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Die Brüder der Dunkelheit

Die Brüder der Dunkelheit
Autor Pellarne Assi
Art Buch
Genre Historische Abhandlung

Die Brüder der Dunkelheit (engl. The Brothers of Darkness) ist eine historische und analytische Abhandlung über Ursprung, Entwicklung und Wirkungsweise der Dunklen Bruderschaft in Tamriel. Der Text zeichnet den Übergang von einem religiösen Kult hin zu einer dauerhaft etablierten Assassinenorganisation nach und beleuchtet deren ambivalente Rolle zwischen Geheimbund, Kult und politischem Machtinstrument.

Inhalt

Einleitung

Das Werk untersucht die Entstehung der Dunklen Bruderschaft aus der älteren Tradition der Morag Tong und beschreibt, wie sich aus einem daedrisch geprägten Ritualorden eine kommerzielle, aber weiterhin religiös legitimierte Assassinenbruderschaft entwickelte.

Inhaltsangabe

Pellarne Assi eröffnet den Text mit dem Hinweis, dass die Geschichte der Dunklen Bruderschaft bewusst im Dunkeln gehalten werde und nur Eingeweihten vollständig bekannt sei. Schon die Bezeichnung „Brüder“ sei irreführend, da sie geschlechtsunabhängig verwendet werde. Die Organisation existiere weiterhin im Verborgenen, sei jedoch für zahlungskräftige Auftraggeber erstaunlich leicht auffindbar.

Der Ursprung der Bruderschaft wird in der Zweiten Ära bei der Morag Tong verortet, einem religiösen Orden, der dem daedrischen Prinzip Mephala folgte und rituelle Morde beging. In ihrer Frühzeit agierte die Morag Tong unkoordiniert und ohne zentrale Führung. Erst mit dem Auftreten der sogenannten Mutter der Nacht gewann der Kult an Struktur und ideologischer Klarheit. Ihr wird die Lehre zugeschrieben, dass bestimmte Morde Mephala stärker erfreuten als andere, insbesondere aus Hass begangene Taten und die Ermordung bedeutender Persönlichkeiten.

Als Wendepunkt gilt die Ermordung des Potentaten Versiduae-Shaie im Jahr 2Ä 324, bei der die Morag Tong ihre Täterschaft offen bekannte. In der Folge wurde der Orden auf dem gesamten Kontinent geächtet und verschwand für etwa ein Jahrhundert aus den offiziellen Chroniken.

Assi verfolgt anschließend die Wiederkehr der Organisation unter dem Namen Dunkle Bruderschaft. Erste Hinweise finden sich in den Tagebüchern der Blutkönigin Arlimahera von Hegathe, die bereits im frühen vierten Jahrhundert der Zweiten Ära auf die Dienste der Bruderschaft zurückgriff. In dieser neuen Phase verband der Orden kultische Praktiken mit einem klar kommerziellen Zweck. Die Bruderschaft wurde zu einer Assassinengilde, deren Dienste von Herrschern und wohlhabenden Auftraggebern in Anspruch genommen wurden.

Als Höhepunkt dieser Entwicklung nennt der Autor die koordinierte Ermordung des akavirischen Potentaten Savirien-Chorak und aller seiner Erben im Jahr 2Ä 430. Dieses Ereignis führte zum raschen Zusammenbruch der herrschenden Dynastie und zu einer langen Phase politischer Instabilität in Tamriel. In den folgenden Jahrhunderten blieb die Dunkle Bruderschaft aktiv, auch wenn keine vergleichbaren Exekutionen mehr dokumentiert sind. Sie wurde trotz ihrer formellen Illegalität vielerorts geduldet, da ihre Dienste als nützlich, wenn nicht gar notwendig galten.

Analyse

Das Buch stellt die Dunkle Bruderschaft nicht als bloßen Verbrecherorden dar, sondern als Produkt politischer Nachfrage und religiöser Ideologie. Der Text zeigt, wie sich rituelle Gewalt, wirtschaftlicher Nutzen und Machtpolitik gegenseitig verstärken konnten. Besonders deutlich wird dies in der Beobachtung, dass selbst moralisch integre Herrscher kaum geneigt waren, einen Orden zu verfolgen, dessen Dienstleistungen sie selbst in Anspruch nahmen oder fürchteten.

Die Figur der Mutter der Nacht fungiert dabei als ideologisches Bindeglied zwischen Kult und Organisation. Ihre tatsächliche Identität bleibt bewusst unklar, was zur mythischen Überhöhung der Bruderschaft beiträgt. Assis nüchterner Tonfall und die Verwendung historischer Quellen verleihen dem Werk den Charakter einer distanzierten Analyse, ohne die moralische Fragwürdigkeit des Gegenstands zu verschleiern.

Insgesamt gilt das Buch als eine der zuverlässigsten nicht-ordenseigenen Darstellungen der Dunklen Bruderschaft und wird häufig herangezogen, um deren Rolle in der politischen Geschichte Tamriels zu verstehen.