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An die Nachwelt

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An die Nachwelt
Zum Text
Autor Hafara
Art Buch
Genre Streitschrift

An die Nachwelt (engl. To Posterity) ist eine polemische Schrift von Hafara, die den Kampf der Hexenjäger von Grauenfrost gegen die Hexenzirkel von Ostmarsch schildert. Der Text dient zugleich als Anklageschrift gegen namentlich genannte Hexen und als Vermächtnis an künftige Generationen.

Inhaltsangabe

Hafara beschreibt die langjährige Feindschaft zwischen den Hexen von Ostmarsch und dem Klan der Hexenjäger von Grauenfrost. Sie führt aus, dass ihre Familie über Generationen hinweg gegen Hexenzirkel vorgegangen sei, die Daedrafürsten verehrten und schwere Verbrechen begangen hätten, darunter Entführungen, Mord und Leichenschändung.

Im Hauptteil listet die Autorin mehrere berüchtigte Hexenanführerinnen auf, nennt ihre angeblichen Opferzahlen, die verehrten Daedra (etwa Mehrunes Dagon oder Molag Bal) sowie deren jeweiliges Schicksal. Während einige bereits getötet wurden, gilt Drodda von Eiskap weiterhin als frei und besonders gefährlich. Abschließend bittet Hafara die Nachwelt, nach dem endgültigen Sieg über die Hexen ein Denkmal für die Opfer zu errichten.

Analyse

Der Text ist eindeutig als ideologisch gefärbte Anklageschrift konzipiert. Hafara nutzt eine stark wertende, emotional aufgeladene Sprache, um die Hexen als „Heiden“ und „Weiber“ zu diffamieren und ihren eigenen Klan moralisch zu legitimieren. Die detaillierte Aufzählung von Opferzahlen und Todesumständen verleiht der Schrift den Anschein einer Chronik, dient jedoch zugleich der Selbstinszenierung der Grauenfrosts als gerechte Vollstrecker.

Auffällig ist die Mischung aus religiöser Rhetorik und familiärem Stolz. Die Hexen werden als Werkzeuge finsterer Mächte des Reiches des Vergessens dargestellt, während der Kampf der Hexenjäger als notwendige Reinigung Ostmarschs erscheint. Die beigefügten Anmerkungen zu Opferzahlen und Todesumständen, offenbar ergänzt von verschiedenen Fürsten, verstärken den Eindruck einer fortlaufend gepflegten Traditionsschrift, die sowohl Dokumentation als auch Propaganda ist.

Insgesamt fungiert „An die Nachwelt“ weniger als nüchterne historische Quelle denn als kämpferisches Vermächtnis, das Erinnerungspolitik betreibt: Es konstruiert ein klares Feindbild, glorifiziert den eigenen Klan und fordert zukünftige Generationen ausdrücklich dazu auf, diesen Kampf ideell und symbolisch fortzuführen.