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Kagrenacs Werkzeuge (Buch)

Dieser Artikel handelt vom Buch Kagrenacs Werkzeuge. Für die Werkzeuge selbst, siehe Kagrenacs Werkzeuge.
Kagrenacs Werkzeuge
Zum Text
Autor Gilvas Barelo und weitere Abtrünnige Priester
Art Buch
Genre Geschichtliche und religionskritische Abhandlung

Kagrenacs Werkzeuge (engl. Kagrenac's Tools) ist eine aus dem Apographa zusammengestellte Schrift über die Verwendung des Herzens von Lorkhan und die Herkunft der göttlichen Macht des Tribunals. Gilvas Barelo, Abt von Holamayan, und weitere Abtrünnige Priester verbinden darin die Geschichte der Werkzeuge mit einer Warnung vor ihrer verderblichen Macht und einer Kritik an der Herrschaft des Tribunals.

Inhalt

Die Schrift berichtet von der Entdeckung des Herzens unter dem Roten Berg durch Bergleute der Dwemer. Kagrenac habe dessen göttliche Natur erkannt und drei Werkzeuge geschaffen, um seine Kraft für die Erschaffung eines eigenen Gottes zu nutzen:

  • Seelenschutz, ein Handschuh zum Schutz vor der freigesetzten Macht.
  • Seelendonner, ein Hammer, der dem Herzen die benötigte Menge und Art von Kraft entlockt.
  • Seelenklinge, eine Klinge zum Anzapfen und Konzentrieren dieser Kraft.

Was bei Kagrenacs Einsatz der Werkzeuge während der Schlacht am Roten Berg geschah, bleibt nach Aussage der Verfasser unbekannt. Festgehalten wird das anschließende Verschwinden der Dwemer.

Nerevar und Dagoth bergen die Werkzeuge. Während Nerevar seine Berater Vivec, Almalexia und Sotha Sil aufsucht, soll Dagoth sie bewachen. Bei ihrer Rückkehr verweigert er jedoch die Herausgabe. Es kommt zum Kampf, in dem er schwer verwundet und vertrieben wird.

Nerevar und seine Berater beschließen daraufhin, die Werkzeuge zu verwahren, und schwören, sie niemals zu benutzen. Nach Nerevars Tod brechen die drei Berater diesen Schwur und verleihen sich durch das Herz göttliche Kräfte.

Dagoths Überleben und seine Verbindung zum Herzen erklären die Verfasser ausdrücklich als Vermutung. Seine Versuche mit den Werkzeugen könnten ihn befähigt haben, unmittelbar aus dem Herzen Kraft zu schöpfen. Dessen ungezügelte Nutzung habe ihn mächtig und wahnsinnig gemacht. Das Tribunal sei vorsichtiger vorgegangen, jedoch ebenfalls auf weniger offensichtliche Weise verdorben worden.

Abschließend erklären die Verfasser die Werkzeuge für verflucht. Sie erkennen die Verdienste des Tribunals um Morrowind und die Dunmer an, stellen aber dessen Verehrungswürdigkeit und Fähigkeit zum Schutz vor Dagoth Ur infrage. Die Verheimlichung seiner Machtquelle und die Verfolgung der Nerevarine und Abtrünnigen Priester führen sie auf Scham zurück.

Analyse

Die Schrift ist zugleich Geschichtsdarstellung und religiöse Anklage. Entscheidend ist der berichtete Schwurbruch: Die Göttlichkeit des Tribunals erscheint als Ergebnis einer verbotenen Aneignung von Macht. Dass diese Macht zunächst zum Schutz Morrowinds beitrug, hebt nach Auffassung der Verfasser ihre verderbliche Wirkung nicht auf.

Bei Dagoths Verbindung zum Herzen kennzeichnet der Text seine Wissensgrenzen ausdrücklich. Der behauptete Fluch der Werkzeuge und die Erklärung der Verfolgungen durch Scham sind dagegen Urteile der Verfasser. Ihre Anerkennung früherer Wohltaten des Tribunals verleiht der Kritik zusätzliches Gewicht: Verdienste der Vergangenheit rechtfertigen in ihrer Darstellung weder die fortgesetzte Geheimhaltung noch die Unterdrückung möglicher Verbündeter gegen Dagoth Ur.