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Inoffiziell:Interview mit drei Schriftstellern

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MW Dwemer-Rätselwürfel.png Dieser Entwicklertext ist inoffiziell, da er nicht im unmittelbaren Kontext der Bethesda-Titel veröffentlicht wurde, stellt aber eine für Konzeption und Hintergründe der „Elder Scrolls“-Lore relevante Quelle dar. Für mehr Informationen siehe auch die Hilfeseite zum Einbezug inoffizieller Texte.
Auflagen des Buches

Diese Seite enthält den inoffiziellen Entwicklertext von Interview mit drei Schriftstellern  (Originaltitel: Interview With Three Writers). Das RP-Interview wurde von Xanathar, Attrebus, B und Sinder Velvin aus der Imperial Library mit Ted Peterson geführt, der die drei Schriftsteller und ihren Literaturagenten spielt. Es ist nach ES III: Morrowind, aber vor ES IV: Oblivion datiert und auf der Imperial Library archiviert.[1]

Inhalt

Interview mit drei Schriftstellern

Es war ein sonniger Tag in der Kaiserstadt. In der Kaiserlichen Bibliothek ging nichts Ungewöhnliches vor sich, bis Xanathar einen Brief von einem wohlbekannten Literaturagenten namens S’Reddit erhielt. Der Khajiit wollte wissen, ob die Bibliothek an einem Rundgespräch mit drei berühmten Schriftstellern interessiert sei: Carlovac Taunwei, Waughin Jarth und Baloth-Kul. Die Bibliothekare, die sich schon lange gewünscht hatten, diese Schriftsteller zu ihrem Werk zu befragen, stimmten zu.

Nachdem die Bibliothek am Morndasabend geschlossen hatte, machten sich vier Bibliothekare in eine der Tavernen der Kaiserstadt auf, um sich mit S’Reddit und den drei Schriftstellern zu treffen.

Der Literaturagent und die drei Personen, die er vertrat, saßen an einem der größeren Tische des Etablissements. Sie standen auf, als die Bibliothekare eintrafen.

Xan:
Grüße, Meister S’Reddit - da sind wir, wie Ihr seht. Danke, das Ihr ein Treffen mit diesen großartigen Autoren arrangiert habt. Ich bin sicher, dass dieses Rundgespräch eine aufschlussreiche Erfahrung sein wird. Aber gestattet, zunächst einmal meine Kollegen und mich selbst vorzustellen. Ich bin, wie ihr bereits wisst, Xanathar. Das hier -

Xanathar sah den Kaiserlichen an, der links von ihm stand.

Xan:
- ist Attrebus, ein kaiserlicher Gelehrter, früherer Student des verblichenen S’Triker.

Attrebus verbeugte sich.

Xan:
Und das -

Xanathar blickte auf den Hochelfen zu seiner Rechten.

Xan:
- Ist B.

B nickte.

Xan:
Und der hinter mir ist Sinder.

Sinder nickte ebenfalls.

S'Reddit:
Der Mann zu meiner Linken -

S’Reddit wies auf einen jovialen, pausbäckigen Bretonen.

S'Reddit:
- bedarf sicher keiner Vorstellung. Waughin Jarth ist seit Jahrzehnten Tamriels literarische Schatzkiste, einer unserer gefeiertsten, produktivsten Erzähler, der uns mit “Der Tanzball im Sanatorium”, „Ein Tanz im Feuer“, „Die Wolfskönigin“, „Feyfolken“ und vielen anderen Werken beschenkt hat. Baloth-Kul -

Der Agent fuhr fort und ein Dunkelelf, der für einen seines Volkes ungewöhnlich beleibt war, nickte bei seinem Namen.

S'Reddit:
Schon das erste Stück dieses Genies, „Das Grauen auf Burg Xyr“, hat ihn im ganzen Land bekannt gemacht. Seit Gor Felim hat kein Dramatiker mehr so die finstere Fantasie in der Vorstellung des Publikums eingefangen. Und nicht zuletzt ….

S'Reddit beendete die Vorstellung mit dem großen, seriösen Bretonen zu seiner Rechten.

S'Reddit:
Carlovac Taunwei, Autor von „2920: Das letzte Jahr der Ersten Ära“, ein zum Schriftsteller gewordener Historiker, dessen zu Recht berühmte Reihe sich ihren Platz im literarischen Kanon des Kaiserreichs verdient hat. Geschätzte Bibliothekare und Gelehrte Attrebus, B, Sinder und Xanathar, bitte stellt diesen glänzenden Sternen unter den Literaten alle Fragen, die ihr zu ihren früheren und künftigen Werken haben mögt.

Der Khajiit schloss mit einer förmlichen Verbeugung und jeder setzte sich.

Waughin Jarth:
Könnte ich etwas zu trinken bekommen?

Waughin, Carlovac und Baloth-Kul bestellten jede Menge Speisen und Getränke. S'Reddit war darüber nicht ganz so erfreut, weil er wusste, dass er die Rechnung würde bezahlen müssen. B langte hinauf und nahm seine Kapuze ab. Sein Haar war leicht zerzaust, aber nachdem er es schnell mit den Händen geglättet hatte, sah er wieder vorzeigbar aus.

B:
Das ist äußerst faszinierend. Meine Herren, wie schön es ist, euch allen einmal in Person zu begegnen. Ich möchte vorausschicken, dass ich als Bibliothekar und Gelehrter ein großer Freund all eurer Arbeiten bin. Wir fühlen uns durch eure Gegenwart geehrt.

Attrebus:
Ich weiß, dass den Bibliothekaren sämtliche eurer früheren Werke gefallen haben, daher habe ich eine allgemeine Frage an die Autoren. Wie ist jeder von euch dazu gekommen, Schriftsteller zu werden?

Waughin Jarth:
Ich schreibe nur zu meinem eigenen Vergnügen. Das habe ich schon immer getan.

Den Leuten am Tisch wurden die bestellten Speisen und Getränke gebracht.

Baloth-Kul:
Ich hatte mein Lebtag schon Theater im Blut. Meine Mutter war eine großartige Schauspielerin und mein Vater Architekt, der sich auf Bühnengestaltung spezialisiert hatte. Und wie alle Kinder habe ich natürlich die Arenakämpfe wegen dem ganzen Blut und Drama geliebt. Das ist der Grund, warum mein bevorzugtes Genre so häufig dem Makaberen und Brutalen zuneigt. Die Grausamkeit des Lebens hat mich schon immer angezogen.

Carlovac Taunwei:
Wie S’Reddit schon sagte war ich viele Jahre lang Historiker und schon immer von den Personen und Situationen der fernen Vergangenheit fasziniert. Über die Jahrzehnte habe ich viel zum Ende der Ersten Ära geforscht, dem Niedergang der Reman-Dynastie, und wollte mein Wissen nicht nur mit meinen Akademikerkollegen teilen. Schreiben ist für mich eine lästige Pflicht - es ist viel vergnüglicher zu forschen als mit dem Federkiel etwas zu Papier zu bringen. Aber ich glaube, dass es für die Leute wichtig ist zu wissen woher wir gekommen sind, damit wir wissen oder zumindest vermuten können, wohin wir gehen.

B:
Wäret ihr so freundlich, uns über eure jüngsten Unterfangen ins Bild zu setzen? Eure früheren Werke haben uns sehr gefallen und wir warten gespannt auf jede Auskunft darüber, woran ihr gerade arbeitet oder was ihr vor kurzem abgeschlossen habt.

Waughin Jarth:
Ach, so viele Projekte. Ich habe gerne vier Bücher auf einmal laufen, da wird mir nie langweilig. Eine Fortsetzung von Decumus Scottis Abenteuern ist fast fertig. Und sehr glücklich bin ich auch mit einem Buch namens „Der Exodus“ über Totenbeschwörer und die Magiergilde, das bald herauskommen sollte … obwohl ich nicht mit dem editieren aufhören kann.

Baloth-Kul:
Vor einiger Zeit reiste ich durch die Stadt Cheydinhal und hörte eine Geschichte über ein Haus dort, die mich wirklich erschreckt hat. Ich habe noch keinen Titel für das Stück, aber einen ersten Entwurf fertig und schon begonnen, mit der Schauspielergilde über eine Aufführung zu verhandeln.

Carlovac Taunwei:
Ich habe im Augenblick noch nicht zu schreiben angefangen. Ich habe zu forschen angefangen.

S'Reddit:
Vielleicht könntet Ihr den Appetit der Leser anregen, indem Ihr verratet, welcher Art Eure Nachforschungen sind?

Carlovac Taunwei:
Nun, das kleinere Projekt ist eine Zusammenstellung der Briefe Uriels V. aus Akavir.

S'Reddit:
Und „2Ä 896: Das letzte Jahr der Zweiten Ära“?

Carlovac runzelte die Stirn.

Sinder Velvin:
Was gefällt euch am meisten daran, Schriftsteller zu sein?

Baloth-Kul:
Es gefällt mir, in meinem Publikum zu sitzen und sie schreien zu hören.

Waughin Jarth:
Ich schreibe nur zu meinem eigenen Vergnügen und vielleicht für ein paar Freunde. Ich war zum Glück erfolgreich genug, um davon leben zu können, aber auch wenn ich das nicht wäre würde ich immer noch schreiben. Ich habe einfach zu viele Geschichten, die ich mir selbst erzählen möchte und nichts dagegen, wenn andere mithören.

Carlovac Taunwei:
Es gefällt mir nicht im geringsten. Mir gefällt es zu forschen, zusammenzustellen, an Theorien zu arbeiten, rote Fäden zu finden und eigentlich jeder Aspekt meines Lebens und meiner Arbeit außer dem eigentlichen schreiben und publizieren. Wenn ich könnte, würde ich nur noch forschen und nie wieder herausgeben.

Sinder Velvin:
Sehr interessant, ich frage mich allerdings … wie viel vom dem, was ihr schreibt, ist Fiktion und wie viel ist Fakt? Das ist nicht beleidigend gemeint - ich habe keinen Zweifel, dass eure Nachforschungen eingehend und gründlich sind und respektiere jeden von euch sehr - aber manche Schriftsteller neigen ein wenig zu Übertreibungen.

Baloth-Kul:
Vollkommen fiktiv und vollkommen wahr.

Carlovac Taunwei:
Das ist eine ziemlich schwierige Frage. Wenn Ihr mit „Fiktion“ meint, dass es ganz und gar meiner Vorstellungkraft entsprungen ist, dann ist rein gar nichts davon Fiktion. Es gibt sicherlich einige auf Nachforschungen basierte Vermutungen und jedes Ereignis, das sich in der fernen Vergangenheit zugetragen hat, steht für Interpretationen offen. Ich könnte zum Beispiel nicht mit Gewissheit sagen, was zum Beispiel die genauen Worte eines Gesprächs zwischen dem Herzog von Morrowind und seiner Geliebten Turala waren, aber ich weiß, wer sie war, wer er war und wohin das Gespräch geführt hat … Ich würde das nicht als „Fiktion“ auffassen, weil ich glaube, dass es wahr ist, wenn auch nicht exakt.

Waughin Jarth:
Ich kann nicht gerade behaupten, Nachforschungen dieselbe Aufmerksamkeit zu widmen wie mein Freund Carlovac, aber ich hole mir gerne Inspiration von historischen Figuren. Selbstverständlich hat es die Wolfskönigin Potema und Pelagius den Wahnsinnigen gegeben - es leben sogar noch Leute, die sie gekannt haben. Decumus Scotti ist eine reale Person, aber ich habe seinen Namen aus naheliegenden Gründen geändert. Aber meine Bücher sind keine Geschichtsbücher, sie sollen unterhalten.

B:
Woher bekommt ihr eure Informationen und Ideen? Recherchiert ihr in Büchern, führt Gespräche und/oder reist in Tamriel umher? Waughin Jarth, eine Meldung besagt, dass Scottis jüngstes Abenteuer ihn durch die Sümpfe der Schwarzmarsch führen wird? Seid Ihr zur Inspiration tatsächlich nach Schwarzmarsch gereist und wenn ja, habt Ihr Euch dabei in brenzligen Situationen wiedergefunden?

Waughin Jarth:
Oh, ich bin in Schwarzmarsch nie anderswo gewesen als Gideon undjeder weiß, dass das die verkaiserlichste Stadt der Provinz ist. Ich muss gestehen, dass ich mich mit Decumus Scotti und seiner Feigheit stärker identifiziere als ich sollte. Als Kind habe ich aber einige Zeit in Valenwald verbracht und kenne daher viele Orte aus „Ein Tanz im Feuer“ aus erster Hand. Davon abgesehen kenne ich viele, viele Kaiserliche, die in Schwarzmarsch gereist sind und bestätigen können, dass ich die Beschreibungen richtig getroffen habe.

S'Reddit:
Gideon hat sich über die Jahre ein wenig verändert. Es war eine recht kleine Stadt, als die Kaiserin dort 2920 ganz in der Nähe eingekerkert war.

Xan:
Meister Baloth-Kul, euer Stück über „Das Grauen auf Burg Xyr“ ist schockierend - aber es ist zugegebenermaßen großartig. Könntet Ihr uns irgendwie wissen lassen, wie es mit Iachilla Xyr weitergegangen ist? Werdet Ihr je eine Fortsetzung schreiben? Und nebenbei, habt Ihr einmal das Stück „Die muntere argonische Maid“ von Crassius Curio gesehen?

Baloth-Kul:
Danke. Der Romantiker in mir hofft, dass Iachilla Xyr irgendwo da draußen ist, noch immer in gute Taten verstrickt. Natürlich gab es den Ruf nach einer Fortsetzung, aber das hat mich nie sonderlich interessiert. Ich denke, sie würde dem Original per definitionem unterlegen sein und weniger Schock und Überraschung enthalten. Das neue Stück über das Spukhaus, das ich gerade abschließe, sollte ebenso vergnüglich sein, wenn nicht sogar noch mehr als „Burg Xyr“ … und ja, ich habe einer Privatvorführung von Sera Curios Stück beigewohnt, in der -

S'Reddit:
Ihr meint, Ihr habt keiner Privatvorführung von Curios Stück beigewohnt, richtig?

Baloth-Kul:
… ja, natürlich. Ich habe „Die muntere argonische Maid“ noch nie mit großer Begeisterung gespielt gesehen. Reine Pornographie würde ich es nennen, wenn ich es gesehen hätte, was ich nicht habe. Und wenn ich hätte war es schockierend.

Attrebus:
Baloth-Kul, Ihr habt die Stadt Cheydinhal und die Geschichte eines Spukhauses dort erwähnt. Ich habe mich gefragt, ob Ihr uns irgendwelche weiteren Einzelheiten darüber verraten könntet, etwa in welcher Provinz diese Stadt liegt und ob diese Villa tatsächlich existiert?

S'Reddit:
Verratet aber noch nicht den Namen des Hauses. Wir müssen schließlich noch ein paar Geheimnisse übrig behalten. Baloth-Kul:
Oh, es existiert zweifellos, und die Einheimischen glauben auch fest daran, dass es verflucht ist. Nicht nur, dass es existiert - mein Stück beschreibt auch ganz genau den Grundriss. Es ist nicht gerade eine Villa, aber ein Haus von ganz ordentlicher Größe. Seid Ihr noch nie in Cheydinhal in Cyrodiil gewesen?

Xan:
Meister Jarth, könnt Ihr uns mehr über „Der Exodus“ verraten? Handelt dieses Buch zufällig von Mannimarco? Ich würde gerne mehr darüber lesen, welche Ziele er nach der Verwerfung im Westen verfolgte.

S'Reddit:
Es wäre unfair, zu viel zu verraten, während das Buch noch editiert wird und unveröffentlicht ist …

Waughin Jarth:
Die Verwerfung im Westen?

S'Reddit:
Ich glaube, er meint das von den Neun bestimmte Wunder des Friedens.

Waughin Jarth:
Oh, darüber weiß ich nicht viel. Metaphysik war nie mein Fachgebiet. Ich würde gar nicht wissen wollen, was mit Mannimarco passiert ist. Ehrlich gesagt haben mich die Mächtigen nie interessiert. Es sind die Triumphe und Tragödien der kleinen Leute, die ich erkunden möchte, ihre Beziehung zu den großen Mächten des Kaiserreichs ist nur der Hintergrund. Ich interessiere mich nicht gerade für Vanus Galerion, Mannimarco und ihr Gezänk, sondern die einfachen Totenbeschwörer und ihre Beziehung zu ihren Magiervettern, darin liegt Dramatik, mit der ich etwas anfangen kann. Also nein, wenn ihr euch für Mannimarco interessiert und ob er eine Apotheose hatte, wie manche glauben, dann werdet ihr eure Nachforschungen anderswo anstellen müssen.

Xan:
Ich war immer von Geschichte fasziniert, weswegen ich ein großer Bewunderer von Meister Taunweis Werken bin.

Xanathar wendet sich Carlovac zu.

Xan:
Meister Taunwei, ich habe eine Frage zu Eurem berühmten „1Ä 2920: Das letzte Jahr der Ersten Ära“, eine Frage, die mit dem verstorbenen Sotha Sil zusammenhängt - den ich selbst eines Tages noch gerne persönlich getroffen hätte, aber leider werde ich dazu nicht mehr kommen. Ich habe tatsächlich viele Fragen zu Sotha Sil, aber mehr als alles andere möchte ich Euch nach seinem Abkommen mit den daedrischen Fürsten fragen. Könnt Ihr uns mehr darüber erzählen? Einige Gelehrte glauben, dass das Abkommen mit dem Tod von Sotha Sil annulliert wurde, aber ich glaube, dass die Vereinbarung schon ausgehöhlt war, als der Achtzigjährige Krieg sein Ende fand.

Carlovac Taunwei:
Als Historiker kann ich Euch von der Vergangenheit berichten, aber ich weiß nicht, was die Zukunft bereithält. Sotha Sil ging ins Reich des Vergessens, nachdem Dro’Zel, der König von Senchal, Molag Bal beschworen hatte, um das Königreich Gilvertal in Valenwald zu vernichten. Ab diesem Punkt der Geschichte stellten die Herrscher, mit sehr wenigen Ausnahmen, ihre Geschäfte mit den daedrischen Fürsten ein. Nun, es lag sicher nicht daran, dass die Herrscher aufgehört hätten, nach Macht und der Vernichtung ihrer Feinde zu verlangen, also scheint es so, das Sotha Sils Handel gehalten hat. Wenn ich genau wüsste, was er den Fürsten im Gegenzug versprochen hatte, dann hätte ich es niedergeschrieben. Ich habe das nicht absichtlich wegen Mysterium und Drama aus der Erzählung herausgelassen. Die Psijiks wussten ganz sicher mehr, aber sie haben mir auf Artaeum nur begrenzte Nachforschungen erlaubt.

Attrebus:
Eine Sache, die mich immer neugierig gemacht hat, sind die Beschreibungen, die zu Tsaesci und Maormer vorliegen. Da ich noch keinem dieser schwer fassbaren Völker in Person begegnnet bin - wie zutreffend sind die Beschreibungen? Oder in anderen Worten, habt ihr je ein Mitglied dieser Völker getroffen und das euren Darstellungen zugrundegelegt oder habt ihr basierend auf dem, was ihr gehört habt, begründete Vermutungen angestellt?

S'Reddit:
Selbstverständlich hat sich mein Klient nie mit irgendwelchen Akavari, Maormeri oder anderen Feinden des Kaiserreichs getroffen.

Carlovac Taunwei:
Es gibt sehr alte Krieger, Überlebende der unglückseligen Invasion Uriels V., die mir erzählten, was sie gesehen haben. Ich stehe zu meiner Darstellung, dass die Akavir-Potentaten schlangenartig waren, nicht nur im Temperament, sondern auch in der physischen Erscheinung. Selbst wenn ich keine Zeugen hätte, gibt es einfach zu viele Beschreibungen von ihnen als Schlangen, um anzunehmen, dass sämtliche Schreiber dieselbe Metapher bemüht hätten. Es gibt auch einiges in der rothwardonischen Geschichte, das vorzeitliche Verbindungen zu den Tsaesci nahelegt. Nicht nur sind viele ihrer größten Helden eindeutig ebenso von akavirischer wie rothwardonischer Kultur beeinflusst - beispielsweise Gaiden Shinji - sondern auch der ganze Kult von Satakal und das Fangzahns Höhle genannte Verlies … das sind zu viele Zufälle. Wir sind eine seltene Generation in Tamriel, in der nur wenige überhaupt je ein Wesen aus Akavir gesehen haben. Ich habe den Verdacht, dass wir damit Glück gehabt haben. Die Maormer sind ein nebensächliches Volk und interessieren mich nicht.

Waughin Jarth:
Mein geschätzter Kollege wäre gut beraten, mit Überlebenden des Inselkriegs zu sprechen, dann würde er seine Meinung vielleicht ändern. Ich glaube, einiges von dem, was mir gesagt wurde, mag übertrieben gewesen sein, und meine Absicht beim Verfassen der Wolfskönigin war natürlich eher, Potemas Leben und Ziele als notwendigerweise die Einzelheiten von Orgnum und seiner Flotte zu beschreiben, also habe ich einige fragwürdigere Details ausgelassen. Die Meereskreaturen unter ihrem Befehl sind Stoff für Alpträume. Wirklich, es ist eine ganz wunderbare Sache, dass sie in den letzten Jahren nicht geneigt waren, bei uns einzufallen.

B:
Euren Schriften zufolge scheint ihr beide sehr versiert zu sein, was den Psijik-Orden angeht. Und wenn ich so durch die tamriellische Geschichte blättere, scheint der Einfluss des Psijik-Ordens immer mal gewachsen und geschwunden zu sein. Carlovac Taunwei, in „1Ä 2920: Das letzte Jahr der Ersten Ära“ habt Ihr den Orden zur Zeit von Iachesis in der späten Ersten Ära beschrieben. Ihr habt auch einige der Ereignisse besprochen, die sich in dieser Zeit auf Artaeum abgespielt haben. Später im Werk erweckt Ihr den Eindruck, Iachesis habe gespürt, dass es für die Psijiks an der Zeit sei, für eine Weile zu verschwinden. Artaeum ist, wie wir alle wissen, tatsächlich zurückgekehrt. Waughin Jarth, Ihr habt in „Die Wolfskönigin“ dargestellt, wie Kaiser Antiochus 3Ä 110 vom Psijik-Orden Hilfe bei der Verteidigung der Westküste Tamriels verlangt. Ihr führt dannw eiter aus, wie der Orden von dem Treffen zwischen König Orgnum und Königin Potema von Einsamkeit Wind bekam und wie sie eine von Wissensbewahrer Celarus angeführte Gruppe Graumäntel schickten, um der Königin einen Besuch abzustatten. Um es kurz zu machen wurde die Flotte der Pyandoneaner vollkommen in einem Sturm aufgerieben, der plötzlich vor der Insel Artaeum anhob. Und schließlich ergänzt der Autor Taurce il-Anselma das Bild, wenn er im „Fragment: Über Artaeum“ sagt: „Der Einfluss des Rates auf die Politik Tamriels schwankt [...] Kaiser Uriel V. wurde in der ersten, ruhmreichsten Zeit seiner Herrschaft sehr vom Rat beeinflusst. Dies war vor seinem katastrophalen Angriff auf Akavir.“ Aber er erinnert uns daran, dass „Die letzten vier Kaiser, Uriel VI., Morihatha, Pelagius IV. und Uriel VII., [...] so skeptisch gegenüber den Psijiks [waren], dass sie in der Kaiserstadt keine Botschafter der Insel Artaeum duldeten.“
Vielleicht könnt noch näher auf die historische Bedeutung des Psijik-Ordens eingehen? Ich bin sicher, dass ihr beide einige Überlegungen zu dem Thema habt. Zum Beispiel habt Ihr, Carlovac Taunwei, die Briefe Kaiser Uriels V. aus Akavir erwähnt. Taurce il-Anselma impliziert, dass der Orden viel mit der „ersten, ruhmreichsten Zeit seiner Herrschaft“ vor dem „katastrophalen Angriff“ zu tun hatte. Sollten wir annehmen, dass ich Kaiser Uriel V. ihrem Rat verweigert und Akavir trotzdem angegriffen hat? Oder hat der Orden einen Angriff vorgeschlagen und der Kaiser weigerte sich, ihnen noch länger zuzuhören, nachdem er gescheitert war?
Und könntet ihr bitte einmal darstellen, was wie ihr glaubt die Rolle des Ordens heute ist? Haben sie überhaupt eine? Taurce il-Anselma stellt fest, dass die letzten vier Kaiser Botschafter abgelehnt haben, aber Gerüchte sagen, dass Wissensbewahrer Celarus um eine Audienz bei Kaiser Uriel VII. selbst ersucht hat.

Baloth-Kul:
Die Psijiks! Die Psijiks! Lasst mich euch mal etwas verraten - ich glaube, ihr großes Geheimnis hinter ihren ganzen Mysterien und Vernebelungen ist, dass sie eigentlich sehr, sehr langweilig sind. Seit den Tagen von Galerion und Mannimarco ist auf Artaeum nichts mehr passiert, was auch nur im geringsten interessant wäre.

Carlovac Taunwei und Waughin Jarth sahen Baloth-Kul verwundert, bevor sie zur Antwort ansetzten.

Carlovac Taunwei:
Wie gesagt, mein Fachgebiet ist Geschichte, nicht gegenwärtige oder künftige Ereignisse, also könnte ich gar nicht sagen, welche Geschäfte Celarus mit unserem Kaiser hat oder was die aktuelle Beziehung, wenn überhaupt, zwischen Kaiserreich und Artaeum ist. Ich habe il-Anselma natürlich gelesen und glaube, dass Recht hat, insofern die letzten paar Kaiser nur sehr wenig mit den Psijiks zu tun hatten. Meine eigene Theorie ist, dass die Psijiks ihnen die Wahrheit sagen statt nur das, was sie hören wollen. Die Psijiks haben Uriel V. von der Invasion Akavirs abgeraten, sehr deutlich sogar.

Waughin Jarth:
Die historische Bedeutung des Ordens steht außer Frage, aber sie eben nur noch das, Geschichte. So weit ich das sagen kann haben sie keine Verbindung mit dem Kaiserreich, obwohl sie weiterhin Ratgeber der Grafen von Sommersend sind.

Sinder Velvin:
Herr Taunwei, könnt Ihr uns womöglich verraten, wie und warum Almalexia in der Lage war, Mehrunes Dagon zu besiegen? Ich habe immer angenommen, dass die daedrischen Fürsten sehr viel stärker als das Tribunal sind.

Carlovac Taunwei:
Nun, sie hatte mehr als ein wenig Hilfe von Sotha Sil, versteht sich, und alle drei wurden bei der Begegnung furchtbar verwundet. Ganz besonders Almalexia. Natürlich ist es schwierig, eine präzise Schlag-auf-Schlag-Beschreibung der Schlacht zu geben, weil die Aufzeichnungen ziemlisch mythisch sind. Es gab Überlebende der Zerstörung von Gramfeste, aber die haben sicher keine Aufzeichnungen gemacht, während sie um ihr Leben rannten. Als physische Angriffe erwähne ich im Buch nur, dass sie ihn würgte und er sie mit seinen Klauen vergiftete, zwei Angriffe, die von meinen Nachforschungen gestützt werden. Und was das angeht, wer stärker ist oder war, zwei der Götter Morrowinds auf dem Höhepunkt ihrer Macht oder ein Daedrafürst … ich könnte es nicht sagen. Es ist verführerisch zu sagen, dass das Tribunal in dieser Zeit am mächtigsten war. Sie haben immerhin eine Invasion von Mehrunes Dagon zurückgeschlagen. Aber ohne Gewissheit darüber, was seine Absichten über die Zerstörung von Gramfeste hinaus waren - womit er Erfolg hatte - wäre ich nur ein schlechter Gelehrter, wenn ich zu viel vermuten würde.

Xan:
Warum hat Vivec im Kampf gegen das Kaiserreich nicht seine Kräfte eingesetzt? In Anbetracht der Tatsache, dass er über eine Reihe von Gotteskräften verfügte - warum hat er sich nur auf einfache Truppen und Kriegsstrategien verlassen?

Carlovac Taunwei:
Es gibt definitiv Geschichten von Vivecs außergewöhnlichen Taten während des Achtzigjährigen Krieges, die ich nicht aufgenommen habe, weil sie nicht 2920 stattgefunden haben. Vivec ist ein außergewöhnlicher Charakter, glaube ich, weil er ebenso General wie Gott ist. Er tut die Dinge, die man von Göttern erwarten würde - das Land überfluten, Felsen davon abhalten, aus dem Himmel zu fallen - aber er ist auch ein Anführer, der seine Männer zum Sieg inspiriert. Ich glaube, dass er es manchmal, vielleicht nicht immer, aber manchmal, vorgezogen hat, seinen Scharfsinn zu benutzen, seine Fähigkeit, Strategien zu ersinnen statt seiner rohen Kampfgewalt … es ist reine Vermutung, aber ich glaube manchmal, dass er seine Männer einfach etwas lernen lassen wollte statt sie nur zu retten, und nach achtzig Jahren Krieg war er müde …

Waughin Jarth:
Das ist sehr viel Vermutung. Vielleicht war er einfach nicht so mächtig wie die Leute sagen.

Attrebus:
Es gibt viel Vermutung bei allem, was Vivec betrifft.

Attrebus lachte in sich hinein.

Attrebus:
Ein Thema, das mit Vivec und dem Tribunal halb verbunden ist wäre das Schicksal der Dwemer. Es gibt ein paar Bücher über dieses rätselhafte Volk, aber niemand zeichnet ein klares Bild davon, was mit ihnen geschehen ist. Hat einmal einer von euch überlegt, zu diesem Thema nachzuforschen und ein Buch über die Dwemer zu schreiben? Oder hat es der Nebel der Zeit unmöglich gemacht, in dieser Sache Fakt von Fiktion zu trennen?

Carlovac Taunwei:
Ich bin ein großer Bewunderer der dwemerischen Kultur. Ich glaube, Tamriel hat sich nie ganz von ihrem Verlust erholt … vielleicht werde ich eines Tages über ihr Verschwinden schreiben. Es hat zweifellos alle Kennzeichen einer großen Geschichte, mit all ihren Versprechungen, auf ewig enttäuscht.

Waughin Jarth:
Die Aufgabe ist mir zu groß. Aber es würde mir nichts ausmachen, eine Biographie von Dumac zusammenzustellen. Wie Ihr aus der „Wolfskönigin“ wisst, habe ich eine Schwäche für dem Untergang geweihtes Königtum … vielleicht …

Baloth-Kul:
Ich würde es nur machen, um das Vermächtnis meines Dramatikerkollegen Gor Felim zu ehren, dessen übriges Werk außer dem, was er als Marobar Sul geschrieben hat, leider nicht im Druck ist. Wie er würde ich mit einigen wilden Spekulationen aufkreuzen, die absolut keinen Halt, aber jede Menge Unterhaltungswert haben.

B:
Ich würde zustimmen, dass die Dwemer faszinierend sind, ihre Geschichte ist es in hohem Maße immer noch. Ich finde Geschichten über den Messinggott extrem interessant. Es gibt Erwähnungen des ursprünglichen Messinggottes, wie er von Kagrenac und dem Enantiomorph gesehen wurde. Ich habe mich gefragt, ob uns jemand von euch mehr über den Enantiomorph erzählen könnte, oder Zurin Arctus und Talos, wie sie einzeln bekannt sind. Viele glauben, dass Zurin der Unterkönig war, aber „Die Arcturische Häresie“ scheint diese Sichtweise zu verunklaren, daher das Wort „Häresie”. Wäre es jemandem recht, uns über die Beziehung von Arctus, Talos und dem Enantiomorph aufklären?

Baloth-Kul:
Ihr findet das interessant? Ich nicht. Nicht im geringsten.

Waughin Jarth:
Nun, „Die Arcturische Häresie“ ist so etwas wie ein Witz, oder? Wer, glaubt Ihr, hat sie geschrieben? Ich habe noch nie von einer Historie gehört, die so, nun ja, weder förmlich noch poetisch, man würde wohl sagen im Plauderton gehalten ist. Ich meine, Zurin Arctus „nimmt sich ihrer an“? Als Theorie ist es zweifellos weniger interessant als die Vorstellung, dass Zurin Arctus der Unterkönig war, aber die große Tragödie des Lebens besteht darin, wie oft sich das weniger interessante als wahr herausstellt, also ist es vielleicht doch keine Fiktion.

Carlovac Taunwei:
Lasst mich zunächst einmal sagen -

S'Reddit:
Das ist die Haupthandlung im Buch meines Klienten - „2Ä 896: Das letzte Jahr der Zweiten Ära“. Ich glaube, ihr solltet die Veröffentlichung abwarten, um seine Meinung zu hören … es ist ziemlich verwickelt … aber faszinierend …

Sinder Velvin:
Dabei frage ich mich - wenn es so viele radikal unterschiedliche Berichte gewisser historischer Ereignisse gibt, wie kann ein Forscher dann überhaupt sagen, welche Berichte wahr sind und welche nicht? Und weiter, bedeutet das nicht, dass es keine einstimmig akzeptierte Geschichte Tamriels gibt? Wie erklärt ihr in diesem Fall die Einheit des Kaiserreichs in Anbetracht der großen kulturellen Unterschiede zwischen den Völkern, die in Tamriel leben?

Baloth-Kul:
Ihr seht Einheit im Kaiserreich? Ich nicht.

Carlovac Taunwei:
Bei allem gebotenen Respekt, ich glaube, Ihr übertreibt die Dinge ein wenig, Sinder. Gibt es Ereignisse, Persönlichkeiten und Geschichten, die umstritten sind? Sicherlich. Bedeutet das, dass es keine Fakten gibt, die allgemein vom Volk des Kaiserreichs akzeptiert werden? Ganz und gar nicht. Als Historiker ist es meine Arbeit, auf die allgemeinen Glaubenssätze zu blicken - und derer gibt es viele in Tamriel - und sie infrage zu stellen, nach Beweisen zu suchen, um sie zu untermauern oder zu widerlegen. Ich muss sie in ihrem politischen Kontext sehen, sowohl historisch wie zeitgenössisch. Manchmal muss ich mich mit den wahrscheinlichsten Szenarien zufrieden geben, basierend auf dem, was vorher und hinterher passiert ist Vermutungen anstellen, was und warum etwas geschehen ist. Und ich muss mir selbst eingestehen, dass einige meiner Vermutungen falsch sein werden, und genug Größe haben, es zuzugeben, wenn Gegenbeweise ans Tageslicht kommen. Davon abgesehen halte ich Geschichte in Tamriel nicht für eine komplett konturlose Masse ohne Eckpfeiler oder Referenzpunkte. Ein Historiker mag unmöglich endgültig sein, aber das bedeutet nicht, dass Geschichte als Ganzes eine Lüge ist. Die Wahrheit ist irgendwo da draußen, wenn man nur hinschaut.

Waughin Jarth:
Ich glaube nicht, dass sich das gemeine Volk viel um Geschichte kümmert. Das meiste davon ist akademisches Geschwätz. Was zählt es für einen Bauern in Morrowind, wer Veloth war, wann er gelebt oder ob es ihn überhaupt gegeben hat? Es gibt eine Tradition, die nie aussterben wird, selbst wenn Historiker noch so unangefochtene Beweise liefern würden, um jeden Zweifel auszuschließen. Die Leute in Tamriel, und ich denke auch anderswo, glauben das, was sie glauben wollen.

Attrebus:
Aus einer Gelehrtenperspektive ist es eine Schande, dass es keine konsistentere Sicht auf die Geschichte gibt. Ganz besonders, weil da Wesen über Nirn wandeln, die bei gewissen Ereignissen dabei waren und einfach nicht reden! Natürlich hätte es nicht mehr viel von einem „Abenteuer“ wenn alles bereits bekannt wäre.

B:
Wir glauben auch, dass es einige Diskrepanzen in den historischen „Fakten“ von Tamriel gibt. Ich nehme an, wir mögen über die Schwere dieser Angelegenheit unterschiedlicher Meinung sein. Eine Sache, die wir aber gemeinsam haben, ist unsere Suche nach Wissen und Verstehen. In „Der Fall des Usurpators“ von Palaux Ilthre gibt es ein Zitat des Dichters Braeloque: „Um die Fakten zu finden, sucht der Weiseste immer zuerst in der Fiktion.“ Ich halte das für eine interessante Ansicht. Wir Bibliothekare scheinen das in den meisten Fällen zu tun. Und da wir gerade beim Thema des Usurpators sind, habe ich mich gefragt, ob Ihr uns noch etwas mehr über den Mann erzählen könnt, der Camoranischer Usurpator genannt wurde und mit seinem Heer aus Daedra und untoten Kriegern durch Valenwald wütete.

Carlovac Taunwei:
Das ist ein besonderes Interesse von mir. Und etwas, wozu ich gerade forsche. Es ist ein gewaltiges Thema, wie Ihr auch wenden mögt. Ein beachtlicher Kriegsherr war er, der Usurpator, und auf seinem Wüten durchs westliche Tamriel vollkommen unaufhaltsam. Der Kaiser und das niedere Königtum haben jahrzehntelang versucht, ihn aufzuhalten, aber er wurde nur stärker und stärker. Wenn man die Berichte dieser Ära durchsieht gibt es da dieses spürbare Empfinden eines wachsenden Grauens … es ist wahrlich eine epische Geschichte und es wert, erzählt zu werden.

Sinder Velvin:
Da wir gerade von epischen Geschichten sprechen habe ich mich gefragt, was ihr über die vier großen Helden denkt, die so erstaunliche Dinge vollbracht haben: den Ewigen Champion - der den Erzbetrüger Jagar Tharn besiegte, den Held vom Schlachtenturm - der Mehrunes Dagon bezwang, als Jagar Tharn über Tamriel herrschte, den sogenannten Held von Dolchsturz - der eine große Rolle bei den Ereignissen spielte, die zur Verwerfung im Westen (oder, wie der geschätzte S’Reddit es nannte, das von den Neun bestimmte Wunder des Friedens) führte, und schließlich den Nerevarine - der, natürlich, neben anderen Dingen Dagoth Ur besiegt hat. Nun beschämt es mich etwas, das zuzugeben, aber ich weiß nicht einmal die wahren Namen dieser tapferen Helden. Kennt ihr irgendwelche Biographien, die über sie geschrieben wurden? Habt ihr je in Betracht gezogen, vielleicht selbst über sie zu schreiben? Und wie ist es möglich, dass vier Männer alleine so große Werke vollbracht haben? Wie konnte ein einziger Sterblicher die Daedrahorden von Mehrunes Dagon und den daedrischen Fürsten selbst bekämpfen und siegreich daraus hervorgehen? Das klingt für mich eher wie ein Märchen ...

Baloth-Kul:
Diese Geschichten klingen für Euch interessant? Nicht für mich. Wenn sie nicht wirklich passiert wären, würde ich sie für Märchen halten, die sich irgendein miserabler Schreiberling zusammengereimt hat.

Carlovac Taunwei:
Ihr müsst verstehen, dass das alles recht junge historische Ereignisse sind, alle unter der Herrschaft unseres derzeitigen Kaisers und es in seinem besten Interesse ist, die Namen derer, die beteiligt waren, geheim zu halten. Ich bezweifle, dass ich lang genug lebe, bis diese Aufzeichnungen öffentlich gemacht werden, aber ich stimme zu, dass sie eines Tages vielleicht eine epische Geschichte abgeben könnten. Ich hoffe, dass ein Schriftsteller in der Zukunft versucht, der Wahrheit nachzuspüren.

Waughin Jarth:
Der Kerl - ich habe gehört, dass es ein Kerl war, obwohl es auch eine Dame gewesen sein könnte - der Mehrunes Dagon bezwang hat ihn, glaube ich, nicht wirklich besiegt. Er hat lediglich durchkreuzt, was die unmittelbaren Pläne des Fürsten gewesen sein mögen. Es scheint mir genauso wahrscheinlich, dass Dagon den Helden manipuliert hat, um genau das erreichen, was er wollte. Ich glaube nicht, dass irgendein Fürst besiegt werden könnte, wenn Er es nicht so wollte.

Attrebus dachte einen Augenblick nach.

Attrebus:
Wir haben die Gerüchte gehört, dass das Kaiserreich fallen wird. Was ist eure Meinung dazu? Glaubt ihr, dass uns in nicht allzu ferner Zukunft schwierige Zeiten bevorstehen?

Baloth-Kul begann zu singen.

Baloth-Kul:
Oh ja, schlimme Zeiten ziehen herauf, hoch droben finstere Wolken stehen,
Da hilft kein Gewimmer, kein Hoffnungsschimmer, wir WISSEN, dass sie nicht vergehen ...

Waughin Jarth:
Uns stehen schwierige Zeiten bevor? Ich weiß nicht so recht. Ich blicke mich um und sehe, dass wir die bereits haben. Aber andererseits ist es schon immer so gewesen. Tamriel ist seit jeher die Arena gewesen und ich vermute, dass sie das auch immer bleiben wird.

Carlovac Taunwei:
Ich bin Historiker, kein Eschatologe, aber man kann die Ereignisse von 2920 mit, sagen wir, heute vergleichen. Der Kaiser ist alt, ja, aber er ist bei guter Gesundheit. Er hat Söhne, um sein Reich zu erben. 2920 gab es nur einen Kaiser, Reman, und einen Sohn, Juilek. Ob ich glaube, dass dieses Kaiserreich ewig fortwähren wird? Nein, natürlich nicht. Alle Kaiserreiche fallen oder lösen sich langsam mit der Zeit auf, was, denke ich, offen gesagt auch das Schicksal der Septim-Dynastie ist.

Xanathar blickte sich um.

Xan:
Hmm, es ist schon recht spät. Ich fürchte, wir werden dieses Gespräch bald beenden müssen. Ich bin ziemlich sicher, dass wir morgen alle wichtige Dinge zu tun haben. Aber ich möchte euch noch eine weitere Frage stellen, und zwar zum Buch „Über das Reich des Vergessens“. Wie ihr vielleicht wisst heißt es in diesem Buch, dass ein gewisser „Jyggalag“ ein daedrischer Fürst sei. Interessanterweise gibt es darin keine Erwähnung Meridias. Wisst ihr vielleicht, wer dieser Jyggalag ist?
Und wisst ihr darüber hinaus etwas über den Verbleib von Morian Zenas, den Autor dieses Werks? Das Buch sagt, dass es nur das erste Kapitel einer Reihe ist, aber seit der Publikation sind viele Jahre vergangen und meines Wissens nach wurde nie ein zweiter Teil veröffentlicht. Könnte Morian Zenas verschwunden sein?

Carlovac Taunwei:
„Die Wasser des Reichs des Vergessens“ ist das Buch, das Ihr meint?

Waughin Jarth:
Habt Ihr es gelesen?

Carlovac Taunwei:
Nein, zu beschäftigt im Moment, aber ich habe es vor.

Waughin Jarth:
Ich dachte immer, dass Jyggalag so etwas wie ein Witz war, den die Daedrafürsten dem alten Zenas gespielt haben.

Sinder Velvin:
Es ist wirklich schon ziemlich spät geworden.

Sinder Velvin warf einen Blick auf die Autoren.

Sinder Velvin:
Entschuldigt, eure Zeit so lange in Anspruch genommen zu haben, werte Herren, aber ihr seid so interessante und kenntnisreiche Individuen, dass wir einfach fragen mussten, wie ihr über bestimmte Themen denkt. Nun, da ich euch schließlich in Person getroffen habe bin mir absolut sicher, dass das Lob verdient. Ich werde gespannt auf die Veröffentlichung eurer nächsten Bücher warten und ebenso meine geschätzten Kollegen, wie ich mir sicher bin. Eine Sache noch, bevor wir auseinandergehen - gibt es irgendetwas, das ihr uns noch nicht gesagt habt, aber gerne noch loswerden möchtet?

Baloth-Kul:
Kauft meine Bücher. Ich weiß, dass sie viel kosten, aber meine Ausgaben sind hoch.

Carlovac Taunwei:
Ich glaube, ich habe alles gesagt, was ich zu sagen hatte und vermutlich noch mehr.

Waughin Jarth:
Oh, es gibt noch ein paar mehr Bücher von mir, die bald herauskomme werden, aber ich möchte die Überraschung lieber nicht verderben, indem ich sie jetzt bespreche. Wenn ihr darüber reden möchtet, nachdem ihr sie gelesen habt, bin ich immer durch meinen Agenten S’Reddit erreichbar. Ich schätze euer unqualifiziertes Lob sehr.

S'Reddit:
Ich scheine meine Geldbörse zu Hause gelassen zu haben. Könnte das einer der Bibliothekare erledigen und mir die Rechnung schicken? Getrennt, wenn möglich?

Xanathar bezahlte die sehr lange Rechnung.

Xan:
Werte Herren, hier endet unser Gespräch, nehme ich an. Ich möchte meine Dankbarkeit zum Ausdruck bringen, dass ihr uns mit mehr Informationen über eure kommenden Bücher versorgt und unsere Fragen beantwortet habt. Vielen Dank dafür, das arrangiert zu haben, Meister S’Reddit.

Die Bibliothekare standen auf.

Xan:
Es ist an der Zeit, dass wir uns verabschieden. Wir haben immer noch ein paar Dinge drüben in der Bibliothek zu erledigen. Ich hoffe, dass wir uns in Zukunft noch einmal unterhalten können. Bis dahin alles Gute und beste Gesundheit!

Nachdem sie Lebewohl gesagt hatten, kehrten die Bibliothekare in die Kaiserliche Bibliothek zurück.

It was a sunny day in the Imperial City. Nothing unusual was going on in the Imperial Library, until Xanathar received a letter from a well-known Literary Agent called S'Reddit. The Khajiit wanted to know if the Library would be interested in having a roundtable interview with three famous writers: Carlovac Townway, Waughin Jarth, and Baloth-Kul. The Librarians, who had long desired to ask these writers questions about their works, agreed.

Morndas evening, after the closing hour of the Imperial Library, four of the Librarians went to one of the Imperial City's taverns to meet with S'Reddit and the three writers.

The Literary Agent and the three people that he represented were sitting at one of the larger tables in the establishment. They stood up as the Librarians approached.

Xan:
Greetings, Master S'Reddit - as you can see, we are here. Thank you for arranging this meeting with these great authors. I am certain that this roundtable interview will prove to be a very informative experience. But first, let me introduce myself and my colleagues.

I, as you already know, am Xanathar. This -

Xanathar looked towards the Imperial standing to his left.

Xan:
- Is Attrebus, an Imperial Scholar, former student of the late S'Triker.

Attrebus bowed.

Xan:
And this -

Xanathar looked towards the High Elf to his right.

Xan:
- Is B.

B nodded.

Xan:
And the one behind me is Sinder.

Sinder nodded as well.

S'Reddit:
The man on the left -

S'Reddit gestured to a jovial, jowly Breton.

S'Reddit:
Surely needs no introduction. Waughin Jarth has been a literary treasure of Tamriel for decades, one of our most celebrated, most prolific writers, having graced us with "The Asylum Ball", "Dance in Fire", "The Wolf Queen", "Feyfolken" and many others. Baloth-Kul -

The agent continued, and a Dark Elf who was curiously plump for one of his race nodded at his name.

S'Reddit:
This genius's first play, "The Horror at Castle Xyr", has already made him famous throughout the land. Not since Gor Felim has a playwright so captured the imagination of the dark fantasy of the audience. Last but certainly, certainly not least -

S'Reddit concluded with the introduction of the tall, serious Breton on the right.

S'Reddit:
Carlovac Townway, author of "2920: The Last Year of The First Era", a historian turned writer, whose justly famous series has earned its place in the literary canon of the Empire. Esteemed Librarians and Scholars Attrebus, B, Sinder, and Xanathar, please ask these shining stars of the literati any questions you have about their past and future work.

The Khajiit finished with a formal bow and everyone sat down.

Waughin Jarth:
Can I get a drink?

Waughin, Carlovac, and Baloth-Kul ordered copious amounts of food and drink. S'Reddit was not that happy about it, since he knew he'd be footing the bill. Reaching up, B took hold of his hood and removed it. His hair was slightly disheveled, but after a quick smoothing with his hands, he looked presentable.

B:
This is very fascinating. Gentlemen, how nice it is to finally meet all of you in person. Let me start by saying that as a Librarian and a Scholar, I am a big fan of all your works. In fact, we are all humbled by your presence.

Attrebus:
I know that the Librarians have enjoyed all of your previous works, and I have a general question to all of the authors. What drew each of you to become a writer?

Waughin Jarth:
I write purely for my own amusement. Always have.

The people at the table were brought the food and drink they had ordered.

Baloth-Kul:
I've had theater in my blood my whole life. My mother was a great actress, and my father was an architect with a specialty in stage design. Of course, like all children, I also loved arena fights for all their blood and drama. That is why my chosen genre often leans towards the macabre, the violent. The ghastliness of life has always attracted me.

Carlovac Townway:
As S'Reddit said, I have been a historian for many years, and always fascinated by the people and situations of the distant past. I had over the decades done much research on the end of the First Era, the downfall of the Reman Dynasty, and I wanted to share it, and not just with my fellow academics. Writing is a chore for me - I get much more pleasure out of research than putting quill to scroll. But I think it's necessary for people to know whither we came, so we might know, or guess, where we are going.

B:
Would you be so kind as to inform us of your latest endeavors? We have enjoyed your previous works, and we anxious await any information you may have on what you are currently working on or have recently finished.

Waughin Jarth:
Oh, so many projects. I like to have four books going at once, so I'm never bored. A continuation of Decumus Scotti's adventures is nearly complete. And I'm very happy with a book called "The Exodus" about the Necromancers and the Mages Guild which should be published fairly soon... Though I cannot stop editing...

Baloth-Kul:
Some time ago, I was passing through the town of Cheydinhal and I heard a tale about a house there that absolutely terrified me. I do not have a title yet for the play, but I've completed a first draft and begun talking with the Actors Guild about staging a performance.

Carlovac Townway:
I have not begun writing anything at the moment. I have begun researching.

S'Reddit:
Perhaps you could whet their appetite by revealing the nature of your research?

Carlovac Townway:
Well, the smaller project is a compilation of Uriel V's letters from Akavir.

S'Reddit:
And "2E 896: The Last Year of The Second Era"?

Carlovac frowned.

Sinder Velvin:
What do you enjoy the most about being writers?

Baloth-Kul:
I enjoy sitting in my audience and hearing them scream.

Waughin Jarth:
I write entirely for my own amusement, and that of a few friends perhaps. Fortunately, I have been successful enough to be able to do it for a living, but even if I didn't, I'd still be writing. I just have too many stories I want to tell myself, and I don't mind that others listen in.

Carlovac Townway:
I don't enjoy being a writer in the least. I enjoy researching, compiling, working on theories, investigating those theories, finding common threads, and every aspect of my life and work, except the actual writing and publishing. If I could, I would research, and never share.

Sinder Velvin:
Very interesting. I wonder, though... How much of what you write is fiction and how much is fact? No offense meant - I have no doubts that your research is exhaustive and thorough, and I respect each of you greatly - but some writers are slightly prone to exaggerations.

Baloth-Kul:
Entirely fiction, and entirely true.

Carlovac Townway:
That's a very difficult question. If by "fiction", you mean completely invented out of my imagination, absolutely none of it is fiction. There's some conjecture based on research, certainly, and any events that take place in the distant past are open to interpretation. I could not say with certainty what the precise words of a conversation between the Duke of Morrowind and his mistress Turala, for example, but I know who she was, who he was, and where the conversation led... I would not consider that 'fiction,' because I believe that they are true, if not exact.

Waughin Jarth:
I could not claim to do the same research as my friend Carlovac, but I do like to take my inspiration from historical figures. Obviously, the Wolf Queen Potema and Pelagius the Mad existed -- There are people who still live who knew them. Decumus Scotti is a real person, but I changed his name for obvious reasons. But my books aren't history books. They're meant to be entertaining.

B:
Where do you get your information and ideas? Do you research books, conduct interviews, and/or travel around Tamriel? For example, Waughin Jarth, one report states that Scotti's latest adventure has him traveling through the swamps of Black Marsh? Did you actually travel to Black Marsh for inspiration, and if so, did you find yourself in any precarious situations?

Waughin Jarth:
Oh, I haven't been anywhere in Black Marsh but Gideon, and everyone knows that that's the most Imperialized city in the province. I have to admit that I identify with Decumus Scotti and his cowardice more than I ought to. I did spend some time in Valenwood as a child, though, so I know many of the locations in 'A Dance In Fire' first hand. That said, I know many, many Imperials who have traveled in Black Marsh, and can attest that I've gotten the descriptions right.

S'Reddit:
Gideon has changed quite a bit over the years. It was quite a small town when the Empress was imprisoned just out of there in 2920.

Xan:
Master Baloth-Kul, your play of The Horror of Castle Xyr is shocking - But it is, indeed, great. Is there any way you could tell us what happened to Iachilla Xyr? Will you ever make a sequel? As a sidenote, have you ever seen the play "The Lusty Argonian Maid" by Crassius Curio?

Baloth-Kul:
Thank you. The romantic in me hopes that Iachilla Xyr is somewhere out there, still involved in good works. There has, of course, been call for a sequel, but that has never interested me very much. I think it would by definition be inferior to the original, containing less shock and surprise. The new one I'm finishing about the haunted house should be just as enjoyable if not more so than Castle Xyr... And yes, I did attend a private showing of Sera Curio's play, in which --

S'Reddit:
You mean, you didn't attend a private showing of Curio's play, right?

Baloth-Kul:
...Yes, of course. I have never seen The Lusty Argonian Maid being performed with great enthusiasm. Pure pornography is what I would call it if I had seen it, which I haven't. And if I had, it was shocking.

Attrebus:
Baloth-Kul, you mentioned the town of Cheydinhal and a story of a haunted mansion there. I was wondering if you could give us any more details on this, as in what province is this town in, and do you think the mansion actually exists?

S'Reddit:
Let's not give the name of the house yet. We have to leave some surprises, after all.

Baloth-Kul:
Oh, it most certainly exists, and the locals certainly believe it is haunted. Not only does it exist, but my play describes the layout with exactitude. It's not a mansion exactly, but a decent sized house. You haven't been to Cheydinhal in Cyrodiil?

Xan:
Master Jarth, can you tell us more about "The Exodus"? Is this book about Mannimarco, by any chance? I'd like to read more about what he did following the Warp in the West.

S'Reddit:
Since the book is still being edited and hasn't been published yet, it would be unfair to tell too much --

Waughin Jarth:
The Warp in the West?

S'Reddit:
The Miracle of Peace as ordained by the Nine I think he means.

Waughin Jarth:
Oh, I don't know much about that. Metaphysics have never been my area of expertise. I wouldn't know what happened to Mannimarco. Frankly, the mighty have never interested me. It's the tragedy and triumph of the little people I like to explore, and their relationship with the great powers of the Empire is only a background. I don't care much about Vanus Galerion and Mannimarco and their squabbles, but the simple Necromancers and their relationship with their cousins the Mages, therein lies drama to which I can relate. So, no, if you're interested in Mannimarco and whether he had an apotheosis as some believe, you will have to turn elsewhere in your research.

Xan:
I have always been fascinated with history, which is why I am a great fan of Master Townway's works.

Xanathar turned towards Carlovac.

Xan:
Master Townway, I have a question regarding your famous "1E 2920: The Last Year of The First Era", a question related to the late Sotha Sil - who I would have loved to meet personally one day, but alas, I will never be able to do that. Actually, I have many questions related to Sotha Sil, but more than anything else I would like to ask you about his deal with the Daedric Princes. Can you tell us more about it? Some Scholars believe that the deal was nullified with the death of Sotha Sil, but I believe that the deal had already been voided by the time the Four Score War was over.

Carlovac Townway:
I can tell you about the past as a historian, but I do not know what the future holds. Sotha Sil did go to Oblivion after Dro'Zel, the king of Senchal summoned Molag Bal to destroy the Valenwood kingdom of Gilverdale. Beginning in that point in history, with very few exceptions, rulers ceased their dealings with the Daedric Princes. Now, it wasn't because rulers ceased to desire power and the destruction of their enemies, so it would seem that Sotha Sil's bargain did hold. If I knew exactly what he had promised the Princes in return, I would have recorded it. I did not purposefully leave it out of the narrative for the purpose of mystery and drama. The Psijics almost certainly know more, but they permitted me only limited research in Artaeum.

Attrebus:
One thing that has intrigued me are the descriptions given of the Tsaeci and the Maormer. Since I have not met these elusive races in person, how accurate are the descriptions? In other words, have you met a member of these races and that's where the descriptions came from, or did you make an educated guess based on what you've heard?

S'Reddit:
Of course my client has never met with any Akaviri, Maormeri, or any other enemy of the Empire.

Carlovac Townway: There are very old warriors, survivors of Uriel V's ill-fated invasion, and they told me what they saw. I stand by my descriptions that the Akavir Potentates were serpentine, not only in temperament, but in physical appearance. Even if I did not have witnesses, there are too many descriptions of them as snakes to assume that all writers used the same metaphor. There is much in Redguard history which suggests ancient connections to the Tsaesci as well. Not only are many of the greatest heroes clearly influenced by Akaviri as well as Redguard culture - Gaiden Shinji, for example - But the whole cult of Satakal and the dungeon called Fang Lair... It is too coincidental. We are a rare generation in Tamriel, when few of us have seen any denizen of Akavir. I suspect that we're lucky in that. The Maormer are a minor race, and don't interest me at all.

Waughin Jarth:
My esteemed colleague would be well-advised to talk to survivors of the War of the Isle, and he might change his mind. I think some of what I was told was exaggerated, and since my purpose in writing Wolf Queen was to describe Potema's life and ambitions and not necessarily to describe the details of Orgnum and his navy, I left out some details that may be questionable. The sea creatures at their command are the stuff of nightmares. It's a jolly good thing they have not be inclined towards invading us in recent years.

B:
Based on your writings, both of you seemed to be well versed in the Psijic Order. And looking through Tamriellic history, the Psijic Order's influence seems to have waxed and waned. Carlovac Townway, in "1E 2920: The Last Year of The First Era", you documented the Order late in the First Era, during the time of Iachesis. You also discussed some of the events that occurred on Artaeum at that time. Later on in that writing, you led us to believe that Iachesis felt it was time for the Psijics leave for a while. As we all know, Artaeum did, in fact, return. Waughin Jarth, you discussed in "The Wolf Queen" how, in 3E 110, Emperor Antiochus asked the Psijic Order for help in defending the west coast of Tamriel. You go on to discuss how the Order caught wind of a meeting between King Orgnum and Queen Potema of Solitude, and how they sent a group of gray cloaks, led by Loremaster Celarus, to pay a visit to the Queen. To make a long story short, the fleet of the Pyandoneans had been utterly destroyed by a storm that had appeared suddenly off the Isle of Artaeum. And finally, the author Taurce il-Anselma adds to the point when he said in "Fragment: On Artaeum": "The Council's influence in Tamrielan politics is tidal…Emperor Uriel V was much influenced by the Council in the early, most glorious parts of his reign, before his disastrous attack on Akavir." But he also reminds us that "The last four emperors, Uriel VI, Morihatha, Pelagius IV, and Uriel VII, have been suspicious of the Psijics enough to refuse ambassadors from the Isle of Artaeum within the Imperial City." Perhaps you can elaborate on the historical significance of the Psijic Order? I'm sure both of you have some thoughts on this subject. For example, Carlovac Townway, you mentioned Emperor Uriel V's letters from Akavir. Taurce il-Anselma implies that the Order had a lot to do with the "early, glorious part of his reign" before the "disastrous attack". Are we to believe that Emperor Uriel V refused to be counseled and attacked Akavir anyway? Or did the Order suggest an attack, and when it failed, the Emperor refused to listen to them any longer? Also, could you please describe what you believe is the Order's role today? Do they even have one? Taurce il-Anselma stated that the last four emperor have refused ambassadors, but rumor has is that Loremaster Celarus has been seeking an audience with Emperor Uriel VII himself.

Baloth-Kul:
The Psijics! The Psijics! Let me tell you something - I think their big secret hidden behind all their mystery and obfuscation is that they're very, very dull. Nothing has happened on Artaeum of the least interest since the days of Galerion and Mannimarco.

Carlovac Townway and Waughin Jarth looked at Baloth-Kul curiously, and then spoke.

Carlovac Townway:
Again, my area of expertise is history, not current or future events, so I could not say what business Celarus has with our Emperor, or what the current relationship, if any, is between the Empire and Artaeum. I've read il-Anselma of course, and I think he's right that the last few Emperors have had few dealings with the Psijics. My own theory is that the Psijics tell them the truth rather than what they want to hear. The Psijics did counsel Uriel V against the invasion of Akavir, very strenuously.

Waughin Jarth:
The historical significance of the Order is unquestionable, but they are just that, history. As far as I can tell, they have no connection with the Empire, though they continue to be counselors to the counts of Summurset.

Sinder Velvin:
Mr. Townway, is there any chance that you can tell us how and why Almalexia was able to defeat Mehrunes Dagon? I've always thought that the Daedric Princes were much stronger than the Tribunal.

Carlovac Townway:
Well, she had more then a little help from Sotha Sil, of course, and all three were terribly injured in the encounter. Almalexia, particularly. Of course, it's difficult to give a precise blow-by-blow description of the battle, since accounts are pretty mythic: there were survivors of the destruction of Mournhold, but clearly they weren't taking notes while they were running for their lives. The only physical attacks I mentioned in the book that she throttled him and he poisoned her with his claws, two attacks which are supported by my research. As for who is or was stronger, two of the Gods of Morrowind at the height of their powers, or a Daedra Prince... I could not say. It is tempting to say that the Tribunal was most powerful at that time. They repelled an invasion by Mehrunes Dagon, after all. But without knowing for certain how or what his intentions were beyond destroying Mournhold -- Which he succeeded in doing -- I would be a poor Scholar to assume too much.

Xan:
Why didn't Vivec use his powers while fighting the Empire? Considering the fact that he had an array of god powers, why did he use just common troops and war strategies? Carlovac Townway:
There are definitely tales of Vivec's extraordinary feats during the Four Score War which I didn't include because they didn't take place in 2920. Vivec is an extraordinary character, I think, because he's a General as much as he is a God. He does the things one expects of Gods -- Flooding the land, stopping rocks that fall from the heavens -- But he also is a leader who inspires his men to victory. I think he sometimes, maybe not always, but sometimes, preferred to use his wits, his ability to devise strategy, rather than his raw power in battle... It's pure conjecture, but I suppose sometimes he just wanted his men to learn, instead of just saving them, and after eighty years of war, he was tired...

Waughin Jarth:
That's a lot of conjecture. Maybe he just wasn't as powerful as people said he was.

Attrebus:
There's a lot of conjecture with anything regarding Vivec.

Attrebus chortled.

Attrebus:
On a semi related topic to Vivec and the Tribunal is the fate of the Dwemer. There a few books related to this enigmatic race, however, none give a clear picture of what happened to them. Have any of you thought about researching this topic and writing a book about the Dwemer? Has the shroud of time made it impossible to remove fact from fiction on this matter?

Carlovac Townway:
I am a great admirer of the Dwemer culture. I think Tamriel has never fully recovered from their loss... Perhaps I will write about their disappearance some day. It certainly has all the markings of a great history, with all its promises, dashed forever.

Waughin Jarth:
It's too grand of an assignment for me. But I wouldn't mind trying to put together a biography of Dumac. As you know from "The Wolf Queen", I do have a weakness for doomed royalty... Maybe...

Baloth-Kul:
I would only do it to honor the legacy of my fellow playwright Gor Felim, whose other work beside that written as Marobar Sul is sadly not in print. Like him, I would come up with some wild speculations with absolutely no evidence, but plenty of entertainment value.

B:
I would agree that the Dwemer were fascinating, and to a great extent, their history still is. I find stories of the Brass God extremely interesting. There is mention of the original Brass God being seen by Kagrenac and the Enantiomorph. I was wondering if any of you could tell us more about the Enantiomorph, or as they are known individually, Zurin Arctus and Talos. Many believe Zurin Arctus was the Underking, but "The Arcturian Heresy" seems to cloud that perspective, hence the word "heresy". Would any of you care to enlighten us on the relationship of Arctus and Talos and the Enantiomorph?

Baloth-Kul:
You find that interesting? I do not. In the least.

Waughin Jarth:
Well, "The Arcturian Heresy" is a bit of a joke right? Who wrote it, do you think? I've never heard any history so, well, neither formal nor poetic, I guess you would say, conversationally written. I mean, in battle, Zurin Arctus 'takes them on'? As a theory, it's certainly less interesting than the idea that Zurin Arctus was the Underking, and the great tragedy of life is how often the less interesting turns out to be true, so perhaps it's not fiction.

Carlovac Townway:
Let me begin by saying -

S'Reddit:
This is the central action of my client's book "2E 896: The Last Year Of The Second Era". I think you should wait for the publication of that to hear his opinion... It's somewhat involved... But fascinating... Sinder Velvin:
This makes me wonder - If there are so many radically different accounts of certain historical events, how can any researcher possibly tell which accounts are true and which are not? Furthermore, does this not mean that there is no unanimously accepted history of Tamriel? In this case, how do you explain the unity of the Empire given the great cultural differences between the peoples living in Tamriel?

Baloth-Kul:
You see unity in the Empire? I don't.

Carlovac Townway:
With all due respect, I think you're overstating things a bit, Sinder. Are there events, personalities, and histories that are in contention? Certainly. Does that mean that there are no facts that are generally accepted amongst the people of the Empire? Not at all. As a historian, it is my job to look at commonly held beliefs -- And there are many of them in Tamriel -- And question them, look for evidence to support and disprove them. I must see them in their political context, both historical and contemporary. Sometimes I must be satisfied with the most likely scenarios, guessing what happened and why based on what happened before and afterwards. And I have to admit to myself that some of my guesses are going to be wrong, and be big enough to admit it when other evidence comes to light. All that said, I don't see history in Tamriel as a completely formless mass with no tentpoles or points of reference. It may be impossible for a historian to be conclusive, but that does not mean that history as a whole is a lie. The truths are there, if you look

Waughin Jarth:
I don't think the common folk care much about history. Much of this is academic talk. What does it matter to a peasant in Morrowind who Veloth was, when he lived, or even if he ever existed at all? There's a tradition there, which will never die even if historians unanimously gave evidence, obliterating any doubt. People in Tamriel, and I think elsewhere, believe what they want to believe.

Attrebus:
From a scholarly point of view, it is a shame that there's not a more consistant view of history. Especially since there are beings walking Nirn that were at certain events and just aren't talking! Of course, there wouldn't be much of an "adventure" if everything was already known.

B:
We do believe that there are some discrepancies in the historical "facts" of Tamriel. I guess we might disagree on the severity of the issue. One thing we do have in common is our quests for knowledge and understanding. In "The Fall of the Usurper" by Palaux Illthre, there's quote from the poet Braeloque, "To find the facts, the wisest always look first to the fiction". I find this to be an interesting belief. We Librarians seem to do this on most occasions. While we're on the subject of the Usurper, I was wondering if there is anything more you could tell us about the man called the Camoran Usurper and his army of Daedra and Undead Warriors that went on a rampage through Valenwood.

Carlovac Townway:
That is a particularly interest of mine. And something that I'm researching now. It's a tremendous subject anyway you look at it. He was a remarkable warleader, the Usurper, and utterly relentless in his rampage through western Tamriel. The Emperor and the lesser royalty tried to stop him for decades, but he only got stronger and stronger. When you look over the accounts of the era, there is this palpable sense of mounting terror... It's truly an epic tale worth telling.

Sinder Velvin:
Talking about epic tales, I was wondering what you think about four great heroes who did great things: the Eternal Champion - The one who defeated the impostor Jagar Tharn, the Hero of the Battlespire - Who defeated Mehrunes Dagon during the time when Jagarn Tharn ruled over all of Tamriel, the so-called Hero of Daggerfall - Who had a great role to play in the events leading up to the Warp in the West (or as the esteemed S'Reddit put it, The Miracle of Peace as ordained by the Nine), and last, but not least, the Nerevarine - Who, of course, defeated Dagoth Ur among other things. Now, I am a bit ashamed to admit it, but I do not even know the real names of these brave heroes. Do you know of any biographies that have been written about them? Have you considered writing about them yourselves? Also, how is it possible that four men could have such great achievements? How could one single mortal fight both the Daedric hordes of Mehrunes Dagon and the Daedric Prince himself, and emerge victorious? It sounds more like a fairy tale to me...

Baloth-Kul:
Those tales sound interesting to you? Not to me. If they didn't actually happen, I would assume they were fairy tales constructed by some pathetic scribe.

Carlovac Townway:
You have to understand that these are all fairly recent historical events, all within our current Emperor's reign, and it is in his best interest to keep the names of those involved secret. I doubt I will live long enough for those records to become public, but I agree that they might make an epic tale one day. I hope a writer in the future does attempt to ferret out the truth.

Waughin Jarth:
The fellow -- I've heard it was a fellow, though it might have been a lady -- Who defeated Mehrunes Dagon did not, I think, truly defeat him. He merely thwarted what appeared to be the Prince's most immediate plans. It seems to me just as likely that Dagon manipulated the hero into doing exactly what he wanted. I don't think any Prince would be defeated if He didn't wish to be.

Attrebus thought for a moment.

Attrebus:
We've heard the rumblings that the Empire will fall. What's your take on this? Do you think we are in for a time of hardship in the not too distant future?

Baloth-Kul started singing.

Baloth-Kul:
Oh yes, there are bad times just around the corner, there are dark clouds hurtling through the sky
And it's no use whining, about a silver lining, for we KNOW from experience that they won't roll by...

Waughin Jarth:
We're heading toward a time of hardship? I don't know. I look around me, and I see it's already here. But then, it's always been here. Tamriel has always been the Arena, and I guess always will be.

Carlovac Townway:
I'm a historian, not an eschatologist, but one can compare the events of 2920, say, with today. The Emperor is old, yes, but he's in good health. He has sons to inherit his kingdom. In 2920, there was but one Emperor, Reman, and one son, Juilek. Do I think this Empire will continue forever? No, of course not. All Empires fall or disintegrate, slowly over time, which I think, frankly, is the fate of the Septim Dynasty.

Xanathar looked around.

Xan:
Hmm, it's rather late. I am afraid we will have to end this interview soon. I'm pretty sure you all have important things to do tomorrow. But I will ask you one more question, about the book "On Oblivion". As you might know, it is said in this book that a certain "Jyggalag" is a Daedric Prince. Interestingly enough, there is no mention of Meridia in it. Do you, by any chance, know who this Jyggalag is?
Also, do you know anything about the wherabouts of Morian Zenas, the author of this book? The book says that it is just the first chapter in the series, but many years have passed since its publication, and to my knowledge, the second chapter has not yet been published. Could Morian Zenas have disappeared?

Carlovac Townway:
"Waters of Oblivion" is the book you want about that?

Waughin Jarth:
Have you read it?

Carlovac Townway:
No. Too busy right now, but I intend to.

Waughin Jarth:
I always thought Jyggalag was a bit of a joke played on poor old Zenas by the Daedra Princes.

Sinder Velvin:
It has, indeed, become rather late.

Sinder Velvin looked towards the authors.

Sinder Velvin:
Sorry for detaining you so long, sirs, but you are such interesting and knowledgeable individuals that we just had to ask you how you feel about certain topics. Now that I have finnaly met you in person, I am absolutely certain that you are worthy of praise. I shall eagerly await the publication of your next books, and I am sure that so will my esteemed colleagues. But, before we depart - Is there anything that you haven't told us yet, but that you would like to tell us?

Baloth-Kul:
Buy my books. I know they cost a lot, but my expenses are high.

Carlovac Townway:
I think I've said all I have to say, and probably more.

Waughin Jarth:
Oh, there are several more of my books coming out soon, but I would rather not spoil the surprise by discussing them. If after reading them, you would like to talk about them, I am always available through my agent, S'Reddit. I welcome your unqualified praise.

S'Reddit:
I seem to have left my purse at home. Can one of the Librarians pick up the bar tab, and send me a bill? Itemized, if at all possible?

Xanathar paid the very large bill.

Xan:
Gentlemen, I suppose this is the end of the interview. I would like to express my gratitude to you for giving us more information about your coming books and for answering our questions. Many thanks for arranging this, Master S'Reddit.

The Librarians stood up.

Xan:
It is now time for us to depart. There are still things that we have to do over at the Library, you see. I hope we can talk again in the future. Until we meet again, good luck and health to you.

After saying their goodbyes, the Librarians returned to the Imperial Library.

Anmerkungen (Tamriel-Almanach)

  1. Die deutsche Übersetzung wurde von Numenorean unter Namensnennung-Keine Bearbeitung 2.0 veröffentlicht. Dabei wurde die von Scharesoft und Crashtestgoblin begonnene Erstübersetzung eingearbeitet.
  • Namensnennung 2.5
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