahrer Sohn Aldmeris“ bezeichnet. Der Text propagiert die Bewahrung der Reinheit der Altmer und richtet sich gegen andere Mer-Völker sowie gegen politische Öffnungstendenzen.
Inhaltsangabe
Der Verfasser stellt die Altmer als letzte unverfälschte Erben von Alt Ehlnofey dar, denen von den et’Ada die Bewahrung eines göttlichen Erbes aufgetragen worden sei. Er argumentiert, dass nur jene Altmer, die strikt an den Traditionen der Aldmer festhalten, ihre Reinheit bewahrt hätten.
Andere Mer-Völker werden als degenerierte Abweichungen dargestellt: Die Dunmer seien durch Veloth und den Einfluss der Daedra entstellt worden, die Orks als abscheuliche Überreste Boethiahs diffamiert, und selbst die Bosmer würden durch ihre Lebensweise als pervertierte Vettern erscheinen. Der Autor warnt davor, vom Weg der Ahnen abzuweichen.
Abschließend richtet sich der Text gegen die „Unerwartete Königin“, deren Politik als Bedrohung der heiligen Inseln und als Einladung zur Verderbtheit dargestellt wird. Der Leser wird aufgefordert, sich dieser vermeintlichen Ketzerei zu widersetzen.
Analyse
Die Schrift ist ein ideologisches Pamphlet, das stark von Überlegenheitsdenken und kultureller Exklusivität geprägt ist. Der Autor konstruiert eine strikte Dichotomie zwischen „reinem“ altmerischem Erbe und „degenerierten“ Abweichungen anderer Völker.
Rhetorisch arbeitet der Text mit emotional aufgeladenen Begriffen, Abwertung und religiöser Legitimation. Historische oder theologische Argumente dienen primär der Rechtfertigung einer isolationistischen und möglicherweise politischen Agenda.
Die Erwähnung der „Unerwarteten Königin“ weist auf einen zeitgenössischen politischen Kontext hin und deutet an, dass die Schrift gegen Reformen oder Öffnung gerichtet ist. Insgesamt spiegelt der Text eine extremistische Auslegung altmerischer Identität wider, die kulturelle Reinheit über Vielfalt stellt und andere Mer-Völker als warnende Beispiele für vermeintlichen Verfall instrumentalisiert.